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| Électricité de France SA | |
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| Rechtsform | Société anonyme (SA) |
| ISIN | FR0010242511 |
| Gründung | 8. April 1946 |
| Sitz | Paris, Frankreich |
| Leitung | Henri Proglio, PDG Marcel Paul, Gründer |
| Mitarbeiter | 158 000 (2010)[1] |
| Umsatz | EUR 65,2 Mrd. (2010) |
| Branche | Energieversorgung |
| Website | www.edf.com |
Die Électricité de France SA (EDF) ist eine börsennotierte, staatlich dominierte französische Elektrizitätsgesellschaft und der französische Marktführer.
Inhaltsverzeichnis |
Die EdF wurde am 8. April 1946 gegründet (Gründungsmitglied u. a. Pierre Ailleret). Seit November 2004 ist sie eine Aktiengesellschaft.
Bis zum Beginn der Liberalisierung des Europäischen Energiemarktes verfügte EdF in Frankreich über ein Quasimonopol im Bereich des Stromhandels, nicht jedoch bei der elektrischen Energieerzeugung.
Der französische Staat hält derzeit (2010 ) 84,8 % der Aktien, weitere 2,4 % sind Belegschaftsaktien; 13,1 % werden gehandelt und befinden sich in Privatbesitz oder bei institutionellen Anlegern.[2]
Die Tochtergesellschaft Réseau de Transport d'Electricité (RTE) betreibt das Energieübertragungsnetz des Unternehmens. Mittlerweile ist die EDF zweitgrößter Stromerzeuger weltweit.
EDF betreibt derzeit weltweit 58 Kernkraftwerke an 20 Standorten. Hiervon verfügen 34 Reaktoren über eine Nennleistung von über 900 MW, 20 Reaktoren sind für 1.300 MW ausgelegt. Vier Kraftwerke erzeugen jeweils 1.450 MW. Die Gesamtkapazität aller Kraftwerke der EDF beträgt zur Zeit 125.447 MW.
Im Jahre 2010 produzierte das Unternehmen mit 630 Mrd. kWh über 22 % der insgesamt in der Europäischen Union erzeugten elektrischen Energie.
Hiervon wurden 74,5 % nuklear erzeugt und 9,2 % in konventionellen Wärmekraftwerken. 16,2 % entstanden aus Wasserkraft und 0,1 % der erzeugten Energie wurde aus weiteren regenerativen Energieträgern wie Windkraft gewonnen. Die EdF beschäftigte 2010 weltweit über 158.000 Mitarbeiter zur Versorgung von ca. 37 Millionen Kunden.
In Österreich ist der Konzern mit 25 % + 1 Aktie am Energieversorger Energie Steiermark (ESTAG) sowie mit 100 % am Versorger Vero beteiligt. Bis 2006 gehörte auch die ·A·S·A· Abfall Service AG zu 100 % der EDF, wurde dann aber an die spanische Fomento de Construcciones y Contratas verkauft.
In der Schweiz ist EDF über die in Martigny ansässige Tochtergesellschaft "EDF Alpes Investissements Sà rl" mit 25 % an der Alpiq Holding beteiligt.
Am französischen Umweltdienstleister Veolia Environnement hält die EDF 3,9 %[3]
Der britische Atomkraftwerksbetreiber British Energy wurde am 24. September 2008 für 12,5 Milliarden Pfund (14 Milliarden Euro) übernommen[4]; 20 Prozent des britischen Unternehmens sollten für 2,55 Mrd. Euro wieder an den britischen Energiekonzern Centrica verkauft werden.[5]
2011 plant EdF bei Hinkley Point im Südwesten Englands den Bau zweier Reaktoren, welche 2017 in Betrieb gehen sollen.
Darüber hinaus engagiert sich die EdF auf den Energiemärkten Argentiniens, Ägyptens, Belgiens, Brasiliens, Chinas, der Elfenbeinküste, Italiens, der Niederlande, Mexikos, Polens, Schwedens, der Slowakei, Spaniens, Ungarns, der USA und Vietnams.
In Deutschland hielt EdF bis Ende 2010 45,01 % am baden-württembergischen Energieversorger EnBW. Am 6. Dezember 2010 gab der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, bekannt, dass das Land diese Anteile zurückkaufe.[6]
Die EdF verschifft 13 Prozent des in den Kraftwerken anfallenden radioaktiven Abfalls über Le Havre nach Russland. Jährlich sollen seit den 90er Jahren 108 Tonnen Atommüll in das sibirische Sewersk transportiert worden sein, wo diese in Containern im Freien gelagert werden.
Bis 2007 waren 1,15 Millionen Kubikmeter atomarer Abfall angefallen, dessen Endlagerung ungeklärt ist. Über den Verbleib von militärischem und industriellem Atommüll recherchierte der Dokumentarfilm Albtraum Atommüll Ende 2009. Er informiert auch über die Gefahren und Folgen des Einsatzes von Kernenergie.
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