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Ă–sterreichische Bundesbahnen

ÖBB ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter ÖBB (Begriffsklärung) aufgeführt.
Ă–sterreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft
Logo der Ă–BB
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 31. März 2004
Sitz Wien, Ă–sterreich
Leitung Christian Kern (CEO)[1][2]
Franz Seiser[1]
Josef Halbmayr (CFO)
Mitarbeiter 45.186 (Stand 31. Dezember 2009)[3]
Umsatz 5.748 Mio. EUR (2009)[3]
Branche Eisenbahnunternehmen
Produkte Transport und Logistik
Website www.oebb.at

Die Österreichischen Bundesbahnen (kurz ÖBB; früher Bundesbahnen Österreichs, BBÖ) sind die größte staatliche Eisenbahngesellschaft Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Logo der Ă–BB bis in die Siebziger Jahre ("FlĂĽgelrad")
Logo der Ă–BB bis ca. 2004 ("Pflatsch")
Aktuelles Ă–BB-Logo am Bahnhof Wels

Die schrittweise Verstaatlichung des Bahnnetzes der österreichischen Reichshälfte von Österreich-Ungarn begann 1882. Die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) entstanden.

Mit dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918 hörten die k. u. k. österreichischen Staatsbahnen auf zu bestehen. Große Teile des Rollmaterials und des Streckennetzes verblieben in den neugegründeten Staaten Tschechoslowakei, Jugoslawien und Polen. Die Staatsbahnen Österreichs firmierten fortan als Österreichische Staatsbahnen (ÖStB), bis 1923 die Gründung des selbständigen kaufmännischen Unternehmens Österreichische Bundesbahnen erfolgte. Die Abkürzung war BBÖ, da ÖBB schon von der schweizerischen Oensingen-Balsthal-Bahn besetzt war.

Nach dem „Anschluss“ Ă–sterreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurden die BBĂ– von der Deutschen Reichsbahn ĂĽbernommen. Während des folgenden Zweiten Weltkrieges wurden ca. 41 Prozent des österreichischen Bahnnetzes zerstört.

1947 wurden die ÖBB (die Schweizer Privatbahnen verwendeten zu diesem Zeitpunkt die gemeinsame Abkürzung SP für ihre Güterwagen im internationalen Verkehr, daher konnte jetzt diese Abkürzung gewählt werden) als vom Staat verwaltete Gesellschaft neu gegründet. Die Infrastruktur wurde wieder aufgebaut und die Elektrifizierung vorangetrieben. Mit dem 1969 verabschiedeten neuen Bundesbahngesetz wurden die ÖBB zum unselbständigen Wirtschaftskörper, der als Zweig der Betriebsverwaltung des Bundes geführt wurde, aber vollständig im Budget des Bundes verblieb.

1992 wurden die Ă–BB aus dem Bundesbudget ausgegliedert und in eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (einer Mischform aus GmbH und Aktiengesellschaft) umgewandelt. Die Gesellschaft ist zu 100 % im Besitz der Republik Ă–sterreich. Die Umwandlung verfolgte zwei Hauptziele: Einerseits galt es anlässlich des bevorstehenden Beitritts Ă–sterreichs zur Europäischen Union den EU-Richtlinien zu entsprechen und andererseits sollte der Finanzbedarf der öffentlichen Hand bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit reduziert werden.

2004 wurden die ÖBB als Konzern mit der ÖBB Holding AG und operativen Tochtergesellschaften neu organisiert. Die Holding soll neben der Wahrnehmung der Anteilsrechte an den nachgeordneten Gesellschaften die einheitliche strategische Ausrichtung des Gesamtkonzerns koordinieren und konzernweite Aufgabenstellungen wahrnehmen.[4] Ab 1. Jänner 2005 wurden die Tochtergesellschaften der ÖBB-Holding AG im Konzern eigenverantwortlich und selbständig operativ tätig.

Unternehmen

Die Ă–BB sind nach dem Bundesbahngesetz organisiert, das zuletzt 2009 und davor 2003 durch das Bundesbahnstrukturgesetz in groĂźem Rahmen geändert wurde. Seit 1. Jänner 2005[5] sind die Ă–sterreichischen Bundesbahnen in vier selbstständige Teilgesellschaften gegliedert, an deren Spitze die Ă–BB-Holding AG steht, die sich zu 100 % im Eigentum der Republik Ă–sterreich befindet.

Konzernstruktur

Konzern-Organisation der Ă–BB (2005-2009)
Konzern-Organisation der Ă–BB (ab 2010)

Mit dem 1. Jänner 2005 trat eine neue Organisationsstruktur in Kraft, welche im Vorfeld heftig kritisiert wurde. Kern der neuen Organisationsstruktur ist die Einrichtung von selbstständigen Teilgesellschaften. Ziel der Reform war eine Trennung zwischen Infrastruktur und Bahnbetrieb.

Die ÖBB Holding AG nimmt die Anteilsrechte des Bundes wahr und sorgt für eine einheitliche strategische Ausrichtung des Konzerns. Ihr sind drei operative Töchter zugeordnet:[6]

  • Ă–BB-Personenverkehr AG, zuständig fĂĽr Fern- und Nahverkehr
  • Rail Cargo Austria AG (RCA), zuständig fĂĽr GĂĽterverkehr und Logistik
    • Rail Cargo Hungaria (vormals MĂ€V Cargo), ungarische SchienengĂĽtersparte, 100% Tochter
    • Express-Interfracht Internationale Spedition GmbH
    • Industriewaggon GmbH, 100% Tochter, EigentĂĽmerin aller GĂĽterwaggons
  • Ă–BB Infrastruktur AG, zuständig fĂĽr Trassenvergabe, Betrieb und Wartung des Schienennetzes sowie der Planung, Projektierung und Bau der Infrastruktur
    • Ă–BB Immobilienmanagement GmbH, 100 % Tochter, fĂĽr die Gebäudeverwaltung
    • Ă–BB Telekom Service GmbH (Ă–BBTel), 100% Tochter fĂĽr Daten-, Hosting- und Telekomdienstleistungen
    • Mungos Security + Cleaning GmbH, 100% Tochter fĂĽr Reinigung und Sicherheit
    • Rail Equipment GmbH, 100% Tochter zur Vermietung von schienengebundenen Fahrzeugen

Als weitere Tochter der Holding wird die ÖBB Dienstleistungs GmbH (Informatik, Personalwesen) sowie die ÖBB Werbecenter GmbH geführt. In einem späteren Reformschritt wurde die Dienstleistungs GmbH in die Shared Services Center GmbH überführt[7].

Die Teilgesellschaften Personenverkehr AG und Rail Cargo Austria AG sind miteinander zu 100 % beteiligt an:

    • Ă–BB Produktion GmbH (Traktion und Verschub)
    • Ă–BB Technische Services GmbH
    Während bei der Produktion die Mehrheitsverhältnisse zu 51 % bei der Personenverkehrs AG liegen, hat die Rail Cargo Austria AG im gleichen AusmaĂź die Mehrheitsbeteiligung an den Technischen Services.[8]

Zeitliche Umsetzung der Ă–BB-Reform (Bundesbahnstrukturgesetz 2003)

Basisdaten
Titel: Bundesbahnstrukturgesetz 2003
Langtitel: Bundesgesetz, mit dem das Bundesbahngesetz 1992, das Schieneninfrastrukturfinanzierungsgesetz, das Hochleistungsstreckengesetz, das Bundesgesetz zur Errichtung einer 'Brenner Eisenbahn GmbH', das Bundespflegegeldgesetz, das Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz, das Arbeitsverfassungsgesetz und das Angestelltengesetz geändert werden und mit dem das Bahn-Betriebsverfassungsgesetz aufgehoben wird
Typ: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Republik Ă–sterreich
Rechtsmaterie: Kollektives Arbeitsrecht
Fundstelle: BGBl. I Nr. 138/2003[9]
Datum des Gesetzes: 30. Dezember 2003
Inkrafttretensdatum: 30. Dezember 2003
Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung!

Die Organisation der Österreichischen Bundesbahnen beruht auf dem Bundesbahnstrukturgesetz 2003[9], das im Besonderen das Bundesbahngesetz 1992[10] änderte. Die Änderung der Gesellschaftsform der Österreichischen Bundesbahnen wurde nicht auf einmal, sondern in mehreren Etappen vorgenommen:[11]

  • 1. Jänner 2004: Das Bundesbahnstrukturgesetz wird in Kraft gesetzt
  • 31. März 2004: GrĂĽndung der Ă–BB-Holding AG
  • 17. Mai 2004: GrĂĽndung der Ă–BB-Personenverkehr AG, der Rail Cargo Austria AG, der Ă–BB-Infrastruktur Betrieb AG, der Ă–BB-Dienstleistungs GmbH und (als Vorgriff zur Ă–BB-Infrastruktur Bau AG) der 'Ă–BB-Immobilienmanagement GmbH
  • 30. Juni 2004: GrĂĽndung der Ă–BB-Traktion GmbH und der Ă–BB-Technische Services GmbH
  • 30. September 2004: Abspaltung des Teilbetriebs Ă–BB-Dienstleistungs GmbH
  • 30. Dezember 2004: Einbringung der Bundesanteile der Brenner Eisenbahn GmbH in die „ÖBB-alt“
  • 1. Jänner 2005: Abspaltung von 17 Teilbetrieben
  • 16. März 2005: Umwandlung der „ÖBB-alt“ in die Ă–BB-Infrastruktur Bau AG
  • 20. April 2005: Verschmelzung der 1989 gegrĂĽndeten und vordem selbständigen Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG (HL-AG) und des Finanzierungsteils der Schieneninfrastrukturfinanzierungsgesellschaft mbH (SCHIG) mit Ă–BB-Infrastruktur Bau AG

Bahnreform 2009

Das österreichische Parlament hat mit Publikation vom 19. August 2009 ein Bundesgesetz[12] verabschiedet, das drei einschlägige Bahngesetze ändert. Die meisten Änderungen wurden im Bundesbahngesetz[13] vorgenommen.

Basisdaten
Titel: Änderung des Bundesbahngesetzes, des Privatbahngesetzes 2004 und des Eisenbahngesetzes 1957
Langtitel: Bundesgesetz, mit dem das Bundesbahngesetz, das Privatbahngesetz 2004 und das Eisenbahngesetz 1957 geändert werden
Typ: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Republik Ă–sterreich
Fundstelle: BGBl I Nr. 95/2009[14]
Datum des Gesetzes: 18. August 2009
Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung!

Folgende Änderungen wurden rechtskräftig:

  • Ă–BB-Infrastruktur Bau AG und Ă–BB-Infrastruktur Betrieb AG werden Ă–BB Infrastruktur AG
  • Ă–BB Traktion GmbH wird Ă–BB Produktion GmbH
  • Brenner Eisenbahn GmbH (BEG) wird rĂĽckwirkend per 1. Jänner 2009 vollständig in die Ă–BB Infrastruktur AG integriert
  • Auslagerung des Infrastruktur-Teilbereichs Verschub in die Ă–BB Produktion GmbH

Management (Ă–BB Holding AG)

Stand: 7. Juni 2010[15][1][2]

Vorstand
  • Christian Kern (CEO)
  • Franz Seiser
  • Josef Halbmayr (CFO)
Prokurist
  • Franz Nigl
Aufsichtsrat
  • Horst Pöchhacker (Vorsitzender)
  • Eduard Saxinger (1. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • Franz Rauch (2. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • Herbert Kasser (3. Stellvertreter des Vorsitzenden)
  • weitere Mitglieder: Kurt Eder, Maria Kubitschek, Leopold Specht und Christian Teufl
  • Belegschaftsvertreter im Aufsichtsrat: Wilhelm Haberzettl (4. Stellvertreter des Vorsitzenden), Werner Harrer, Andreas Martinsich und Gottfried Winkler.

Generaldirektoren der Ă–sterreichischen Bundesbahnen

Generalbaudirektor Carl Ritter von Ghega

Die Leitung der Österreichischen Bundesbahnen und ihrer Vorläufer wurde folgenden Personen übertragen:[16]

Generaldirektoren für Staatseisenbahnen (1842–1848)
Generalbaudirektion (1850–1852)
  • Carl Ritter von Ghega (…–…)
Zentraldirektion für Eisenbahnbauten (1852–1859)
  • Carl Ritter von Ghega (…–1859)
Generalinspektion der Österreichischen Eisenbahnen (1874–1919)

(ab 1875 als Behörde mit Generaldirektor, ab 1879 mit aufgeteilten Kompetenzen)

  • Wilhelm Nördling (1875–1879)
Direktion für Staatseisenbahnbetrieb (1882–1884)
Generaldirektion der Österreichischen Staatsbahnen (1884–1896)
ab 1896 Eisenbahnminister mit mehreren Sektionen
Generaldirektion der Österreichischen Bundesbahnen (1923–1938)
  • Hans Siegmund (1. Oktober 1923–Dezember 1924)
  • Josef Maschat (Dezember 1924–Dezember 1926)
  • Rudolf Foest-Monshoff (Dezember 1926–März 1930)
  • Hans Sedlak (März 1930–Oktober 1930)
  • Franz G. Strafella (2. Oktober 1930–5. Juni 1931)
  • Egon Seefehlner (Juni 1931–März 1933)
  • Anton Schöpfer (März 1933–März 1938)
Generaldirektion der Österreichischen Bundesbahnen (1945–31. März 2004)
  • Ernst R. Kaan (Leiter Staatseisenbahn) (Juni 1945–19. Mai 1947)
  • Ernst Seidler (20. Mai 1947–31. Dezember 1953)
  • Vinzenz Ăśbeleis (1. Jänner 1954–31. Dezember 1954)
  • Maximilian Schantl (13. Jänner 1955–31. Dezember 1966)
  • Bruno Kepnik (1. Jänner 1967–31. Dezember 1968)
  • Karl Kalz (1. Jänner 1969–13. Juni 1974)
  • Wolfgang Pycha (14. Juni 1974–13. Juni 1984)
  • Ernst Gollner (14. Juni 1984–30. April 1987)
  • Heinrich Ăśbleis (1. Mai 1985–31. Juli 1993)
  • Helmut Draxler (1. August 1993–31. Juli 2001)
ÖBB-Holding-AG (1. April 2004–…)

FĂĽhrungswechsel 2008

Am 21. April 2008 hatte Generaldirektor Martin Huber, der seit Jahresbeginn wegen Spekulationen, umstrittener Immobiliendeals und ebenso umstrittenen Gehälter[18] immer mehr in Turbulenzen geriet, seinen freiwilligen RĂĽcktritt angeboten. Finanzvorstand Erich Söllinger, der fĂĽr massive Verluste aus Finanzspekulationen – fĂĽr „Collateralized Debt Obligations“ (CDO) in Höhe von 612,9 Mio. â‚¬ mussten nun rund 230 Mio. â‚¬ in den Ă–BB-Bilanzen rĂĽckgestellt werden[18] – mit der Deutschen Bank im Jahr 2005 ohne Befassung des Aufsichtsrates verantwortlich gemacht wurde, hatte am 21. April 2008 selbst seine KĂĽndigung eingereicht. Er hat den Vorstand jedoch erst im Oktober 2008 verlassen. Gustav Poschalko ist im November 2008 ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Vorstand wurde, nachdem dieser erst im Dezember 2007 auf vier Personen aufgestockt wurde, wieder auf zwei Personen reduziert. Am 26. Mai 2008 wurde der bisher fĂĽr Infrastruktur zuständige Holding-Vorstand und vormalige Vorstandschef der Infrastruktur Betriebs AG Peter Klugar, der bisher die Geschäfte interimistisch fĂĽhrte, vom Aufsichtsrat offiziell zum Vorstandssprecher der Ă–BB Holding AG ernannt. Die freiwerdende Stelle des Finanzvorstandes wurde neu ausgeschrieben.

In seiner Antrittspressekonferenz am 27. Mai 2008, die er gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Pöchhacker abhielt, erklärte Peter Klugar, dass mittelfristig die Zahl der Mitarbeiter leicht steigen soll. Weiters kĂĽndigte Klugar eine Qualitätsoffensive in bestehende Strecken an und will in diese um rund 20 % mehr investieren. Ebenso soll es unter seiner FĂĽhrung keine weiteren Einstellungen von Nebenbahnen geben, doch sollen einige Strecken gänzlich aufgelassen werden, so keine Gebietskörperschaften die Nachnutzung ĂĽbernehmen. Wie Horst Pöchhacker ausfĂĽhrte, sollen in Zukunft die vier Teilgesellschaften gestärkt werden und die Holding AG sich mehr zurĂĽckziehen. Pöchhacker begrĂĽndete dies damit, dass der Umbau der Ă–BB abgeschlossen sei und zur Durchsetzung der Ziele eine starke Holding nicht mehr erforderlich ist.[19]

Zahlen, Daten und Fakten

Sämtliche Daten wurden dem Geschäftsbericht der ÖBB für das Jahr 2006 entnommen.[20] Die Zahlen in Klammer geben die Vergleichswerte für das Jahr 2005 an. Sämtliche Geldbeträge sind in Millionen Euro angegeben.

Ertragskennzahlen des Ă–BB-Konzerns
  • Umsatzerlöse 4.538,9 (4.207,7)
  • Gesamterträge: 5.465,6 (5.033,8)
  • Betriebserfolg (EBIT) 314,3 (225,7)
  • Finanzerfolg -282,0 (-212,73)
  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32,3 (13,0)
  • JahresĂĽberschuss 6,2 (12,3)
  • Bilanzgewinn 17,0 (12,6)
  • Gesamterträge je Mitarbeiter 0,123 (0,106)
  • EBIT-Marge (Betriebserfolg/Gesamterträge) 5,8 % (4,5 %)
  • Eigenkapitalrentabilität (EGT/Eigenmittel, inkl. Kostenbeiträge von Dritten) 0,35 % (0,14 %)
Bilanzkennzahlen des Ă–BB-Konzerns
  • Bilanzsumme 21.094,8 (19.719,5)
  • Eigenkapital 3.176,6 (3.171,8)
  • Finanzverbindlichkeiten 7.827,9 (6.461,0)
  • Eigenkapitalquote (Eigenkapital + Kostenbeiträge von Dritten + unversteuerte RĂĽcklagen / Gesamtkapital) 43% (47%)
  • Eigenkapitalquote (ohne Kostenbeiträge von Dritten) 15% (16%)
  • Investitionen (Zugänge zum Anlagevermögen zu Anschaffungskosten) 2.049,2 (2.001,7)
Mitarbeiter des Ă–BB-Konzerns
  • Gesamt 42.951 (46.059), davon
  • Angestellte 7.118 (6.744)
  • Mitarbeiter mit Definitivstellung 34.591 (38.105)
  • Lehrlinge 1.242 (1.210)
Operative Kennzahlen des Ă–BB-Konzerns
  • Beförderte Fahrgäste (in Mio.) 443 (435)
  • davon Schiene (in Mio.) 196 (192)
  • davon Fernverkehr (in Mio.) 29 (28)
  • davon Nahverkehr (in Mio.) 167 (164)
  • davon Busverkehr (in Mio.) 247 (242)
  • davon Schifffahrt (in Mio.) 0 (1)
  • Fahrgastkilometer Schiene (in Mio.) 8.646 (8.470)
  • Anzahl der ZĂĽge im Eigentum der Personenverkehr AG 392 (311)
  • Anzahl Waggons im Eigentum der Personenverkehr AG 3.124 (3.242)
  • Anzahl Autobusse 2.096 (2.209)
  • Beförderte Tonnen (in Mio.) 93 (88)
  • Tonnenkilometer Schiene (in Mio.) 18.868 (18.012)
  • Anzahl GĂĽterwagen 17.635 (17.762)
  • Anzahl Lokomotiven 1.246 (1.276)
  • davon Traktion GmbH 1.096 (1.132)
  • Zugkilometer im österreichischen Netz (in Mio.) 147 (141)
  • Bruttotonnenkilometer im österreichischen Netz (in Mio.) 73.448 (69.455)
Infrastruktur
  • Betriebslänge Streckennetz (in km) 5.702 (5.690)
  • Bahnstrom, selbst produzierte GWh 646 (679)
  • Kraftwerke zur Erzeugung von Bahnstrom 8 (8)
  • Oberleitungen (in km) ~7.900 (~7.900)
  • Schienensonderfahrzeuge (Anzahl) 3.725 (4.689)
  • Anzahl Park&Ride-Anlagen 234 (221)
  • Anzahl Tunnel 280 (279)
  • Anzahl BrĂĽcken 6.495 (6.480)
  • Anzahl Eisenbahnkreuzungen (BahnĂĽbergänge) 6.000 (6.539)
  • davon mit Eisenbahnkreuzungssicherungsanlagen 1.823 (1.850)
  • Anzahl Gebäude 6.783 (6.887)
  • Gebäudenutzfläche (in Mio. m²) 2,8 (2,8)
  • GrundstĂĽcksfläche (in Mio. m²) 207 (208)

Personenverkehr

Ein Railjet der Ă–BB "Spirit of Salzburg" 2008 in Graz
Ein ICE der Ă–BB 2007 auf TrisannabrĂĽcke
Ein Ă–BB-EuroCity 2000 am Semmering
Ein (mittlerweile ausgemusterter) InterCity der Ă–BB 2002 in Graz
Eine Ă–BB 1016 Taurus Lokomotive.

Fernverkehr

Der Fernverkehr bedient folgende innerösterreichische Hauptlinien. Diese sind:

DarĂĽber hinaus werden folgende internationale Strecken bedient:

Im Fernverkehr der ÖBB PV-AG werden gegenwärtig acht Zuggattungen und eine Busgattung angeboten:

  • Railjet, kurz RJ – Dieser Hochgeschwindigkeitszug ist seit Ende 2008 das neue Premiumprodukt der Ă–BB. Er verkehrt mit den drei Beförderungsklassen Premium, First und Economy auf den Strecken Budapest-Wien-MĂĽnchen und Wien-Salzburg-Innsbruck-Bregenz/ZĂĽrich. Seit dem 18. Oktober 2011 werden Railjets zusätzlich auf den Strecken Wien Meidling - Graz, Wien Meidling - Villach und Salzburg - Klagenfurt eingesetzt.
  • Intercity-Express, kurz ICE – Diese ZĂĽge fahren auf der Westbahn von Wien ĂĽber das deutsche Eck nach Bregenz. AuĂźerdem bestehen zwei Zugläufe von Innsbruck ĂĽber MĂĽnchen, Stuttgart, Frankfurt und Hannover nach Berlin. Seit dem Fahrplanwechsel am 8. Dezember 2007 verkehren zwei Zugpaare zwischen Wien und Frankfurt sowie drei Zugpaare zwischen Wien und Dortmund (ICE T).
  • Ă–BB-InterCity, kurz Ă–BB-IC – Dieser Zug besteht aus grau lackierten Upgrade-Wagen und bietet ein mobiles Bordservice. Ă–BB-ICs verkehren gegenwärtig vor allem auf der Strecke Wien–Salzburg, wobei je ein Zugpaar ebenso Wien–Villach und Wien–Schwarzach-St. Veit bedient.
  • InterCity, kurz IC – Dieser Zug besteht vor allem aus nicht revidierten Wagen der Ă–BB und weist keinen revidierten Wagen 1. Klasse auf.
  • EuroCity, kurz EC – Dieser Zug besteht vor allem aus nicht revidierten Wagen der Ă–BB oder aus Rollmaterial anderer Bahngesellschaften (DB AG, FS, CD, MAV, SBB, HZ, SZ, JZ). Zentraler Unterschied zum Ă–BB-EuroCity war der zumeist nicht revidierte Wagen 1. Klasse. Revidierte Wagen anderer Bahngesellschaften im EC-Verkehr: DB, FS, SZ, HZ, CD
  • EuroNight, kurz EN – Diese ZĂĽge verkehren als innerösterreichische bzw. grenzĂĽberschreitende europäische NachtfernverkehrszĂĽge und bestehen zumeist aus modernem Wagenmaterial von Ă–BB, DB, FS, SBB, MAV und SNCF.
  • D-Zug, kurz D – Diese Zuggattung wird von den vier zuvor angefĂĽhrten Gattungen immer mehr verdrängt und stellt nur noch eine kleine Minderheit aller Zugläufe in Ă–sterreich dar. D-ZĂĽge kommen vor allem im Verkehr mit Osteuropa und als SpezialzĂĽge zum Einsatz.
  • Intercitybus, kurz IC-BUS – Seit 1. Oktober 2007 fahren diese Busse sieben Mal täglich die Strecke Graz Hauptbahnhof–Wolfsberg (Bahnhof)–Klagenfurt Hauptbahnhof. Und fĂĽnf Mal täglich von Klagenfurt HBF nach Venedig. Neben einem 2. Klasse-Bereich ist der Bus ebenso mit einem 1. Klasse-Bereich ausgestattet. FĂĽr die BenĂĽtzung ist eine Reservierung empfehlenswert, welche in der 2. Klasse 3,50 â‚¬ kostet und in der 1. Klasse im Preis inbegriffen ist. Die Fahrzeit beträgt in beiden Richtungen jeweils 2:00 Stunden. Es stehen in der 1. Klasse 16 und in der 2. Klasse 56 Sitzplätze zur VerfĂĽgung.

Im Fernverkehr werden Ă–BB-ZĂĽge vor allem auf der Westbahn ebenso von Lokomotiven der DB (wie die Baureihe 101) sowie der MAV (Baureihe 1047) und anderen gezogen. Eine Besonderheit stellt die Strecke MĂĽnchen–ZĂĽrich dar, wo der kurze Abschnitt ĂĽber Ă–sterreich (Lindau Hbf–Bregenz–St. Margrethen) von ZĂĽgen bedient wird, die zu 100 % aus Fahrzeugen (Wagen und Lokomotiven) der SBB bestehen. Umgekehrt kommen Lokomotiven der Ă–BB vor internationalem Wagenmaterial regelmäßig nach Deutschland und Ungarn. Nach Italien (auĂźer dem ehemaligen Korridorverkehr Lienz–Innsbruck), Tschechien und die Slowakei sind Verkehre beabsichtigt. Auf Grund nicht erfolgter Zulassungen können diese jedoch noch nicht gefĂĽhrt werden. Seit Auslieferung der neuen Lokomotiven der Reihe 1216 („Taurus III“) sind Langläufe nach Italien, Slowenien und theoretisch bis Amsterdam möglich. Der Typ „Taurus II“ (Reihe 1116) könnte theoretisch bis Paris oder Kopenhagen am Zug bleiben.

Nahverkehr

Ein "City Shuttle" Regionalzug der Ă–BB

Im Nahverkehr sind etwa zwei Drittel aller Linien vertaktet, wobei die Taktzeiten auf den Schnellverkehr nicht immer punktgenau, sondern lediglich annähernd festgelegt sind. Alle Züge werden mit 2. Klasse geführt.

Im Nah- und Regionalverkehr der ÖBB PV-AG werden gegenwärtig fünf Zuggattungen angeboten:

  • Regionalzug, kurz R – ZĂĽge, die regelmäßig Bahnhöfe und Haltestellen an einer Bahnstrecke mit höherem Fahrgastaufkommen bedienen.
  • RegionalExpress, kurz REX – Steht fĂĽr beschleunigte RegionalzĂĽge, die nicht an allen Stationen halten.
  • Schnellbahn, kurz S – Vertaktete NahverkehrszĂĽge in Ballungsräumen mit Halten an allen Stationen.
  • Erlebniszug, kurz EZ – SonderzĂĽge mit teils historischem Rollmaterial fĂĽr den Freizeitverkehr.

Ă–BB-Postbus

Busverkehr wird vom Tochterunternehmen ÖBB-Postbus GmbH (kurz Postbus) mit ca. 2100 Bussen in ganz Österreich durchgeführt. Der Postbus ist der größte Anbieter von Linienbusdiensten in Österreich.

Schifffahrt

Bis März 2006 betrieben die ÖBB ebenso die Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft und die Wolfgangsee-Flotte. Die Bodensee-Schifffahrt wurde an den Vorarlberger Unternehmer Walter Klaus veräußert, der diese mit seiner Firma „Bodenseeschifffahrt GmbH & Co“ nunmehr unter dem Namen Vorarlberg Lines-Bodenseeschifffahrt (VLB) betreibt. Die Wolfgangsee-Flotte ging gemeinsam mit der Schafbergbahn an die Salzburg AG über.

Tarifangebote

Das Handy-Ticket ermöglicht den Kauf der Fahrkarte per SMS. Die Abrechnung erfolgt bei einigen Mobiltelefonbetreibern über die Telefonrechnung, ansonsten ist eine Paybox-Anmeldung zur Nutzung dieses Dienstes erforderlich. Das „Einfach-Raus-Ticket“ richtet sich an kleine Gruppen und Familien.

Ă„hnlich wie die Deutsche Bahn und die Schweizerischen Bundesbahnen bietet die Ă–BB Personenverkehr AG mit der „VORTEILScard“ und der „ÖSTERREICHcard“ Kundenkarten fĂĽr regelmäßige Fahrgäste an. Mit diesen kann der Kunde fĂĽr Fahrkarten Punkte sammeln, welche er im Programm „Club & Bonus“ gegen Prämien eintauschen kann.

Für Jugendliche unter 26 gibt es Kooperationen mit regionalen Jugendkarten (OÖ: 4youCard, NÖ: 1424, Salzburg: S-Pass). Die ÖBB-VORTEILScard für unter 26-Jährige ermöglicht dadurch den Zugang zu den entsprechenden Angeboten.

Generelles Rauchverbot in allen ZĂĽgen

Seit dem 1. September 2007 besteht ein generelles Rauchverbot in allen ZĂĽgen der Ă–BB. Bisher galt dieses nur in ZĂĽgen des Nahverkehrs. Da – laut Ă–BB-Statistik – 90 % der Reservierungen fĂĽr den Nichtraucherbereich nachgefragt werden, entschieden sich die Ă–BB, die Umstellung durchzufĂĽhren. Andere Bahnen, wie etwa die Graz-Köflacher Bahn, fĂĽhrten das Rauchverbot in den ZĂĽgen schon frĂĽher ein. Seit dem Inkrafttreten der Tabakgesetznovelle 2008 gilt in Ă–sterreich zusätzlich ohnehin ein gesetzliches Rauchverbot in allen Räumen öffentlicher Orte, was ex lege auch „nicht ortsfeste Einrichtungen des öffentlichen und privaten Bus-, Schienen-, Flug- und Schiffsverkehrs“ umfasst.

Bahnhofsoffensive

Der modernisierte Hauptbahnhof in Graz
Der modernisierte Bahnhof Krems an der Donau

Mit dem aus Marketing-Gründen geschaffenen Begriff „Bahnhofsoffensive“ wird ein Investitionsprogramm der ÖBB in die österreichischen Bahnhöfe bezeichnet, welches seit 1997 läuft. Die wichtigsten Bahnhöfe in Österreich sollen dabei modernisiert und zu attraktiven Verkehrsknoten umgebaut bzw. als solche neu errichtet werden.

Ursprünglich war geplant, 43 Bahnhöfe und weitere 50 Haltestellen im Rahmen der Bahnhofsoffensive zu sanieren. Nach einer errechneten Kostensteigerung um das Vierfache auf etwa zwei Milliarden Euro (unter anderem weil Kostenpunkte wie notwendige Bahnsteigsanierungen in die Kalkulation nicht miteinbezogen worden waren) wurde das Projekt unter der ÖVP-FPÖ/BZÖ-Regierung (2000–2006) auf 20 größere Bahnhöfe reduziert.[21] Der finanzielle Rahmen dafür beträgt rund 300 Millionen Euro.[22][23]

Bereits fertiggestellt wurden im Rahmen der Bahnhofsoffensive die Arbeiten an den Hauptbahnhöfen Graz, Innsbruck, Linz, Klagenfurt, Leoben, Wels und Wiener Neustadt sowie an den Stationen Wien-Praterstern, Wien-Heiligenstadt, Wien-Hütteldorf, Wien-Meidling, St. Anton am Arlberg, Feldkirch, Kitzbühel, Baden bei Wien und Krems an der Donau. Im Bau befinden sich derzeit die Bahnhöfe St. Pölten Hauptbahnhof und Wien Westbahnhof (beide weitgehend abgeschlossen) sowie Salzburg Hauptbahnhof und der neue Hauptbahnhof in Wien. Außerdem sind derzeit Umbauten in Bruck an der Mur und Attnang-Puchheim im Gange. Der Neubau des Bahnhofs Bregenz ist in Planung. All diese Bahnhöfe sollen spätestens 2015 fertiggestellt sein.

Darüber hinaus wurden bzw. werden vor allem kleinere Bahnhöfe im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung umgebaut. Das Konjunkturpaket wurde vor allem deshalb eingeleitet, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Arbeitsplätze für Bauarbeiter zu sichern und gleichzeitig die Bahninfrastruktur zu verbessern. Bahnhöfe, die im Zuge dieses Konjunkturpakets bereits umgebaut wurden, sind die Bahnhöfe Wien Mitte, Wolfsberg und Reutte. Geplant oder bereits im Gange sind Arbeiten beispielsweise an den Stationen Leibnitz, Schladming, Zeltweg und Gmunden.

Stromversorgung

Das Netz der Ă–BB wird mit Einphasenwechselstrom 15 kV, 16,7 Hz betrieben. Die Speisung der Unterwerke erfolgt ĂĽber 110-kV-Bahnstromleitungen, die eigene Erzeugung von Bahnstrom erfolgt mit einer Frequenz von 16,7 Hz. Bis zum 16. Oktober 1995 betrug die nominelle Frequenz 16â…” Hz.

Die Ă–sterreichischen Bundesbahnen betreiben acht eigene Wasserkraftwerke zur Produktion von Bahnstrom in Braz, Spullersee, Fulpmes und Obervellach sowie der Kraftwerksgruppe Stubachtal bestehend aus den Kraftwerken Enzingerboden, Schneiderau, Uttendorf I und Uttendorf II. Die fĂĽr die Bahnstromproduktion benötigten Wassermengen werden in den Speicherseen Tauernmoossee, WeiĂźsee, Ammersee und Salzplattensee, dem Speicher Beimsee und dem Ausgleichsbecken Enzingerboden gesammelt und ĂĽber Druckrohrleitungen den Turbinen zugefĂĽhrt.

Der jährliche Gesamtbedarf von etwa 2.200 GWh wird zu einem Drittel durch Eigenerzeugung in den bahneigenen Kraftwerken aufgebracht. Etwa 25 % werden aus vier Partner-Wasserkraftwerken (St. Pantaleon, Weyer, AnnabrĂĽcke, Steeg) bezogen, der Rest wird aus dem öffentlichen 50-Hertz-Drehstromnetz zugekauft und in fĂĽnf Umformerwerken (Ă–tztal, St. Michael, Bergern, Kledering, Auhof) in Bahnstrom umgewandelt. Die Lieferanten garantieren den Ă–sterreichischen Bundesbahnen, dass die benötigte Strommenge ebenso ĂĽberwiegend aus Wasserkraft hergestellt wird. Die Ă–BB verweisen damit in der Umweltbilanz der Bahnstromversorgung darauf, dass 97 % aus heimischer Wasserkraft kommen.

Reisezugverdichtung, der Ausbau des Nahverkehrs in Ballungszentren, Geschwindigkeitserhöhungen, leistungsfähigere Triebfahrzeuge und Komfortverbesserung lassen den Strombedarf stetig ansteigen. Gegensteuerungsmaßnahmen sind der Einsatz von Elektrolokomotiven, die beim Bremsvorgang Strom in die Oberleitung zurückspeisen und die Verwendung von Optimierungsprogrammen, die zur Reduzierung der Strom-Übertragungsverluste beitragen. Die künftige Strom-Bedarfsdeckung bei den ÖBB wird einerseits durch die Modernisierung und den Ausbau bestehender Anlagen erreicht. Bei der Planung neuer Anlagen wird weiterhin auf die Nutzung der heimischen Wasserkraft gesetzt.

Die beiden Kraftwerke Rosenbach und Lassach der ÖBB erzeugen keinen Bahnstrom, sondern liefern Drehstrom. Sie wurden zur Versorgung von Bahnhofsgebäuden errichtet. Erst 1955 wurden diese Gebiete an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.

Trivia

Datei:Ă–BB-Budapest.ogg

  • Ein GroĂźteil der An- und Durchsagen auf den Bahnhöfen der Ă–BB werden seit ĂĽber 30 Jahren durch die österreichische Schauspielerin und Moderatorin Chris Lohner gesprochen.[24]
  • Im Rahmen von „Cross-Border-Leasing“-Verträgen wurden Bahnhöfe, Lokomotiven, Waggons und Signalanlagen groĂźteils an US-amerikanische Finanzgesellschaften verkauft und mit RĂĽckkaufoptionen wieder zurĂĽck geleast. Durch die Krise auf dem amerikanischen Kreditmarkt sind diese Leasingverträge zu einer groĂźen Belastung der Ă–BB-Finanzen geworden.[25]
  • Seit Juni 2000 sind die Ă–sterreichischen Bundesbahnen Mitglied der TEE Rail Alliance mit der DB AG und der SBB. Sie ist GrĂĽndungsmitglied des am 2. Juli 2007 gegrĂĽndeten Railteams, einem Verbund europäischer Eisenbahngesellschaften.
  • Die Farben auf den Garnituren und das Logo der Ă–BB symbolisieren die Flagge Ă–sterreichs in rot-weiĂź(-rot).

Literatur

  • Ulrich Schefold: 150 Jahre Eisenbahn in Ă–sterreich. SĂĽdwest-Verlag, MĂĽnchen 1986
  • Matthias Wiener: Ă–BB im Wandel. Eisenbahn Journal, Sonderausgabe 1/2006, ISBN 3-89610-154-4

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Ă–sterreichische Bundesbahnen â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d DiePresse.com: Offiziell: Christian Kern wird neuer ÖBB-Chef, 9. März 2010. Abgerufen am 7. Juni 2010.
  2. ↑ a b c orf.at: Klugar geht, Kern kommt: Personalrochade an der Spitze, 7. Juni 2010. Abgerufen am 7. Juni 2010.
  3. ↑ a b Österreichische Bundesbahnen: Geschäftsbericht 2009 (download als pdf)
  4. ↑ ÖBB-Holding AG: Aufgaben
  5. ↑ Meldung Die Struktur der Ă–BB ab 1. Januar 2005. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 2/2004, ISSN 1421-2811, S. 65.
  6. ↑ Österreichische Bundesbahnen: Organisation
  7. ↑  Bundesbahn bekommt eine Schlankheitskur verpasst. In: Salzburger Nachrichten. 7. Mai 2009, Wirtschaft, S. 13 (SN-Artikelarchiv).</span>
  8. ↑ Geschäftsbericht 2006 (Pdf 8 MB) S. 193
  9. ↑ a b Bundesbahnstrukturgesetz 2003 Vorlage:§§/Wartung/RIS-Suche BGBl. I Nr. 138/2003 (pdf); Parlamentarische Materialien 93/ME und Zu 93/ME (XXII. GP) Bundesbahnstrukturgesetz 2003
  10. ↑ Bundesgesetz zur Neuordnung der Rechtsverhältnisse der Ă–sterreichischen Bundesbahnen (Bundesbahngesetz 1992)Vorlage:§§/Wartung/alt-URL BGBl. Nr. 825/1992 (pdf); Parlamentarische Materialien III-162 d.B. (XX. GP) Bundesbahngesetz 1992
  11. ↑ Holding AG der Österreichischen Bundesbahnen: Die Umsetzung der ÖBB-Reform
  12. ↑ Bundesgesetzblatt I Nr. 95/2009 Änderung des Bundesbahngesetzes, des Privatbahngesetzes 2004 und des Eisenbahngesetzes 1957 Abgerufen am 10. Juli 2010
  13. ↑ Bundesbahngesetz in der Fassung 2009 Abgerufen am 10. Juli 2010
  14. ↑ BGBl. I Nr. 95/2009
  15. ↑ Wirtschaftsblatt: ÖBB fährt künftig unter dem Trio Kern/Seiser/Halbmayr, 9. März 2010. Abgerufen am 7. Juni 2010.
  16. ↑ Ă–BB Handbuch 1997: Generaldirektoren der Ă–BB und Vorläufer (S. 43/44, zusammengestellt von Alfred Horn, Bohmann Verlag, Wien, 1997 – ISBN 3-7002-1040-X)
  17. ↑ Kurzlebenslauf von Christian Kern auf der Website der Verbund AG
  18. ↑ a b Falter: Ganz schön abgefahren
  19. ↑ Wiener Zeitung (27. Mai 2008): ÖBB: Strategie-Debatte geht in die heiße Phase
  20. ↑ Geschäftsbericht 2006 (Pdf 8 MB)
  21. ↑ Kurier (25. August 2010): Ă–BB-Offensive: Teurer und verspätet
  22. ↑ www.hauptbahnhof-wien.at
  23. ↑ www.oebb-immobilien.at
  24. ↑ Chris Lohner: Seit 30 Jahren ÖBB-Stimme ORF am 5. Februar 2009, abgerufen am 6. Februar 2009
  25. ↑ Der Standard (28. Juli 2008): Konzern wird erneut Opfer der US-Kreditkrise
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