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Šumperk

Šumperk
Wappen von Šumperk
Šumperk (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Olomoucký kraj
Bezirk: Šumperk
Fläche: 2791 ha
Geographische Lage: 49° 58′ N, 16° 58′ O49.969166666716.9711111111315Koordinaten: 49° 58′ 9″ N, 16° 58′ 16″ O
Höhe: 315 m n.m.
Einwohner: 27.337 (1. Jan. 2011) [1]
Postleitzahl: 240 21, 787 01
Verkehr
Bahnanschluss: Šternberk–Lichkov,
Zábřeh na Moravě–Sobotín
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Zdeněk Brož (Stand: 2007)
Adresse: nám. Míru 364/1
787 13 Šumperk 1
Gemeindenummer: 523704
Website: www.musumperk.cz

Šumperk (deutsch Mährisch Schönberg) ist eine Stadt an der Teß in Nordmähren (Olomoucký kraj) im nordöstlichen Tschechien, am Fuße des Altvatergebirges. Šumperk hat rund 29.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Name

Šumperk ist die tschechisierte Form von Schönberg. Beide Namen sind seit langem in Gebrauch, da südlich der Stadt bis 1946 die deutsch-tschechische Sprachgrenze verlief.

Einwohnerentwicklung

  • 1939: 15.611
  • 1991: 30.422
  • 2006: 28.401

Geschichte

Šumperk um 1864
Entfernung des tschechischen Ortsnamens 1938

Šumperk wurde im 13. Jahrhundert gegründet.

Im 19. Jahrhundert war Šumperk eine bedeutende Industriestadt. 1842 wurde hier die erste mechanische Leinenspinnerei Mährens in Betrieb genommen. Am 1. Dezember 1930 hatte die Stadt 15.718 Einwohner. Nach der Annexion des Sudetenlands war Šumperk von 1938 bis 1945 als Sitz des Landkreises Mährisch Schönberg Teil des Großdeutschen Reiches.

Im Ort wurden bei der letzten Volkszählung im Deutschen Reich am 17. Mai 1939 15.611 Einwohner gezählt. Am 17. Mai 1947 waren es noch 12.341 Einwohner. 1945/46 wurden die deutschmährischen Einwohner aufgrund der Beneš-Dekrete enteignet und vertrieben. Am 4. Mai 1950 erfolgte die Eingemeindung von Temenice. In der Stadt gibt es ein tschechisch-deutsches Begegnungszentrum mit einer Außenstelle in Nový Jičín.

Am 21. August 1968, zur Zeit des Prager Frühlings, wurde die Stadt von der Polnischen Armee besetzt und wenige Wochen später, am 3. Oktober, durch die Rote Armee ersetzt.

Bürgermeister

Rathaus von Mährisch Schönberg in den 1930er Jahren
  • 1882 bis 1907 Friedrich Ritter von Tersch
  • 1907 bis 1918 Viktor von Woehlheim
  • 1918 bis 1921 Gustav Oberleitner
  • 1921 bis 1923 Johann Witschke
  • 1923 bis 1933 Otto Lebwohl
  • 1933 bis 1934 Richard Künzell
  • 1934 bis 1938 Alois Blaschke
  • 1938 bis 1945 Hans Kaulich
  • aktuell Zdeněk Brož

Sehenswürdigkeiten

Rathaus heute

Das Rathaus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil des Historismus erbaut.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt
  • Dominik Ullmann (1835–1901), Jurist, ord. Professor der Rechte an der deutschen Universität in Prag
  • Emil Alois Ferdinand Vacano (1840–1892), Schriftsteller
  • Ottilie Strobach (1851-1931), Opernsängerin, Chorleiterin, Dichterin
  • Karl Strobach senior († 1905),Ingenieur, Direktor der Papierfabrik Olleschau in Olleschau/Mähren
  • Karl Strobach junior (1870-1929),Ingenieur, Generaldirektor der Papier-Industrie-AG Olleschau, Prag
  • Leo Slezak (1873–1946), berühmter Tenor
  • Otto Rommel (1880–1965), Literatur- und Theaterhistoriker
  • Wilhelm Baumgarten (1885−1959), Architekt
  • Max Barta (1900–1990), Werbegrafiker
  • Hermann Krumey (1905–1981), SS-Offizier und Täter des Holocaust; Stellvertreter von Adolf Eichmann bei der Vernichtung der ungarischen Juden
  • Mitglieder der Industriellenfamilie Seidl
  • Walter Urbanek (1919–2010), Maler, Schriftsteller und Herausgeber von Schulbüchern
  • Hans Klein (1931–1996), deutscher Politiker (CSU), MdB, Bundesentwicklungshilfeminister
  • Gerda Rogers (* 1942), österreichische Astrologin und Radiomoderatorin
  • Jan Balabán (1961–2010), Schriftsteller
  • Jan Hudec (* 1981), kanadischer Skirennläufer
  • Jakub Kindl (* 1987), tschechischer Eishockeyspieler
  • Martin Fous (* 1987), deutsch-tschechischer Eishockeytorwart
Im Ort wirkten

Literatur

  • Eva Hudcová: Der Bürger und sein Theater in einer mährischen Kleinstadt: aus der Kulturgeschichte von Mährisch-Schönberg. Univerzita Palackèho, Olomouc 2008. ISBN 978-80-244-2114-8

Weblinks

 Commons: Šumperk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2011 (XLS, 1,3 MB)
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