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Eine β-Schleife (auch englisch β-Turn, seltener Haarnadelschleife) ist ein Sekundärstrukturmotiv von Peptiden und Proteinen. Sie kommt häufiger vor als die ähnlichen α-Schleifen, π-Schleifen oder γ-Schleifen.
Inhaltsverzeichnis |
β-Schleifen bestehen aus vier Aminosäuren, wobei sich zwischen der Carbonylfunktion der ersten und Aminofunktion der vierten (bzw. der n- und (n+3)-) Aminosäure eine Wasserstoffbrückenbindung ausbildet. Diese Art der Verknüpfung wird deshalb auch als 4→1 geschrieben (entsprechend α-Schleife: 5→1, γ-Schleife: 3→1).
Illustration:
O H
\\ /
C - N
/ \
(2) R - C C - R (3)
/ \
HN C=O
\ /
C=O H-N
/ \
(1) R - C C - R (4)
| |
NH C=O
Je nach den Aminosäureresten wird zwischen βI-, βII- und βIII-Schleifen unterschieden:
Die β-Schleife ist, wie auch die anderen Schleifen, bei Richtungsänderungen in der Aminosäurekette in der Proteinstruktur zu beobachten. Sie verbindet zumeist β-Faltblatt-Strukturen.