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| Strukturformel | |||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||||
| Name | 1,1,1-Trichlorethan | ||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C2H3Cl3 | ||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 71-55-6 | ||||||||||||||||||||
| PubChem | 6278 | ||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose FlĂŒssigkeit mit sĂŒĂlich etherischem Geruch[1] | ||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 133,42 g·molâ1 | ||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flĂŒssig | ||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,34 g·cmâ3[1] | ||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
74 °C[1] | ||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit | |||||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,4366[2] | ||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||||
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| MAK |
1100 mg·mâ3[1] | ||||||||||||||||||||
| GWP |
146 (bezogen auf 100 Jahre) [4] | ||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||||
1,1,1-Trichlorethan (veralteter Trivialname: Methylchloroform) gehört zur Familie der Chlorkohlenwasserstoffe. Es ist isomer zu 1,1,2-Trichlorethan.
Inhaltsverzeichnis |
1,1,1-Trichlorethan wird durch Chlorierung von 1,1-Dichlorethan hergestellt oder durch Addition von Chlorwasserstoff an 1,1-Dichlorethen.
1,1,1-Trichlorethan ist eine farblose FlĂŒssigkeit mit typischem etherischem Geruch (vergleichbar dem Geruch von Chloroform). Sie ist kaum mischbar mit Wasser, also hydrophob und lipophil und ihre DĂ€mpfe sind schwerer als Luft. Wie andere Chlorkohlenwasserstoffe auch, ist es instabil gegenĂŒber Licht, Luft und besonders Feuchtigkeit. Die Stabilisierung erfolgt durch Zugabe von bis 6 % Dioxan oder 2-Butanol bereits bei der Herstellung. Mit Alkali, Erdalkali und anderen Metallpulvern reagiert es explosionsartig.
1,1,1-Trichlorethan ist ein Ausgangsstoff fĂŒr die Synthese polychlorierter organischer Verbindungen durch Additionsreaktionen mit ungesĂ€ttigten Verbindungen. Im Zuge der Erkennung der Ozonloch-Problematik hat sich seine Bedeutung als Lösungsmittel verringert.
1,1,1-Trichlorethan wurde als Lösemittel in Farben, Klebstoffen und zur Reinigung von metallischen WerkstĂŒcken, Glas und optischen GerĂ€ten verwendet. Es kann auch in KorrekturflĂŒssigkeiten enthalten sein. Tipp-Ex enthĂ€lt 1,1,1-Trichlorethan als Lösungsmittel, es existiert jedoch wegen der möglichen GesundheitsgefĂ€hrdung auch eine wasserbasierte Variante.
Trotz der geringeren ToxizitÀt als Tetrachlormethan wirken die DÀmpfe schleimhautreizend. Leber und NierenschÀden sind durch Aufnahme in den Körper möglich. Gasförmig aufgenommenes Trichlorethan wird fast vollstÀndig wieder durch die Atemluft ausgeschieden, ein kleiner Teil wird im Körper zu TrichloressigsÀure und Trichlorethanol metabolisiert. Bei Einhaltung des MAK-Wertes ist eine FruchtschÀdigung ausgeschlossen. Wie viele Lösungsmittel wirkt es auf die Haut in einem schÀdigenden Ausmaà entfettend. Es kann die Atemwege, Verdauungswege, und die Augen reizen. Es können Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit, und andere Hirnfunktionsstörungen auftreten.
Die durch photochemische Prozesse in der StratosphÀre freigesetzten Chloratome können die Ozonschicht schÀdigen.