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| Strukturformel | ||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||
| Name | 1-Butanol | |||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H10O | |||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 71-36-3 | |||||||||||||||||||
| PubChem | 263 | |||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit mit ethanolartigem Geruch [1] | |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 74,1216 g·mol−1 | |||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||||||
| Dichte |
0,81 g·cm−3 (20 °C) [1] | |||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−89 °C [1] | |||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
118 °C [1] | |||||||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
beliebig mischbar mit organischen Lösungsmitteln, mäßig löslich in Wasser (7,9 g in 100 g Wasser bei 20 °C)[2] | |||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||
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| MAK |
310 mg·m−3 bzw. 100 ml·m−3 [1] | |||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||
1-Butanol (auch n-Butanol oder nach IUPAC Butan-1-ol) ist ein aliphatischer Kohlenwasserstoff und gehört zur Gruppe der Alkanole, die wiederum zu den Alkoholen gehören. Die EINECS-Nummer von 1-Butanol ist 200-751-6. 1-Butanol ist ein primärer Alkohol.
Inhaltsverzeichnis |
1-Butanol lässt sich auf zweierlei Weisen darstellen. Eine Möglichkeit ist die Hydroformylierung von Propen mit anschließender Hydrierung eines entstehenden Reaktionsproduktes:
Eine andere Möglichkeit besteht in der Fermentation von Zucker und Stärke mithilfe von Clostridium acetobutylicum. Zurzeit befinden sich jedoch auch eine Reihe von anderen Mikroorganismen (z. B. gentechnisch modifizierte Hefen, Escherichia coli,…) in der Entwicklung, die 1-Butanol einfacher und kostengünstiger produzieren können.[4] Solches biologisch hergestelltes 1-Butanol wird auch als Biobutanol bezeichnet.
1-Butanol ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Man kann 1-Butanol mit allen gebräuchlichen Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Ether, Glykol, Alkoholen, Ketonen und Aldehyden beliebig mischen. In Wasser ist 1-Butanol jedoch nur begrenzt lösbar. Wasser löst sich in 1-Butanol etwas besser (ca. 20 Gewichts-%).[5]
Mögliche Reaktionen des 1-Butanols sind die Veresterung zu einem Ester, die Dehydrierung zu einem Aldehyd oder die Kondensation zu einem Ether.
Man verwendet 1-Butanol als Lösungsmittel bei der Herstellung von Lacken. Es verhindert das Weißanlaufen beim Trocknen der Lacke in feuchter Umgebung. Des Weiteren verwendet man 1-Butanol als Ausgangsstoff bei der Herstellung von Ethern und Estern, die ihrerseits wieder als Lösungsmittel oder auch als Weichmacher dienen. Als Lösungsmittel für Farbstoffe, Zusatz in Polituren und Reinigungsmitteln, Komponente in Kraftstoffen, Laufmittel für die Dünnschicht- und Papierchromatographie, Extraktionsmittel bei der Gewinnung von Arzneistoffen oder als Ausgangsstoff für die Herstellung von Flotationschemikalien kann 1-Butanol auch verwendet werden.[6] Außerdem wird Butanol zusammen mit den anderen Butanolen eine große Zukunft als Biokraftstoff der dritten Generation vorausgesagt.[7][8]
1-Butanol gilt als entzündliche Flüssigkeit. Oberhalb des Flammpunktes können sich entzündliche Dampf-Luft-Gemische bilden. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 35 °C.[9] Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,7 Vol% (52 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 11,3 Vol% (350 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).[1][9] Der maximale Explosionsdruck liegt bei 8,4 bar.[9] Die Zündtemperatur beträgt 325 °C.[9] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T2.
1-Butanol kann beim Einatmen und Verschlucken gesundheitsschädlich wirken: Nieren- und Leberschädigungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit und Hirnfunktionsstörungen können auftreten. Weiterhin kann es Atemwege, Verdauungswege, Augen und Haut reizen. Man sollte 1-Butanol deshalb nicht in die Hände von Kindern gelangen lassen.