|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| 1. FC Kaiserslautern | |||
| Voller Name | 1. FuĂball-Club Kaiserslautern e. V. | ||
| Ort | Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz | ||
| GegrĂŒndet | 2. Juni 1900 lt. Satzung[1][A 1] | ||
| Vereinsfarben | Rot-WeiĂ | ||
| Stadion | Fritz-Walter-Stadion | ||
| PlÀtze | 49.780[2] | ||
| PrÀsident | Stefan Kuntz | ||
| Vorstand | Stefan Kuntz Fritz GrĂŒnewalt | ||
| Trainer | Marco Kurz | ||
| Homepage | www.fck.de | ||
| Liga | FuĂball-Bundesliga | ||
| 2010/11 | 7. Platz | ||
|
| |||
Der 1. FC Kaiserslautern (kurz: 1. FCK oder FCK; Spitzname: Die âRoten Teufelâ) ist ein Sportverein aus Kaiserslautern, der vor allem durch seine FuĂballabteilung deutschlandweit bekannt ist. Die Profi-FuĂballer des FCK spielen in der Saison 2010/11 in der 1. Bundesliga und gehören mit vier Deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen zu den erfolgreichsten Mannschaften des Landes. Aktuell belegt der FCK den achten Platz in der Ewigen Tabelle der Bundesliga.
Der Verein hat 17.378 Mitglieder (Stand: November 2011).[3] Neben der FuĂballabteilung unterhĂ€lt der 1. FC Kaiserslautern auch Sportarten wie Basketball, Boxen, Handball, Hockey, Leichtathletik, Running und Triathlon.
Internationale Erfolge des Vereins waren unter anderem das Erreichen des Champions-League-Viertelfinals 1999 und die zweimalige Teilnahme am UEFA-Pokal-Halbfinale. Einmalig ist, dass der FCK in der Saison 1997/98 als Aufsteiger die Meisterschaft gewann. HeimstĂ€tte der FuĂballer ist das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern, benannt nach dem KapitĂ€n der DFB-Nationalelf, die 1954 den Weltmeistertitel gewann.
Der 1. FC Kaiserslautern (bis 18. Juli 1931[5] FV Phönix Kaiserslautern) entstand am 28. Mai 1929 durch Fusion der Kaiserslauterer Vereine SV Phönix 1910 und FV 1900. Letzterer war wiederum das Produkt des Zusammenschlusses der drei Vereine FC 1900, FC Palatia 1901 und FC Bavaria 1902 am 1. MĂ€rz 1909. Der FC 1900 schlieĂlich entstand am 2. Juni 1900 durch Fusion des FuĂballclubs Germania 1896 und der FuĂballgesellschaft 1899.[4]
Der 2. Juni 1900 als GrĂŒndungsdatum des FCK ist inzwischen umstritten. Der FuĂballclub Kaiserslautern sei bereits im zweiten Halbjahr des Jahres 1899 gegrĂŒndet worden und habe sich im Januar 1900 mit der ebenfalls 1899 gegrĂŒndeten FuĂballgesellschaft zum FC 1900 zusammengeschlossen. Als GrĂŒndungsjahr sei also das Jahr 1899 anzusehen.[6][7][8]
Der FC 1900 Kaiserslautern gewann in der Saison 1908/09 die Westkreismeisterschaft des Verbands SĂŒddeutscher FuĂball-Vereine und damit den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Nach der sich anschlieĂenden Fusion mit Palatia und Bavaria zum FV 1900 Kaiserslautern gehörte der Verein bis 1914 der Westkreisliga an, ohne dass es zu weiteren Meisterschaften reichte. Nach dem Ersten Weltkrieg war der FV 1900 im Jahr 1919 GrĂŒndungsmitglied der neuen höchsten Spielklasse, der Bezirksliga, stieg aber im Zuge einer Ligenreform 1923 ab.
Zwei Jahre nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga qualifizierte sich der FCK 1933 als Zweitplatzierter fĂŒr die als neue höchste Spielklasse eingefĂŒhrte Gauliga. Zwei Jahre spĂ€ter stieg der FCK aus der Gauliga SĂŒdwest wieder in die Bezirksklasse ab, kehrte 1937 in die Gauliga zurĂŒck und stieg erneut ab.
In der Endphase der Saison 1937/38 hatte Fritz Walter in Freundschaftsspielen erstmals in der ersten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern gespielt. Sein PflichtspieldebĂŒt gab er 1938/39 gegen den SV Niederauerbach. Beim 8:1-Sieg der Lauterer gelangen Fritz Walter gleich vier Tore.[9]
Mit dem Eintritt Walters in die erste Mannschaft stellten sich sportliche Erfolge bei den Lauterern ein: 1939 wurde der zuvor aus der Gauliga abgestiegene FCK Meister der Bezirksklasse Mittelpfalz und erreichte durch ein 4:0 im Entscheidungsspiel gegen die SG Burbach (drei Tore von Fritz Walter) den Wiederaufstieg in die nunmehr in zwei Staffeln geteilte Gauliga SĂŒdwest. Trainer der Aufstiegsmannschaft war Karl Berndt, der einen Trainer Eheberg (der die Mannschaft nur ein Jahr betreut hatte) 1938 abgelöst hatte.[10] 1940 gewann der FCK die Gauliga-Meisterschaft in der Staffel Saarpfalz. Die Meisterschaft war zugleich die erste âKriegsmeisterschaftâ, wie die Sportwettbewerbe nun genannt wurden.[11] Am 14. Juli 1940 debĂŒtierte der damals 19-jĂ€hrige Walter beim 9:3 gegen RumĂ€nien (dreifacher TorschĂŒtze: Fritz Walter) in der deutschen Nationalmannschaft. Walter wurde damit erster Nationalspieler des FCK. In diesem Jahr wird die erste Mannschaft des FCK durch die Medien als âWalter-Mannschaftâ bekannt. 1942 gewann der FCK die Meisterschaft in der neuen Gauliga Westmark. Damit waren sie erstmals fĂŒr die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert, schieden aber mit einem 3:9 gegen den FC Schalke 04 im Achtelfinale aus. ErwĂ€hnenswert ist aus dieser Zeit auch ein Ligaspiel im MĂ€rz 1942 gegen den FK Pirmasens, das die Lauterer mit 26:0 gewannen. Fritz Walter erzielte in diesem Spiel 13 Tore. Bis 1944, als der Spielbetrieb kriegsbedingt eingestellt wurde, gehörte der FCK der obersten Spielklasse an. Dass nach und nach viele Spieler zum MilitĂ€r eingezogen wurden, schlug sich jedoch in den Resultaten nieder: 1943 erreichten die Lauterer, inzwischen mit vielen Gastspielern, die zum Teil hier stationiert waren, den fĂŒnften Platz (von zehn), 1944 wurde man letzter. Im letzten Kriegsjahr bildete der FCK eine Kriegsspielgemeinschaft mit dem VfR Kaiserslautern und der TSG Kaiserslautern, die nicht mehr zu Pflichtspielen antrat.
Im Oktober 1945 kamen Fritz Walter und sein Bruder Ludwig nach der Kriegsgefangenschaft in RumĂ€nien nach Kaiserslautern zurĂŒck. Viele FCK-FuĂballer waren im Krieg gefallen (aus der ersten Mannschaft (ohne Gastspieler) namentlich: Theobald Baumann, Herbert Rasch und Heinrich Schaub) und der Verein existierte offiziell nicht mehr. Doch nicht lange nach der RĂŒckkehr leistete allen voran Fritz Walter Aufbauarbeit und stellte wieder eine Mannschaft zusammen. ZunĂ€chst war die Sportanlage auf dem Erbsenberg, Heimat des VfR Kaiserslautern, das TrainingsgelĂ€nde der Mannschaft.[12] Im Winter 1945/46 erhielt man den zuvor beschlagnahmten Betzenberg, der in dieser Zeit den Namen âStade Monsabertâ, benannt nach einem französischen General, trug, zurĂŒck und der Verein wurde am 19. Juni 1946, nach Erlaubnis der französischen Besatzungsmacht, wiedergegrĂŒndet. Durch Verbindungen des PrĂ€sidenten Paul Karch konnte erreicht werden, dass der alte Vereinsname erhalten blieb.
Die Vereine der ehemaligen Gauliga SĂŒdwest vereinbarten im Dezember 1945, den Spielbetrieb nach Vorbild der Oberliga SĂŒd, deren erste Saison bereits einen Monat zuvor begonnen hatte, wieder aufzunehmen. Die sogenannte Oberliga Saar-Pfalz-Hessen nahm am 6. Januar 1946 ihren Anfang. Das erste Spiel der Lauterer in der Liga fand am 13. Januar 1946 gegen Phönix Ludwigshafen statt (10:0). Die Lauterer spielten mit folgender Elf: Jung; Martin, W. Kohlmeyer; E. Liebrich, Thines, W. Liebrich; Baum, F. Walter, Grewenig, BaĂler, K. Berndt. Die Spielzeit beendete der FCK als Zweiter (30:6 Punkte), knapp hinter dem Meister 1. FC SaarbrĂŒcken (31:5). Ab Sommer 1946 war es nunmehr die Zonenliga (zwei Staffeln), in der die FuĂballelite aus der französischen Besatzungszone antrat.
Die ErnĂ€hrung der Spieler und deren Familien wurde in den Nachkriegsjahren durch die sogenannten âKartoffelspieleâ â oder pfĂ€lzisch: âGrumbeerspieleâ â gewĂ€hrleistet. Die schon damals populĂ€re Waltermannschaft trug vorwiegend in der Pfalz, aber beispielsweise auch einmal in Gelsenkirchen-Horst, Freundschaftsspiele aus, fĂŒr die sie in Form von Naturalien bezahlt wurden. Im Umkreis von Kaiserslautern waren das meist Kartoffeln, ansonsten auch die ortstypischen Produkte wie Zwiebeln in Zeiskam, Tabak in Herxheim oder Kohle in Gelsenkirchen-Horst.
In den ersten Jahren nach dem Krieg war Sepp Herberger hĂ€ufig zu Gast beim FCK. Herberger, der im 65 Kilometer entfernten Weinheim wohnte, kĂŒmmerte sich um den Neuaufbau der Nationalmannschaft und besprach sich mit seinem âLieblingsschĂŒlerâ Fritz Walter. In diesem Zusammenhang kamen beim FCK Herbergers und Walters fuĂballerische Philosophien zur Anwendung.[13]
In der Oberliga SĂŒdwest war der 1. FC Kaiserslautern lange das MaĂ aller Dinge. In den ersten 13 Jahren wurden die PfĂ€lzer zehnmal Meister und zweimal Vizemeister und mit der Meisterschaft 1947 und 1948 gleichzeitig Französischer Zonenmeister.
Auch ĂŒberregional war der FCK in dieser Phase erfolgreich. Nach Siegen in der Endrunde der Deutschen Meisterschaft gegen den TSV 1860 MĂŒnchen und den TuS Neuendorf erreichten die PfĂ€lzer 1948 erstmals das Finale, in welchem sie gegen den 1. FC NĂŒrnberg mit 1:2 unterlagen. Im darauffolgenden Jahr wurden die Roten Teufel nach einem 2:1 gegen Kickers Offenbach Dritter in der deutschen Meisterschaft.
Am 30. Juni 1951 wurde der 1. FC Kaiserslautern nach einem 2:1 ĂŒber PreuĂen MĂŒnster erstmals Deutscher FuĂballmeister. Die zweite Meisterschaft konnte der FCK am 21. Juni 1953 nach einem 4:1 im Finale gegen den VfB Stuttgart feiern. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft 1954 verloren die PfĂ€lzer völlig ĂŒberraschend mit 1:5 gegen Hannover 96.
Trotz erheblicher Proteste seitens der Medien ignorierte der Bundestrainer Sepp Herberger diese peinliche Niederlage und baute das deutsche Team fĂŒr die Weltmeisterschaft 1954 trotzdem um das FCK-GerĂŒst Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer auf. Herbergers Mut wurde belohnt: Am 4. Juli 1954 wurde Deutschland mit den fĂŒnf PfĂ€lzern erstmals FuĂball-Weltmeister.
Am 26. Juni 1955 nahm der 1. FC Kaiserslautern zum letzten Mal am Endspiel um die Deutsche Meisterschaft teil. Er unterlag gegen Rot-Weiss Essen mit 3:4.
In den spĂ€ten FĂŒnfzigern und frĂŒhen Sechzigern, nachdem die WM-Helden und andere wichtige Spieler ihre Karriere beendet hatten, war der FCK nicht mehr die dominierende Mannschaft in der Oberliga SĂŒdwest. Ab 1958 wurde der FCK Dritter, FĂŒnfter und zweimal Vierter. Zuletzt war aus den groĂen Zeiten nur noch Werner Liebrich aktiv, der nun die ansonsten junge Mannschaft als Persönlichkeit fĂŒhrte. Nachdem die sportlichen Erfolge ausgeblieben waren, engagierte sich auch wieder Fritz Walter, der 1959 seine aktive Karriere beendet hatte. Er gab den Spielern im Rahmen von Kameradschaftsabenden Tipps und berichtete von frĂŒher. Auch bekam er die Vollmacht, die Mannschaft fĂŒr die Spiele aufzustellen. Dies soll zwar in Absprache mit Trainer Richard Schneider geschehen sein, doch verabschiedete sich dieser nach der Saison 1960/61 als FCK-Trainer. Auf Empfehlung Sepp Herbergers[14] wurde GĂŒnther Brocker Nachfolger. Mit ihm gelang rechtzeitig zur EinfĂŒhrung der Bundesliga 1962/63 noch einmal die SĂŒdwestmeisterschaft. Zuvor hatte sich der FCK zunehmend auch mit auswĂ€rtigen Spielern wie Erich Meier, Willy ReitgaĂl und Willi Kostrewa verstĂ€rkt.[15]
Am 13. September 1961 standen die Roten Teufel erstmals im Finale um den DFB-Pokal, zogen allerdings mit 0:2 gegen Werder Bremen den KĂŒrzeren.
| Saison | Platz | Tore | Punkte | Ă Zuschauer[16] |
|---|---|---|---|---|
| 1963/64 | 12 | 48:69 | 26:34 | 21.867 |
| 1964/65 | 13 | 41:53 | 25:35 | 24.200 |
| 1965/66 | 15 | 42:65 | 26:42 | 18.412 |
| 1966/67 | 5 | 43:42 | 38:30 | 19.412 |
| 1967/68 | 16 | 39:67 | 28:40 | 13.559 |
| 1968/69 | 15 | 45:47 | 30:38 | 14.353 |
| 1969/70 | 10 | 45:55 | 32:36 | 14.882 |
| 1970/71 | 8 | 54:57 | 34:34 | 17.765 |
| 1971/72 | 7 | 59:53 | 35:33 | 17.176 |
| 1972/73 | 9 | 58:68 | 34:34 | 12.941 |
| 1973/74 | 6 | 80:69 | 38:30 | 18.059 |
| 1974/75 | 13 | 56:55 | 31:37 | 19.824 |
| 1975/76 | 7 | 66:60 | 37:31 | 20.479 |
| 1976/77 | 13 | 53:59 | 29:39 | 20.706 |
| 1977/78 | 8 | 64:63 | 36:32 | 24.647 |
| 1978/79 | 3 | 62:47 | 43:25 | 26.980 |
| 1979/80 | 3 | 75:53 | 41:27 | 24.796 |
| 1980/81 | 4 | 60:37 | 44:24 | 23.655 |
| 1981/82 | 4 | 70:61 | 42:26 | 21.333 |
| 1982/83 | 6 | 57:44 | 41:27 | 21.472 |
| 1983/84 | 12 | 68:69 | 30:38 | 19.118 |
| 1984/85 | 11 | 56:60 | 33:35 | 17.030 |
| 1985/86 | 11 | 49:54 | 30:38 | 16.536 |
| 1986/87 | 7 | 64:51 | 37:31 | 27.396 |
| 1987/88 | 14 | 53:62 | 29:39 | 21.505 |
| 1988/89 | 9 | 47:44 | 33:35 | 22.180 |
| 1989/90 | 12 | 42:55 | 31:37 | 25.428 |
| 1990/91 | 1 | 72:45 | 48:20 | 32.380 |
| 1991/92 | 5 | 58:42 | 44:24 | 33.702 |
| 1992/93 | 8 | 50:40 | 35:33 | 33.154 |
| 1993/94 | 2 | 64:36 | 43:25 | 34.462 |
| 1994/95 | 4 | 58:41 | 46:22 | 37.210 |
| 1995/96 | 16 | 31:37 | 36 | 36.282 |
In der Saison 1963/64 war der 1. FC Kaiserslautern eines von 16 GrĂŒndungsmitgliedern der Bundesliga. Die erste Saison beendeten die PfĂ€lzer unter Trainer GĂŒnther Brocker, bereits ab 1961 Trainer, auf dem zwölften Tabellenplatz. Auch in den Folgejahren hatte der FCK selten Kontakt zur Tabellenspitze und spielte oft gegen den Abstieg. Eine Ausnahme bildete die Saison 1966/67, als der FCK unter dem 1965 verpflichteten Coach Gyula LĂłrĂĄnt den fĂŒnften Tabellenplatz erreichte. Nach fĂŒnf Spieltagen war man mit 9:1 Punkten sogar TabellenfĂŒhrer gewesen. Zur Saison 1967/68 löste Otto Knefler LĂłrant als Trainer ab. Die Spielzeit begann zufriedenstellend (11:5 Punkte nach den ersten acht Spielen), vom 9. bis zum 24. Spieltag gelang allerdings kein Sieg mehr. Nachdem der FCK nur noch ein Punkt vor einem Abstiegsplatz lag, erfolgte die Trennung. Unter Kneflers Nachfolger Egon Piechaczek konnte der Abstand zu den AbstiegsrĂ€ngen wieder ausgebaut werden, wenngleich der FCK bis zum Saisonende auf dem 16. Platz blieb. 1968/69 befand sich Kaiserslautern erneut im Abstiegskampf, erst am vorletzten Spieltag war der Klassenerhalt nach einem 4:0-Erfolg gegen Braunschweig so gut wie sicher. Vor dem 31. Spieltag war der bisherige Assistent Dietrich Weise Interimstrainer bis zum Saisonende geworden.
Mit der RĂŒckkehr von Gyula LĂłrĂĄnt waren die Zeiten des Abstiegskampfes vorbei. 1969/70 wurde man Zehnter, in der Folgesaison wurde er allerdings nach drei Niederlagen in Folge entlassen. Dietrich Weise wurde sein Nachfolger und fĂŒhrte die PfĂ€lzer noch auf den achten Rang. Mit dem Trainerwechsel begann auch eine neue Ăra am Betzenberg: LĂłrĂĄnt und Piechaczek waren Trainer der âalten Schuleâ â sie legten vor allem Wert auf Disziplin.[17] Weise dagegen war ein akribisch arbeitender Fachmann.[18] Auf dem Platz bekam nun das spielerische Element eine wichtigere Bedeutung, das Image von den âKloppern der Ligaâ wurde nach und nach abgelegt.[17][18] Am 1. Juli 1972 erreichte der FCK zum zweiten Mal das DFB-Pokalfinale, unterlag aber erneut, diesmal mit 0:5 gegen den FC Schalke 04. Am 13. September 1972 bestritt der 1. FC Kaiserslautern sein erstes Europapokalspiel. Beim englischen Vertreter Stoke City gab es eine 1:3-Niederlage. Nach einem 4:0 im RĂŒckspiel drang der FCK bis ins Viertelfinale vor, wo Borussia Mönchengladbach Endstation war. Nach dem vorletzten Spieltag der Saison 1972/73 wurde Weise suspendiert, weil dieser bereits einen Vertrag fĂŒr die nĂ€chste Saison bei Eintracht Frankfurt unterschrieben hatte.[19] Nachdem Gerd Schneider das Team am letzten Spieltag betreut hatte, kam zur neuen Saison Erich Ribbeck, Dietrich Weises VorgĂ€nger bei Eintracht Frankfurt, zum FCK. Unter Trainer Ribbeck erreichten die Roten Teufel 1976 zum dritten Mal das DFB-Pokalfinale und verloren es zum dritten Mal, diesmal mit 0:2 gegen den Hamburger SV. In der Liga wechselten sich Spielzeiten im oberen Mittelfeld mit Saisons im unteren Mittelfeld ab. Ribbeck wurde als FCK-Trainer Zeuge des wohl berĂŒhmtesten Bundesligaspiels auf dem Betzenberg: Gegen den FC Bayern MĂŒnchen drehten die Roten Teufel nach einem 1:4-RĂŒckstand das Spiel und gewannen mit 7:4. WĂ€hrend der Saison 1977/78 kĂŒndigte Ribbeck an, den 1. FC Kaiserslautern nach fĂŒnf Jahren zu verlassen.
1979 erreichte man unter dem neuen Trainer âKalliâ Feldkamp mit dem 3. Tabellenplatz die bis dato beste Platzierung. Ăber weite Strecken der Saison stand der FCK sogar an der Tabellenspitze, bis zum 14. Spieltag verlor man kein Spiel. Die Spielzeit 1979/80 begann mĂ€Ăig: Nach dem 18. Spieltag waren die Lauterer nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Danach startete der FCK allerdings eine Aufholjagd und gab vom 19. bis zum 32. Spieltag nur drei Punkte ab. Am Ende rangierte man erneut auf dem dritten Platz, Punkt- und Torgleich mit dem VfB Stuttgart. In den zwei folgenden Saisons landete der FCK jeweils auf dem vierten Platz und hatte sich damit in allen vier Spielzeiten mit Feldkamp als Trainer fĂŒr den Europapokal qualifiziert. 1981 verloren PfĂ€lzer mit einem 1:3 gegen Eintracht Frankfurt ihr viertes DFB-Pokal-Endspiel. In die erste Amtszeit Feldkamps fĂ€llt auch der bis dahin gröĂte internationale Erfolg: Im UEFA-Pokal drang man 1981/82 bis ins Halbfinale vor und unterlag dort dem IFK Göteborg, nachdem man im Viertelfinale Real Madrid mit einem 5:0 im RĂŒckspiel â das Hinspiel ging noch 1:3 verloren â ausgeschaltet hatte.
Der FCK war also zu einem Spitzenclub geworden. 1981 bereits hatte der Verein mit dem Kauf von Norbert Eilenfeldt seinen ersten Millionen-Transfer getĂ€tigt.[20] Nach dem Weggang Feldkamps holte der 1. FCK Rudi Kröner, einen Bundesliga-Novizen, der zuvor den KSV Hessen Kassel sehr erfolgreich betreute. Die namhaften NeuzugĂ€nge Torbjörn Nilsson und Thomas Allofs schĂŒrten die Erwartungen. Der Saisonstart misslang mit nur zwei Punkten aus vier Spielen. Danach arbeitete sich das Team immer weiter nach oben und blieb dann lange Zeit auf dem siebten Tabellenplatz. Am 21. MĂ€rz 1983 wurde Kröner nach einer 1:2-Niederlage in DĂŒsseldorf allerdings entlassen. Unter Kröners Nachfolger, dem bisherigen Co-Trainer Ernst Diehl wurde man schlieĂlich Sechster und qualifizierte sich doch noch fĂŒr den UEFA-Pokal.
Nach den groĂen Investitionen der vergangenen Saisons musste man 1983/84 kleinere Brötchen backen. Star-EinkĂ€ufe konnte man sich diesmal nicht leisten. Als Saisonziel wurde die erneute Qualifikation fĂŒr den Europapokal sowie der möglichst lange Verbleib in den Pokalwettbewerben ausgegeben.[21] Diese Ziele sollten mit dem neuen Trainer Dietrich Weise, bereits das zweite Mal Trainer auf dem Betzenberg, erreicht werden. Doch erneut blieben die PfĂ€lzer, diesmal deutlich, unter den Erwartungen. Am 11. Spieltag bat Weise, mit dem FCK auf Platz 12 stehend, um die Auflösung seines Kontrakts.[22] Auch unter Weises Nachfolger Manfred Krafft blieb der FCK im unteren Mittelfeld und wurde schlieĂlich auch in der Endtabelle Zwölfter.
Auch in den Folgejahren (ab 1985 mit Hannes Bongartz als Trainer) fanden sich die âRoten Teufelâ zumeist im Mittelfeld der Tabelle wieder.
1987/88 war die Mannschaft dem Abstieg nahe, mit dem im November 1987 verpflichteten Sepp Stabel gelang aber noch die Rettung. Trotz einer soliden Spielzeit 1988/89 beschloss der Verein frĂŒh, fĂŒr die nĂ€chste Saison einen neuen Trainer zu verpflichten. Mit dem neuen Coach Gerd Roggensack geriet man dann erneut in Abstiegsgefahr, doch die RĂŒckkehr von Trainer Karl-Heinz Feldkamp fĂŒhrte dazu, dass noch der Klassenerhalt gelang. Am 19. Mai 1990 konnten die Lauterer im fĂŒnften Anlauf den DFB-Pokal endlich in den HĂ€nden halten. Im Finale gab es ein 3:2 gegen Werder Bremen. Im darauffolgenden Jahr gelang dem FCK mit dem Gewinn der dritten deutschen Meisterschaft eine riesige Ăberraschung. Zudem wurde Stefan Kuntz in dieser Saison, als bisher einziger Spieler des FCK, zum FuĂballer des Jahres gekĂŒrt, die Mannschaft wurde zur Mannschaft des Jahres 1991 gewĂ€hlt.
Zum Ende der Saison 1991/92 (5. Platz) beendete âKalliâ Feldkamp sein Engagement beim FCK. Sein Nachfolger wurde Rainer Zobel, der zuvor bei den Stuttgarter Kickers tĂ€tig war. Zobel trat in der Pfalz ein schweres Erbe an â und scheiterte. Lautern verpasste 1992/93 mit einem achten Platz die Qualifikation fĂŒr den UEFA-Pokal, Zobels Zweijahresvertrag wurde nach Saisonende vorzeitig aufgelöst.[23]
Unter Zobel-Nachfolger Friedel Rausch konnte sich der FCK wieder im Spitzenfeld der Tabelle etablieren, 1994 errang der 1. FC Kaiserslautern Platz zwei hinter dem FC Bayern; gegen Ende der Saison war dem Verein eine Siegesserie gelungen, die den Abstand zum Rekordmeister auf einen Punkt verkĂŒrzt hatte.
Der Aderlass nach Ende der Saison 1994/1995 (4. Tabellenplatz), als Ciriaco Sforza und Stefan Kuntz den Verein verlieĂen, konnte nicht kompensiert werden. Von Beginn an machte sich 1995/96 der Verlust der beiden FĂŒhrungsspieler bemerkbar und der FCK befand sich schon nach den ersten Spielen im Tabellenkeller. Auch auf dem heimischen Betzenberg enttĂ€uschten die Roten Teufel oft. Noch glaubte die FĂŒhrungsriege des FCK an die Wende und hielt an Trainer Rausch fest.[24] Als die Situation prekĂ€rer wurde, wurde nach einem Ersatz fĂŒr Sforza gesucht â die NeuzugĂ€nge vor der Saison hatten ihn nicht ersetzen können. FĂŒr die damalige Rekordablösesumme von 4,2 Millionen Mark[24] kam der Brasilianer ArĂŹlson im Dezember 1995 zum FCK. Der Verein ging als Tabellenvierzehnter in die Winterpause, nur ein Punkt vor dem Sechzehnten. Neun Spieltage vor dem Saisonende löste Eckhard Krautzun Rausch als Trainer ab. Der 1. FCK rangierte inzwischen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Auch wenn der FCK das erste Spiel unter dem neuen Trainer gewann (1:0 in Köln), verbesserte sich die sportliche Situation zunĂ€chst nicht: Nach dem 29. Spieltag war der RĂŒckstand auf den 15. Platz gar auf vier Punkte angewachsen. Acht Punkte in den darauffolgenden vier Spielen machten es immerhin möglich, dass der FCK am letzten Spieltag im Spiel beim unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf Bayer 04 Leverkusen mit einem Sieg den Klassenerhalt hĂ€tte erreichen können. Nachdem Pavel Kuka die Lauterer in FĂŒhrung gebracht hatte, erzielte die âWerkselfâ in der 82. Minute den Ausgleich. So stieg der 1. FC Kaiserslautern erstmals aus der ersten Bundesliga ab. Nur eine Woche spĂ€ter gewann der Verein zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DFB-Pokal (im Finale 1:0 gegen den Karlsruher SC durch ein FreistoĂtor von Martin Wagner).
| Saison | Platz | Tore | Punkte | Ă Zuschauer[16] |
|---|---|---|---|---|
| 1996/97 | 1 | 74:28 | 68 | 36.709 |
| 1997/98 | 1 | 63:39 | 68 | 38.000 |
| 1998/99 | 5 | 51:47 | 57 | 41.010 |
| 1999/00 | 5 | 54:59 | 50 | 40.220 |
| violett unterlegt: Spielzeit in der Zweitklassigkeit | ||||
Trotz des Abstiegs blieb die Mannschaft im Kern zusammen. Das PrĂ€sidium um Norbert Thines trat allerdings zurĂŒck und der FCK bekam einen neuen Aufsichtsrat, u.a. mit JĂŒrgen Friedrich, der bereits zweimal PrĂ€sident des Vereins gewesen war, Robert Wieschemann und Ex-Trainer Karl-Heinz Feldkamp. Als neuer PrĂ€sident wurde spĂ€ter Hubert KeĂler bestimmt. Sportlicher Leiter wurde Hans-Peter Briegel, der auf Reiner Geye folgte. Zwei Wochen vor Saisonstart wurde schlieĂlich Trainer Eckhard Krautzun von Otto Rehhagel abgelöst. Im Europapokal der Pokalsieger erfolgte bereits in der ersten Runde gegen Roter Stern Belgrad das Aus. Nach einem 1:0 im Hinspiel gewann der jugoslawische Vertreter das RĂŒckspiel mit 4:0 nach VerlĂ€ngerung. Auch im DFB-Pokal schied man in der ersten Runde aus. Regionalligist SpVgg Greuther FĂŒrth besiegte die PfĂ€lzer mit 1:0 Toren. In der Liga gelang jedoch mit nur vier Saisonniederlagen letztlich souverĂ€n der sofortige Wiederaufstieg als Zweitligameister; das 7:6 gegen den SV Meppen am letzten Spieltag stellt das bis heute torreichste Spiel der zweiten Bundesliga dar.
Ein Jahr spĂ€ter folgte der sensationelle Gewinn der vierten Deutschen Meisterschaft. Der Titelgewinn als Aufsteiger 1998 stellte ein Novum in der Geschichte des deutschen FuĂballs dar, was mit der zweiten Wahl zur Mannschaft des Jahres nach 1991 belohnt wurde. Bereits am ersten Spieltag wurde der FC Bayern MĂŒnchen auswĂ€rts besiegt, der den gesamten Saisonverlauf ĂŒber den Lauterern im Meisterschaftskampf âhinterherhinkenâ sollte. Ab dem vierten Spieltag wurde die TabellenfĂŒhrung nicht mehr aus der Hand gegeben. Genau wie in der Vorsaison wurden nur vier Spiele verloren.
1998/99 erreichte der FCK in der Champions League das Viertelfinale und belegte in der Bundesliga den fĂŒnften Platz, nachdem man eine Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League durch eine 1:5-Niederlage im letzten Spiel gegen Eintracht Frankfurt verspielt hatte. Mit namhaften NeuzugĂ€ngen wie Youri Djorkaeff und Mario Basler erreichte der FCK am Ende der Saison 1999/2000 das vorgegebene Ziel, auch in der nĂ€chsten Saison international zu spielen, mit einem erneuten fĂŒnften Platz, auch wenn sechs Heimniederlagen und mannschaftsinterne Streitigkeiten einen bitteren Beigeschmack hinterlieĂen. Im UEFA-Pokal schied man in der dritten Runde aus. In der Spielzeit 2000/01 trat Otto Rehhagel nach einem misslungenen Saisonstart mit nur sechs Punkten aus sechs Spielen zurĂŒck.
| Saison | Platz | Tore | Punkte | Ă Zuschauer[16] |
|---|---|---|---|---|
| 2000/01 | 8 | 49:54 | 50 | 39.245 |
| 2001/02 | 7 | 62:53 | 56 | 38.486 |
| 2002/03 | 14 | 40:42 | 40 | 36.230 |
| 2003/04 | 15 | 39:62 | 36 | 38.620 |
| 2004/05 | 12 | 43:52 | 42 | 35.705 |
| 2005/06 | 16 | 47:71 | 33 | 33.044 |
Am Ende der Ăra Rehhagel und danach geriet der FCK sowohl sportlich als auch finanziell in Schwierigkeiten. Letztere rĂŒhrten daher, dass in den Folgejahren Spieler mit internationaler Erfahrung wie Taribo West, Steffen Freund, Christian Nerlinger, Carsten Jancker und Stefan Malz geholt wurden, die sich jedoch alle als FehleinkĂ€ufe erwiesen.
Unter Rehhagels Nachfolger Andreas Brehme war der sportliche Erfolg noch kurzfristig wieder vorhanden. So stand der FCK Ende MĂ€rz 2001 im UEFA-Pokal-Halbfinale gegen Deportivo AlavĂ©s, sowie auf Platz 3 der Bundesligatabelle. Von diesem Zeitpunkt an erfolgte ein totaler sportlicher Einbruch, der wenig spĂ€ter durch den bekannt gewordenen Finanzskandal um die FĂŒhrungsriege der FCK-Verantwortlichen flankiert wurde. Der FCK schied chancenlos aus dem UEFA-Pokal-Wettbewerb aus, schloss nach einem katastrophalen Saisonfinale die Spielrunde lediglich auf Platz 8 ab und verpasste den Einzug in den UEFA-Pokal-Wettbewerb. Zum Auftakt der Saison 2001/02 gewann der FCK die ersten sieben Spiele hintereinander und stellte damit den Rekord des FC Bayern MĂŒnchen ein, belegte jedoch am Saisonende nur einen enttĂ€uschenden 7. Platz.
In der Saison 2002/03 schien der Verein praktisch abgestiegen und kurz vor der Insolvenz, doch Brehmes Nachfolger Eric Gerets brachte den Verein sportlich wieder in die Spur und sicherte mit einer sensationellen RĂŒckrunde den Klassenerhalt. Einen weiteren Erfolg gab es noch im Jahre 2003, als der FCK erneut das DFB-Pokalfinale erreichte, in dem er allerdings gegen den FC Bayern MĂŒnchen mit 1:3 unterlag. In finanzieller Hinsicht konnte der Verein mit Hilfe des Vorstandsvorsitzenden RenĂ© C. JĂ€ggi weitgehend saniert werden, jedoch mit starker Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz sowie dem Verkauf des vereinseigenen Stadions. In der Saison 2003/04 geriet der 1. FC Kaiserslautern erneut in Abstiegsnöte.
Gerets musste seinen Stuhl fĂŒr Kurt Jara rĂ€umen, der wiederum den Klassenerhalt schaffte. Nach einer soliden Saison 2004/05, die jedoch mit der Entlassung des bei den Fans ungeliebten Kurt Jara mit dem 12. Tabellenplatz zu Ende ging, setzte der FCK fĂŒr die Saison 2005/06 auf den als Cheftrainer unerfahrenen Michael Henke. Bereits wenig spĂ€ter musste dieser wegen mangelnden Erfolges dem ehemaligen FCK-Spieler Wolfgang Wolf als Trainer weichen. Doch auch Wolf konnte den Abstieg nicht verhindern, sodass der FCK in der Saison 2005/06 zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte nach 1996 aus der 1. Bundesliga abstieg. Am letzten Spieltag der Saison 2005/2006 am 13. Mai 2006 reichte ein 2:2-Remis gegen den direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg nicht, um die Klasse zu erhalten.
| Saison | Platz | Tore | Punkte | Ă Zuschauer[16] |
|---|---|---|---|---|
| 2006/07 | 6 | 48:34 | 53 | 31.672 |
| 2007/08 | 13 | 37:37 | 39 | 28.168 |
| 2008/09 | 7 | 53:48 | 52 | 34.410 |
| 2009/10 | 1 | 56:28 | 67 | 35.398 |
| violett unterlegt: Spielzeit in der Zweitklassigkeit | ||||
Trotz Abstieg meldeten sich innerhalb von zwei Monaten ĂŒber 1.000 neue Mitglieder beim FCK an und hoben die Mitgliederanzahl auf rund 11.100 an, die bis Ende November 2006 auf rund 11.500 weiter zunahm.
Die Saison 2006/07 verlief fĂŒr die PfĂ€lzer dennoch enttĂ€uschend. Trotz eines vierten Rangs zur Winterpause und nur zwei Punkten RĂŒckstand auf einen Aufstiegsplatz wurde der Verein mit nur 23 ZĂ€hlern in der RĂŒckrunde Sechster, weshalb Wolfgang Wolf noch wĂ€hrend der Saison entlassen wurde. Der bisherige Co-Trainer Wolfgang Funkel ĂŒbernahm den Posten des Cheftrainers bis Saisonende.
Der Verein schickte unter dem neuverpflichteten Coach Kjetil Rekdal in der Saison 2007/08 eine junge Mannschaft mit der Zielsetzung âoberes Tabellendrittelâ auf den Platz, die jedoch nach der Hinrunde einen Abstiegsplatz belegte. Nach der 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen 1860 MĂŒnchen am 19. Spieltag zog der Vorstand die Konsequenzen aus dem sportlichen Misserfolg und stellte Rekdal frei. Bis zur Verpflichtung von Milan Ć aĆĄiÄ als Cheftrainer war Alois Schwartz Interimstrainer. Unter Ć aĆĄiÄ gelang eine gewisse Aufholjagd, wenngleich sich der Verein bis zum vorletzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz befand. Der letzte Spieltag brachte ein Fernduell des 1. FC Kaiserslautern mit dem VfL OsnabrĂŒck, dem FC Augsburg und den Kickers Offenbach mit sich, die den vierten und letzten Absteiger in die zur Folgesaison neu gegrĂŒndete 3. Liga unter sich ausmachten. Der FCK schaffte schlieĂlich mit einem 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln den Klassenerhalt, wĂ€hrend Offenbach mit einer 0:3-Niederlage in OsnabrĂŒck den kĂŒrzeren zog und absteigen musste.
In der darauffolgenden Saison wurde Milan Ć aĆĄiÄ nach schlechten Leistungen des Teams in der RĂŒckrunde und internen Querelen am 4. Mai, drei Tage nach einer 1:5-Niederlage bei Hansa Rostock, entlassen. So belegte der FCK zum Ende der Hinrunde noch den zweiten Tabellenplatz, zum Zeitpunkt der Trennung lagen die Roten Teufel nurmehr auf Platz sechs. Als Interimstrainer wurde erneut Alois Schwartz eingestellt, der die Mannschaft in den letzten Spielen der Saison leitete. Der Verein belegte letztlich den 7. Platz.
Im Sommer 2009 wurde Marco Kurz, der in seiner bisherigen Trainerlaufbahn keine groĂen Erfolge feiern konnte, als neuer Cheftrainer verpflichtet. Die Mannschaft startete mit dem Weiterkommen im DFB-Pokal und zwei Siegen in der Liga gut in die Saison. Am 7. Spieltag stand man schlieĂlich zum ersten Mal auf Platz eins der Tabelle. Die guten Leistungen bestĂ€tigte der FCK im Verlauf der Hinrunde und wurde so souverĂ€n mit 39 Punkten Herbstmeister.
In der RĂŒckrunde gab man den ersten Tabellenplatz nicht mehr her und hatte am 32. Spieltag erstmals die Chance, sich den vorzeitigen Aufstieg zu sichern. Der benötigte Heimsieg gegen Hansa Rostock wurde jedoch nicht eingefahren (0:1). Zwei Tage spĂ€ter, am 25. April 2010, stiegen die Roten Teufel in Abwesenheit auf, da der Tabellendritte FC Augsburg im Spiel beim FSV Frankfurt nicht ĂŒber ein 1:1 hinauskam und somit den FCK rechnerisch nicht mehr einholen konnte. Hunderte FCK-Fans wohnten dem Spiel im Stadion am Bornheimer Hang bei, um den FSV zu unterstĂŒtzen und den Aufstieg zu feiern. Zudem wurde am letzten Spieltag gegen den FC Augsburg vor 50.300 Zuschauern die Zweitliga-Meisterschaft perfekt gemacht.
| Saison | Platz | Tore | Punkte | Ă Zuschauer[16] |
|---|---|---|---|---|
| 2010/11 | 7 | 48:51 | 46 | 46.392 |
Nach dem Aufstieg musste der FCK die ausgeliehenen LeistungstrĂ€ger Sidney Sam und Georges Mandjeck ziehen lassen, TorjĂ€ger Erik JendriĆĄek verlieĂ ebenfalls den Verein. Die AbgĂ€nge konnten allerdings weitestgehend ersetzt werden, sodass der FCK mit 21 Punkten und einem 12. Tabellenplatz in die Winterpause ging. Ein Zwischentief mit nur einem Punkt aus sieben Spielen, darunter eine 0:5-Niederlage in Dortmund, wurde ĂŒberwunden. Positiv herausstechend waren ein 2:0-Erfolg gegen den FC Bayern MĂŒnchen sowie ein 5:0 gegen den FC Schalke 04.
Zu Beginn der RĂŒckrunde geriet der FCK in eine kleine Krise (8 Spiele ohne Sieg), wodurch die Lauterer auf einen Abstiegsplatz abrutschten. Aus den letzten neun Saisonspielen holte der FCK aber noch 21 Punkte und machte zunĂ€chst am vorletzten Spieltag (2:1 gegen den VfL Wolfsburg) den Klassenerhalt endgĂŒltig perfekt und wurde am Ende sogar noch Siebter in der Endtabelle. Top-TorschĂŒtze der Lauterer war Srdjan Lakic, der 16 Tore erzielte.
Statistikdaten zu den einzelnen Spielen befinden sich bei 1. FC Kaiserslautern/Namen und Zahlen, erreichbar durch Verlinkung der Spielpaarungen.
Umgangssprachlich werden die Spieler des FCK hĂ€ufig als âRote Teufelâ bezeichnet. Warum genau der Teufel hierfĂŒr gewĂ€hlt wurde, lĂ€sst sich nicht mehr feststellen. Möglich ist die Bezeichnung âteuflisch (gut)â oder âwie die Teufelâ als Ausdruck der Begeisterung fĂŒr die Spielweise der Mannschaft.[25] Schon 1934 bezeichnete das Magazin Der Kicker die Lauterer als âTeufelâ, doch gibt es hier zumindest keinen direkten Zusammenhang zu dem Begriff Rote Teufel, der nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt wurde. Grund fĂŒr die Bezeichnung im Kicker war damals eine Siegesserie der Lauterer, die âwie wildgewordene Teufel umher- und mit ihren Gegnern meist Schlitten zu fahren pflegtenâ.[25] Die Farbwahl bezieht sich auf die Trikots des FCK, der ab 1948 ganz in Rot auflief. Zuvor wurden meist beide Vereinsfarben, Rot und WeiĂ, in der Spielkleidung berĂŒcksichtigt. Fritz Walter spielte wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs in der Soldatenelf âRote JĂ€gerâ in komplett rotem Dress und soll nach dem Krieg diese Farbwahl auch beim FCK eingefĂŒhrt haben. Der Begriff Rote Teufel taucht schlieĂlich zum ersten Mal in verschiedenen Berichterstattungen ĂŒber das Spiel in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegen den TSV 1860 MĂŒnchen auf. Die Begegnung fand am 18. Juli 1948 in Worms statt und endete 5:1 fĂŒr die ganz in Rot angetretenen Lauterer. Mindestens drei Zeitungen berichteten danach von den siegreichen âRoten Teufelnâ. Mit der âGeburtâ der Roten Teufel war dieser Begriff jedoch noch keinesfalls der gĂ€ngigste Spitzname der Lauterer Mannschaft. Vielmehr war diese in FuĂballdeutschland als âWaltermannschaftâ oder âWalterelfâ bekannt â benannt nach dem Kopf der Mannschaft, Fritz Walter und seinem Bruder Ottmar. Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1951 in Berlin verhalf der Bezeichnung Rote Teufel, von der die Berliner Presse regen Gebrauch machte, zu Bekanntheit auch ĂŒber die Grenzen Deutschlands hinaus. SpĂ€testens nach dem Karriereende Fritz Walters hatte sich dann der Begriff âRote Teufelâ gegenĂŒber âWaltermannschaftâ durchgesetzt.[26] Der frĂŒheste Beleg des Roten Teufels als von Fans verwendetes Bildsymbol stammt aus dem Jahr 1953 nach dem Gewinn der zweiten Deutschen Meisterschaft.[25]
Seitens des Vereins wurde der Spitzname angenommen bzw. ĂŒbernommen: Seit 1991 gehören als Teufel verkleidete Animateure zum Rahmenprogramm der Bundesligabegegnungen auf dem Betzenberg. Schon lĂ€nger existiert in bildlicher Form der sogenannte âBetziâ, ein Teufel in FCK-Kleidung. Seit 2009 gibt es zusĂ€tzlich ein Maskottchen der Teufelsbande (ein Angebot vom Verein fĂŒr Kinder), ebenfalls mit dem Namen Betzi. AuĂerdem gibt es etliche Fanartikel mit Teufel-Symbolik zu kaufen.
Insgesamt war der FCK 90-mal Spitzenreiter in der 1. Bundesliga und stellte 1994 mit Stefan Kuntz (18 Tore gemeinsam mit Anthony Yeboah) einmal den TorschĂŒtzenkönig.
In der âewigen Tabelleâ der Bundesliga liegt der FCK auf Platz 8 mit 2071 Punkten.
(Stand der Daten in diesem Abschnitt: 7/2011)
FĂŒr die FĂŒhrung des Vereins ist der mit dem ehemaligen Profi Stefan Kuntz als hauptamtlichem Vorstandsvorsitzenden (seit dem 8. April 2008) und Fritz GrĂŒnewalt (seit 1. August 2010) besetzte Vorstand zustĂ€ndig.
Bis zum 30. November 2010 war Johannes Ohlinger Vorstandsmitglied des FCK.[27] Ohlinger fĂŒhrte die TĂ€tigkeit ehrenamtlich seit dem 22. November 2007 aus.[28]
Seit dem 1. Januar 1999 wird der Verein von einem durch den Aufsichtsrat bestellten Vorstand gefĂŒhrt. Zuvor stand ein ehrenamtlicher PrĂ€sident an der Spitze des Vereins. Die folgende Tabelle bietet eine Ăbersicht ĂŒber alle PrĂ€sidenten bzw. Vorstandsvorsitzenden seit dem Zweiten Weltkrieg.[29][30][31][32]
| Name | Nat. | Zeit beim FCK | |
|---|---|---|---|
| Von | Bis | ||
| Paul Karch | |
1946 | 1949 |
| Dr. Ludwig MĂŒller | |
1. Januar 1950 | 1955 |
| Werner Krabler | |
1955 | 1957 |
| Ernst WĂŒstenhagen1 | |
1957 | 1957 |
| Hans Adolff | |
1957 | 1960 |
| Dr. Karl-Heinz Brinkop | |
1960 | 1965 |
| Hans Adolff | |
1965 | MĂ€rz 1970 |
| Willi MĂŒller | |
MĂ€rz 1970 | 7. MĂ€rz 1977 |
| JĂŒrgen Friedrich | |
7. MĂ€rz 1977 | 31. August 1981 |
| Udo Sopp | |
31. August 1981 | 23. April 1985 |
| JĂŒrgen Friedrich | |
23. April 1985 | 21. Mai 1988 |
| Norbert Thines | |
6. Juni 1988 | 9. Juli 1996 |
| Hubert KeĂler | |
9. Juli 1996 | 1998 |
| JĂŒrgen Friedrich | |
1. Januar 1999 | September 2002 |
| René C. JÀggi | |
7. November 2002 | 31. Juli 2006 |
| Erwin Göbel | |
1. August 2006 | 7. April 2008 |
| Stefan Kuntz | |
8. April 2008 | |
Oberstes Kontrollorgan des Vereins ist der Aufsichtsrat, der aus bis zu neun Mitgliedern besteht. Durch die Mitgliederversammlung des Vereins werden fĂŒnf Mitglieder gewĂ€hlt. Der OberbĂŒrgermeister von Kaiserslautern sowie der Minister des Inneren und fĂŒr Sport sind kraft ihres Amtes geborene Mitglieder; beide nahmen in jĂŒngster Vergangenheit ihr Amt jedoch nicht wahr. ZusĂ€tzlich kann das Gremium zwei weitere Mitglieder in den Aufsichtsrat berufen.
Bei der Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2008 wurden folgende Personen in den Aufsichtsrat gewÀhlt:
Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde in der konstituierenden Sitzung Dieter Rombach gewÀhlt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Gerhard Theis.[34]
| Kader Saison 2011/12 | |||||||
| Nr. | Nat. | Spieler | Geburtstag | Im Verein seit | Vertrag bis | ||
| TorhĂŒter | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Tobias Sippel | 22.03.1988 | 1998 | 2013 | |||
| 27 | Marco Knaller | 26.03.1987 | 2009 | 2012 | |||
| 29 | Kevin Trapp | 08.07.1990 | 2005 | 2013 | |||
| 32 | Marius MĂŒller | 12.07.1993 | 2003 | ||||
| Abwehr | |||||||
| 2 | Jan Ć imĆŻnek | 20.02.1987 | 2010 | 2014 | |||
| 3 | Leon Jessen | 11.06.1986 | 2010 | 2014 | |||
| 6 | Mathias Abel | 22.06.1981 | 2008 | 2013 | |||
| 17 | Alexander Bugera | 08.08.1978 | 2007 | 2012 | |||
| 19 | Denis Linsmayer | 19.09.1991 | 2004 | 2014 | |||
| 20 | Rodnei | 11.09.1985 | 2009 | 2013 | |||
| 23 | Florian Dick | 09.11.1984 | 2008 | 2014 | |||
| 25 | Anthar Yahia | 21.03.1982 | 2012 | 2015 | |||
| 33 | Dominique Heintz | 15.08.1993 | 2001 | 2015 | |||
| 34 | Willi Orban | 03.11.1992 | 1997 | 2014 | |||
| Mittelfeld | |||||||
| 4 | Ariel Borysiuk | 29.07.1991 | 2012 | 2016 | |||
| 7 | Oliver Kirch | 21.08.1982 | 2010 | 2013 | |||
| 8 | Christian Tiffert |
18.02.1982 | 2010 | 2013 | |||
| 10 | Olcay Ćahan | 26.05.1987 | 2011 | 2015 | |||
| 13 | Athanasios Petsos | 05.06.1991 | 2010 | 2012 | |||
| 21 | Pierre de Wit | 26.09.1987 | 2010 | 2012 | |||
| 28 | Konstantinos Fortounis | 16.10.1992 | 2011 | 2015 | |||
| Sturm | |||||||
| 9 | Itay Shechter | 22.02.1987 | 2011 | 2015 | |||
| 11 | Sandro Wagner | 29.11.1987 | 2012 | 2013 | |||
| 16 | Richard Sukuta-Pasu | 24.06.1990 | 2011 | 2015 | |||
| 22 | Nicolai JĂžrgensen | 15.01.1991 | 2012 | 2013 | |||
| 26 | Steven Zellner | 14.03.1991 | 2006 | 2013 | |||
| 30 | Dorge Kouemaha | 28.06.1983 | 2011 | 2012 | |||
| 31 | Jakub Ćwierczok | 28.12.1992 | 2012 | 2015 | |||
| 35 | Julian Derstroff | 05.01.1992 | 2002 | 2014 | |||
| 37 | Andrew Wooten | 30.09.1989 | 2009 | ||||
| Stand der Spielerstatistiken: 8. MĂ€rz 2012 | |||||||
| Name | Funktion | seit |
|---|---|---|
| Trainerstab | ||
| Marco Kurz | Chef-Trainer | 2009 |
| GĂŒnther Gorenzel | Co-Trainer | 2011 |
| Gerald Ehrmann | Torwarttrainer | 1996 |
| Oliver SchÀfer | Fitnesstrainer | 2009 |
| Betreuer | ||
| Dr. Markus Pahl | Vereinsarzt | 2011 |
| Frank SĂ€nger | Physiotherapeut | 2011 |
| Erik Schön | Physiotherapeut | 2009 |
| Heinz Bossert | Masseur | 1989 |
| Wolfgang Wittich | Zeugwart | 1999 |
| Marco Haber | Teammanager (Sport) | 2009 |
| Roger Lutz | Teammanager (Organisation) | 2011 |
| Scouting | ||
| Andreas Fehse | Chefscout | 2011 |
| Ăffentlichkeitsarbeit | ||
| Christian Gruber | Pressesprecher | 2009 |
| GeschĂ€ftsfĂŒhrung | ||
| Marco Stenger | GeschĂ€ftsfĂŒhrer | 2011 |
| ZugÀnge | ||||
|---|---|---|---|---|
| Nat. | Name | abgebender Verein | Transferperiode | |
| Abwehr | ||||
| |
Dominique Heintz | Profivertrag (U-19) | Sommer 2011 | |
| |
Willi Orban | Profivertrag (U-19) | Sommer 2011 | |
| |
Anthar Yahia | Al-Nasr | Winter 2012 | |
| |
Denis Linsmayer | Profivertrag (U-23) | Februar 2012 | |
| Mittelfeld | ||||
| |
Konstantinos Fortounis | Asteras Tripolis | Sommer 2011 | |
| |
Olcay Ćahan | MSV Duisburg | Sommer 2011 | |
| |
Gil Vermouth | Hapoel Tel Aviv | Sommer 2011 | |
| |
Ariel Borysiuk | Legia Warschau | Winter 2012 | |
| Sturm | ||||
| |
Julian Derstroff | Profivertrag (U-19) | Sommer 2011 | |
| |
Dorge Kouemaha1 | FC BrĂŒgge | Sommer 2011 | |
| |
Itay Shechter | Hapoel Tel Aviv | Sommer 2011 | |
| |
Richard Sukuta-Pasu | Bayer 04 Leverkusen | Sommer 2011 | |
| |
Steven Zellner | Profivertrag (II.) | Sommer 2011 | |
| |
Nicolai JĂžrgensen1 | Bayer 04 Leverkusen | Winter 2012 | |
| |
Jakub Ćwierczok | Polonia Bytom | Winter 2012 | |
| |
Sandro Wagner1 | SV Werder Bremen | Winter 2012 | |
| AbgÀnge | |||
|---|---|---|---|
| Nat. | Name | aufnehmender Verein | Transferperiode |
| Abwehr | |||
| |
Marcel Correia | Eintracht Braunschweig | Sommer 2011 |
| |
Dario DamjanoviÄ | vereinslos | Sommer 2011 |
| |
Martin Amedick | Eintracht Frankfurt | Winter 2012 |
| Mittelfeld | |||
| |
Anel DĆŸaka | vereinslos | Sommer 2011 |
| |
Danny Fuchs | Karriereende | Sommer 2011 |
| |
Adam HlouĆĄek2 | Slavia Prag | Sommer 2011 |
| |
Ivo IliÄeviÄ | Hamburger SV | Sommer 2011 |
| |
Jan MorĂĄvek2 | FC Schalke 04 | Sommer 2011 |
| |
Ricky Pinheiro | vereinslos | Sommer 2011 |
| |
Bastian Schulz | RB Leipzig | Sommer 2011 |
| |
Chadli Amri1 | FSV Frankfurt | Winter 2012 |
| |
JiĆĂ BĂlek | ZagĆÄbie Lubin | Winter 2012 |
| |
Clemens Walch1 | Dynamo Dresden | Winter 2012 |
| |
Stiven Rivic | vereinslos | Winter 2012 |
| |
Gil Vermouth1 | De Graafschap | Winter 2012 |
| Sturm | |||
| |
Erwin Hoffer2 | SSC Neapel | Sommer 2011 |
| |
SrÄan LakiÄ | VfL Wolfsburg | Sommer 2011 |
| |
Ilijan Mizanski1 | FSV Frankfurt | Winter 2012 |
| |
Adam Nemec | FC Ingolstadt | Winter 2012 |
Folgende Spieler trugen wÀhrend ihrer Zeit beim FCK das Trikot der deutschen Nationalmannschaft:
| Name | Zeit beim FCK | LĂ€nderspiele | FCK | Besondere Leistungen und Titel mit dem FCK und der Nationalmannschaft | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Spiele | Tore | Spiele | Tore | |||
| Thomas Allofs | 1982â1986 | 1 | 0 | 128 | 61 | |
| Michael Ballack | 1997â1999 | 1 | 0 | 46 | 4 | Deutscher Meister 1998, Vizeweltmeister 2002 |
| Andreas Brehme | 1981â1986, 1993â1998 |
40 | 3 | 274 | 43 | Deutscher Meister 1998, Weltmeister 1990, Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Hans-Peter Briegel | 1975â1984 | 53 | 2 | 240 | 47 | Europameister 1980, Vizeweltmeister 1982 und 1986 |
| Horst Eckel | 1949â1960 | 32 | 0 | 238 | 66 | Deutscher Meister 1951 und 1953, Weltmeister 1954 |
| Marco Engelhardt | 2004â2006 | 3 | 0 | 62 | 3 | |
| Franco Foda | 1983â1984, 1987â1990 |
2 | 0 | 90 | 5 | DFB-Pokalsieger 1990 |
| JĂŒrgen Groh | 1976â1980, 1986â1989 |
1 | 0 | 197 | 3 | |
| Miroslav Klose | 1999â2004 | 38 | 16 | 120 | 44 | begann seine Profilaufbahn beim FCK, Vizeweltmeister 2002 |
| Werner Kohlmeyer | 1941â1957 | 22 | 0 | 180 | 18 | Deutscher Meister 1951 und 1953, Weltmeister 1954 |
| Stefan Kuntz | 1989â1995 | 11 | 2 | 170 | 75 | Deutscher Meister 1991, Deutscher Pokalsieger 1990, Bundesliga-TorschĂŒtzenkönig 1994 |
| Olaf Marschall | 1994â2002 | 13 | 3 | 160 | 59 | Deutscher Meister 1998, Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Werner Liebrich | 1945â1962 | 16 | 0 | 273 | 25 | Deutscher Meister 1951 und 1953, Weltmeister 1954 |
| Josef Pirrung | 1967â1981 | 2 | 0 | 304 | 61 | |
| Marco Reich | 1995â2001 | 1 | 0 | 117 | 9 | Deutscher Meister 1998, Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Thomas Ritter | 1992â1996 | 1 | 0 | 87 | 2 | Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Karl Schmidt | 1955â1962 | 9 | 0 | 127 | 6 | |
| Klaus Toppmöller | 1972â1980 | 3 | 1 | 204 | 108 | erfolgreichster BundesligatorschĂŒtze des FCK |
| Martin Wagner | 1992â2000 | 6 | 0 | 200 | 30 | Deutscher Meister 1998, Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Fritz Walter | 1938â1959 | 61 | 33 | 248 | 144 | Deutscher Meister 1951 und 1953, Weltmeister 1954, EhrenspielfĂŒhrer der Nationalmannschaft |
| Ottmar Walter | 1941â1959 | 21 | 10 | 210 | 156 | Deutscher Meister 1951 und 1953, Weltmeister 1954 |
| Wolfram Wuttke | 1985â1990 | 4 | 1 | 112 | 32 | Deutscher Pokalsieger 1990; olympischer Bronzemedaillen-Gewinner 1988 |
AufgefĂŒhrt sind nur die LĂ€nderspiele, die der Spieler wĂ€hrend seiner Zeit beim FCK absolvierte. Die Zahl der Spiele und Tore fĂŒr den FCK bezieht sich auf die Bundesligaspiele, bei Spielern die vor 1963 aktiv waren auf Oberligaspiele und die Endrundenspiele um die Deutsche Meisterschaft.
FĂŒr eine Auflistung aller Spieler seit 1946, siehe Liste der Spieler des 1. FC Kaiserslautern.
| Name | Zeit beim FCK |
NationalitÀt | Spiele beim FCK |
Tore beim FCK |
Bemerkenswertes |
|---|---|---|---|---|---|
| Mario Basler | 1987â1989, 1999â2003 |
Deutschland |
92 | 8 | bestritt sein erstes Bundesligaspiel beim FCK |
| Ernst Diehl | 1967â1978 | Deutschland |
314 | 18 | |
| Tom Dooley | 1988â1993 | Deutschland/USA |
107 | 13 | Deutscher Meister 1991, A-Nationalspieler fĂŒr die USA |
| Michael Dusek | 1979â1988 | Deutschland |
210 | 10 | |
| Gerald Ehrmann | 1986â1997 | Deutschland |
292 | 0 | Deutscher Pokalsieger 1990 und 1996, Deutscher Meister 1991 |
| Reiner Geye | 1977â1986 | Deutschland |
290 | 47 | |
| Ronnie Hellström | 1974â1984 | Schweden |
266 | 0 | ein Jahrzehnt StammtorhĂŒter, A-Nationalspieler |
| Miroslav Kadlec | 1990â1998 | Tschechien |
210 | 16 | Deutscher Meister 1991 und 1998, Deutscher Pokalsieger 1996, Vizeeuropameister 1996 |
| Harry Koch | 1995â2003 | Deutschland |
220 | 23 | Deutscher Meister 1998, Deutscher Pokalsieger 1996 |
| Pavel Kuka | 1993â1998 | Tschechien |
121 | 53 | Deutscher Meister 1998, Deutscher Pokalsieger 1996, Vizeeuropameister 1996 |
| Werner Melzer | 1974â1986 | Deutschland |
374 | 31 | hat die meisten BundesligaeinsĂ€tze fĂŒr den FCK bestritten |
| Jacobus Prins | 1963â1965 | Niederlande |
36 | 9 | Prins war einer von vier AuslÀndern, die am ersten Bundesligaspieltag am 24. August 1963 auf dem Platz standen |
| Ratinho (eigentlich Everson Rodrigues) | 1997â2003 | Brasilien |
140 | 9 | Deutscher Meister 1998 |
| Johannes Riedl | 1974â1981 | Deutschland |
215 | 31 | |
| Axel Roos | 1984â2001 | Deutschland |
328 | 18 | Deutscher Meister 1991 und 1998, Deutscher Pokalsieger 1990 und 1996 |
| Roland Sandberg | 1973â1977 | Schweden |
118 | 60 | A-Nationalspieler |
| Dietmar Schwager | 1964â1976 | Deutschland |
320 | 2 | |
| Ciriaco Sforza | 1993â1995, 1997â2000, 2002â2006 |
Schweiz |
199 | 20 | Deutscher Meister 1998, A-Nationalspieler |
| Wolfgang Wolf | 1978â1988 | |
248 | 11 | kehrte in der Saison 2005/06 als Trainer zurĂŒck |
Der FV Kaiserslautern beschĂ€ftigte 1921 mit dem Ungarn Franz Konya zum ersten Mal einen (Spieler-)Trainer, nachdem der FVK sportlich nicht an die Erfolge vor dem Ersten Weltkrieg anknĂŒpfen konnte. Nachdem sich die sportliche Situation allerdings nicht wie gewĂŒnscht verbessert hatte, trennte man sich 1923 wieder. Von 1925 bis 1929 fungierte der ungarische Nationalspieler Alexander Thury als Spielertrainer.[35]
Die Trainer seit der letzten Fusion 1929 waren:[29][30][31][32]
| Name | NationalitÀt | Zeit beim FCK | Vertragsende | |
|---|---|---|---|---|
| Von | Bis | |||
| Otto Schwab | |
1929 | 193? | |
| Hans Werner | |
|||
| Eheberg | 1937 | 1938 | ||
| Karl Berndt | |
1938 | 1944[A 2] | |
| Fritz Walter | |
1945 | 1949 | [A 3] |
| Kuno KrĂŒgel | |
1949 | 30. Juni 1950 | Vertrag beendet |
| Richard Schneider | |
1. Juli 1950 | 30. Juni 1961 | Vertrag beendet |
| GĂŒnther Brocker | |
1. Juli 1961 | 27. Februar 1965 | entlassen |
| Werner Liebrich | |
28. Februar 1965 | 30. Juni 1965 | Vertrag beendet |
| Gyula LĂłrĂĄnt | |
1. Juli 1965 | 30. Juni 1967 | Vertrag beendet |
| Otto Knefler | |
1. Juli 1967 | 4. MĂ€rz 1968 | entlassen |
| Egon Piechaczek | |
5. MĂ€rz 1968 | 6. Mai 1969 | entlassen |
| Dietrich Weise | |
7. Mai 1969 | 30. Juni 1969 | Vertrag beendet |
| Gyula LĂłrĂĄnt | |
1. Juli 1969 | 9. MĂ€rz 1971 | entlassen |
| Dietrich Weise | |
11. MĂ€rz 1971 | 30. Juni 1973 | Vertrag beendet |
| Erich Ribbeck | |
1. Juli 1973 | 30. Juni 1978 | Vertrag beendet |
| Karl-Heinz Feldkamp | |
1. Juli 1978 | 30. Juni 1982 | Vertrag beendet |
| Rudolf Kröner | |
1. Juli 1982 | 21. MĂ€rz 1983 | entlassen |
| Ernst Diehl | |
22. MĂ€rz 1983 | 30. Juni 1983 | Interimstrainer |
| Dietrich Weise | |
1. Juli 1983 | 26. Oktober 1983 | entlassen |
| Ernst Diehl | |
27. Oktober 1983 | 1. November 1983 | Interimstrainer |
| Manfred Krafft | |
2. November 1983 | 30. Juni 1985 | Vertrag beendet |
| Hannes Bongartz | |
1. Juli 1985 | 11. November 1987 | entlassen |
| Josef Stabel | |
12. November 1987 | 30. Juni 1989 | Vertrag beendet |
| Gerd Roggensack | |
1. Juli 1989 | 25. Februar 1990 | entlassen |
| Karl-Heinz Feldkamp | |
28. Februar 1990 | 30. Juni 1992 | Vertrag beendet |
| Rainer Zobel | |
1. Juli 1992 | 7. Juni 1993 | entlassen |
| Friedel Rausch | |
1. Juli 1993 | 23. MĂ€rz 1996 | entlassen |
| Eckhard Krautzun | |
27. MĂ€rz 1996 | 19. Juli 1996 | entlassen |
| Otto Rehhagel | |
19. Juli 1996 | 1. Oktober 2000 | RĂŒcktritt |
| Andreas Brehme | |
2. Oktober 2000 | 25. August 2002 | entlassen |
| Karl-Heinz Emig | |
26. August 2002 | 3. September 2002 | Interimstrainer |
| Eric Gerets | |
4. September 2002 | 2. Februar 2004 | entlassen |
| Kurt Jara | |
3. Februar 2004 | 6. April 2005 | entlassen |
| Hans Werner Moser | |
7. April 2005 | 30. Juni 2005 | Interimstrainer |
| Michael Henke | |
1. Juli 2005 | 19. November 2005 | entlassen |
| Wolfgang Wolf | |
21. November 2005 | 11. April 2007 | entlassen |
| Wolfgang Funkel | |
11. April 2007 | 27. Juni 2007 | Interimstrainer |
| Kjetil Rekdal | |
28. Juni 2007 | 9. Februar 2008 | entlassen |
| Alois Schwartz | |
9. Februar 2008 | 12. Februar 2008 | Interimstrainer |
| Milan Ć aĆĄiÄ | |
13. Februar 2008 | 4. Mai 2009 | entlassen |
| Alois Schwartz | |
4. Mai 2009 | 17. Juni 2009 | Interimstrainer |
| Marco Kurz | |
18. Juni 2009 | ||
Bevor 1920 der Sportplatz am Betzenberg (das heutige Fritz-Walter-Stadion) eröffnet wurde, spielten der FV Kaiserslautern und seine VorgÀngervereine auf verschiedenen PlÀtzen.
Das SpielgelĂ€nde âIm LĂ€ndelâ an der FriedenstraĂe war bis 1902 der Spielort des FC 1900. AnschlieĂend zog man auf den Sportplatz am Waldschlösschen um, der ebenfalls vom FC Bavaria 1902 genutzt wurde. Der FC Palatia 1901 spielte auf dem Sportplatz EselsfĂŒrth. 1909 erfolgte die Fusion der drei Vereine zum FV Kaiserslautern. 1915 musste der FVK sein PachtverhĂ€ltnis fĂŒr das GelĂ€nde am Waldschlösschen wegen fehlender Einnahmen kĂŒndigen, 1919 lief der Pachtvertrag des Sportplatz EselsfĂŒrth aus. AnschlieĂend suchte der Verein nach einem neuen GelĂ€nde und entschied, auf dem Betzenberg ein neues SportgelĂ€nde zu errichten.[36]
Am 13. Mai 1920 wurde der Sportplatz am Betzenberg eröffnet und seitdem immer wieder renoviert, umgebaut und erweitert. 1985 wurde das bisherige âBetzenbergstadionâ in âFritz-Walter-Stadionâ, nach dem wohl bekanntesten FCK-Spieler und Weltmeister von 1954, umbenannt. Der âBetzeâ, wie das Stadion nach wie vor im Volksmund genannt wird, hat heute eine KapazitĂ€t von 49.780 Zuschauern.
Mehrmals musste der FCK in das SĂŒdweststadion in Ludwigshafen ausweichen: Bis in die fĂŒnfziger Jahre trug der FCK die Heimspiele in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Ludwigshafen aus, weil das Betzenbergstadion zu klein war. Am 18. November 1972 (die 60.000 Zuschauer in diesem Spiel gegen den FC Bayern MĂŒnchen sind bis heute der Heimspiel-Rekord des FCK in der Bundesliga) und zu Beginn der Saison 1978/79 (zwei Heimspiele) wich der FCK jeweils aufgrund von Umbauarbeiten auf dem heimischen Betzenberg ins SĂŒdweststadion aus.[36]
Stadionsprecher bei den Bundesligaspielen des FCK ist seit 1994, mit einer kurzen Unterbrechung, Horst Schömbs. Sein VorgÀnger Udo Scholz war ebenfalls lange Jahre in dieser Funktion tÀtig.
Nachdem der Zuschauerschnitt seit dem seinerzeitigen Rekord aus der Saison 1998/99 mit durchschnittlich 41.010 Besuchern rĂŒcklĂ€ufig war, kommen seit 2008 wieder mehr Menschen ins Fritz-Walter-Stadion. So erreichte der FCK in der Saison 2008/09 mit 34.411 Besuchern pro Spiel den höchsten Zuschauerschnitt aller europĂ€ischen Zweitligisten.[37] In der ersten Bundesligasaison nach vier Jahren Zweitklassigkeit kamen durchschnittlich 46.392 Zuschauer pro Spiel,[38] was einen neuen vereinsinternen Rekord darstellt.[39]
Zudem stellten die FCK-Fans in der Saison 1990/91 einen weiteren Zuschauerrekord auf: Im entscheidenden Spiel um die Deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag waren etwa 40.000 GĂ€stefans im MĂŒngersdorfer Stadion zugegen â die Roten Teufel gewannen mit 6:2.[40]
Die FCK-Fans sind in 387 Fanclubs (Stand: November 2011)[3] weltweit organisiert. Der erste offizielle und heute noch bestehende Fan-Club Nomborn wurde am 9. Juni 1969 gegrĂŒndet.[41] Bereits beim Start der Bundesliga 1963 hatte es zwar schon Fan-Clubs gegeben, doch diese wurden noch nicht vom Verein offiziell registriert. Im MĂ€rz 1977 gab es unter dem neuen FCK-PrĂ€sidenten JĂŒrgen Friedrich die erste Fan-Club-Veranstaltung, an der Vertreter aus 44 Fan-Clubs teilnahmen. Ab diesem Zeitpunkt fanden solche Veranstaltung regelmĂ€Ăig statt.[42] Das bekannteste Online-Fanzine des Vereins ist der-betze-brennt.de.
Die fanatischsten AnhĂ€nger stehen in der Westkurve, die durch jene lautstarken Fans bundesweit Bekanntheit erlangte. Die AtmosphĂ€re auf dem Betzenberg galt schon immer als sehr hitzig. Schon in den Anfangszeiten der Bundesliga wurde das PfĂ€lzer Publikum als das ruppigste der Liga bezeichnet,[43] doch auch und vor allem in Puncto LautstĂ€rke hatte der Betzenberg lange eine Vorreiterrolle inne. Nachdem der FCK im UEFA-Pokal 1982 Real Madrid mit 5:0 besiegt hatte, konnte sich Reals Trainer Vujadin Boskov beispielsweise nicht erinnern, âeinmal eine solch stimmgewaltige Kulisse erlebt zu haben.â[44] Im Zuge der allgemeinen VerĂ€nderung der Stimmung in den Stadien hebt sich jene auf dem Betzenberg heute nicht mehr in diesem MaĂe von anderen Fanszenen ab.
Wie bei allen Vereinen im deutschen ProfifuĂball gibt es beim FCK UltrĂ -Gruppierungen. Mitte der 1990er Jahre gab es zunĂ€chst kleinere ultraorientierte Gruppen, deren Mitglieder und andere Fans sich 1998 zur âGeneration Luziferâ zusammenschlossen. Die âGLâ ist bis heute die gröĂte UltrĂ -Gruppierung des FCK mit ĂŒber 500 Mitgliedern. Weitere, heute bedeutende Gruppen sind: âFrenetic Youthâ, âPfalz Infernoâ und die âDevil Corpsâ.[45]
Prominente FCK-Fans oder zumindest Sympathisanten sind unter anderem der rheinland-pfÀlzische MinisterprÀsident Kurt Beck, der ehemalige PrÀsident der USA, Bill Clinton, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Kommentator Marcel Reif, Fernsehkoch Johann Lafer und Moderator Michel Friedman.[46]
Die verschiedenen Fangruppen des 1. FC Kaiserslautern pflegen mehrere Freundschaften. Eine langjĂ€hrige Freundschaft bestand zu den Fans von Werder Bremen, welche jedoch in den letzten Jahren so gut wie gar nicht mehr gepflegt wurde.[47] Die Freundschaft mit den Fans des TSV 1860 MĂŒnchen war in den 90er Jahren sehr aktuell, doch auch die IntensitĂ€t dieser Fanfreundschaft nahm dem allgemeinen Trend folgend in den letzten Jahren ab.[47] Ein Teil der FCK-Fans und AnhĂ€nger der MĂŒnchner Löwen versuchten diese Fanfreundschaft zuletzt wieder aufleben zu lassen. So wurde 2007 beim Zweitligaspiel gegen 1860 eine Freundschafts-Choreographie unter dem Titel âTradition verbindetâ in der Westkurve gezeigt.[48] Eine kleinere Fanfreundschaft, die heute nicht mehr existiert, gab es mit der SG Wattenscheid 09.[49] Die Ultragruppierung âGeneration Luziferâ pflegt eine Freundschaft zu den Ultras der âHorda Frenetik 97â vom FC Metz.[50]
Die Fans des FCK haben viele RivalitĂ€ten zu den Fans von Vereinen, welche sich meistens ebenfalls im SĂŒdwesten Deutschlands befinden. LangjĂ€hrige RivalitĂ€ten bestehen vor allem zum SV Waldhof Mannheim[51], dem Karlsruher SC, dem 1. FC SaarbrĂŒcken und zu Eintracht Frankfurt, aufgrund vieler vergangener Derbys. Es ist auch festzustellen, dass der FC Bayern MĂŒnchen unter den FCK-Fans aufgrund der groĂen GegensĂ€tze zum 1. FC Kaiserslautern sehr unbeliebt ist. RivalitĂ€ten zu Eintracht Trier und TuS Koblenz bestehen aufgrund der regionalen NĂ€he, sind jedoch durch seltenes Aufeinandertreffen jĂŒngeren Datums.
In den letzten Jahren hat sich eine groĂe Abneigung zum 1. FSV Mainz 05 entwickelt, da die Mainzer Fanszene bis 2001 sehr klein und nur gering prĂ€sent war, jedoch danach immer mehr Zuwachs bekam, unter anderem durch die Erfolge in der 2. Bundesliga 2002 und 2003 sowie den folgenden Aufstieg 2004. Dies wird als Gegensatz zur Fankultur in der Pfalz angesehen, die sich ĂŒber einen weit lĂ€ngeren Zeitraum entwickelt hat
Des Weiteren ist eine breite Ablehnung gegenĂŒber der TSG 1899 Hoffenheim festzustellen. Diese baut darauf auf, dass die TSG hauptsĂ€chlich durch groĂe finanzielle Zuwendungen ihres MĂ€zen Dietmar Hopp von einem eher unbedeutenden Dorfverein zu einem Bundesligisten wurde. So betrachten die Fans des 1. FC Kaiserslautern diesen Verein als âRetortenclubâ, hinter dem keine wirkliche Vereinstradition stĂŒnde. Auch der steile Aufstieg der letzten 20 Jahre sei im Endeffekt nur âgekauftâ worden.[52]
Traditionell wird vor jedem Heimspiel das âBetze-Liedâ abgespielt. Zudem wird von den Fans vor Anpfiff âYouâll Never Walk Aloneâ gesungen. Das Besondere hierbei ist, dass die Fans den Klassiker unter den FuĂballliedern ohne UnterstĂŒtzung vom Band vortragen.
Der erste bekannte Hauptsponsor, Opel, war noch nicht auf den Trikots zu sehen. Die Firma Campari war der erste Hauptsponsor, der mit einem Schriftzug auf dem Trikot warb.
Die Amateure des 1. FC Kaiserslautern (seit 2005 offiziell â1. FC Kaiserslautern IIâ) spielten von 1957 bis 1992 mit einem Jahr Unterbrechung (1982/83) in der jeweils höchsten Amateurspielklasse (bis 1978 1. Amateurliga SĂŒdwest, 1978 bis 1994 Oberliga SĂŒdwest). Nach dem Abstieg 1992 in die Verbandsliga SĂŒdwest und dem Aufstieg 1994 in die inzwischen nur noch viertklassige Oberliga SĂŒdwest pendelten die âKleinen Teufelâ seitdem zwischen der 1994 eingefĂŒhrten Regionalliga und der Oberliga.
Seit 2008 treten sie in der Regionalliga West an. Geleitet wird das Team von Alois Schwartz, der im Januar 2007 das Amt des Trainers ĂŒbernahm. Als Co-Trainer fungiert Marco Grimm.
|
|
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||||||||
Die âKleinen Teufelâ trugen bis 2008 ihre Heimspiele auf dem neben dem Fritz-Walter-Stadion gelegenen Betzenberg Platz 4 aus. Er bietet Platz fĂŒr 3.000 Zuschauer. Seit der Saison 2008/09 trĂ€gt die Mannschaft aufgrund von DFB-Richtlinien ihre Heimspiele in der Regel im Fritz-Walter-Stadion aus.
Die Trainer des 1. FC Kaiserslautern II seit 1980
| Name | Nat. | Zeit beim FCK | Anmerkung | |
|---|---|---|---|---|
| Von | Bis | |||
| Josef Stabel | |
1980 | 1981 | |
| Mathias Volk | |
1981 | 1981 | |
| Reinhard Meier | |
1981 | 1987 | |
| Josef Stabel | |
Juli 1987 | November 1987 | |
| Thomas Schmidt | |
November 1987 | 1989 | |
| Reiner Hollmann | |
1989 | Februar 1990 | |
| Reinhard Meier | |
1990 | 1990 | |
| Dietmar Schwager | |
1990 | 1991 | |
| Werner Melzer | |
Dezember 1991 | Juni 1997 | |
| Stefan Majewski | |
Juli 1997 | Mai 1999 | |
| Michael Dusek | |
Juli 1999 | September 2001 | |
| Uwe Stöver | |
September 2001 | September 2003 | |
| Hans-Werner Moser | |
September 2003 | April 2005 | Interimstrainer der Profis April bis Juni 2005 |
| Uwe Stöver | |
April 2005 | Juni 2005 | Interimstrainer |
| Hans-Werner Moser | |
Juli 2005 | August 2006 | |
| Kosta Runjaic | |
August 2006 | August 2006 | Interimstrainer |
| Alois Reinhardt | |
August 2006 | Oktober 2006 | |
| Olaf Marschall | |
Oktober 2006 | Dezember 2006 | Interimstrainer |
| Alois Schwartz | |
Januar 2007 | Mai 2009 | Interimstrainer der Profis Mai bis Juni 2009 |
| Frank Lelle | |
Mai 2009 | Juni 2009 | Interimstrainer |
| Alois Schwartz | |
Juli 2009 | ||
Die A-Jugend des Vereins spielt in der U-19-Bundesliga, die B-Jugend nach dem Abstieg 2011 in der Regionalliga SĂŒdwest. In der Saison 2011/12 betreut Gunther Metz die U19 und Stefan Meissner die U17-Mannschaft.
Ernst Diehl war ĂŒber Jahre hinweg fĂŒr die Jugend des FCK verantwortlich. ZunĂ€chst war er 16 Jahre lang Chefjugendtrainer und ab 1994 Jugendkoordinator.[53] Ihren ersten groĂen Erfolg hatte die Jugendabteilung mit dem Gewinn der B-Jugend-Meisterschaft 1983. Einige Spieler gehörten ein Jahr spĂ€ter auch der A-Jugend-Mannschaft des FCK an, die im Finale um die Meisterschaft dem VfB Stuttgart mit 1:3 unterlag. 1991 erreichte das Team von Trainer Ernst Diehl erneut das Finale und unterlag erneut dem VfB Stuttgart. 1992 gewann die A-Jugend schlieĂlich ihre erste Meisterschaft (5:1-Sieg im Finale gegen den 1. FC Köln). Den bislang letzten Titelgewinn der beiden Ă€ltesten Jugendmannschaften gab es 2003 mit dem Gewinn des DFB-Junioren-Vereinspokals 2003. Trainer des Teams, dem unter anderem TorhĂŒter Florian Fromlowitz angehörte, war der ehemalige FCK-KapitĂ€n Michael Dusek. 2011 kam die U-19-Mannschaft durch die Meisterschaft in der U-19-Bundesliga Staffel SĂŒdwest in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, in der der FCK bis ins Endspiel vordrang und dort dem VfL Wolfsburg mit 2:4 unterlag.
Zentrum der FCK-Nachwuchsarbeit ist der Sportpark âRote Teufelâ auf dem Fröhnerhof, der im August 2000 eingeweiht wurde.[54] 2003 wurde er wegen Finanzproblemen des Vereins zusammen mit dem Fritz-Walter-Stadion an die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH verkauft.
Neben dem FuĂball gibt es im Verein noch die Abteilungen Basketball, Rollstuhlbasketball, Boxen, Handball, Hockey, Leichtathletik, Triathlon und Running.
Die Basketball-Abteilung des Vereins wurde 1952 gegrĂŒndet[55] und spielte zuletzt in der zweiten Bundesliga, bis sie 2007 als Kaiserslautern Braves ausgegliedert wurde. Die verbleibenden Basketballer des 1. FC Kaiserslautern, die Kaiserslautern Baskets spielen seit der Saison 2007/08 in der Landesliga Rheinhessen-Pfalz.
Eine Boxabteilung gab es bereits beim FV Kaiserslautern. Einen gröĂeren Erfolg konnte sie verzeichnen, als der FVK-Boxer Ludwig Werle 1923 âGaumeister aller Klassenâ wurde.[56]
Aus den Reihen der Boxabteilung des 1. FCK gewann Emil Schulz bei den Olympischen Spielen von Tokyo eine Silbermedaille, Reiner Gies bei den Olympischen Spielen in Seoul eine Bronzemedaille.
Vor seinem Wechsel ins Profi-Lager boxte auch Karl Mildenberger, der 1966 als Herausforderer von Schwergewichts-Weltmeister Muhammad Ali antrat, fĂŒr die Boxabteilung des 1. FCK.
Im FrĂŒhjahr 1921 grĂŒndete der FV Kaiserslautern eine Handballabteilung,[57] die 1925 die Pfalzpokal-Meisterschaft gewann.[58]
Die aktuellen FCK-Handballer treten in der Saison 2011/12 in der Verbandsliga an.
Die Hockeyabteilung entstand durch den Ăbertritt der Hockeyspieler des Sportvereins 1910 am 19. September 1913. Zurzeit gibt es keine am Spielbetrieb gemeldeten Erwachsenenmannschaften, aber das Bestreben aus den bestehenden Jugendmannschaften heraus solche wieder aufzubauen.
In diesen drei Abteilungen kann der Verein groĂe Erfolge fĂŒr sich verbuchen. So war der Triathlet Georg Anstett (inzwischen PSV Pirmasens) Europameister der Altersklasse M35 im Ironman und startete auch beim Ironman Hawaii. In der Leichtathletik/Running stellt der 1. FCK ebenfalls Europameister (Staffel Sprint Senioren) und Deutsche Meister (Mittelstrecke Junioren, Seniorinnen Langstrecke), zahlreiche Landesmeister sowie Weltmeistertitel bei den Medigames.
| FCK Rolling Devils | |
|---|---|
| GrĂŒndungsjahr | 2010 |
| Vereinsfarben | Rot / Schwarz |
| Liga | 2. Bundesliga SĂŒd |
| SpielstÀtte | Sporthalle der Technischen UniversitÀt Kaiserslautern |
| Internetseite | www.rollingdevils.de |
Am 18. Februar 2010 wurden die FCK Rolling Devils gegrĂŒndet, die erste Rollstuhlbasketballmannschaft in Kaiserslautern. In ihrer ersten Saison spielte die Mannschaft in der Regionalliga Mitte 2010/2011, errang dort den Pokal sowie die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Im DRS-Pokal erreichte das Team das Viertelfinale. In der Saison 2011/2012 spielen die Rolling Devils in der 2. Bundesliga SĂŒd.[59] Die zur Saison 2011/2012 neu gegrĂŒndete zweite Mannschaft spielt in der Oberliga Mitte.[60] Die Heimspiele werden in der Sporthalle der Technischen UniversitĂ€t Kaiserslautern (ca. 600 PlĂ€tze) ausgetragen.[61]
Nachdem am 25. April 1970 vor einem Bundesligaspiel das erste Frauenspiel auf dem Betzenberg stattfand (ASV Landau gegen die Datschiburger Kickers), was von 20.000 Zuschauern verfolgt wurde, grĂŒndete der FCK eine FrauenfuĂballabteilung. Der Verein setzte sich dabei ĂŒber ein Verbot hinweg, da seitens des DFB FrauenfuĂball offiziell noch nicht erlaubt war.[62] Am 14. Juli 1970 bestritt die Mannschaft ihr erstes Spiel (6:0 gegen Otterberg).[63] Der gröĂte Erfolg der FCK-Spielerinnen war in der Saison 1983/84 das Erreichen des Viertelfinales des DFB-Pokals. Mit Margret Kratz hatte der FCK auch eine Nationalspielerin in seinen Reihen (zwei Spiele 1985).[64] 1986 wurde Abteilung unter PrĂ€sident JĂŒrgen Friedrich wieder aufgelöst.
Im April 2011 startete der FCK eine Kooperation mit dem Zweitligisten 1. FFC 08 Niederkirchen, um Erfahrungswerte zu sammeln, da langfristig beim FCK wieder eine FrauenfuĂballmannschaft aufgebaut werden soll.[65]
Im August 1919 schloss sich die Tennisgesellschaft dem FV Kaiserslautern an, da beim Neubau des Sportparks Betzenberg auch TennisplÀtze angelegt wurden.[57] 1925 trennte sich ein Teil der Abteilung wieder, da die PlÀtze auf dem Betzenberg inzwischen MÀngel aufwiesen.[58]
FC Augsburg | Hertha BSC Berlin | Werder Bremen | Borussia Dortmund | SC Freiburg | Hamburger SV | Hannover 96 | TSG 1899 Hoffenheim | 1. FC Kaiserslautern | 1. FC Köln | Bayer 04 Leverkusen | 1. FSV Mainz 05 | Borussia Mönchengladbach | FC Bayern MĂŒnchen | 1. FC NĂŒrnberg | FC Schalke 04 | VfB Stuttgart | VfL Wolfsburg
VfL Bochum II | Borussia Dortmund II | Fortuna DĂŒsseldorf II | SV Elversberg | Rot-Weiss Essen | SC 07 Idar-Oberstein | 1. FC Kaiserslautern II | TuS Koblenz | 1. FC Köln II | SC Fortuna Köln | Bayer 04 Leverkusen II | Sportfreunde Lotte | 1. FSV Mainz 05 II | Borussia Mönchengladbach II | FC Schalke 04 II | Eintracht Trier | SC Verl | SC WiedenbrĂŒck 2000 | Wuppertaler SV Borussia