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1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05
Vereinswappen des 1. FSV Mainz 05
Voller Name 1. Fußball- und Sportverein
Mainz 05 e. V.
Ort Mainz, Rheinland-Pfalz
GegrĂŒndet 16. MĂ€rz 1905
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Coface Arena
PlÀtze 34.034
PrÀsident Harald Strutz
Vorstand Friedhelm Andres
Hubert Friedrich
Andreas Krafft
Manfred Thöne
Trainer Thomas Tuchel
Homepage www.mainz05.de
Liga Fußball-Bundesliga
2010/11 5. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
AuswÀrts

Der 1. Fußball- und Sportverein Mainz 05 e. V. (kurz 1. FSV Mainz 05) ist ein 1905 gegrĂŒndeter Sportverein aus Mainz. Neben der Fußballabteilung, deren erste Mannschaft seit der Saison 2009/10 wieder in der Fußball-Bundesliga antritt, besitzt der 1. FSV Mainz 05 noch eine Handball- und eine Tischtennisabteilung. Diese spielen jedoch im Gegensatz zu der Fußballabteilung nur eine untergeordnete Rolle. Der gesamte Verein hat 13.300 Mitglieder. (Stand: 27.November 2011)[1]

Zu den grĂ¶ĂŸten sportlichen Erfolgen der Fußballabteilung zĂ€hlen die Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse zwischen 2004 und 2007 sowie seit 2009, die Teilnahme am UEFA-Cup in der Saison 2005/06 sowie das Erreichen des Halbfinals im DFB-Pokal in der Spielzeit 2008/09.

Die GeschĂ€ftsrĂ€ume befinden sich im Mainzer Stadtteil Hartenberg-MĂŒnchfeld sĂŒdwestlich der Innenstadt. Die Coface Arena befindet sich im Nachbarort Mainz-Bretzenheim. Zur Wahrung der wirtschaftlichen und damit auch sportlichen KonkurrenzfĂ€higkeit des Vereins baute die GrundstĂŒcksverwaltungsgesellschaft (GVG) der Stadt Mainz ab dem 5. Mai 2009 in Mainz-Bretzenheim die 34.034 Zuschauer fassende Coface Arena, welche der Verein pachtet.[2] Das neue Stadion wurde am 3. Juli 2011 eingeweiht und wird seit der Saison 2011/12 fĂŒr die Heimspiele der ersten Mannschaft genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1905–1919: Entstehung und frĂŒhe Jahre

Der frĂŒheste VorgĂ€ngerklub des heutigen 1. FSV Mainz 05 entstand im MĂ€rz 1905 im heute nicht mehr bestehenden CafĂ© Neuf nahe der heutigen Großen Langgasse in der Mainzer Innenstadt. Das genaue GrĂŒndungsdatum ist umstritten; wĂ€hrend Nachkriegsquellen den 16. MĂ€rz nennen, ist in den Festschriften zum 20. und 25. VereinsjubilĂ€um vom 27. MĂ€rz die Rede. Im Sommer 1905 – der exakte Termin ist nicht ĂŒberliefert â€“ trat der noch namenlose Verein zu seinem ersten Spiel an. Gegen den im selben Jahr gegrĂŒndeten FC Germania Gustavsburg gewannen die Mainzer 5:3 (100 Jahre spĂ€ter war ein erneutes Aufeinandertreffen der beiden Vereine Teil der JubilĂ€umsfeierlichkeiten; die 05er, mittlerweile Bundesligist, gewannen 14:0). Wenig spĂ€ter bekam das „wilde Gebilde“, wie die GrĂŒnder ihren Verein anfangs nannten, einen Namen: 1. Mainzer Fußballclub „Hassia“ 05. Unter diesem Namen bestritt der Verein seine ersten datierten Spiele: Am 13. August verloren die Mainzer gegen eine Mannschaft aus Biebrich, wahrscheinlich mangels exakter Regelkenntnisse 1:2 durch eine frĂŒhe Form des Golden Goal[3], 14 Tage spĂ€ter 0:1 gegen den Mainzer Fußball-Club 1904. Die 04er waren der Ă€lteste reine Fußballverein der Stadt und hinter dem heute noch bestehenden Mainzer Vorortklub FVgg Mombach 03 der zweitĂ€lteste Fußballverein Rheinhessens, lösten sich aber schon nach wenigen Jahren wieder auf.

Zum Ersten Vorsitzenden wurde im Oktober 1905 auf einer „außerordentlichen Generalversammlung“ der 17-jĂ€hrige Eugen Salomon gewĂ€hlt, der zum 24. Juni 1906 den Eintritt in den Verband SĂŒddeutscher Fußball-Vereine erwirkte. Zuvor waren die Fußballer nur unregelmĂ€ĂŸig gegen andere unorganisierte Vereine angetreten. Am 7. Oktober 1906 bestritten die 05er ihr erstes Pflichtspiel. In der Klasse B blieb Hassia in der Hinrunde ohne Punktverlust, fiel aber in der RĂŒckrunde ins Mittelfeld zurĂŒck. Fußball spielten die aktiven Sportler in den ersten Jahren nur im FrĂŒhjahr und Herbst. Der Sommer war der Leichtathletik vorbehalten.

Ein Meilenstein fĂŒr den Verein war das Gastspiel des fĂŒnfmaligen Westkreismeisters FC Pfalz 03 Ludwigshafen am 25. Dezember 1909. Mittlerweile spielte man nicht mehr auf dem provisorischen Platz am Gautor, sondern in der Mainzer Radrennbahn am heutigen Fichteplatz. Diese erste Partie gegen eine damalige „Spitzenmannschaft“ ging zwar trotz einer frĂŒhen FĂŒhrung mit 2:5 verloren, aber der Mainzer Anzeiger druckte anlĂ€sslich dieser Begegnung im Verlauf mehrerer Wochen nicht nur das Fußball-Regelwerk, sondern auch eine Beschreibung der verschiedenen Mannschaftspositionen und erstmals die Namen der Spieler ab. Die noch junge Sportart und der Klub selbst erlebten daraufhin einen PopularitĂ€tsschub, der sich in der ersten vierstellige Zuschauerzahl am Ostersonntag 1910 ausdrĂŒckte. Rund 1.200 Zuschauer sahen den 6:2-Sieg gegen die im MilitĂ€rfußball sehr erfolgreiche Besatzung des Kreuzers SMS Gneisenau – finanziell profitierte der Verein jedoch nicht davon, da der Kassierer die Einnahmen veruntreute. SpĂ€ter im selben Jahr bekamen die 05er auf einem von der Preußisch-Hessischen Eisenbahn gepachteten GrundstĂŒck an der Hattenbergstraße ihren ersten eigenen Sportplatz mit TribĂŒne und Umkleidekabinen. Die Anlage wurde mit einer 1:5-Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers eingeweiht.

Am 16. August 1912 fusionierte die „Hassia“ mit dem Mainzer Fußballclub „Hermania“ 1907 anlĂ€sslich einer gemeinsamen Generalversammlung, die erneut im CafĂ© Neuf stattfand. Die „Hermania“ war seit 1907 ein Lokalrivale gewesen und hatte sich aus Aktiven der vormaligen Fußballabteilung des heute noch existierenden Mainzer TV 1817 zusammengesetzt. Der 1. FC Hassia-Hermania 05, der wenig spĂ€ter zum 1. Fußballverein Mainz 05 umbenannt wurde, bestritt sein letztes Spiel vor dem Ersten Weltkrieg am Ostersonntag 1914, das mit einem 3:1-Erfolg gegen die Auswahl des Kreuzers SMS Mainz endete. Gegen Kriegsende bildete der 1. Fußballverein Mainz 05 eine Kriegsspielgemeinschaft mit dem Sportverein 08 Mainz und auch nach dem Ende der Kampfhandlungen blieb die Verbindung erhalten, wodurch der 1. Mainzer Fußball- und Sportverein 05 entstand.

1919–1933: Bezirksliga Hessen

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1919/20 09 (10) 00000 12–24
1920/21 01 (10)
03 (03)
43:18, 26–10
05:08, 02–06*
1921/22 03 (08) 36:07, 19–09
1922/23 06 (08) 16:16, 12–16
1925/26 02 (08) 37:26, 21–07
1926/27 01 (10)
06 (06)
51:28, 26–10
13:37, 05–15*
1927/28 02 (10)
02 (08)
46:28, 24–12
38:25, 17–11**
1928/29 02 (09)
04 (08)
46:16, 24–08
32:35, 14–14**
1929/30 04 (08) 29:32, 14–14
1930/31 04 (08) 27:28, 13–15
1931/32 01 (10)
08 (08)
68:25, 29–07
20:35, 09–19*
005.143
1932/33 01 (10)
07 (08)
57:20, 31–05
35:38, 08–20*
004.607
* SĂŒddeutsche Meisterschaftsendrunde
** Trostrunde der Liga-Vizemeister
Flugblatt zum zweiten Spiel gegen Vasas

Erster Höhepunkt im Vereinsleben des jungen Fußball- und Sportvereins waren die beiden internationalen Freundschaftsspiele gegen Vasas Budapest im Juni 1920. Die 05er gewannen das von einer intensiven Werbekampagne begleitete erste Duell mit 1:0 (die einzige Niederlage der Ungarn bei ihrer Deutschland-Tournee) und blieben auch drei Tage spĂ€ter in der Revanchebegegnung beim 0:0 ohne Niederlage. Diese Spiele markierten den Beginn der ersten „großen Ära“ von Mainz 05, die durch die GrĂŒndung eines einheitlichen Ligasystems nach dem Ersten Weltkrieg ermöglicht wurde. Nachdem sie sich im ersten Jahr nur knapp in der neuen Bezirksliga gehalten hatten, bildeten die unter anderem mit den GebrĂŒdern Freitag und dem Ex-Nationalverteidiger Kurt Diemer aus Berlin sowie dem RĂŒckkehrer Hugo Ries verstĂ€rkten Mainzer in dieser Phase bald eine regionale Spitzenmannschaft, die ĂŒberregional allerdings stets chancenlos war. In den Spielzeiten 1920/21, 1931/32 und 1932/33 gewannen die Mainzer jeweils die Hessenmeisterschaft, 1926/27 (aufgrund einer vorĂŒbergehenden Staffelneuordnung) den Titel im Bezirk Rheinhessen-Saar, was jeweils zur Teilnahme an der SĂŒddeutschen Meisterrunde berechtigte.

„GrĂ¶ĂŸter Tag der Mainzer Sportgeschichte“[4] nannte der Mainzer Anzeiger den 22. November 1925, an dem die eben erst von einem zweijĂ€hrigen Absturz in die Zweitklassigkeit zurĂŒckgekehrten 05er beim spĂ€teren Rheinhessen-Saar-Meister FV 03 SaarbrĂŒcken mit 1:0 siegten. Am Ende jener Saison verpasste der Aufsteiger die Meisterschaft um nur einen Punkt. BerĂŒhmt wurde in der folgenden Saison am 20. MĂ€rz 1927 das Spiel in der SĂŒddeutschen Meisterrunde gegen den 1. FC NĂŒrnberg, dem erfolgreichsten deutschen Fußballverein der 1920er-Jahre. Die Mainzer trotzten hier vor 12.000 Zuschauern dem spĂ€teren Deutschen Meister, der mit den „Idolen“ Hans Kalb und Heinrich Stuhlfauth sowie acht weiteren Nationalspielern angetreten war, ein 3:3 ab, nachdem sie zur Halbzeit durch Tore von Georg Kaiser (2) und Paul Lipponer sogar 3:1 gefĂŒhrt hatten.

In diese Phase fĂ€llt auch der Bau des Sportplatzes am Fort Bingen (rund 500 Meter sĂŒdlich des Stadions am Bruchweg auf dem heutigen UniversitĂ€tsgelĂ€nde). Der Platz wurde 1920 als erste vereinseigene Kampfbahn eröffnet, aber nur 17 Jahre spĂ€ter enteignet und abgerissen.

Elf der Ära Kriterien

Hans Lautner – Draisbach, Otto Freitag – Clemens WeilbĂ€cher, Willi Freitag, Karl Kast – Heinrich Decker, Jakob Schneider, Paul Lipponer, Karl Scherm, Georg Kaiser. Trainer: Paul Oßwald

1933–1945: Mainz 05 wĂ€hrend des Dritten Reichs

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1933/34* 11 (12) 44:53, 19–25 003.864
1934/35 02 (12) 75:32, 35–09 002.876
1935/36 03 (12) 44:37, 23–21
1936/37 09 (12) 28:50, 17–27
1937/38 09 (10) 34:37, 14–22
1938/39 06 (13) 49:47, 24–24
1939/40
1940/41
1941/42 05 (10) 45:44, 18–18
* in der Gauliga

Aufgrund der Erfolge in den frĂŒhen 1930ern waren die Mainzer fĂŒr die erste Saison in der 1933 gegrĂŒndeten Gauliga SĂŒdwest qualifiziert. Wie bereits in den Meisterrunden der Vorjahre war die Mannschaft auch in dieser sportlich anspruchsvollen Liga ĂŒberfordert und stieg bereits im ersten Jahr als Tabellenvorletzter ab. Dabei beendeten sie die Saison mehrere Wochen vor dem Rest der Liga und mussten die direkten Konkurrenten, die in ihren verbleibenden Spielen punkteten, ohne Gegenwehr vorbeiziehen lassen. Ein zusĂ€tzliches Handicap bedeuteten die AusfĂ€lle der TorhĂŒter Lautner und Ewald Hahndorf zu Saisonbeginn, durch die die 05er die ersten fĂŒnf Partien mit Feldspieler Schildge im Tor bestreiten mussten. 1935 verpassten die lange auf dem ersten Tabellenplatz stehenden 05er den Wiederaufstieg, als im direkten Duell der SC Opel RĂŒsselsheim am vorletzten Spieltag vorbeizog. Als entscheidendes Hindernis hatte sich hier die Verletzung von TorjĂ€ger und Ex-Waldhöfer Heinrich Decker herausgestellt, der in den 20 Begegnungen zuvor 28 Mal getroffen hatte.

Sowohl Deckers langer Ausfall als auch die ĂŒberdurchschnittliche Anzahl von Unentschieden sorgten in der Saison 1935/36 frĂŒh fĂŒr einen großen Abstand zur Spitzengruppe. Nach einer weiteren enttĂ€uschenden Spielzeit 1936/37 – besonders auf fremden PlĂ€tzen – versuchte der Verein, eine neue Aufbruchstimmung zu erzeugen, die aber durch den Verlust des Stadions, das 1937 einer Flakkaserne weichen musste, verpuffte. Im ersten Jahr ohne eigenen Sportplatz stiegen die so enteigneten 05er als Vorletzter sportlich aus der Bezirksklasse ab, durften aber durch die Aufstockung der Liga von 10 auf 13 Vereine weiter zweitklassig bleiben.

Im nationalsozialistischen Deutschland galten die 05er als „Judenverein“, da etliche Vereinsmitglieder, darunter der GrĂŒnder Eugen Salomon und das Vorstandsmitglied Carl Lahnstein jĂŒdischen Glaubens waren. Zwar hatte der Verein eine gemeinsame ErklĂ€rung diverser sĂŒddeutscher Fußballclubs vom 9. April 1933, in der sich die Vereine wohlwollend zur NS-MachtĂŒbernahme Ă€ußerten und sich verpflichteten, die „Entfernung der Juden“ aus dem deutschen Fußball voranzutreiben, nicht unterschrieben, wenngleich die genauen UmstĂ€nde und Motive unklar blieben.[5] Am 10. August 1933 kam es in einer außerordentlichen Generalversammlung dann jedoch durch SatzungsĂ€nderungen zur Gleichschaltung. Eugen Salomon verließ Deutschland noch im selben Jahr.

Im Zuge einer vom nationalsozialistischen Fachamt Fußball verordneten reichsweiten Fusionswelle, die den Zweck hatte, in den StĂ€dten zentrale Großvereine zu schaffen, wurde der FSV 1938 mit einem kleinen Nachbarverein zusammengeschlossen – der Reichsbahn SV Mainz 05 entstand. Vorausgegangen war ein gescheiterter Fusionsversuch, nach dem den 05ern die Spielerlaubnis vorĂŒbergehend entzogen worden war. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs, der stĂ€ndige Neuorganisationen des Ligasystems mit sich brachte, wurde das Kunstprodukt 1943 Meister der zweitklassigen Kreisklasse Mainz. Im Herbst 1944 wurde der Spielbetrieb eingestellt, nach Kriegsende der Verein aufgelöst.

1945–1963: Neubeginn und Oberliga SĂŒdwest

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1946 10 (10) 20:60, 07–29
1946/47 03 (08) 28:19, 16–12
1947/48 08 (14) 36:49, 25–27
1948/49 08 (13) 39:67, 20–28 003.750
1949/50 11 (16) 48:74, 26–34 004.179
1950/51 12 (14) 33:75, 14–38 003.244
1951/52 10 (16) 69:82, 28–32 005.433
1952/53 08 (16) 59:55, 30–30 005.680
1953/54 07 (16) 61:55, 31–29 005.533
1954/55 14 (16) 51:64, 20–40 004.467
1955/56 10 (16) 52:64, 27–33 005.067
1956/57 10 (16) 38:59, 28–32 003.880
1957/58 06 (16) 58:56, 33–27 004.033
1958/59 12 (16) 55:78, 24–36 004.000
1959/60 11 (16) 38:58, 24–36 002.800
1960/61 05 (16) 37:45, 31–29 002.767
1961/62 09 (16) 47:96, 25–35 003.333
1962/63 12 (16) 33:51, 23–37 001.967

Bereits kurz nach Kriegsende wurde in der VereinsgaststĂ€tte Martinsburg am KĂ€strich in der Mainzer Oberstadt die WiedergrĂŒndung des 1. FSV Mainz 05 beschlossen. Am 11. November 1945 genehmigte das französische MilitĂ€rgouvernement die im Oktober noch abgelehnte Wiederaufnahme des organisierten Sports in Mainz. Wenig spĂ€ter wurde der Verein im Wirtshaus Roter Kopf unter der Leitung von Konrad Weil, dem Vorsitzenden des Sportausschusses der letzten Vorkriegsjahre, neu gegrĂŒndet. Bereits an Allerheiligen hatte es das erste Nachkriegsspiel gegeben: 1:1 beim MTV 1817. Im zweiten Spiel siegte die Spitzenmannschaft TuS Neuendorf mit 6:1 an der Zahlbacher Straße, wo die 05er bis Februar 1946 spielten.

Noch im Winter 1945/46 nahm die Oberliga Saarpfalz, der frĂŒheste VorgĂ€nger der Oberliga SĂŒdwest, den Spielbetrieb auf. Die 05er waren GrĂŒndungsmitglied, was angesichts einer 0:15-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern kurz vor Saisonbeginn nicht unumstritten war. „Unter solchen UmstĂ€nden verdient Mainz 05 als der Verein, der in der Vergangenheit am meisten fĂŒr den Mainzer Fußballsport getan hat, den Vorrang. Wir erwarten jetzt nur, dass die 05er alles aufbieten, was zu einer anstĂ€ndigen Haltung in der Oberliga notwendig ist“, forderte der Mainzer Anzeiger wenige Tage nach dem Spiel.[6] Im ersten Ligaspiel nach dem Krieg verloren die Mainzer am 6. Januar 1946 2:4 gegen den spĂ€teren SĂŒdwestmeister 1. FC SaarbrĂŒcken und mit nur zwei Siegen beendeten sie die Saison auf dem letzten Tabellenplatz.

Bereits 1946 wurde der sĂŒdwestdeutsche Fußball reformiert. Die Saarpfalz-Liga wurde wieder eingestellt und durch die 1. Liga SĂŒdwestdeutschland, Gruppe Nord ersetzt. In einer einmonatigen Pokalrunde wurden jeweils zwei Teilnehmer aus den Bezirken Rheinland, Rheinhessen, Pfalz und Saargebiet ermittelt. Die 05er qualifizierten sich mit einem knappen Sieg nach VerlĂ€ngerung gegen den SV Gonsenheim. Am Ende belegten sie den dritten Platz, auch dank eines 3:1-Siegs ĂŒber den FCK an Fastnacht. Die Mainzer etablierten sich fortan in der Oberliga, wo sie jedoch nie eine Hauptrolle spielten. Der Verein nahm zwar an jeder Oberligasaison teil, stand aber auch nur vier Mal (1953, 1954, 1958 und 1961) in der oberen TabellenhĂ€lfte und musste mehrmals lange um den Klassenerhalt fĂŒrchten.

Entscheidend fĂŒr die weitere Entwicklung des Vereins war die Saison 1951/52. Unter der FĂŒhrung von Walter Strutz, der als Nachfolger des tödlich verunglĂŒckten Charly Armbruster den Vereinsvorsitz ĂŒbernommen hatte, konnte sich der Verein finanziell konsolidieren. Gleichzeitig wurde der im Krieg beschĂ€digte Sportplatz am Bruchweg modernisiert und auf ein Fassungsvermögen von 20.000 Zuschauern ausgebaut – eine Zuschauerzahl, die gegen den 1. FC Kaiserslautern fĂŒnf Mal erreicht wurde, unter anderem beim grĂ¶ĂŸten sportlichen Erfolg in der Oberliga, als die 05er am 15. November 1953 vor ausverkauftem Haus den FCK 5:2 besiegten. Werner Sommer, Walter Sonnenberger und dreimal Karl-Heinz Wettig trafen gegen den PfĂ€lzer Serienmeister, der mit vier seiner fĂŒnf spĂ€teren Weltmeister angetreten war.

Dennoch wĂ€ren die 05er im JubilĂ€umsjahr 1955 beinahe abgestiegen: Am Saisonende mussten sie beim Vorjahresdritten TuS Neuendorf oder gegen den spĂ€teren SĂŒdwest-Vizemeister Wormatia Worms punkten. Trotz des frĂŒhen 0:2-RĂŒckstands gewannen die Mainzer die entscheidenden Punkte durch ein 3:2 in Neuendorf, was trotz einer deftigen 3:8-Niederlage gegen Worms im Anschluss fĂŒr Platz 14 genĂŒgte. Kurz nach Saisonende trat der englische Pokalfinalist Manchester City mit dem deutschen TorhĂŒter Bert Trautmann am Bruchweg zum JubilĂ€umsspiel an, das die Mainzer vor 10.000 Zuschauern mit 2:1 gewannen. Sogar rund 30.000 Zuschauer sahen am 6. November 1955 den 2:1-Sieg beim SV Saar 05 SaarbrĂŒcken. Dieser Rekordbesuch hatte allerdings wenig mit dem Spiel der 05er zu tun – es war nur die „OuvertĂŒre“ zum Spitzenspiel zwischen dem 1. FC SaarbrĂŒcken und dem FCK.

Die folgenden Jahre verliefen fĂŒr die 05er meist unspektakulĂ€r. Lediglich 1962 qualifizierten sie sich erstmals fĂŒr den DFB-Pokal, wo sie in der ersten Runde dem 1. FC Köln 0:5 unterlagen.

Elf der Ära Kriterien

Otto Schedler – Josef Amadori, Alfred Höfer – Hermann Ronde, Erich Reith, Norbert Liebeck – Bernhard Christ, Lothar Buchmann, Horst Lebefromm, Josef Meinhardt, Karl-Heinz Wettig. Trainer: Heinz Baas.

1963–1976: Regionalliga SĂŒdwest, 2. Bundesliga SĂŒd

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1963/64 04 (20) 82:57, 47–29 002.632
1964/65 11 (18) 55:64, 28–40 002.171
1965/66 03 (16) 66:39, 38–22 002.687
1966/67 04 (16) 50:35, 39–21 002.705
1967/68 04 (16) 57:32, 38–22 003.787
1968/69 13 (16) 40:58, 23–37 001.867
1969/70 12 (16) 37:58, 25–35 001.667
1970/71 07 (16) 57:49, 35–25 002.427
1971/72 04 (16) 57:41, 37–23 004.067
1972/73 01 (16) 80:41, 44–16 005.700
1973/74 05 (16) 88:49, 38–22 004.433
1974/75 11 (20) 63:60, 38–38 004.553
1975/76 12 (20) 81:92, 36–40 003.516

Als 1963 die Bundesliga eingefĂŒhrt wurde, war der 1. FSV Mainz 05 nicht qualifiziert. In der neu gegrĂŒndeten Regionalliga SĂŒdwest gehörte der Verein stattdessen meist zur Spitzengruppe: In den ersten fĂŒnf Jahren wurden die Mainzer ein Mal Dritter, drei Mal Vierter und 1966 fehlten nur drei Punkte zur SĂŒdwestmeisterschaft. Dem gegenĂŒber stand im Jahr darauf das mit 79 Zuschauern am schlechtesten besuchte Ligaspiel der Nachkriegszeit, das gegen den FC 08 Homburg unter der Woche ausgetragenen wurde, fĂŒr den Ausgang der Meisterschaft bedeutungslos war und mit der Live-Übertragung des LĂ€nderspiels zwischen Deutschland und Jugoslawien zusammenfiel. Sportliche Höhepunkte waren speziell in der DFB-Pokalsaison 1964/65 zu finden, als die Mainzer den spĂ€teren Deutschen Meister Werder Bremen (1:0 in Mainz) und den Titelverteidiger TSV 1860 MĂŒnchen (2:2 n.V. in Mainz, 2:1 in MĂŒnchen) aus dem Wettbewerb warfen – erst im Viertelfinale schieden die Mainzer gegen den 1. FC NĂŒrnberg (0:3) aus.

In den spĂ€ten 60ern verloren die 05er den Anschluss an die Spitzengruppe. Nachdem sie bereits in der Schlussphase der Saison 1968/69 den AbstiegsplĂ€tzen gefĂ€hrlich nahe gekommen waren, musste die ĂŒberalterte Mannschaft im folgenden Jahr als Drittletzter ĂŒberwintern. Der Verein dachte ĂŒber eine Fusion mit dem noch schlechter stehenden Nachbarn SpVgg Weisenau Mainz nach, die von den SVW-Mitgliedern jedoch mit so deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde, dass das Votum der 05-Mitglieder gar nicht mehr stattfand. Dem FSV gelang am Saisonende den Klassenverbleib, die Weisenauer stiegen ab.

1970 begann unter Trainer Erich Gebauer der Umbruch, der drei Jahre spĂ€ter zur SĂŒdwestmeisterschaft fĂŒhrte. Mit dem langjĂ€hrigen Stammtorwart Kurt Planitzer, Verteidiger Heinz Wassermann, der zuvor in sechs Jahren nur vier Spiele verpasst hatte, den LĂ€ufern Carlo Storck und Richard Klauss sowie den Angreifern Gerhard Bopp (der fĂŒnfeinhalb Jahre spĂ€ter zurĂŒckkam), Georg Tripp und Horst Klinkhammer waren in jener Sommerpause sieben Stammspieler unter den 15 AbgĂ€ngen des damaligen Tabellenzwölften. Die deutlich verjĂŒngte Mannschaft wurde in der Saison 1970/71 nach einem guten Start (am zweiten Spieltag ein 6:0-Sieg gegen den amtierenden SĂŒdwestmeister SV Alsenborn) Tabellensiebter und belebte das Interesse der Mainzer Fußballfreunde neu: Nach dem 4:0-Heimsieg gegen Eintracht Trier wurden laut der lokalen Presse „in der Stadt erstmals seit den Pokalspielen von 1965 wieder Jugendliche mit Fahnen in den Vereinsfarben gesehen“.[7]

Obwohl Gebauer, mit dem mittelfristig der Aufstieg in die Bundesliga angegangen werden sollte, den Verein bereits 1971 aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen als Beamter der Bundesbahndirektion wieder verließ, blieb die „Marschrichtung“ auch unter dessen Nachfolger Bernd Hoss gleich. Vorstopper Helmut MĂŒllges, der letzte verbliebene Spieler aus Oberligazeiten, beendete seine Karriere, und unterstĂŒtzt durch den Mainzer Konzern Werner und Mertz, der mit seiner Marke Blendax erster Großsponsor der Vereinsgeschichte wurde, waren die Mainzer in der Lage, viele prominente NeuzugĂ€nge zu verpflichten, darunter den bundesligaerfahrenen TorjĂ€ger Gerd Klier vom Hamburger SV, der insgesamt vier Mal TorschĂŒtzenkönig der Regionalliga SĂŒd bzw. SĂŒdwest wurde, und 1972 den dĂ€nischen Nationalspieler Torben Nielsen von B 03 Kopenhagen. Das Konzept ging auf: Am 6. Mai 1973 wurde der Verein durch ein 1:1 gegen den direkten Konkurrenten Röchling Völklingen vor 18.000 Zuschauern zum einzigen Mal Meister der Regionalliga SĂŒdwest. In der folgenden Aufstiegsrunde zur Bundesliga belegten die 05er hinter dem spĂ€teren Aufsteiger SC Fortuna Köln, mit dem sie sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten, und dem FC St. Pauli, der erst am fĂŒr den Aufstieg bedeutungslosen letzten Spieltag vorbei zog, den dritten Platz.

Durch die Erfolge in der Regionalliga waren die Mainzer 1974 fĂŒr die neu gegrĂŒndete zweigleisige Zweite Bundesliga qualifiziert. Zwei Jahre lang hielt der 1. FSV Mainz 05 gut mit und belegte die PlĂ€tze 11 und 12 (von insgesamt 20 Mannschaften) in der SĂŒdstaffel. Nach dem zweiten Jahr, das die Mainzer mit den meisten Toren und den zweitmeisten Gegentoren der Liga abgeschlossen hatten, sorgten sie fĂŒr ein Novum im deutschen Profifußball, indem sie als erster Verein aus wirtschaftlichen GrĂŒnden freiwillig auf die Zweitligalizenz verzichteten und sich in die Amateurliga SĂŒdwest zurĂŒckzogen. Diesem Beispiel folgten in den anschließenden Jahren mehrere Zweitligisten. Der sportlich abgestiegene SSV Jahn Regensburg blieb an der Stelle der Mainzer in der Zweiten Bundesliga.

Elf der Ära Kriterien

Kurt Planitzer – Carlo Storck – Herbert Scheller, Helmut MĂŒllges, Heinz Wassermann – Horst Schuch, Hans-JĂŒrgen Richter, Kurt Sauer – Herbert Renner, Gerd Klier, Charly Tripp. Trainer: Bernd Hoss.

1976–1988: Amateurfußball

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1976/77 06 (19) 094:49, 46–26 000834
1977/78 01 (20) 108:37, 65–11 001.047
1978/79 03 (18) 082:41, 47–21 000988
1979/80 05 (18) 068:49, 39–29 000732
1980/81 01 (18) 086:45, 49–19 001.033
1981/82 02 (21) 088:37, 57–23 001.305
1982/83 08 (20) 082:70, 41–35 000863
1983/84 08 (18) 060:61, 38–30 000646
1984/85 02 (18) 069:29, 49–19 001.313
1985/86 05 (18) 066:36, 41–27 000747
1986/87 05 (18) 057:31, 42–26 000510
1987/88 01 (18) 062:19, 54–14 001.265

In der Drittklassigkeit zĂ€hlten die Mainzer meist zu den SĂŒdwest-Spitzenmannschaften, erlebten aber auch eine der schwersten Krisen der Vereinsgeschichte, als im August 1982 die Staatsanwaltschaft wegen finanzieller Ungereimtheiten gegen den Verein ermittelte und gleichzeitig der VereinsprĂ€sident JĂŒrgen Jughard bei einem Autounfall nahe Koblenz verstarb. Dabei stellte sich heraus, dass Jughard in großem Stil Gelder der Deutschen Anlagen Leasing, deren GeneralbevollmĂ€chtigter er war, fĂŒr den Verein veruntreut hatte. Die 05er wurden so in einen der bis dato grĂ¶ĂŸten bundesdeutschen Wirtschaftsskandale verwickelt. Die genauen UmstĂ€nde von Jughards Tod – Unfall oder Suizid â€“ konnten nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt werden.[8]

Nachdem die völlig neu zusammengestellte Mannschaft die erste Saison nach dem RĂŒckzug nur auf dem sechsten Platz der sportlich schwachen Amateurliga SĂŒdwest beendet hatte, gelang 1978 die erste SĂŒdwestmeisterschaft. Die Mainzer eroberten kurz vor der Winterpause die TabellenfĂŒhrung und gaben sie bis zum Saisonende nicht mehr her. In der kurz nach dem letzten Spieltag beginnenden Aufstiegsrunde gegen die Meister der Amateurligen Saarland (Borussia Neunkirchen) und Rheinland (TuS Neuendorf), die eine lĂ€ngere Regenerationszeit hatten, waren die Mainzer allerdings chancenlos. In der 1978 eingefĂŒhrten Amateur-Oberliga, die die drei SĂŒdwest-Amateurligen vereinte, brauchten die 05er drei Jahre, um erstmals Meister zu werden. Trotzdem stiegen sie erneut nicht auf, weil gerade in jener Saison die Zweite Bundesliga auf eine Staffel reduziert wurde und der Aufstieg in die Zweitklassigkeit deshalb ausgesetzt war. 1982 – im Jahr der „Jughard-AffĂ€re“ – scheiterten die Mainzer knapp am FC 08 Homburg, worauf mit jeweils Rang 8 in den beiden folgenden Jahren die jeweils schlechteste Platzierung in der Oberliga folgte. Die RĂŒckkehr in die Zweitklassigkeit gelang schließlich im Jahr 1988. Mit einem 3:2-Sieg am letzten Spieltag gegen Eintracht Trier sicherte sich der Verein den Gewinn der dritten Meisterschaft und setzte sich auch in der SĂŒdgruppe der darauffolgenden Aufstiegsrunde zur 2. Fußball-Bundesliga in den Spielen gegen SV Viktoria Aschaffenburg, SpVgg Unterhaching und FV 09 Weinheim durch.

In die Amateurzeit zwischen 1976 und 1988 fielen die meisten Titel des 1. FSV Mainz 05, wozu vier SĂŒdwestpokal-Siege, drei SĂŒdwest-Meisterschaften und die Amateur-Meisterschaft 1982 (3:0 im Endspiel gegen die Amateure von Werder Bremen) zĂ€hlten. Dazu kamen die höchsten dokumentierten Ligaspiel-Siege in der Vereinsgeschichte: 10:0 gegen den SV Speicher (31. MĂ€rz 1979) und gegen die SG Ellingen-Bonefeld (18. Mai 1980).

Elf der Ära Kriterien

Manfred Petz – Herwart Koppenhöfer – Michael Wocker, Werner Orf, Hans Keller – AndrĂ© HĂ€user, Gerhard Bopp, Michael Schuhmacher, Bernd MĂŒnch – Charly MĂ€hn, Armin Maier. Trainer: Horst-Dieter Strich.

1988–2001: Abstiegskampf in der Zweiten Bundesliga

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
1988/89 18 (20) 44:76, 29–47 004.158
1989/90 * 01 (18) 93:20, 62–06 002.899
1990/91 08 (20) 45:52, 41–35 005.008
1991/92 09 (12) 39:38, 30–34 003.994
1992/93 12 (24) 54:58, 46–46 003.907
1993/94 13 (20) 46:51, 37–39 003.646
1994/95 14 (18) 50:55, 30–38 003.958
1995/96 11 (18) 37:41, 44 004.271
1996/97 04 (18) 50:34, 54 007.124
1997/98 10 (18) 55:48, 44 007.959
1998/99 07 (18) 48:44, 50 007.255
1999/00 09 (18) 41:42, 45 007.515
* in der Oberliga SĂŒdwest

Eine einschneidende Bedeutung fĂŒr die weitere Entwicklung des Vereins hatte die Jahreshauptversammlung am 19. September 1988, bei der sich eine Oppositionsgruppe deutlich gegen den Vorsitzenden Bodo Hertlein aussprach. Es kam zu einer Kampfabstimmung zwischen Hertlein und dem Kandidaten dieser Gruppe, Harald Strutz. Zum neuen VereinsprĂ€sidenten wurde der damals 37-jĂ€hrige Anwalt Harald Strutz gewĂ€hlt, dessen Vater Walter bereits von 1951 bis 1956 dieses Amt innegehabt hatte. Der damals so entstandene Vereinsvorstand rund um Strutz ist heute noch fast unverĂ€ndert im Amt.

Sportlich erlitten Mainzer in der Zweiten Bundesliga zunĂ€chst wieder einen RĂŒckschlag und als 18. und Tabellendrittletzter stieg der Verein direkt wieder ab. Aber bereits im folgenden Jahr kamen sie mit einem „Husarenritt“ (so Trainer Robert Jung) zurĂŒck in den Profifußball. Die sehr offensiv ausgerichtete Mannschaft blieb 33 Spiele lang ungeschlagen, errang vorzeitig die Meisterschaft und verlor erst am letzten Spieltag gegen den Vizemeister FSV Salmrohr. Mit vier Siegen in den ersten vier Spielen stand der 1. FSV Mainz 05 schnell als Sieger der Aufstiegsrunde fest, worauf auch die beiden folgenden Niederlagen keinen Einfluss mehr hatten.

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg wurden die Mainzer als Tabellenachter bester Aufsteiger der Saison 1990/91, hĂ€tten aber aus formalen GrĂŒnden beinahe dennoch den Weg zurĂŒck ins Amateurlager gehen mĂŒssen: Da nicht alle Sponsorenvereinbarungen schriftlich fixiert waren, verweigerte der DFB den 05ern zunĂ€chst die Zweitligalizenz fĂŒr die Saison 91/92, wogegen die Mainzer jedoch erfolgreich Protest einlegten. Bis 1996 spielte die Mannschaft in der Zweiten Bundesliga meist gegen den Abstieg und speziell der Abstiegskampf in der Saison 1995/96 verlief ungewöhnlich. Die Mainzer starten mit nur einem Punkt und 0:14 Toren aus acht Spielen in die Runde und nach einem Trainerwechsel zu Wolfgang Frank, der unter anderem dafĂŒr sorgte, dass die 05er als einer der ersten Profiklubs in Deutschland fortan mit Viererkette und Raumdeckung agierten, sammelte in der RĂŒckrunde kein Verein mehr Punkte als der 1. FSV Mainz 05. Am vorletzten Spieltag standen die Mainzer erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz und platzieren sich am Ende noch auf dem elften Rang. Die entscheidenden Punkte brachte ein 1:0 gegen den VfL Bochum, bei dem zum ersten Mal seit 23 Jahren mehr als 10.000 Mainzer am Bruchweg waren. In der folgenden Saison hatten die Mainzer erstmals seit 1973 die Chance, in die Erstklassigkeit zurĂŒckzufinden. Erst am letzten Spieltag der Saison 96/97 mussten sie ihre Aufstiegshoffnungen begraben: Beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg unterlagen sie in einem spannenden „Aufstiegsendspiel“ mit 4:5.

Bis 2001 war die Mannschaft aber wieder zumeist in unteren Tabellenregionen zu finden. Eine der wenigen sportlichen Höhepunkte war am 15. Mai 2000 ein ĂŒberraschender AuswĂ€rtssieg beim Aufstiegsaspiranten VfL Bochum unter Interimstrainer Dirk Karkuth und mit einem sportlich gut aufgelegten Torsten Lieberknecht als „Manndecker“ gegen den Bochumer Spielmacher Yıldıray BaßtĂŒrk.

Elf der Ära Kriterien

Stephan Kuhnert – JĂŒrgen Klopp, Michael MĂŒller, Peter NeustĂ€dter, Steffen Herzberger – Guido SchĂ€fer, JĂŒrgen Kramny, Fabrizio Hayer, Christian Hock – Abderrahim Ouakili, Sven Demandt. Trainer: Wolfgang Frank.

2001–2008: Die Ära Klopp

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
2000/01 14 (18) 37:45, 40 006.042
2001/02 04 (18) 66:38, 64 009.866
2002/03 04 (18) 64:39, 62 012.977
2003/04 03 (18) 49:34, 54 014.809
2004/05 11 (18) 50:55, 43 020.159
2005/06 11 (18) 46:47, 38 020.165
2006/07 16 (18) 34:57, 34 020.212
2007/08 04 (18) 62:36, 58 019.918
bis 2004 und ab 2007: Zweite Bundesliga
2004 bis 2007: Bundesliga
Mannschaftsfoto-Termin 2001

An Fastnacht 2001 wurde eine der wichtigsten Entscheidungen der jĂŒngeren Vereinsgeschichte getroffen. Wieder war der Verein in akuter Abstiegsgefahr und entließ am Rosenmontag den Trainer Eckhard Krautzun. Nachfolger wurde der gerade verletzte Abwehrspieler JĂŒrgen Klopp, der zwar nicht den nötigen Trainerschein fĂŒr Profifußball, aber ein abgeschlossenes Sportstudium hatte und bereits zu Zeiten Wolfgang Franks als Trainer als dessen verlĂ€ngerter Arm auf dem Spielfeld galt. Unter Klopps Leitung gewannen die 05er sechs der ersten sieben Spiele und erreichten so erneut den Klassenverbleib.

Die folgenden drei Zweitliga-Spielzeiten bis 2004 brachten dem Klub unter dem jungen „Motivator Klopp“ Sympathien – und angesichts der spĂ€ter knapp verpassten Chancen auch „MitgefĂŒhl“ – ĂŒber die Stadtgrenzen hinweg ein. Die Mannschaft stellte in der Saison 2001/02 mehrere Startrekorde in der Zweiten Bundesliga auf, wurde Herbstmeister und rangierte noch vor dem letzten Spieltag zwei Punkte vor dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz. Durch die 1:3-Niederlage beim 1. FC Union Berlin verpassten die Mainzer dennoch den Sprung in die Bundesliga. Mit 64 Punkten sind sie bis heute punktbester Zweitliga-Nichtaufsteiger seit EinfĂŒhrung der Drei-Punkte-Regel. Nur ein Jahr spĂ€ter scheiterte der 1. FSV Mainz 05 erneut unter Ă€ußerst unglĂŒcklichen UmstĂ€nden. Zwar hatte die Mannschaft die Liga nicht mehr so dominiert wie im Vorjahr, dennoch stand sie nach einem 4:1 in Braunschweig Sekunden vor Saisonende auf einem Aufstiegsplatz. Erst als jene Partie schon abgepfiffen war, traf Alexander Schur, ein Freund von JĂŒrgen Klopp aus gemeinsamen Zeiten bei Rot-Weiß Frankfurt, zum 6:3 fĂŒr Eintracht Frankfurt gegen den SSV Reutlingen 05, worauf die Frankfurter aufgrund der um ein einziges Tor besseren Tordifferenz die Mainzer auf den vierten Rang verdrĂ€ngten. Mit 20 Treffern wurde Andrij Woronin erster Zweitliga-TorschĂŒtzenkönig von Mainz 05. Im dritten Anlauf standen die Mainzer fast nie in der Spitzengruppe der Liga, blieben durch eine Erfolgsserie in den letzten fĂŒnf Saisonspielen jedoch bis zum letzten Spieltag in Reichweite des dritten Platzes. Durch das 3:0 gegen Eintracht Trier am letzten Spieltag und die gleichzeitige 0:1-Niederlage des Konkurrenten Alemannia Aachen beim Karlsruher SC gelang nun „nachtrĂ€glich“ der viel umjubelte Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse – erneut mit einem Rekord; 54 Punkte hatten fĂŒr einen Erstligaaufstieg in der Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga noch nie gereicht.

Ausschnitt aus der Choreografie zum 100. VereinsjubilÀum

Die in der Bundesliga unerfahrenen Mainzer galten sofort als Abstiegskandidat, aber dem misslungenen Auftakt gegen den VfB Stuttgart (2:4) folgte umgehend eine Serie, die am zweiten Spieltag mit einem Sieg den Hamburger SV (2:1 nach 0:1-RĂŒckstand) und die sechs folgenden Partien anhielt; zu den „Besiegten“ zĂ€hlten der Deutsche Meister Werder Bremen (2:1), sowie Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen (2:0). Beim AuswĂ€rtsspiel beim VfL Wolfsburg (3:4-Niederlage nach 2:0-FĂŒhrung) am 11. Spieltag standen die Mainzer sogar kurzzeitig an der Tabellenspitze und am Ende beendeten die Mainzer die Saison als bester der drei Aufsteiger auf dem 11. Tabellenplatz, nachdem der Klassenverbleib bereits am 32. Spieltag festgestanden hatte. Neben einem weiteren Jahr in der Bundesliga freute sich der Klub in der Saison 2005/06 ĂŒber die erste Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Als Gewinner der deutschen Fair-Play-Wertung wurde Mainz 05 im Sommer 2005 der dem DFB zugeloste Startplatz in der UEFA-Pokal-Qualifikation zugesprochen. Dort scheiterte die Mannschaft nach Siegen ĂŒber die Pokalsieger Armeniens (FK MIKA Aschtarak; 4:0, 0:0) und Islands (ÍB KeflavĂ­k; 2:0, 2:0) in der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups am spĂ€teren Sieger FC Sevilla. Nach einem ĂŒberraschenden 0:0 in Sevilla entschieden die Spanier das RĂŒckspiel, das ebenso wie die beiden Heimspiele in den Qualifikationsrunden in der Frankfurter Commerzbank-Arena ausgetragen wurde, mit 2:0. In der Liga schafften die 05er in der Saison 2005/06 trotz schwachem Start mit fĂŒnf Niederlagen zu Saisonbeginn bereits am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib und wurden am Ende erneut Elfter. Das letzte Jahr in der ersten Bundesligaphase des Klubs verlief weniger harmonisch. Bereits in der Vorbereitung sorgten Differenzen mit TorjĂ€ger Michael Thurk, der die 05er im Streit zu Eintracht Frankfurt verließ, fĂŒr Unmut im Klub, der zudem einige LeistungstrĂ€ger verlor. So war das Team nicht in der Lage, die AbgĂ€nge der Offensivspieler Michael Thurk, Benjamin Auer, Mohamed Zidan und AntĂŽnio da Silva zu verkraften und wurde bis ans Tabellenende durchgereicht. Hoffnung keimte auf, als die Bremer Leihgabe Leon Andreasen und „RĂŒckkehrer“ Zidan das Team sichtbar verstĂ€rkten – Zidan wurde mit 13 Toren in 15 EinsĂ€tzen bester Mainzer TorschĂŒtze der gesamten Saison – und Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld herstellten. Im letzten Viertel der Saison fielen die 05er jedoch wieder auf die AbstiegsplĂ€tze zurĂŒck und stiegen am Ende der Spielzeit 2006/07 nach drei Jahren zum ersten Mal aus der Bundesliga ab.

Obwohl Mainz 05 in der Saison 2007/08 gleich zwanzig Mal auf einem Aufstiegsplatz stand, verpasste die Mannschaft – erneut als Vierter – die sofortige RĂŒckkehr ins „Oberhaus“. JĂŒrgen Klopp, der bereits als Trainer von FC Bayern MĂŒnchen im GesprĂ€ch war[9], verließ den Verein und nahm ein Angebot von Borussia Dortmund an. Zu seinem Abschied auf dem Gutenbergplatz kamen circa 15.000 Fans.

Elf der Ära Kriterien

Dimo Wache – Robert Nikolic, Manuel Friedrich, Nikolče Noveski, Marco Rose – Fabian Gerber, Christof Babatz, AntĂŽnio da Silva – Michael Thurk, Benjamin Auer, Andrij Woronin. Trainer: JĂŒrgen Klopp.

Ab 2008: Neue Trainer und Stadionneubau

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
Zuschauer-
schnitt
2008/09 02 (18) 62:37, 63 19.404
2009/10 09 (18) 36:42, 47 20.085
2010/11 05 (18) 52:39, 58 20.182
bis 2009 : Zweite Bundesliga
ab 2009: Bundesliga

Zur Saison 2008/09 ĂŒbernahm JĂžrn Andersen die Trainerstelle beim 1. FSV Mainz 05. Unter der Regie des Norwegers standen die 05er nur zweimal (am ersten und am vierten Spieltag) nicht auf einem der ersten drei PlĂ€tze. Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga gelang der Mannschaft trotz einer schwachen Heimbilanz (Platz 12 der Heimtabelle mit 27 Punkten) mit einem 2:0 beim direkten Konkurrenten und Angstgegner SpVgg Greuther FĂŒrth am 33. Spieltag eine Vorentscheidung im Kampf um den Wiederaufstieg. Ausschlaggebend fĂŒr die RĂŒckkehr in die Bundesliga als Tabellenzweiter war die AuswĂ€rtsbilanz mit 36 Punkten und 30:15 Toren, die in der Geschichte des deutschen Profifußballs lediglich von Werder Bremen (37 Punkte, 37:17 Tore in der Meisterschaftssaison 2003/04) ĂŒbertroffen wurde. Im DFB-Pokal erreichten die 05er durch Siege beim SV Babelsberg 03, gegen den 1. FC Köln, beim spĂ€teren Zweitligameister SC Freiburg und gegen den FC Schalke 04 erstmals das Halbfinale. Dort glich der burkinische TorjĂ€ger Aristide BancĂ©, der bereits in allen Pokalspielen bis auf das Erstrundenspiel getroffen hatte, im AuswĂ€rtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen die Bayer-FĂŒhrung aus; am Ende verloren die 05er in der VerlĂ€ngerung mit 1:4. Ungeachtet der Erfolge hatte Andersen bereits seit Mitte der RĂŒckrunde 2008/09 in der Kritik gestanden und wenige Tage nach der Pokalniederlage beim VfB LĂŒbeck (1:2 n.V.) trennten sich die 05er von ihrem Chefcoach nebst Co-Trainer JĂŒrgen Kramny.

Neuer Trainer wurde Thomas Tuchel, der wenige Wochen vorher mit den A-Junioren der 05er die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte. Trotz der geringen Vorbereitungszeit gelang ein guter Start in die Bundesligasaison 2009/10. Am dritten Spieltag besiegten die 05er den FC Bayern MĂŒnchen mit 2:1, kompensierten schwache Ergebnisse in fremden Stadien mit guten Heimspielen und blieben auf eigenem Platz bis zum 26. Spieltag (1:2 gegen Werder Bremen) ungeschlagen. Bereits am 30. Spieltag stand der Klassenerhalt rechnerisch fest und durch den folgenden 1:0-Sieg beim Hamburger SV ĂŒbertrafen die 05er ihren bis dato gĂŒltigen Punkte-Vereinsrekord in der Bundesliga. Am vierten Spieltag der Saison 2010/11 schafften die Mainzer mit einem 2:0-Sieg bei Werder Bremen erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga, die sie auch an den drei darauffolgenden Spieltagen verteidigen konnten. Mit dem siebten Sieg in Folge (4:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim) stellten die Mainzer am 2. Oktober 2010 die Bundesliga-Startrekorde von Bayern MĂŒnchen (1995/96) und dem 1. FC Kaiserslautern (2001/02) ein. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Verein auch der erste „klimaneutrale Verein“ der Bundesliga.[10][11]

Der 1. FSV Mainz 05 beendete die Saison 2010/11 mit gleich mehreren Rekorden: mit dem fĂŒnften Tabellenplatz wurde die bisher beste Platzierung in der Bundesliga erreicht, ebenso mit der Gesamtzahl von 58 Punkten zu Saisonende. Dazu kommt die erstmalige sportliche Qualifikation fĂŒr die Europa League. Gleichzeitig wurde am letzten Spieltag das letzte Spiel der ersten Mannschaft im Bruchwegstadion ausgetragen. Nach 72 Jahren als SpielstĂ€tte fĂŒr Mainz 05 zog die erste Mannschaft vor Beginn der Saison 2011/12 in die Coface Arena um, wĂ€hrend das Bruchwegstadion weiterhin fĂŒr das Training und fĂŒr die Heimspiele der Amateurmannschaften des Vereins genutzt wird.

Die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa-League 2011/12 verpasste Mainz durch eine Niederlage in der dritten Qualifikationsrunde nach Elfmeterschießen gegen Gaz Metan Medias. Mainz 05 ist das erste deutsche Team, das bereits in der Qualifikation der Europa League ausschied.[12]

Ligazugehörigkeit

Eintrittskarte des FSV Mainz 05 aus der Saison 1996/97
  • Bis 1914: diverse regionale Ligen
  • 1914–19: kein Spielbetrieb
  • 1919–23: Kreisliga Rhein / Hessen / Wiesbaden (jeweils erstklassig)
  • 1923–25: Kreisliga Rhein/Nahe (zweitklassig)
  • 1925–33: Bezirksliga Hessen bzw. Rheinhessen-Saar (erstklassig)
  • 1933/34: Gauliga SĂŒdwest (erstklassig)
  • 1934–44: diverse unterklassige Ligen
  • 1944/45: kein Spielbetrieb
  • 1945–63: Oberliga SĂŒdwest (erstklassig)

Mainz 05 im DFB-Pokal

Große Erfolge im DFB-Pokal blieben den 05ern bislang verwehrt. 1964/65, 1999/00 und 2005/06 erreichten sie jeweils das Viertelfinale. 1999 und 2006 schieden die 05er jeweils auswĂ€rts beim hochfavorisierten FC Bayern MĂŒnchen aus, den sie beim zweiten Mal immerhin in die VerlĂ€ngerung zwangen. In der Saison 2008/09 gelang durch einen 1:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 erstmals der Einzug in das Halbfinale des Wettbewerbs.

Bei der zweiten Teilnahme unterlagen die Mainzer 1965 zuhause dem 1. FC NĂŒrnberg 0:3, stellten aber immerhin einen bis heute gĂŒltigen Zuschauerrekord im Stadion am Bruchweg auf: 24.000 Zuschauer sahen teilweise auf kurzfristig errichteten ZusatztribĂŒnen das Spiel gegen die Franken. In den vorherigen Runden hatten sich die 05er gegen den spĂ€teren Deutschen Meister Werder Bremen (1:0 in Mainz) und den Titelverteidiger TSV 1860 MĂŒnchen (2:2 n.V. in Mainz, 2:1 in MĂŒnchen) durchgesetzt. Auf die nĂ€chste Teilnahme mussten die Mainzer acht Jahre warten. 1973 unterlagen sie ebenfalls den NĂŒrnbergern 1:4.

Von 1973 an bis zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, der fĂŒr die Mainzer ab 1991 die Teilnahme am DFB-Pokal garantierte, spielten die 05er regelmĂ€ĂŸig im Pokal mit, ĂŒberstanden aber nie die zweite Runde. Die besten Ergebnisse des damaligen Drittligisten waren 1983 ein knappes 0:1 gegen den spĂ€teren Deutschen Meister VfB Stuttgart, im Jahr zuvor ein 3:6 n.V. gegen den Bundesligisten FC Schalke 04, gegen den die 05er einen 0:2-RĂŒckstand ausgeglichen und bis in die 106. Minute noch 3:2 gefĂŒhrt hatten, und schließlich die Revanche gegen Schalke, ein 1:0 in der Saison 1986/87.

Die erste einigermaßen erfolgreiche Pokalsaison seit 1965 begann 1994 mit einem knappen Sieg bei den Amateuren von Werder Bremen. Anschließend setzten sich die 05er beim Bundesligisten MSV Duisburg 2:0 durch und lieferten im Achtelfinale nach 1:0-FĂŒhrung und 2:5-RĂŒckstand Borussia Mönchengladbach einen heißen Kampf: Christian Hock und „Schorsch“ MĂŒller brachten den Zweitligisten innerhalb von 120 Sekunden auf 4:5 heran. Nach mehreren vergebenen Ausgleichschancen gelang Stefan Effenberg gegen die mit elf Mann stĂŒrmenden 05er erst in der Nachspielzeit das 6:4 fĂŒr den spĂ€teren Pokalsieger.

Ähnlich spektakulĂ€r wie ihre VorgĂ€nger in den 60ern traten die 05er in der Saison 1999/00 auf. Nach einem Freilos in der ersten Runde und einem 2:1 gegen den VfL Halle 96 in der zweiten Runde besiegten die Mainzer erst den Bundesliga-Dritten Hamburger SV (2:0) und dann in Unterzahl den Champions-League-Teilnehmer Hertha BSC (2:1 n.V.) aus: Kurz nach der Berliner FĂŒhrung wurde JĂŒrgen Klopp mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen, in der 99. Minute direkt nach seinem Tor zum 2:1 auch der brasilianische StĂŒrmer Marcio Rodrigues. Dennoch brachten neun Mainzer die FĂŒhrung gegen elf Berliner ĂŒber die Zeit. Im Viertelfinale hatten die 05er bei Bayern MĂŒnchen keine Chance. Immerhin waren die 8000 Mainzer unter den 11.200 Zuschauern, die im Olympiastadion zwei Tage vor Heiligabend bei −15° das Spiel sahen, deutlich in der Überzahl.

Zwei Jahre spĂ€ter gelang den 05ern in der zweiten Runde ein Sieg gegen Angstgegner SpVgg Greuther FĂŒrth (3:2), ehe sie dem 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale 2:3 unterlagen, dabei in Unterzahl mehrere Möglichkeiten hatten, ein 0:3 auszugleichen.

2005 schafften die 05er es zum dritten Mal ins Viertelfinale. Dabei setzten sie sich jeweils im Elfmeterschießen – jahrelang die große SchwĂ€che der 05er – beim VfL OsnabrĂŒck und beim 1. FC Kaiserslautern durch. Dem Sieg in Kaiserslautern folgte ein wochenlanger Streit. Der FCK versuchte, in zwei Instanzen beim DFB die Spielwertung anzufechten, da der Schuss des FCK-Spielers Ferydoon Zandi im Elfmeterschießen, der von der Querlatte hinter die Torlinie gesprungen war, als Tor hĂ€tte gewertet werden mĂŒssen. Umstritten blieb, ob der Ball dies mit vollem Umfang getan hatte. Der Einspruch wurde zweimal abgewiesen, da es sich laut UrteilsbegrĂŒndung um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters handelte. Im Viertelfinale reisten die 05er erneut zu den Bayern. Diesmal gingen sie frĂŒh in FĂŒhrung und mussten erst in der Schlussphase den Ausgleich hinnehmen. In der VerlĂ€ngerung glichen die Mainzer die Bayern-FĂŒhrung aus, verloren aber dennoch 2:3.

2009 kamen die 05er nach einem 3:1-AuswĂ€rtssieg im Achtelfinale beim Ligakonkurrenten SC Freiburg zum vierten Mal ins Viertelfinale. Zuvor hatten sie den SV Babelsberg 03 und den 1. FC Köln besiegt. Am 3. MĂ€rz 2009 gewann Mainz zu Hause im Viertelfinale gegen Schalke 04 mit 1:0 und erreichte so erstmals in der Vereinsgeschichte das Halbfinale des Wettbewerbs. Im Halbfinale verlor Mainz jedoch bei Bayer Leverkusen mit 1:4 n.V. Dagegen schied man in der folgenden Saison bereits in der ersten Runde durch ein 1:2 n.V. beim VfB LĂŒbeck aus.

In der Saison 2010/2011 erreichten die 05er nach einem 2:1 Sieg beim Berliner Ak KulĂŒbĂŒ zwar die zweite Runde (doppelter TorschĂŒtze war Lewis Holtby), schieden dort allerdings mit 1:2 gegen Alemania Aachen aus.

Ein Jahr spĂ€ter scheiterte die Mannschaft mit 0:2 im Achtelfinale am Viertligisten Holstein Kiel. Zuvor wurden die Vereine SVN ZweibrĂŒcken mit 2:1 n.V. und Hannover 96 mit 1:0 n.V. bezwungen.

Erfolge

Meisterschaften

  • Hessenmeister und Teilnehmer an der sĂŒddeutschen Meisterschaftsendrunde: 1920, 1926, 1932, 1933.
  • SĂŒdwestmeister und Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga: 1973
  • SĂŒdwestmeister und Teilnehmer an der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga: 1978, 1988, 1990
  • SĂŒdwestmeister: 1981
  • Deutscher Amateurmeister: 1982
  • Deutscher A-Jugend-Meister: 2009

Aufstiege

  • Aufstieg in die Bezirksliga (damals erstklassig): 1925
  • Aufstieg in die Zweite Bundesliga: 1988, 1990
  • Aufstieg in die Bundesliga: 2004, 2009

Pokalwettbewerbe

  • SĂŒdwestpokalsieg: 1962, 1965, 1974, 1979, 1980, 1982 und 1986
  • Erreichen des UEFA-Cups: 2005
  • Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales 2008/09
  • Erreichen der Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League: 2011

RivalitÀten und Freundschaften

Die ersten großen Rivalen der 05er waren die lokalen Konkurrenten. In der Vorkriegszeit gilt das vor allem fĂŒr den SV Weisenau, aber auch den großen Nachbarn SV Wiesbaden, der in Mainz von 1925 bis 1934 jedes Jahr verlor, zuhause aber auch nur vier Punkte abgab.

Die RivalitĂ€t mit Wormatia Worms entwickelte sich aus dem Kopf-an-Kopf-Rennen um die rheinhessische Bezirksligameisterschaft in der Saison 1926/27, das von einem Stellvertreterkampf in den Zeitungen (auf Wormser Seite: Richard Kirn, spĂ€ter hochrangiger Journalist im kicker-VorgĂ€nger „Sportmagazin“) begleitet wurde. Die 05er gewannen den Titel 1926, die Wormser anschließend viermal hintereinander. Eine Anekdote aus dem FrĂŒhjahr 1932 verdeutlicht die SchĂ€rfe dieser RivalitĂ€t: Nachdem die Hessenmeisterschaft 1931/32 wieder nach Mainz gegangen war, die 05er aber im Gegensatz zu den Wormsern in der SĂŒddeutschen Endrunde chancenlos waren, veröffentlichte der Mainzer Anzeiger den Leserbrief zweier Wormatia-Spieler, die herausarbeiten wollten, dass die Mainzer Meisterschaft Zufall sei und die Wormatia wahrer Hessenmeister. Wochen spĂ€ter verpasste die Wormatia die gesamtdeutsche Meisterschaftsendrunde durch eine Niederlage bei den 05ern, die so in den vier Saisonspielen gegen Worms ungeschlagen blieben. „Hessenmeister zu Recht!“ triumphierte darauf der Mainzer Anzeiger. Die RivalitĂ€t zur Wormatia setzt sich in den Oberligaspielen der Wormser gegen die zweite Mannschaft der Mainzer fort. Eine eher freundschaftliche RivalitĂ€t entwickelte sich in den 80ern zwischen dem SĂŒdwestverein Mainz 05 und der hessischen FVgg. Kastel 06. Die jĂ€hrlichen Vergleichsspiele zwischen dem links- und dem rechtsrheinischen Mainzer Oberligisten, die im Ligaspielbetrieb nicht aufeinandertreffen konnten, zogen regelmĂ€ĂŸig viele Zuschauer an.

In jĂŒngerer Vergangenheit gelten Eintracht Frankfurt und der 1. FC Kaiserslautern als grĂ¶ĂŸte Rivalen.

Personalien

Aktueller Kader 2011/12

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Torwart
21 DeutscherDeutscher Loris Karius 22. Juni 1993 2011 2014
29 DeutscherDeutscher Christian Wetklo 11. Januar 1980 2000 2013
33 DeutscherDeutscher Heinz MĂŒller 30. Mai 1978 2009 2012
Abwehr
02 DĂ€neDĂ€ne Bo Svensson 4. August 1979 2007 2012
03 TschecheTscheche Zdeněk Pospěch 14. Dezember 1978 2011 2013
04 MazedonierMazedonier Nikolče Noveski (C)KapitĂ€n der Mannschaft 28. April 1979 2004 2013
05 DeutscherDeutscher Eugen Gopko 5. Januar 1991 2008 2012
08 SlowakeSlowake Radoslav ZabavnĂ­k 16. September 1980 2010 2012
15 DeutscherDeutscher Jan Kirchhoff 1. Oktober 1990 2007 2013
16 DeutscherDeutscher Stefan Bell 24. August 1991 2007 2014
18 DeutscherDeutscher TĂŒrkeTĂŒrke Malik Fathi 29. Oktober 1983 2010 2014
26 DeutscherDeutscher Niko Bungert 24. Oktober 1986 2008 2014
34 DeutscherDeutscher Fabian Schönheim 14. Februar 1987 2011 2014
Mittelfeld
06 DeutscherDeutscher ItalienerItaliener Marco Caligiuri 14. April 1984 2010 2013
07 DeutscherDeutscher PolePole Eugen Polanski 17. MĂ€rz 1986 2009 2014
11 DeutscherDeutscher Yunus Malli 24. Februar 1992 2011 2013
14 ÖsterreicherÖsterreicher Julian Baumgartlinger 2. Januar 1988 2011 2015
17 UngarUngar ZoltĂĄn Stieber 16. Oktober 1988 2011 2015
19 KolumbianerKolumbianer Elkin Soto 4. August 1980 2007 2013
23 DeutscherDeutscher Marcel Risse 17. Dezember 1989 2010 2014
25 ÖsterreicherÖsterreicher Andreas Ivanschitz 15. Oktober 1983 2009 2013
27 DeutscherDeutscher Nicolai MĂŒller 25. September 1987 2011 2015
Angriff
09 TunesierTunesier DeutscherDeutscher Sami Allagui 28. Mai 1986 2010 2013
10 KamerunerKameruner DeutscherDeutscher Maxim Choupo-Moting 23. MĂ€rz 1989 2011 2014
13 NigerianerNigerianer Anthony Ujah 20. November 1990 2011 2015
22 SchweizerSchweizer KroateKroate Mario Gavranović 24. November 1989 2011 2012
28 UngarUngar Ádåm Szalai 9. Dezember 1987 2010 2013
30 TĂŒrkeTĂŒrke DeutscherDeutscher Deniz Yılmaz 26. Februar 1988 2011 2014
35 ÄgypterÄgypter DeutscherDeutscher Mohamed Zidan 11. Dezember 1981 2012 2012

Transfers zur Saison 2011/12

ZugÀnge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland TurkeiTĂŒrkei Yunus Malli Borussia M'gladbach II Sommer 2011
TschechienTschechien Zdeněk Pospěch FC Kopenhagen Sommer 2011
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Deniz Yılmaz FC Bayern MĂŒnchen II Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Nicolai MĂŒller SpVgg Greuther FĂŒrth Sommer 2011
UngarnUngarn ZoltĂĄn Stieber Alemannia Aachen Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Marcel Risse Bayer 04 Leverkusen Sommer 2011
KamerunKamerun DeutschlandDeutschland Maxim Choupo-Moting Hamburger SV Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Fabian Schönheim SV Wehen Wiesbaden Sommer 2011
OsterreichÖsterreich Julian Baumgartlinger FK Austria Wien Sommer 2011
NigeriaNigeria Anthony Ujah LillestrĂžm SK Sommer 2011
DeutschlandDeutschland TurkeiTĂŒrkei Malik Fathi Spartak Moskau Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Loris Karius Manchester City2 Sommer 2011
SchweizSchweiz KroatienKroatien Mario Gavranović FC Schalke 042 Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Loris Karius Manchester City Winter 2012
DeutschlandDeutschland Stefan Bell Eintracht Frankfurt1 Winter 2012
AgyptenÄgypten DeutschlandDeutschland Mohamed Zidan Borussia Dortmund Winter 2012
AbgÀnge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
SlowakeiSlowakei Miroslav Karhan FC Spartak Trnava Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Martin Pieckenhagen Karriereende Sommer 2011
UngarnUngarn Zsolt LƑw Karriereende Sommer 2011
TschechienTschechien Jan Ć imĂĄk FC Carl Zeiss Jena Sommer 2011
DeutschlandDeutschland AndrĂ© SchĂŒrrle Bayer 04 Leverkusen Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Lewis Holtby FC Schalke 041 Sommer 2011
OsterreichÖsterreich Christian Fuchs FC Schalke 04 Sommer 2011
TschechienTschechien Filip Trojan SG Dynamo Dresden Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Stefan Bell Eintracht Frankfurt2 Sommer 2011
KroatienKroatien Petar Sliơković FC St. Pauli2 Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Florian Heller FC Ingolstadt 04 Winter 2012








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1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen

Trainerstab 2011/12

Name Funktion NationalitÀt
Thomas Tuchel Chef-Trainer DeutscherDeutscher
Arno Michels Co-Trainer DeutscherDeutscher
Stephan Kuhnert Torwart-Trainer DeutscherDeutscher
Axel Busenkell Konditionstrainer DeutscherDeutscher
Rainer Schrey Athletiktrainer DeutscherDeutscher

Struktur

Als einer von wenigen deutschen Profifußballvereinen ist der 1. FSV Mainz 05 heute noch ein reiner eingetragener Verein.

Vorstand

VereinsprĂ€sident ist seit 1988 Harald Strutz. Seine VizeprĂ€sidenten sind Peter Arens, JĂŒrgen Doetz und Karl-Heinz ElsĂ€ĂŸer, die weiteren Vorstandsmitglieder Schatzmeister Friedhelm Andres, Jugendleiter Hubert Friedrich, Bernhard Geitel, Manfred Thöne und Manager Christian Heidel. Seit Strutz' Wahl zum PrĂ€sidenten wurde dieses Gremium nur geringfĂŒgig verĂ€ndert.

Nationalspieler

Bislang drei Spieler von Mainz 05 trugen wĂ€hrend ihrer Zeit beim FSV auch das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft: Manuel Friedrich, AndrĂ© SchĂŒrrle und Lewis Holtby.

Deutsche Ex-Nationalspieler im 05-Trikot waren Kurt Diemer, Karl Scherm, Helmut Schneider, Erich BĂ€umler und Hanno Balitsch, zudem ist Malik Fathi im aktuellen Kader des FSV ein ehemaliger deutscher Nationalspieler. Der bei den Mainzer Junioren ausgebildete Franco Foda spielte zweimal fĂŒr das DFB-Team.

In deutschen Juniorennationalmannschaften spielten zuletzt AndrĂ© SchĂŒrrle (U21), der an Rot Weiss Ahlen ausgeliehene Mario Vrančić (U20), Stefan Bell, Eugen Gopko, Christoph Sauter (alle U19), Benedikt Saller (U18) und Shawn Parker (U18).

Ehemalige deutsche U21-Nationalspieler im aktuellen Kader sind Niko Bungert (2008), Eugen Polanski (2005) und Malik Fathi (2004).

AuslĂ€ndische Nationalspieler im Kader der Mainzer sind derzeit Elkin Soto (Kolumbien), Nikolče Noveski (Mazedonien), Andreas Ivanschitz (Österreich), Radoslav ZabavnĂ­k (Slowakei), ÁdĂĄm Szalai (Ungarn) und Julian Baumgartlinger (Österreich).

Vorher spielten bereits die Nationalspieler Spasoje Bulajič (Slowenien), Igoris Morinas (Litauen), Blaise Nkufo (Schweiz), TamĂĄs BĂłdog (Ungarn), Conor Casey (USA), Andrij Woronin (Ukraine), Cha Du-Ri (SĂŒdkorea), Otto Addo (Ghana), Imre Szabics (Ungarn), Mohamed Zidan (Ägypten), Leon Andreasen (DĂ€nemark), Milorad Peković (Montenegro), Chadli Amri (Algerien), Jahmir Hyka (Albanien) und Aristide BancĂ© (Burkina Faso) fĂŒr die 05er.

Trainer

Name Amtszeit Name Amtszeit Name Amtszeit
Tibor Hesser 1926/1927 Horst Zaro 1966–11/1966 Josip KuĆŸe 1992–10/1994
Atwood 1928/1929 Walter Sonnenberger 12/1966–1967 Hermann Hummels 10/1994–4/1995
Julius Etz 1929/1930 Erich BĂ€umler 1967/1968 Horst Franz 4/1995–9/1995
Paul Oßwald 1933/1934 Karlheinz Wettig 1968/1969 Wolfgang Frank 9/1995–3/1997
Clemens WeilbĂ€cher 1936/1937 Erich Gebauer 1969–1971 Reinhard Saftig 3/1997–8/1997
Helmut Schneider 1946–1948 Bernd Hoss 1971–1974 Didi Constantini 9/1997–4/1998
Albert Heitz 1948–1950 Uwe Klimaschefski 1974–9/1974 Wolfgang Frank 4/1998–4/2000
Dr. Berno Wischmann 1950–10/1950 Gerd Menne 10/1974–12/1975 Dirk Karkuth 4/2000–2000
Hans Geiger 10/1950–1952 Horst HĂŒlß 1/1976–1980 RenĂ© Vandereycken 2000–11/2000
Georg Beyerer 1952/1953 Herbert Dörenberg 1980–3/1983 Eckhard Krautzun 11/2000–2/2001
Emil IzsĂł 1953–12/1954 Lothar Emmerich 3/1983–1984 JĂŒrgen Klopp 2/2001–2008
Gerd Higi 1/1955–1957 Horst-Dieter Strich 1984–1988 Jþrn Andersen 2008-8/2009
Josef Kretschmann 1957–1959 Horst HĂŒlß 1988–2/1989 Thomas Tuchel seit 8/2009
Heinz Baas 1959–1966 Robert Jung 2/1989–1992

EhrenspielfĂŒhrer

  1. Konrad Weil: Ehrenmitglied, langjĂ€hriges Vorstandsmitglied, Vorsitzender des Sport- und Spielausschusses, „WiederbegrĂŒnder“ 1. FSV Mainz 05 im Jahre 1945
  2. Gerd Higi: KapitÀn und Verteidiger in den 50er Jahren, spÀter Trainer und Vorstandsmitglied
  3. Dimo Wache: langjÀhriger KapitÀn und Torwart

Weitere Mannschaften

Zweite Mannschaft

Saison Platz
(von)
Tore,
Punkte
1999/00 04 (19) 66:33, 63
2000/01 07 (21) 71:43, 64
2001/02 02 (18) 65:23, 69
2002/03 01 (19) 70:23, 73
2003/04* 14 (18) 40:48, 42
2004/05* 16 (18) 29:46, 33
2005/06 03 (17) 55:35, 56
2006/07 02 (17) 62:26, 66
2007/08 01 (18) 87:22, 76
2008/09* 05 (18) 58:45, 52
2009/10* 15 (18) 37:45, 40
2010/11* 13 (18) 48:51, 41
* in der Regionalliga SĂŒd bzw. West

In der Geschichte des 1. FSV Mainz 05 gab es zwei Zweite Mannschaften.

Die erste dieser beiden Abteilungen stieg 1956 aus der rheinhessischen A-Klasse, Gruppe Nord, in die II. Amateurliga (damals die dritthöchste Spielklasse) auf. Ein Jahr darauf gelang der erneute Aufstieg in die I. Amateurliga. Der Höhenflug hielt nicht lange an – zwei Jahre nach dem zweiten Aufstieg spielte das Team wieder in der A-Klasse, ab 1964 sogar in der B-Klasse, der fĂŒnfthöchsten Liga. Einige Jahre spĂ€ter wurde die Mannschaft aufgelöst.

Wieder ins Leben gerufen wurde der 1. FSV Mainz 05 (A) vom spĂ€teren Manager Christian Heidel. Die Mannschaft startete 1992 in der untersten Liga. Nach vier Meisterschaften in Folge (die erste ohne Punktverlust) erreichten die Amateure 1997 die Verbandsliga SĂŒdwest. Nach dem dritten Platz 1998 stiegen sie 1999 sogar in die Oberliga SĂŒdwest auf.

Auch hier gehörten die Mainzer zu den Spitzenmannschaften. Nach dem vierten, siebten und zweiten Platz stiegen sie im vierten Jahr (2003) in die Regionalliga auf, in der sie im ersten Jahr den Ligaverbleib schafften. Durch den Aufstieg der Profimannschaft hatte der 1. FSV Mainz 05 in der JubilÀumssaison 2004/05 erstmals alle Mannschaften von den Profis bis in die unteren Jugendmannschaften in der höchsten möglichen Liga, musste aber am Saisonende den Abstieg der Amateure und der A-Junioren hinnehmen.

Der von Winter 2004/05 bis April 2010 von Ex-Profi Peter NeustĂ€dter trainierte und in der Saison 2007/08 in die Regionalliga West aufgestiegene 1. FSV Mainz 05 II wurde zudem von 2001 bis 2005 fĂŒnf Mal in Folge SWFV-Pokalsieger. In den daraus resultierenden DFB-Pokalspielen erreichte die zweite Mannschaft zwei Mal das Elfmeterschießen (2001 2:4 gegen Borussia Mönchengladbach, 2003 3:4 gegen den Karlsruher SC), kam aber nie in die zweite Runde.

Im Sommer 2010 wurde die Mannschaft ins Mainzer Juniorenleistungszentrum eingegliedert. Trainer ist seit April 2010 der Schweizer Martin Schmidt.

Erfolge der Zweiten Mannschaft:

  • SĂŒdwestmeisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga: 2003
  • SĂŒdwestpokalsieg: 2001, 2002, 2003, 2004 und 2005
  • Aufstieg in die Regionalliga West: 2008

Regionalligakader 2011/12

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Yannik Dauth
Loris Karius *
Christian Mathenia
Eugen Gopko *
Thomas Meißner
Jonas Raltschitsch
Marco Rose
Benedikt Saller
Tobias Schilk
Manuel Schneider
Fabian Schönheim *
Niki Wiedmann
Frederic Brill
Daniel Buballa
Jaineil Hoilett
Jared Jeffrey
Carsten Lutz
Peter Perchtold
Patrik Ribeiro-Pais
Erik Durm
Shawn Parker *
Lucas Röser
Albert Spahiu
Luka Tankulic
Deniz Yılmaz *
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* Lizenzspieler

Junioren

Die Juniorenabteilung der 05er zĂ€hlt im SĂŒdwesten zu den „großen Drei“ mit dem meist dominierenden 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC SaarbrĂŒcken. GrĂ¶ĂŸter Erfolg der Abteilung ist sportlich die Deutsche U19-Meisterschaft 2009, personell die Ausbildung der A-Nationalspieler Manuel Friedrich und Franco Foda.

2003 war die U19-Mannschaft GrĂŒndungsmitglied der U-19-Bundesliga, aus der sie nach zwei Jahren abstieg. 2006 wurde Mainz 05 Meister der U19-Regionalliga SĂŒdwest und stieg im Play-off gegen den Hessenmeister Kickers Offenbach (5:0, 2:1) wieder in die Bundesliga auf, wo die Mannschaft 2006/07 der Spitzengruppe angehörte und erst am letzten Spieltag die Qualifikation zur Deutschen U19-Meisterschaft verpasste. 2008/09 wurde die Mannschaft unter Trainer Thomas Tuchel Vizemeister der Bundesliga SĂŒd/SĂŒdwest (hinter dem SC Freiburg), wodurch sie sich fĂŒr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizierte und nach Erfolgen gegen Werder Bremen und Borussia Dortmund den Titel errang.

Die B-Junioren wurden unter den Trainern Willi Löhr und ab MĂ€rz 2005 Stefan Hofmann 2004 und 2005 SĂŒdwestmeister vor dem FCK. Im Viertelfinale der Deutschen Jugendmeisterschaft schieden sie 2004 gegen den spĂ€teren Meister VfB Stuttgart (u. a. mit Sami Khedira) durch zwei Niederlagen aus. 2005 erreichten sie gegen Borussia Dortmund (u. a. mit Nuri ƞahin) trotz einer 0:3-Hinspielniederlage im RĂŒckspiel das Elfmeterschießen, unterlagen aber mit 7:8. Zur Spielzeit 2007/08 qualifizierte sie sich fĂŒr die neu gegrĂŒndete U-17-Bundesliga, aus der sie im zweiten Jahr abstiegen.

Die Bundesligaspieler Mimoun Azaouagh, Axel Brummer, Christian Demirtas, Franco Foda, Manuel Friedrich, Fabrizio Hayer und Markus Kreuz, Damir Vrančić und Mario Vrančić wurden bei den 05-Junioren ausgebildet.

Da der Verein neben dem Hauptspielfeld im Stadion, das von den beiden Seniorenmannschaften beansprucht wird, ĂŒber keine tauglichen RasenplĂ€tze verfĂŒgt und die Stadt Mainz keinen Ausweichplatz zur VerfĂŒgung stellen kann, finden ab 2007 die Bundesligaspiele der A-Junioren am Nieder-Olmer Engelborn, die der B-Junioren im Alzeyer Wartberg-Stadion statt.

Vor den Erfolgen in den 2000ern war der Höhepunkt des Mainzer Jugendfußballs die Zeit von 1976 bis 1978. Nicht nur wurden die A-, B- und C-Jugend-Mannschaften regelmĂ€ĂŸig SĂŒdwestmeister, A-Jugend und B-Jugend standen auch im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Dabei schied die A-Jugend 1977 gegen den MSV Duisburg nach einem 4:1-Sieg im Hinspiel und einem 0:4 im Wedaustadion vor 22.000 Zuschauern 0:4 aus, die B-Jugend wurde 1977 und 1978 jeweils Dritter der Deutschen B-Jugendmeisterschaft, musste sich in den Halbfinalspielen aber jeweils Schalke 04 mit 2:5 bzw. 1:2 geschlagen geben. In den Spielen um den dritten Platz konnte man sich gegen Hertha BSC und Eintracht Frankfurt durchsetzen. Trainer der A-Jugend war damals Heinz Hinkel, der 1979 als Jugendkoordinator zum 1. FC Kaiserslautern wechselte und viele gute Spieler mit nach Kaiserslautern nahm. Trainer der B-Jugend war Udo Hertlein. Spiele in der SĂŒdwestliga fanden in der Regel vor 1.000 und mehr Zuschauern auf dem Hartplatz hinter dem Stadion statt.

05er-KidsClub

Seit Juni 2006 fĂŒhrt der 1. FSV Mainz 05 das bundesweit einzigartige soziale Projekt „05er-KidsClub – Lernen und Erleben wie die Profis“ durch. Es handelt sich um eine Plattform fĂŒr Kinder und Jugendliche unabhĂ€ngig von sozialer Herkunft oder sportlichen Talenten, bei der soziale Werte altersgerecht und erlebnispĂ€dagogisch vermittelt werden. Die Schirmherrschaft hat die Kinderbuchautorin Ulla Klopp ĂŒbernommen.

Stadion

Das Stadion am Bruchweg war bis Sommer 2011 die Heimat der ersten Mannschaft
Die neue Coface Arena kurz vor der Fertigstellung
Die Eröffnungsfeier der neuen SpielstÀtte am 03.07.2011

Ab der der Saison 2011/12 ist die Coface Arena die neue SpielstĂ€tte der 05er. Davor trug der FSV seine Heimspiele von 1938 bis 2011 im Stadion am Bruchweg aus. Das reine Fußballstadion am Dr.-Martin-Luther-King-Weg (frĂŒher Bretzenheimer Bruchweg) nahe der Mainzer UniversitĂ€t hat derzeit nach mehreren Umbauten 20.300 grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒberdachte PlĂ€tze, darunter ca. 10.400 SitzplĂ€tze. Zum StadiongelĂ€nde gehören zwei neu angelegte KunstrasenplĂ€tze, ein weiterer Rasenplatz, der wie das Stadion ĂŒber eine Rasenheizung verfĂŒgt, ein Rasen-Kleinfeld und ein Hartplatz. Aus wirtschaftlichen GrĂŒnden war der Verein nach eigenen Angaben auf ein grĂ¶ĂŸeres Stadion angewiesen, wobei ein Ausbau des Bruchwegstadions nicht möglich war. Deshalb erfolgte durch die GrundstĂŒcksverwaltungsgesellschaft (GVG) der Stadt Mainz ein Stadionneubau rund zwei Kilometer westlich. Dessen Kosten wurden auf 45 Millionen Euro veranschlagt, dazu kommen noch maximal 15 Millionen Euro fĂŒr zusĂ€tzliche Bau- und Erschließungskosten sowie fĂŒr den Erwerb der BauflĂ€che.[13]

Vor 1938 spielten die 05er 500 Meter sĂŒdlich des heutigen Stadions auf dem in Eigenarbeit angelegten Sportplatz am Fort Bingen, der 1920 mit einem Freundschaftsspiel gegen Vasas Budapest vor 5.000 Zuschauern eingeweiht wurde. Nach der Erweiterung zur Saison 1926/27 bot die moderne Kampfbahn mit TribĂŒne und ausgebauten Stehtraversen Platz fĂŒr mehr als 10.000 Zuschauer. 1937 musste dieses erste vereinseigene Stadion einer Flakkaserne weichen, die heute den Haupteingang der UniversitĂ€t bildet. Als EntschĂ€digung fĂŒr den Verlust der Anlage mit drei Spielfeldern, TribĂŒnen und Umkleidekabinen, in die mehrere hunderttausend Mark investiert worden waren, erhielt der Verein lediglich 3.000 Mark. Die 05er spielten zunĂ€chst an der Pariser Straße auf dem Platz des MTV 1817, ab 1938 in der Herbert-Norkus-Kampfbahn, wie das stĂ€dtische Stadion am Bruchweg im Dritten Reich hieß.

Vor der Errichtung des Sportplatzes am Fort Bingen musste der Verein unterschiedliche SportplĂ€tze nutzen. Zu Hassia-Zeiten spielte man auf freien FlĂ€chen der Befestigung am Gautor, große Spiele wurden auf der 1897 errichteten Radrennbahn am nahegelegenen Fichteplatz ausgetragen. 1910 zog der Verein auf den Platz des Mainzer SV 08 an der Hattenbergstraße um. Nach dem Krieg und der Fusion mit den 08ern musste der Klub zunĂ€chst auf den ungeeigneten SchĂŒtzenfestplatz oberhalb des Stadtparks ausweichen, bis die Kampfbahn am Fort Bingen fertiggestellt war.

Bei den Heimspielen des 1. FSV Mainz 05 wird jedes Tor der eigenen Mannschaft mit den ersten Takten des Narrhallamarschs als Tusch gefeiert.

Weitere Abteilungen

Handballabteilung

Die Handballabteilung der 05er entstand erst 1926, als unter anderem die Juniorenabteilung des Wartburgverein Mainz geschlossen zum FSV wechselte und sich zwei Herren-, ein Damen- und ein Junioren-Feldhandballteam formierten. Bereits 1927 wurde die Mainzer Herrenmannschaft Bezirks- und Rhein-Saar-Meister. Bis 1930 folgten zwei weitere Bezirksmeisterschaften. Überregional scheiterten die Mainzer regelmĂ€ĂŸig am SV Darmstadt 98. Wie die Fußballabteilung brachen auch die Handballer nach dem Verlust des VereinsgelĂ€ndes ab 1938 zusammen.

Nach dem Krieg konnten die neuformierten Handballer nicht an die alten Erfolge anknĂŒpfen. Erst 1972 gelang mit der Rheinhessenmeisterschaft der Junioren und dem anschließenden zweiten Platz bei der SĂŒdwestmeisterschaft wieder ein Titel.

Die Herrenmannschaft erreichte 1977 die Oberliga, aus der sie 1983 wieder abstieg. Bis 1985 und von 1988 bis 1993 spielte das Team in der Verbandsliga.

Eine Damenmannschaft gibt es erst seit 1978 wieder. Von 1992 bis 1996 traten die 05-Spielerinnen in der Regionalliga an. Die Erweiterung der Regionalliga SĂŒdwest um Hessen und ThĂŒringen schmĂ€lerte die Wiederaufstiegschancen. Trotz mehrerer Meisterschaften in der Oberliga scheiterte das Team regelmĂ€ĂŸig im Aufstiegs-Play-off.

Die bis Oktober 2006 vom „Magier“ Vlado Stenzel trainierten Damen stiegen 2008 in die Regionalliga SĂŒdwest auf. Im Jahr 2010 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit der Saison 2011/12 spielen die Damen in der 3. Liga. Die Herren spielen nur noch in der B-Klasse, zuletzt in einer Spielgemeinschaft mit dem Mombacher Turnverein.

Tischtennisabteilung

Die Tischtennisabteilung des 1. FSV Mainz 05 entstand 1949, als acht Jugendliche des Mainzer Rudervereins, fĂŒr die nach der WĂ€hrungsreform die MitgliedsbeitrĂ€ge zu hoch wurden, zu den 05ern wechselten. Bereits im ersten Jahr nahmen drei Spieler an den Deutschen Einzelmeisterschaften teil.

Der erste Star des 05-Tischtennis war der mehrfache indische Meister Cudhir Kakhar, der sich in den frĂŒhen 50ern dem FSV anschloss und den Topspin in Deutschland einfĂŒhrte.

1954 schlossen sich mehrere Spieler des Landesmeisters Blau-Weiß Gonsenheim, der sich auflöste, dem Verein an.[14] Im gleichen Jahr waren die Mainzer GrĂŒndungsmitglied der Oberliga SĂŒdwest, der sie bis 1972 und erneut von 1976 bis 1978 angehörten. 1956 spielten sie um die Deutsche Meisterschaft mit. 1968 verpasste Mainz 05 als Oberligazweiter hinter der TGS Rödelheim nur knapp die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Tischtennis-Bundesliga.

Mit Dieter Köhler stellten die 05er 1956 den deutschen Jugendmeister im Einzel und Doppel sowie den internationalen Jugendmeister. Bei der Weltmeisterschaft 1959 bezwang Köhler den chinesischen Asienmeister Wang Chuan-Yao. Bis heute ist Köhler der erfolgreichste Tischtennisspieler des 1. FSV Mainz 05. Bis 1965 stellten die 05er jedes Jahr den Verbandsmeister Rheinhessens.

Nach dem Wiederaufstieg 1980 waren die 05er auch GrĂŒndungsmitglied der 2. Bundesliga, aus der sie im Zuge der Staffelreduzierung 1988 wieder abstiegen. 1991 spielten die Mainzer nur noch viertklassig. Wayne Estwick, Nationalspieler von Trinidad und Tobago, sollte ein SchlĂŒsselspieler beim Wiederaufstieg werden, kam aber noch vor seinem ersten Einsatz bei einem RaubĂŒberfall auf den Mainzer Tischtennis-Abteilungsleiter ums Leben.

Der bekannteste Mainzer Tischtennisspieler der letzten Jahre ist der Chinese Li Bing, der von 1994 bis 2004 acht Mal bester Einzelspieler der Liga wurde und den Verein wieder in die Regionalliga brachte. Seit seinem Wechsel nach Mainz verpasste er kein einziges Meisterschaftsspiel (Stand: 2005). 2001 brachten die 05er einen weiteren Spitzenspieler heraus. Der damals 15-jÀhrige Patrick Baum wurde in seiner Altersklasse Deutscher und Europameister. Nach der Regionalligameisterschaft 2002 scheiterten die Mainzer in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga.

Die Saison 2005/06 schlossen die Mainzer als Zweitplatzierter der drittklassigen Regionalliga SĂŒdwest ab.

Literatur

  • Reinhard Rehberg, Jörg Schneider, Christian Karn u. a.: 100 Jahre 1. FSV Mainz 05: Das Buch zum JubilĂ€um. Herausgeber: 1. FSV Mainz 05, Eigenverlag, Mainz 2005
  • Michael Bonewitz: Der Aufstieg. Mainz 05 – tolle Fans – packende Momente – aufregende Bilder. Bonewitz Communications, Mainz 2004, ISBN 3-00-014036-0
  • Norman HĂ€nsler: Ermittlung zuschauerorientierter Leistungen im Fußball mittels adaptiver Conjoint Analyse – Eine sozioökonomische Untersuchung am Beispiel des Fußballzweitligisten Mainz 05. Magisterarbeit, Diplomica. 2001, ISBN 3-8324-4510-2

Einzelnachweise

  1. ↑ Hinweis in: Echt - Das Stadionmagazin, Heft 37, 3. MĂ€rz 2012, S. 31
  2. ↑ Coface Arena
  3. ↑ Mainzer Anzeiger vom 18. August 1905
  4. ↑ Mainzer Anzeiger vom 23. November 1925
  5. ↑ Werner Skrentny: Unendlich viel zu verdanken - JĂŒdische Traditionen im Fußball-SĂŒden, in: Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Davidstern und Lederball, Göttingen 2003, S. 102
  6. ↑ Mainzer Anzeiger vom 20. Dezember 1945
  7. ↑ Allgemeine Zeitung vom 7. Dezember 1970
  8. ↑ Rehberg, Schneider, Karn u. a.: 100 Jahre 1. FSV Mainz 05. Seite 147f.
  9. ↑ BR Online: Trainersuche beim FC Bayern
  10. ↑ Klimaneutraler Club – Mainz 05 sieht sich auch als Öko-Spitzenreiter FAZ.net vom 14. Oktober 2010
  11. ↑ Mainz 05 erster klimaneutraler Bundesliga-Verein Allgemeine Zeitung, Rhein-Main-Presse vom 14. Oktober 2010
  12. ↑ "Wir haben selbst Schuld!"
  13. ↑ mainz05.de: Neuer Standort fĂŒr die Coface Arena gefunden – News vom 19. Februar 2008
  14. ↑ Zeitschrift DTS, 1954/16 S.4

Fußnote

Nominierungskriterien zur Elf der Ära:

  • Tor, Abwehr, Mittelfeld: die meisten EinsĂ€tze im jeweiligen Zeitraum
  • Angriff: die meisten Tore im jeweiligen Zeitraum

Weblinks

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