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| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | 2-Propanol | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C3H8O | |||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 67-63-0 | |||||||||||||||||||||
| PubChem | 3776 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose FlĂŒssigkeit mit alkoholartigem Geruch [1] | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 60,10 g·molâ1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flĂŒssig | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
0,78 g·cmâ3 [1] | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
82 °C [1] | |||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
vollstÀndig mischbar mit Wasser[1], Ethanol, Aceton, Chloroform, Benzol | |||||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,37927 (20 °C)[2] | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| MAK |
200 ml·mâ3 bzw. 500 mg·mâ3 [1] | |||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||||||||
2-Propanol, auch als Isopropylalkohol oder Isopropanol (abgekĂŒrzt IPA) bekannt, ist der einfachste nicht-cyclische, sekundĂ€re Alkohol.
Inhaltsverzeichnis |
Die groĂtechnische Herstellung erfolgt ausgehend von Propen oder von Aceton auf zwei verschiedenen Wegen. Die Herstellung aus Propen erfolgt durch Hydratisierung an sauren Ionentauscher</b>harzen als Katalysator:
Der zweite Herstellungsweg erfolgt durch eine Hydrierung von Aceton:
Durch Umkehrung dieser Reaktion wird groĂtechnisch Aceton aus Isopropanol durch Oxidehydrierung erzeugt, d. h. Dehydrierung mit gleichzeitiger Oxidation des entstandenen Wasserstoffs mit Sauerstoff zu Wasser.
Isopropanol ist eine farblose, leicht flĂŒchtige und brennbare FlĂŒssigkeit, die einen leicht sĂŒĂlichen, bei stĂ€rkerem Einatmen stechenden Geruch, besitzt â dieser ist charakteristisch und erinnert an KrankenhĂ€user und Arztpraxen, da Isopropanol Bestandteil vieler Desinfektionsmittel ist. Bei â88 °C erstarrt die FlĂŒssigkeit zu einem farblosen Feststoff. Der Siedepunkt unter Normaldruck liegt bei 82 °C. Isopropanol ist mit Wasser in jedem VerhĂ€ltnis homogen mischbar und bildet ein konstant siedendes (azeotropes) Gemisch bei 80,4 °C und 12,1 % Wasseranteil. Die Verbindung bildet mit einer Reihe weiterer Lösungsmittel azeotrop siedende Gemische. Die azeotropen Zusammensetzungen und Siedepunkte finden sich in der folgenden Tabelle. Keine Azeotrope werden mit Methanol, Ethanol, 1-Propanol, n-Butanol, iso-Butanol, sec-Butanol, Cyclohexanol, Ethandiol, Ethylbenzol, Aceton, Diethylether, 1,4-Dioxan, Methylacetat und Dimethylformamid gebildet.[4]
| Azeotrope mit verschiedenen Lösungsmitteln[4] | ||||||||||||
| Lösungsmittel | n-Pentan | n-Hexan | n-Heptan | n-Octan | Cyclohexan | Benzol | Toluol | |||||
| Gehalt Isopropanol | in Ma% | 6 | 23 | 51 | 84 | 32 | 33 | 69 | ||||
| Siedepunkt | in °C | 35 | 63 | 76 | 82 | 69 | 72 | 81 | ||||
| Lösungsmittel | Methylethylketon | Diisopropylether | Ethylacetat | Isopropylacetat | Acetonitril | Chloroform | Tetrachlorkohlenstoff | |||||
| Gehalt Isopropanol | in Ma% | 32 | 15 | 25 | 52 | 48 | 4 | 18 | ||||
| Siedepunkt | in °C | 78 | 66 | 75 | 80 | 75 | 61 | 69 | ||||
Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend log10(P) = Aâ(B/(T+C)) (P in bar, T in K) mit A = 4,57795, B = 1221,423 und C = -87,474 im Temperaturbereich von 359,0 bis 508,24 K.[5]
| Eigenschaft | Typ | Wert [Einheit] | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| Standardbildungsenthalpie | ÎfH0liquid ÎfH0gas |
â318,2 kJ·molâ1[6] â272,3 kJ·molâ1 [6] |
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| Standardentropie | S0liquid | 180,58 J·molâ1·Kâ1[7] | als FlĂŒssigkeit |
| Verbrennungsenthalpie | ÎcH0liquid | â2005,8 kJ·molâ1[6] | |
| WĂ€rmekapazitĂ€t | cp | 161,2 J·molâ1·Kâ1 (25 °C)[8] 89,32 J·molâ1·Kâ1 (25 °C)[9] |
als FlĂŒssigkeit als Gas |
| Kritische Temperatur | Tc | 508,3 K[10] | |
| Kritischer Druck | pc | 47,6 bar[10] | |
| Azentrischer Faktor | Ïc | 0,66687[11] | |
| Schmelzenthalpie | ÎfH0 | 5,41 kJ·molâ1[7] | beim Schmelzpunkt |
| Verdampfungsenthalpie | ÎVH0 | 39,85 kJ·molâ1[12] | beim Normaldrucksiedepunkt |
Die TemperaturabhĂ€ngigkeit der Verdampfungsenthalpie lĂ€sst sich entsprechend der Gleichung ÎVH0=Aexp(âαTr)(1âTr)ÎČ (ÎVH0 in kJ/mol, Tr =(T/Tc) reduzierte Temperatur) mit A = 53,38 kJ/mol, α = â0,708, ÎČ = 0,6538 und Tc = 508,3 K im Temperaturbereich zwischen 298 K und 380 K beschreiben. [12]
Dampfdruckfunktion von 2-Propanol
TemperaturabhÀngigkeit der VerdampfungswÀrme von 2-Propanol
2-Propanol bildet leicht entzĂŒndliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 12 °C. Der Explosionsbereich liegt zwischen 2 Vol% (50 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 13,4 Vol% (335 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).[13] Eine Korrelation der Explosionsgrenzen mit der Dampfdruckfunktion ergibt einen unteren Explosionspunkt von 10 °C sowie einen oberen Explosionspunkt von 39 °C. Die Explosionsgrenzen sind temperatur- und druckabhĂ€ngig. Erhöhte Temperaturen fĂŒhren zu einer Erweiterung des Explosionsbereiches. Eine Erniedrigung des Druckes fĂŒhrt zu einer Verkleinerung des Explosionsbereiches. Die untere Explosionsgrenze Ă€ndert sich bis zu einem Druck von 100 mbar nur wenig und steigt erst bei DrĂŒcken kleiner als 100 mbar an. Die obere Explosionsgrenze verringert sich mit sinkendem Druck analog.[14]
| Explosionsgrenzen bei erhöhter Temperatur (gemessen bei 1013 mbar)[14] | ||||||||||||
| Temperatur | in °C | 20 | 100 | 150 | ||||||||
| Untere Explosionsgrenze (UEG) | in Vol% | 2,2 | 1,9 | 1,6 | ||||||||
| in g·mâ3 | 54 | 47 | 39 | |||||||||
| Obere Explosionsgrenze (OEG) | in Vol% | 12,8 | 13,4 | |||||||||
| in g·mâ3 | 320 | 335 | ||||||||||
| Explosionsgrenzen unter reduziertem Druck (gemessen bei 100 °C)[14] | ||||||||||||
| Druck | in mbar | 1013 | 800 | 600 | 400 | 300 | 250 | 200 | 150 | 100 | 50 | 25 |
| Untere Explosionsgrenze (UEG) | in Vol% | 1,9 | 1,9 | 2,0 | 2,0 | 2,1 | 2,1 | 2,2 | 2,3 | 2,4 | 3,1 | 3,8 |
| in g·mâ3 | 47 | 47 | 49 | 50 | 51 | 52 | 54 | 56 | 59 | 76 | 92 | |
| Obere Explosionsgrenze (OEG) | in Vol% | 13,4 | 12,8 | 12,3 | 11,8 | 11,6 | 11,6 | 11,7 | 11,7 | 11,3 | 9,5 | 6,0 |
| in g·mâ3 | 335 | 320 | 397 | 295 | 287 | 290 | 292 | 292 | 282 | 237 | 150 | |
Die Sauerstoffgrenzkonzentration liegt bei 20 °C bei 8,7 Vol%, bei 100 °C bei 8,1 Vol%.[14] Die Grenzspaltweite wurde mit 0,99 mm bestimmt.[13] Es resultiert damit eine Zuordnung in die Explosionsgruppe IIA.[13] Die ZĂŒndtemperatur betrĂ€gt 425 °C.[13] Der Stoff fĂ€llt somit in die Temperaturklasse T2. Die elektrische LeitfĂ€higkeit ist mit 5,8·10â6 S·mâ1 eher gering.[15] In wĂ€ssrigen Lösungen Ă€ndert sich der Flammpunkt mit <20 °C bis zu einem Wassergehalt von 80 Mol% nur wenig.[16]
Dampfdruckfunktion und Explosionsbereich von 2-Propanol
Flammpunktsfunktion von 2-Propanol/Wasser-Gemischen
2-Propanol kann, wie andere sekundĂ€re Alkohole auch,[17] mit Luftsauerstoff explosionsfĂ€hige Peroxide bilden.[18][19][20] So wurde beispielsweise in BehĂ€ltern, in denen Isopropanol zehn Jahre aufbewahrt worden war, ein Peroxidgehalt von 1 % festgestellt; Peroxid-Konzentrationen bis 4,2 % wurden berichtet.[17] Beim Abdestillieren von 2-Propanol bis zur Trockne ist es deshalb zu teils schweren UnfĂ€llen gekommen. Es ist daher ratsam, Isopropanol vor dem Abdestillieren auf Peroxide zu prĂŒfen.
Die DĂ€mpfe wirken betĂ€ubend. Der Kontakt verursacht Reizungen der Augen und der SchleimhĂ€ute. Beim Umgang fĂŒr ausreichende LĂŒftung sorgen. In Tierversuchen wurden keine Hinweise auf sensibilisierende oder mutagene Eigenschaften gefunden.