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| Gemeinde A Coruña | ||
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| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Galicien | |
| Provinz: | A Coruña | |
| Koordinaten | 43° 22âČ N, 8° 24âČ W43.3627777778-8.404722222220Koordinaten: 43° 22âČ N, 8° 24âČ W | |
| Höhe: | 0 msnm | |
| FlĂ€che: | 37,83 kmÂČ | |
| Einwohner: | 246.028 (1. Jan. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 6.503,52 Einw./kmÂČ | |
| Postleitzahl: | 15001 - 15011 | |
| Gemeindenummer (INE): | 15030 | |
| NÀchster Flughafen: | Flughafen A Coruña (Aeroporto de Alvedro) | |
| Verwaltung | ||
| BĂŒrgermeister: | Carlos Negreira Souto (PP) | |
| WebprÀsenz der Gemeinde | ||
A Coruña (offiziell und in galicischer Sprache; inoffiziell spanisch und ehemals amtlich La Coruña)[2] ist eine Stadt im Ă€uĂersten Nordwesten von Spanien. Sie ist Hauptstadt der zur Autonomen Gemeinschaft Galicien gehörenden Provinz A Coruña. Die Stadt umfasst eine GesamtflĂ€che von 37,83 kmÂČ und zĂ€hlt 246.028 Einwohner (Stand 1. Januar 2011), unter Einbeziehung der Vororte 407.150 Einwohner (Stand: Januar 2009).
Inhaltsverzeichnis |
Der natĂŒrlich geschĂŒtzte Hafen von A Coruña wurde von den Phöniziern, Kelten und spĂ€ter den Römern genutzt. Diese errichteten um 110 n. Chr. im damaligen Ardobicum Corunium den Herkulesturm, einen im Norden der Stadt gelegenen Leuchtturm, der noch heute an diese Zeit erinnert und seit Juni 2009 auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht.[3].
WÀhrend der Herrschaft der Sueben im 5. Jahrhundert war Corunium zeitweise Hauptstadt des Königreiches.
Unter dem spanischen Namen La Coruña findet die Stadt erstmals im 13. Jahrhundert urkundliche ErwĂ€hnung. Die BlĂŒtezeit der Stadt lag im 14. und 15. Jahrhundert, als sie sich zum Zielhafen englischer Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela entwickelte. Heute ist die Route des Camino InglĂ©s wieder mit der Jakobsmuschel gekennzeichnet. Im Jahr 1588 war die Stadt Ferrol (Provinz A Coruña) Station der spanischen Armada auf ihrem Weg nach England. In der Folge wurde A Coruña im Jahr 1589 von einem englischen Flottenverband unter der FĂŒhrung von Sir Francis Drake angegriffen, dabei jedoch nicht eingenommen. Die erfolgreiche Verteidigung der Stadt wird, gemÀà der Ăberlieferung, mit der BĂŒrgerin MarĂa Pita in Zusammenhang gebracht, nach der auch heute noch der Hauptplatz der Stadt benannt ist. MarĂa Pita, eine Metzgersfrau, hob sich bei der BekĂ€mpfung der englischen Freibeuter um den Piraten Sir Francis Drake 1589 durch ihre HartnĂ€ckigkeit hervor. Sie wird heute noch als Heldin und als Symbol fĂŒr Freiheit gesehen.
WĂ€hrend des Spanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges (1808â1814) fand am 16. Januar 1809 die Schlacht von A Coruña statt. Dort bekĂ€mpften sich ein französisches Heer unter Marschall Soult und ein britisches Expeditionsheer unter Sir John Moore. Die Schlacht endete unentschieden.
Die Stadt A Coruña ist direkt am Atlantik gelegen und ist durch ein entsprechend mildes Klima gekennzeichnet. Temperaturen unter 10 °C sind selten, dafĂŒr befindet sich A Coruña im niederschlagreichsten Gebiet Spaniens.
| A Coruña | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (ErklÀrung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr A Coruña
Quelle: WMO
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In den letzten Jahren ist die Stadt durch verschiedene Infrastruktur- und Stadtentwicklungs-Projekte, insbesondere im Bereich des Verkehrs, der Kultur, des Sportes und der Freizeit weiterentwickelt worden. Erhöhte Anstrengungen wurden insbesondere unternommen, um den KĂŒstenbereich (Strand und Promenade) der Stadt wiederherzustellen. Diese BemĂŒhungen sind darauf gerichtet den traditionellen Charakter der Stadt, der seit Jahrzehnten von der ansĂ€ssigen Verwaltung, vom Handel, vom Hafen und vom Tourismus geprĂ€gt worden ist, in das 21. Jahrhundert zu ĂŒbertragen. Auf dem Gebiet der Wissenschaft hat insbesondere die vom Stadtrat im Jahr 1983 gegrĂŒndete Institution âHaus der Wissenschaftenâ eine ĂŒberregionale Bedeutung erlangt. Zu dieser Institution gehören das Planetarium, das populĂ€rwissenschaftliche âHaus des Menschenâ (Domus) sowie das Aquarium âAquarium Finisterraeâ (Casa de los Peces) der Stadt.
Denkmal und Herkulesturm (2005)
Sehenswert sind unter anderem die StadtstrÀnde (Riazor, Orzan), Hafen umgeben mit Galerie-HÀusern und der Herkules-Turm, der als Àltester Leuchtturm der Welt gilt.
Die Endesa Termic ist einer der höchsten Schornsteine Europas.
Die Provinz A Coruña Ist die derzeit reichste Region Galiciens und erwirtschaftete ca. ein Drittel des galicischen BIPs. Die gröĂte Bedeutung hat der Dienstleistungssektor und dort insbesondere der Finanzsektor. Gefolgt von HafenaktivitĂ€ten wie Handel und Fischerei. Der industrielle Sektor ist von geringerer Bedeutung.
A Coruña besitzt mit einer Wasserfront von 6 km und einem jĂ€hrlichen Handelsvolumen von ca. 13 Million Tonnen, den gröĂten Hafen in Galicien. Die gröĂten Umschlagsmengen sind FlĂŒssigmassengĂŒter wie Rohöl und Bioethanol. Gefolgt von festen MassengĂŒtern wie Kohle, Holz, Zement und Erzen. Andere GĂŒter wie der Containerverkehr sind nur im geringem MaĂe vertreten. Die angelandete Fischmenge ist die zweitgröĂte Galiciens und der Fischmarkt ist einer der bedeutendsten Spaniens. Der Hafen ist auch Zwischenstation von Kreuzfahrtschiffen. So zĂ€hlte die Stadt im Jahr 2007 etwa 40.000 Besucher von 62 Schiffen.
Die Stadt besitzt zwei Industriegebiete mit mehr als 600 Unternehmen. Darunter eine Ălraffinerie der Firma Repsol YPF und ein Betrieb des Aluminiumproduzenten Alcoa. Weiterhin ist A Coruña Sitz von Fadesa Inmobiliaria, einem fĂŒhrenden (und ehemals im IBEX 35 notierten) Immobilienunternehmen. Auch der Konzern Inditex, der mit seinen Marken wie etwa Zara zu den gröĂten Textilkonzernen der Welt gehört, hat seinen Sitz in A Coruña, wenngleich sich die Konzernzentrale mittlerweile in der Nachbargemeinde Arteijo befindet.
Der Tourismus in der Stadt ist in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch den Besuch von Kreuzfahrtschiffen, stark gewachsen. So konnte A Coruña 2006 zum ersten mal so viele Besucher begrĂŒĂen wie es Einwohner hat. Einer der Anziehungspunkte ist die Strandpromenade, die nach ihrer endgĂŒltigen Fertigstellung 13 km messen wird. Weitere SehenswĂŒrdigkeiten sind, das an der Hafenmole gelegene âââCastillo de San Antonââ aus dem 16. Jahrhundert, in dem sich heute das archĂ€ologische Museum befindet, der Herkulesturm und das Museo de Balas Artes in dem unter anderem Werke von Goya zu sehen sind. Die Ă€lteste Kirche der Stadt ist die dem heiligen Jakobus geweihte Ingesa de Santiago aus dem 12./13. Jahrhundert. Die beiden wichtigsten StrĂ€nde der Stadt sind OrzĂĄn und Riazor, die sich unterhalb der Strandpromenade befinden. Das wichtigste touristische Ereignis ist die jĂ€hrlich am 23. Juni begangene Nacht des San Juan, welche mit Hexenumzug, Feuerwerk und Johannisfeuern auf den StadtstrĂ€nden begangen wird.
Die Stadt beherbergt den FuĂballverein Real Club Deportivo de La Coruña, der seit Ende 1990er Jahre bereits mehrfach erfolgreich in der UEFA Champions League aufgetreten ist.
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