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Abbeville

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Abbeville (Begriffsklärung) aufgeführt.
Abbeville
Wappen von Abbeville
Abbeville (Frankreich)
Abbeville
Semper fidelis[1]
Region Picardie
Département Somme
Arrondissement Abbeville (Unterpräfektur)
Kanton Abbeville-Nord und Abbeville-Sud (Chef-lieu)
Koordinaten 50° 6′ N, 1° 50′ O50.10527777781.8352777777810Koordinaten: 50° 6′ N, 1° 50′ O
Höhe 10 m (2–76 m)
Fläche 26,42 km²
Einwohner 24.325 (1. Jan. 2009)
Bevölkerungsdichte 921 Einw./km²
Postleitzahl 80100
INSEE-Code
Website http://www.ville-abbeville.fr
.

Abbeville ([abˈvil] dt. „Stadt des Abtes“) ist eine französische Gemeinde im Département Somme in der Region Picardie. Sie ist Bezirkshauptstadt (sous-préfecture) des gleichnamigen Arrondissement. Die 24.325 Einwohner (Stand 1. Januar 2009) nennen sich Abbevillois.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt befindet sich an der Somme etwa 12 km südöstlich von der Baie de Somme, wo der Fluss in den Atlantik mündet. Die Departementshauptstadt Amiens liegt etwa 45 km stromaufwärts, weit im Landesinnern; deshalb gilt Abbeville als Zentrum der maritimen Picardie.

Geschichte

Stiftskirche St. Vulfran

Abbeville wurde im 7. Jahrhundert gegründet und erhielt im 12. Jahrhundert das Stadtrecht. 1259 unterzeichnete Heinrich III. hier einen Vertrag über die Abtretung der Normandie an Frankreich.

Im Mittelalter war Abbeville ein Hafen am Ärmelkanal. Danach hat die Versandung der Somme-Bucht das Meer zwölf Kilometer zurückgedrängt.

Am Anfang des Westfeldzuges - die Wehrmacht marschierte durch die neutralen Länder Niederlande und Belgien und kesselte das britische Expeditionskorps in und um Dünkirchen ein - erreichte die 2. Panzerdivision des XIX. Armeekorps die Kanalküste bei Abbeville. Damit war die alliierte Nordgruppe mit rund 400.000 Mann eingeschlossen (Näheres siehe Schlacht um Dünkirchen). Vom 28. Mai bis 4. Juni 1940 fand die Schlacht von Abbeville statt.

Bombardements der Deutschen wie der Alliierten richteten während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1940 und 1944 Zerstörungen im Stadtgebiet an. Im Herbst 1944 zog sich die Wehrmacht aus Abbeville zurück.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Abbeville

  • Die Stiftskirche St. Vulfran ist ein Meisterwerk spätgotischer Baukunst. Mit ihrem Bau wurde 1488 begonnen.
  • Abbeville ist wegen altsteinzeitlicher Funde in einer Kiesgrube nahe der Stadt namengebend für die altsteinzeitliche Epoche des Abbevillien.

Wirtschaft

In Abbeville sind Brauereien und die Textilindustrie ansässig.

Städtepartnerschaften

Abbeville hat 1993 mit Argos auf der Peloponnes in Griechenland und 1994 mit Burgess Hill in der englischen Grafschaft West Sussex Städtepartnerschaften geschlossen.

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Victor Adolfe Malte-Brun: La France illustrée: géographie, histoire, administration, statistique. Paris: J. Rouff, 1881-1884, S. 77.

Literatur

  • Ernest Prarond: La Topographie historique et archéologique d'Abbeville, Abbeville 1871-84.

Weblinks

 Commons: Abbeville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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