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Schlatter war Sohn des Kaufmannsehepaars Hektor Stephan und Wilhelmine Schlatter sowie Enkel der gesellschaftlich bedeutenden Pietistin und Ăkumenikerin Anna Schlatter.[3] Er wuchs mit sieben Geschwistern in einem Elternhaus auf, das tief im christlichen Glauben verwurzelt war. Sein Vater hatte sich nach seiner Heirat von der reformierten Landeskirche losgesagt, die ihm theologisch als zu liberal galt, und mit anderen GlĂ€ubigen eine evangelische Freikirche gegrĂŒndet. Seine Mutter war ihrer Kirche treu geblieben. Die damit gegebene Konfessionsverschiedenheit seiner Eltern war fĂŒr Schlatter und seine Geschwister prĂ€gend: Am Gang zur Kirche trennten sich die Wege. Dennoch hielten seine Eltern auch in Glaubensdingen stets fest zusammen und vermittelten ihren Kindern, dass nicht die Kirchenzugehörigkeit und die Theologie, sondern die Person Jesu und der Glaube an ihn das Fundament des Christentums sei. Diese Unterscheidung galt seinen Eltern, aber mehr noch seiner GroĂmutter ausdrĂŒcklich auch fĂŒr das VerhĂ€ltnis zu katholischen Mitchristen. Dem jungen Schlatter war damit neben einer biblischen Frömmigkeit die Erfahrung einer fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse unĂŒblichen konfessionellen Weite zuteil geworden.[4] Die Eltern fĂŒhrten ihre Kinder auf zahlreichen Wanderungen durch den Alpenraum an die Schönheit der Natur heran. Die hohe WertschĂ€tzung der Schöpfung, die Schlatter als Theologe unermĂŒdlich betonte, nahm hier ihren Anfang.[5]
In seiner Schulzeit (1858â1869) erwies sich der junge Schlatter als Ă€uĂerst sprachbegabt und erhielt daher zum Teil privaten Unterricht, unter anderem in Griechisch, Latein und HebrĂ€isch. Sein Lehrer Franz Misteli leitete ihn dabei zu derjenigen akribischen philologischen Beobachtung an, die spĂ€ter zur methodischen Grundlage seiner Theologie wurde. Hinzu kamen erste BerĂŒhrungen mit der Philosophie Kants und Hegels sowie ein starkes Engagement in einem kirchlichen VorlĂ€ufer des Christlichen Vereins Junger Menschen.[6]
Entgegen der Hoffnung seiner Eltern lehnte er das Theologiestudium zunĂ€chst aus der Angst heraus, dass dieses seinen Glauben zerstören könne, ab. Als seine Ă€lteste Schwester Lydia diese Entscheidung in Frage stellte, wurde ihm schlagartig klar, âdass ich mir dann, wenn ich mich feig dem Studium entziehe, den Glauben nicht rette, sondern ihn eben damit preisgegeben habeâ. Daraufhin wagte er das Studium als Glaubensschritt: âDenen, die mich nach dem Tag meiner Bekehrung fragen, bin ich geneigt, zu antworten, daĂ mein EntschluĂ, Theologie zu studieren, meine Bekehrung war.â[7]
Adolf Schlatter studierte ab 1871 zunĂ€chst in Basel Theologie.[8] Hier durchlebte er eine vor allem durch die BeschĂ€ftigung mit Spinoza ausgelöste krisenhafte Zeit des Suchens, aber auch wesentliche Erkenntnisse durch die Vorlesungen im Fach Philosophie durch Karl Steffensen, der ihn darauf stieĂ, dass alle Gedanken (auch die âreine Vernunftâ) Produkte ihrer Geschichte seien.[9] Seine TĂŒbinger Semester (1873â1874) standen unter dem Eindruck von Johann Tobias Beck, dessen Verbindung von persönlich-existentiellem Glauben und wissenschaftlicher Forschung bei Schlatter einen so tiefen Eindruck hinterlieĂ, dass er sich spĂ€ter als âNachfolger Becksâ beschreiben konnte.[10] Sein Examen legte er 1875 in Basel mit der Bestnote ab. Einem kurzen Pfarrvikariat in Kilchberg (1875) folgte ein Diakonat in NeumĂŒnster/ZĂŒrichsee (1875â1876), dessen prĂ€gendstes Ereignis die intensive BeschĂ€ftigung mit dem katholischen Systematiker und Philosophen Franz von Baader war. Zu der Zeit, in der er in Kesswil ein Pfarramt innehielt (1877â1880), heiratete er Susanna Schoop. Seine Ehe war ausgesprochen glĂŒcklich.[11] Das Ehepaar bekam fĂŒnf Kinder. Die Publikation eines Aufsatzes ĂŒber die âChristologie der Bergpredigtâ (1879) machte die Evangelische Gesellschaft Bern auf den Kesswiler Pfarrer aufmerksam. Sie suchte gerade einen âpositivâ (also nicht theologisch liberal) gesinnten Kandidaten fĂŒr eine LehrtĂ€tigkeit an der Berner theologischen FakultĂ€t. Aufgrund ihrer Anfrage habilitierte sich Schlatter an der UniversitĂ€t Bern in nur vier Wochen mit einem 200 Druckseiten starken Werk ĂŒber Johannes den TĂ€ufer.[12]
Im Jahr 1880 wurde Adolf Schlatter Privatdozent an der UniversitĂ€t Bern.[13] Er war zu Beginn der LehrtĂ€tigkeit nahezu auf sich allein gestellt, da das Kollegium (mit Ausnahme des ihm gleichgesinnten Samuel Oettli) ihm, der auf Betreiben des zur FakultĂ€t in Opposition stehenden âKirchlichen Vereinsâ angestellt worden war, das GesprĂ€ch verweigerte. So suchte er â notgedrungen als Autodidakt â einen möglichst breit angelegten Zugang zur akademischen Theologie. Seine frĂŒhen Vorlesungen[14] umfassen sowohl alt- als auch neutestamentliche Themen,[15] Kirchen- und Dogmengeschichte,[16] Systematische Theologie[17] sowie Philosophie.[18] Im Zuge seiner Forschung grenzte er sich sowohl gegenĂŒber der âliberalen Theologieâ als auch gegen den naiven Biblizismus ab, der sich mit einem rein wörtlichen, ungeschichtlichen VerstĂ€ndnis biblischer Texte begnĂŒgt. Diese Lehrjahre bildeten die kreativste Phase in Schlatters Leben, in der er den Grundstein sowohl fĂŒr die spĂ€ter oft bewunderte Breite als auch fĂŒr die EigentĂŒmlichkeiten seines theologischen Schaffens legte. AnlĂ€sslich eines Preisausschreibens legte er 1885 ein ca. 600 Seiten starkes Werk mit dem Titel âDer Glaube im Neuen Testamentâ vor, das fast hundert Jahre lang in der theologischen Fachwelt hohes Ansehen genoss.[19] Mit dieser Studie gelang ihm der wissenschaftliche Durchbruch, der 1888 zu seiner Ernennung zum auĂerordentlichen Professor durch die UniversitĂ€t Bern fĂŒhrte â die mit diesem Schachzug die Abwanderung ihres Kollegen aber nicht mehr verhindern konnte.
1888 folgte Schlatter einem Ruf an die UniversitĂ€t Greifswald auf den Lehrstuhl fĂŒr Neues Testament.[20] Zum prĂ€genden Element in dieser Zeit wurde seine Freundschaft mit Hermann Cremer und dem dortigen Luthertum, das er als Reformierter zwar schĂ€tzen lernte, mit dem er sich spĂ€ter allerdings auch kritisch auseinandersetzte.[21] Beide verstanden sich aufgrund des gemeinsamen Glaubens an Jesus Christus als Schrifttheologen, die sich eine Erneuerung der Theologie von der Vertiefung in die biblischen Schriften (hier besonders in deren Begrifflichkeiten) erhofften.
Mit Cremer gemeinsam kĂ€mpfte Schlatter um eine wissenschaftliche Alternative zur damals bestimmenden theologischen Schule Albrecht Ritschls. Hier erhielt er sowohl den wissenschaftlichen Austausch im Kollegenkreis als auch die Hörerzahlen, die er sich immer ersehnt hatte. Seine Aufgabe sah er darin, die Studenten anzuleiten, die Ă€ngstliche Traditions- und Lehrerbindung hinter sich zu lassen und selbstĂ€ndige Erkenntnis zu pflegen. Dem folgte auch seine âEinleitung in die Bibelâ fĂŒr die Laienhand, in der er nach seiner Ansicht berechtigte Beobachtungen der historisch-kritischen Theologie (z. B. zur Pseudepigraphie) aufnahm und sich dem Ansinnen des âfrommen LĂŒgensâ zur Sicherung der eigenen Anschauung ĂŒber die Bibel verweigerte.[22]
Eine dreimonatige Reise nach PalĂ€stina 1891 vermehrte nicht nur Schlatters Kenntnisse des Heiligen Landes,[23] sondern hatte eine fĂŒr damalige Zeiten auĂerordentlich positive Einstellung zum Judentum sowie eine Warnung an die Kirche vor Antisemitismus sowie das EingestĂ€ndnis christlicher Schuld zur Folge.[24]
1893 wurde Schlatter durch ministerialen Erlass auf eine neu eingerichtete Professur fĂŒr Systematische Theologie in Berlin berufen. Den Anlass dazu bildete der sog. âApostolikumsstreitâ zwischen dem liberalen Ordinarius Adolf von Harnack und der kirchlichen Ăffentlichkeit. Diese sollte Schlatter als Systematiker der âkirchlich-positivenâ Richtung jetzt an der FakultĂ€t reprĂ€sentieren.[25] Trotz der konfliktĂ€ren Ausgangsbedingungen (wobei sich die Kritik hauptsĂ€chlich auf die Einmischung durch das Berliner Kultusministerium bezog) wurde Schlatter im Kollegenkreis freundlich aufgenommen.[26] Namentlich mit seinem Antipoden Adolf von Harnack verband ihn ein intensiver und freundschaftlicher Austausch, bei dem die theologischen GegensĂ€tze dennoch offen und kontrovers zur Sprache gebracht wurden. Diese FĂ€higkeit zur Trennung von Person und Sache war geradezu ein Persönlichkeitsmerkmal Schlatters.[27] Er selbst beschrieb die Christologie als Kern ihrer GegensĂ€tze: âOb uns Jesus gezeigt wurde, wie er ist, ob wir sahen, was er uns verleiht, oder ob das Neue Testament hinter unserer âWissenschaftâ verschwand, das war die Frage, die zwischen mir und den Liberalen stand. Harnacks Dogma verlangte von ihm, daĂ er bei Jesus eine âReligionâ suchte, die âdie Seeleâ mit Gott verband. (âŠ) Das Geschichtliche (dagegen) war das Vergangene, das Individualisierte und folgerichtig BeschrĂ€nkte, die Rinde, ohne die kein Baum wĂ€chst, die aber unbrauchbar bleibt. Nur durch den âMythusâ erhielt die Geschichte die absolute Bedeutung der göttlichen Rede und Wirkung (âŠ) Darum leitete uns Harnack an, hinter dem Christentum nach seinem âWesenâ zu suchen. Dieses âWesenâ besaĂ aber keinen in deutliche Begriffe faĂbaren Inhalt. Als das zu begehrende Ziel erschien eine Verinnerlichung des Einzelnen, der nun mit der Geschichte unvermeidlich die Gemeinschaft verlor und die Kirche bloĂ als drĂŒckende Last empfand. Die Dogmengeschichte wurde so zu dem Nachweise, daĂ das Dogma sich selbst zerstört habe. So stand zwischen mir und ihm die Frage (âŠ), was Jesus seiâ[28]. DemgegenĂŒber betonte Schlatter, dass sich Jesus gerade durch die Geschichtlichkeit der neutestamentlichen Botschaft und deren kirchliche Rezeption vermittelt: Er erblickte das âWesen des Christentumsâ gerade in der Einigung mit der Urchristenheit in dem, was sie der Kirche durch die biblischen Schriften von Jesus vermittelt.
In der Berliner Zeit knĂŒpfte Schlatter freundschaftliche Kontakte mit Friedrich von Bodelschwingh, die in das gemeinsam initiierte Bildungsprojekt der âBetheler theologischen Wochenâ mĂŒndete.[29] Dies konnte aber nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass er sich in seiner fachlich isolierten Stellung an der Berliner FakultĂ€t zunehmend einsam fĂŒhlte.
In diese Situation hinein warb die evangelisch-theologische FakultĂ€t in TĂŒbingen um Schlatter. Er erkannte die Chance, dort das Erbe seines bedeutenden Lehrers Johann Tobias Beck fortsetzen zu können,[30] und trat 1898 dort an. Entgegen seinen Hoffnungen blieb es um Schlatter anfĂ€nglich einsam: Kollegialen Austausch gab es kaum (die einzige rĂŒhmliche Ausnahme war die intensive Weggemeinschaft mit dem jungen Karl Holl). Seine Studentenschaft war zwar recht diskussionsfreudig (wofĂŒr er dankbar war), bestand aber nahezu ausschlieĂlich aus Nicht-WĂŒrttembergern. Zehn Jahre benötigte Schlatter, um in der WĂŒrttembergischen Kirche wirklich FuĂ zu fassen. HinderungsgrĂŒnde waren 1.) die durch die Religionsgeschichtliche Schule geweckten Hörerwartungen, die Schlatter dadurch konterkarierte, dass er das Neue Testament mit Hilfe des zwischentestamentlichen und rabbinischen Judentums erklĂ€rte (statt mit komplexen religionsgeschichtlichen Vergleichen),[31] 2.) die doppelte Dominanz der Ritschl-Schule und einer auf Ausgleich zur konservativen Kirchlichkeit bemĂŒhten Vermittlungstheologie, die sich mit dem temperamentvollen und theologisch widerstĂ€ndigen Schlatter schwer tat, 3.) Schlatters vorschnelle Etikettierung als âorthodoxer Parteimannâ, der wiederum 4.) seitens des WĂŒrttembergischen Pietismus aufgrund seines WissenschaftsverstĂ€ndnisses, das auch vom Glaubenden die unvoreingenommene Wahrnehmung der Wirklichkeit (nach seiner Terminologie den âSehaktâ) verlangte, kritisch beĂ€ugt wurde.[32]
Am Ende dieses schweren ersten Jahrzehnts starb 1907 völlig ĂŒberraschend seine geliebte Frau Susanna und hinterlieĂ einen tiefen Einschnitt in Schlatters Leben. Er verzichtete um seines Dienstes willen bewusst auf eine zweite Ehe, zog seine Kinder (von denen zwei noch zur Schule gingen) alleine groĂ und vertiefte sich dann derartig in die Theologie, dass die folgenden sieben Jahre zu seiner âproduktivste(n) und zugleich theologisch fruchtbarste(n) Phase seiner akademischen TĂ€tigkeitâ wurden (Neuer).[33] Im Bestreben, seine Lebensarbeit fĂŒr die Nachwelt zusammenzufassen, veröffentlichte er ca. 4000 Seiten Literatur, darunter die exegetischen und systematischen Hauptwerke âDas Wort Jesuâ, âDie Lehre der Apostelâ, âDas christliche Dogmaâ und âDie christliche Ethikâ. In der wĂŒrttembergischen Studentenschaft und der Landeskirche war er jetzt fest etabliert und zum Teil hoch angesehen. Dies erkannte Schlatter inmitten einer recht skeptischen Bestandsaufnahme seiner bisherigen TĂŒbinger Zeit, als im Jahr 1910 die theologische FakultĂ€t der UniversitĂ€t Halle um ihn warb und sich zahlreiche Persönlichkeiten aus FakultĂ€t, Studentenschaft und Landeskirche nachdrĂŒcklich (und erfolgreich) fĂŒr sein Bleiben einsetzten; in den folgenden Semestern hatten einige seiner Vorlesungen deutlich ĂŒber hundert Hörer.[34]
Der Erste Weltkrieg kostete zu Schlatters Kummer seinen jĂŒngsten Sohn Paul das Leben. Durch eine lange Zeit der Niedergeschlagenheit hindurchgehend[35] hielt er noch 15 Semester ĂŒber seine Emeritierung im Jahr 1922 hinaus Vorlesungen, in denen er sich ĂŒber eine groĂe Hörergemeinde freuen konnte.[36] Zu seinen Hörern zĂ€hlten spĂ€tere theologische Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer, Ernst Fuchs, Ernst KĂ€semann, Walther von Loewenich, Karl-Heinrich Rengstorf (1903â1992), Erich Seeberg u. a.[37] Dabei riefen seine Thesen, die nicht mit (manchmal scharfer) Kritik an der zeitgenössischen Exegese sparten, aber bisweilen die direkte Auseinandersetzung mit deren konkreten Annahmen umgingen, nicht nur Zustimmung, sondern auch Ablehnung hervor; so fĂŒhlte sich der junge Karl Barth von Schlatter anfangs geradezu abgestoĂen. Jedoch verstand sich Schlatter gegenĂŒber seinen Studenten auch als Seelsorger, der viel Zeit und Kraft in Sprechstunden und âoffene Abendeâ investierte, in denen er sich persönlich den individuellen Fragen und Problemen seiner Hörer widmete und sie im Sinne einer âsokratischen Methodeâ (Hans Brandenburg) durch RĂŒckfragen zu eigenstĂ€ndigem Denken und Entscheiden anleitete. Einige seiner Studenten berichteten, dass sie dies als mutmachend, herausfordernd und aus einer gewissen frommen Enge befreiend erlebten.[38]
<span id="Römerbrief"/>Ab 1930 ruhte Schlatters LehrtĂ€tigkeit. Stattdessen widmete er sich nun erneut der literarischen Produktion, die trotz nachlassender KrĂ€fte bis kurz vor seinem Tode am 19. Mai 1938 andauerte.[39] In dieser Zeit entstanden bedeutende Alterswerke wie der Kommentar zum Johannes- und zum Lukasevangelium oder zum Jakobusbrief, aber auch eine Ăbersetzung des Neuen Testaments (1931 herausgegeben)[40] und vor allem sein Kommentar zum Römerbrief unter dem Titel âGottes Gerechtigkeitâ (1934), der zum Klassiker avancierte.[41] Er stellte bereits eine Reaktion auf die Römerbriefkommentare von Karl Barth und Paul Althaus dar und formulierte in Kritik und Erweiterung von Martin Luthers Römerbriefvorlesung von 1515/16, dass ânicht die individuelle Rechtfertigung des SĂŒnders, sondern Gottes Heil schaffende, auf das Volk der Juden und die ĂŒbrige Völkerwelt zielende, beim Einzelnen und in der Kirche Glauben und Ethos wirkende Gerechtigkeit (Gottes) das eigentliche Thema des Briefes seiâ (Neuer)[42] â ein Gedanke, der ihm von zahlreichen Lutheranern viel Kritik einbrachte, der sich aber in der wissenschaftlichen Römerbriefauslegung durchsetzte.[42]
Schlatters wissenschaftlicher Ansatz geht von einer anthropologischen Grundanschauung aus, die ihm durch die Schriften Franz von Baaders vermittelt worden war, nĂ€mlich der Vorordnung des Empfangens vor dem Wirken: âDie uns gegebene Gestalt unseres BewuĂtseins zeigt uns (...), dass alles Wirken auf unserem Empfangen und alles Reden auf unserem Hören beruhtâ.[43] Diese Vorordnung zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Theologie und Philosophie. In allen VollzĂŒgen des personalen Lebens lĂ€sst sich diese Grunddisposition seiner Ansicht nach aufweisen.
So macht Schlatter als Voraussetzung allen wissenschaftlichen Denkens die Voranstellung der Wahrnehmung vor der Urteilsbildung namhaft: âWissenschaft ist erstens Sehen und zweitens Sehen und drittens Sehen und immer wieder Sehen.â[44] Erst nach der âsauberen Beobachtungâ des Vorhandenen[45] sei eine Urteilsbildung möglich und sinnvoll. Mit diesem Ansatz, der in der gegenwĂ€rtigen Schlatter-Forschung in Nachbarschaft zur PhĂ€nomenologie gesehen wird,[46] steht er in Gegensatz zu der in der Theologie seiner Zeit vorherrschenden Ritschl-Schule.[47] Diese war maĂgeblich vom âDeutschen Idealismusâ der PrĂ€gung Immanuel Kants bestimmt, dessen Philosophie gerade von âsynthetischen Urteilen a prioriâ ausgeht. Dem hĂ€lt Schlatter entgegen: âEine âreine Vernunftâ, die denken könnte, ohne zu empfangen, ist, wenn dabei vom Menschen gesprochen wird, ein Phantomâ.[48] Jede vorschnelle Systembildung, die eine Spekulation bzw. eine Theorie des Seins vor dessen Beobachtung stellt, fĂŒhrt nach Schlatter im Ergebnis zu falscher, irrefĂŒhrender Erkenntnis.
Auf dem Wege konsequenter Wahrnehmung kann man laut Schlatter nur auf Gott stoĂen. Er war ĂŒberzeugt von der Offenbarung Gottes in der Schöpfung und in Jesus Christus, die sich durch saubere Beobachtung der Natur und der Geschichte erschlieĂt. Glaube und (richtig betriebene) Wissenschaft schlieĂen sich fĂŒr ihn darum nicht aus, sondern ein.[49]
Die Geschichte, in der sich Gott den Menschen zeigt, wird laut Schlatter wahrnehmbar durch die biblischen Schriften. Als er einmal gefragt wurde, ob er âauf der Schriftâ stehe, antwortete Schlatter: âIch stehe unter der Schrift!â, und erklĂ€rt: âDie âauf der Schrift stehendeâ und ĂŒber sie emporfahrende Meisterschaft der Theologen lehne ich in allen Formen ab, die orthodoxe wie die rationale, die dogmatisch spekulierende wie die historisch kritisierende.â[50] âUnter der Schriftâ zu stehen bedeutete fĂŒr ihn durchaus, sie âkritischâ zu lesen, wobei er unter âKritikâ die reine, aufmerksame Beobachtung verstand, der jegliche Hypothesenbildung untergeordnet wird und die ganz auf die Schriftaneignung zielt.[51] In seinen Kommentaren zu biblischen BĂŒchern schĂ€rft er die philologische Beobachtung an jedem möglichen Detail, arbeitet sprachstatistische Besonderheiten der jeweiligen Autoren heraus und zieht zur ErklĂ€rung bevorzugt das VerstĂ€ndnis des Judentums zur Zeit Jesu heran. Er verbindet dies zu einer integrativen Wahrnehmung des theologischen Gesamtentwurfs der einzelnen Schriften, ohne sich mit literarkritischen, form- oder religionsgeschichtlichen Konstruktionen zu beschĂ€ftigen. Aus diesem Grund bleibt er in Einleitungsfragen oft konservativ-traditionell, wenn er etwa als Verfasser des MatthĂ€us- oder Johannesevangeliums die gleichnamigen Apostel ansieht oder in Varianz zur (damals allerdings noch jungen) Zweiquellentheorie MatthĂ€us als das Ă€lteste Evangelium und Markus als dessen Zusammenfassung beschreibt.[52] Die unvoreingenommene, prĂ€zise Textbeobachtung wiederum fĂŒhrte ihn ĂŒber ein traditionsbestimmtes VerstĂ€ndnis biblischer Texte hinaus, zum Beispiel in der Auslegung des Römerbriefs.[42] Seine ârealistische Bibelauslegungâ brachte Schlatter des öfteren in Konflikt mit zeitgenössischen Strömungen in der Theologie, die diese eigenstĂ€ndige Methodik als âunwissenschaftlichâ ablehnte.[53] Sie bewirkte aber andererseits ein neues Interesse an der Erforschung der neutestamentlichen Begriffe und initiierte so das Projekt eines âTheologischen Wörterbuchs zum Neuen Testamentâ (ThWNT).[54] Methodisch bildeten fĂŒr Schlatter Geschichtswissenschaft und Theologie keinen Gegensatz, sondern eine Einheit. Daher wehrte er sich gegen alle Versuche, den Gottesgedanken aus einer bloĂen historisch-kritischen Betrachtung der biblischen Schriften auszuklammern: âAtheistische Methoden in der Theologieâ, die den Glauben vom Erkennen trennen, lehnt er aus theologischen und wissenschaftlichen GrĂŒnden als nicht sachgemÀà ab.[55]
Schlatters âEmpirische Theologieâ korreliert mit einer Erkenntnistheorie, die er in Abgrenzung zu Immanuel Kant und Friedrich Schleiermacher formuliert hat. In einer âMetaphysikâ (1915), zu deren Drucklegung er sich zu seinen Lebzeiten nicht mehr entschlieĂen konnte,[61] formuliert er GrundzĂŒge eines âKritischen Realismusâ, der zwischen PhĂ€nomenalismus und ânaivem Realismusâ (der von einer bloĂen Abbildung der Wirklichkeit in der menschlichen Wahrnehmung ausgeht) dem konstruktiven Anteil menschlicher Erkenntnis und der dynamischen (wirkmĂ€chtigen) Wirklichkeit gleichermaĂen Rechnung trĂ€gt.[62] Die Vorarbeit dazu bildete seine veröffentlichte Vorlesung âDie philosophische Arbeit seit Cartesius. Ihr ethischer und religiöser Ertragâ, in der er in einem Ăberblick die EigentĂŒmlichkeiten der bedeutendsten philosophischen EntwĂŒrfe in ihrem geschichtlichen Werden kritisch und dennoch mit unvoreingenommener Lernbereitschaft wahrnahm.[63]
Schlatter wurde von Vertretern einer âPositiven Theologieâ entdeckt und gefördert, um ein mit dem Pietismus kompatibles Gegengewicht zum Hauptstrom der âLiberalen Theologieâ (insbesondere in Gestalt der Ritschl-Schule) zu bilden. Dennoch passte er nie in das Raster des bloĂen Biblizismus: âFĂŒr mich schieden sich [âŠ] die beiden BetĂ€tigungen â der Glaube und die Kritik â nie in einen Gegensatz, so dass ich das eine Mal bibelglĂ€ubig, das andere Mal kritisch gedacht hĂ€tte, sondern ich dachte deshalb kritisch, weil ich an die Bibel glĂ€ubig war, und war deshalb an sie glĂ€ubig, weil ich sie kritisch las.â[64] Dem heutigen Leser fĂ€llt seine Zuordnung umso schwerer, als Schlatter in seinen Hauptwerken nur sehr sporadisch auf Literatur verweist, sondern die Kenntnis zahlreicher theologischer Anschauungen, die er (oft implizit) kritisiert, voraussetzt. Diese Eigenart, PrimĂ€rquellen der Erkenntnis prinzipiell den Vorzug vor dem Dialog mit der SekundĂ€rliteratur zu geben, hat ihm schon in seiner Zeit Kritik eingehandelt.[65] Auch inhaltlich konnten manche Arbeiten Schlatters polarisieren. Von Vertretern der âLiberalen Theologieâ wurde vereinzelt ihre Wissenschaftlichkeit in Frage gestellt â teilweise, um Jahrzehnte spĂ€ter rehabilitiert zu werden.[66] Vertreter des Pietismus wiederum zeigten sich irritiert, wenn er Ergebnisse der historisch-kritischen Bibelwissenschaft in die Auslegung einbezog, die deren traditionellem SchriftverstĂ€ndnis widersprachen â am stĂ€rksten in seiner âEinleitung in die Bibelâ.[67] Viele seiner Publikationen â wie beispielsweise âder Dienst des Christen in der Ă€lteren Dogmatikâ oder das âChristliche Dogmaâ, seine Kommentare oder seine philosophischen Abhandlungen â wurden jedoch ĂŒber die Schulgrenzen hinweg mehrheitlich positiv aufgenommen.[68]
All dies lĂ€sst Adolf Schlatter als eigenstĂ€ndigen (und unbequemen) Denker neben den theologischen Hauptströmungen erscheinen.[74] Als solcher hat er allerdings bis in die Gegenwart nicht geringen Einfluss auf die Theologie ausgeĂŒbt, ohne jedoch schulbildend zu wirken.[2] Zu den von ihm Inspirierten gehören unter anderem Friedrich BrunstĂ€d,[75] Paul Schneider, Paul Althaus, Otto Michel, Ernst KĂ€semann und Peter Stuhlmacher.[76]
Gegen Ende seines Lebens wurde Schlatter mit dem Nationalsozialismus konfrontiert. Er stand ihm von Beginn an ablehnend gegenĂŒber.[77] Mit illusionsloser NĂŒchternheit und wachsender rhetorischer SchĂ€rfe skizzierte er dessen politische, theologische und kirchliche Zielsetzungen in seinen Briefen sowie in mehreren öffentlichen VortrĂ€gen des Jahres 1933 als gefĂ€hrlich, widerchristlich und unterdrĂŒckend.[78] So insistierte er angesichts des Zwangscharakters des neuen völkischen Denkens auf der Freiheit als Voraussetzung jeder Volksgemeinschaft: âEine Masse Geknechteter ist kein Volk⊠Ein Volk ist kein Sklavenhaus. Wir Christen, die die Freiheit empfangen haben und verkĂŒnden, sind wahrhaft Völkische.â Die Volksgemeinschaft ââŠwird nicht dadurch stark, dass sie ihre Glieder entrechtet, verarmt und lĂ€hmt. Sie ist der Schutz des Einzelnen, und sie verpflichtet ihn gerade dadurch dem Ganzen, daĂ sie ihm, dem Einzelnen, die Lebensbedingungen gewĂ€hrt.â Die nationalsozialistischen Rassenideologie war ihm, der sich selbst seit seiner PalĂ€stinareise als âJudenfreundâ verstand,[79] zutiefst zuwider; er warf ihr vor, letztlich volksfeindlich zu sein: âWenn wir das Volkstum einzig auf die Rasse grĂŒndeten, zerrissen wir das Volk. (âŠ) Wir Deutschen sind nicht ein Produkt der Rasse, sondern der Geschichte, ĂŒber der der Name Gottes stand.â[80] Das âdeutsche Volkstumâ an sich könne christlicherseits keinesfalls als besonderer Wert anerkannt werden, âdenn unser Heiligstes und Bestes ist nicht der Mensch, auch nicht der heldische Mensch, auch nicht der germanische Mensch, der nordische Mensch, und nicht die ErnĂ€hrung, das Wohlsein, die Ehre und Macht der Germanen ist unser höchstes Anliegenâ.[81] Mit besonderer SchĂ€rfe griff Schlatter den nationalsozialistischen FĂŒhrerkult an: âNicht von besonderen Leistungen Einzelner hĂ€ngt das Schicksal unseres Volkes ab, sondern von der Treue, mit der jeder die göttlichen Gaben, die unser Leben tragen, benutztâ. Sarkastisch bemerkt er: âKein CĂ€sar bleibtâ. Ein FĂŒhrer, der den Dienstcharakter der politischen Herrschaft âbestreitet und seine Herrschaft zum Selbstzweck macht, zerstört er das Fundament der völkischen Gemeinschaftâ.[82] Der âRuf nach dem totalen Staatâ werde âzum hellen Unsinn, wenn er sagen wollte, es gebe nichts als den Staat, der Staat könne alles, der Staat existiere, ehe es Menschen gibt. Vor dem Staat steht der Mensch mit allem, was ihn zum Menschen machtâ. Seine Sorge galt der Preisgabe des Glaubenslebens, die die Christen âfĂŒr den Staat unbrauchbar machen wĂŒrdeâ: âAus inwendig Erstorbenen kann man keine lebendige Gemeinschaft formen. Aus verdorrten FeigenbĂ€umen schafft auch Adolf Hitler kein deutsches Paradiesâ.[83] Schlatter hatte sein Leben lang die Zugehörigkeit Jesu zum Judentum hervorgehoben und - verglichen mit anderen Theologen seiner Zeit - ausgesprochen freundliche Bewertungen des Judentums gegeben.[84] Obwohl er den sog. âArierparagraphenâ der Sache nach ablehnte,[85] vollzog er jedoch nicht den Schritt zu einem offenen Widerstand: Einen âAnspruch darauf, in ein Amt erhöht zu werdenâ vermochte er nicht zu befĂŒrworten.[86] Im Zuge der Entstehung des âBetheler Bekenntnissesâ lehnte er die in deren Entwurf erhobene Forderung, die Heidenchristen hĂ€tten âeher sich selbst der Verfolgung auszusetzen (âŠ) als die (âŠ) kirchliche Bruderschaft mit den Judenchristen (âŠ) preiszugebenâ mit der Bemerkung ab, die âGemeinschaft mit den Volksgenossenâ sei âin dieser Stunde wichtiger als die Gemeinschaft mit den Judenchristenâ, obwohl er gleichzeitig die Theologie der âDeutschen Christenâ ablehnte. Ob diese inkonsequente Zögerlichkeit mit einem latenten, auf das zeitgenössische Judentum bezogenen Antijudaismus [87] oder eher mit seinem fortgeschrittenen Alter zu tun hatte, das er seinem Freund Wilhelm LĂŒtgert gegenĂŒber beklagte,[88] ist noch nicht endgĂŒltig geklĂ€rt. Ebenso unterschrieb er im MĂ€rz 1933 zwar nicht (wie vierzehn andere TĂŒbinger Kollegen) die âErklĂ€rung von 300 deutschen UniversitĂ€ts- und Hochschullehrernâ, die die MachtĂŒbernahme Hitlers begrĂŒĂte, aber dafĂŒr die weniger bekannten âTĂŒbinger SĂ€tzeâ im Mai 1934[89], die den in BedrĂ€ngnis geratenen wĂŒrttembergischen Landesbischof Theophil Wurm unterstĂŒtzte, dabei aber ein von der Theologie der âDeutschen Christenâ dominiertes Programm vertrat.[90] Trotz weitgehender Entsprechung mit der âBekennenden Kircheâ hinsichtlich ihrer Ablehnung der âDeutschen Christenâ schloss er sich ihr nicht an, da die dort vorherrschende, von Karl Barth beeinflusste Dialektische Theologie ein (fĂŒr ihn essentielles) VerstĂ€ndnis der Natur als Offenbarung Gottes ablehnte â also aus theologischen GrĂŒnden.
In der Literatur wurde diskutiert, inwiefern Schlatter als BegrĂŒnder des âTĂŒbinger wissenschaftlich-theologischen Antisemitismusâ zu gelten habe (sein SchĂŒler Gerhard Kittel (1888â1948) und Walter Grundmann (1906â1976)[91] sind ausgewiesene Vertreter einer rassisch-völkischen Judenfeindschaft).[92] Stein des AnstoĂes ist eine Schrift Schlatters von 1935, in der er sagt, Jesus sei der Ăberwinder und der gröĂte Feind des Judentums: âDie nordische Seele ist deshalb dazu angelegt, etwas von der GröĂe Jesu zu spĂŒren, weil sie die verabscheut, die sich feig und weichlich nur um ihr eigenes Wohlsein bemĂŒhen. Gegen diesen MiĂbrauch des Lebens hat keiner so ernst und so sieghaft gestritten, wie Jesus es tat. Einen gewaltigeren Widersacher als ihn hat das Judentum nie gehabt.â[93] Andere verstehen die bewusste Schrift genau im gegenteiligen Sinne als âeine geradezu leidenschaftliche Absage an die Verherrlichung der arisch-nordischen Rasse einerseits und die GeringschĂ€tzung der jĂŒdischen Rasse andererseitsâ. Sie enthalte u. a. eine prophetisch anmutende Warnung vor einem âSchlachtfeld voll von Leichen und Ruinenâ als Konsequenz der nationalsozialistischen Ideologie.[94] Der zitierte Satz sei in seinem Kontext als (allerdings verunglĂŒckter) Versuch zu verstehen, den Nationalsozialismus mit Hilfe seiner eigenen Argumentation ad absurdum zu fĂŒhren, um auf diese Weise von ihm verfĂŒhrte Menschen zur Vernunft zu bringen.[95] Die Schrift wurde denn auch von der Gestapo âwegen ihrer unsachlichen Stellungnahme zu den weltanschaulichen und rassischen Problemen des nationalsozialistischen Staates beschlagnahmt und eingezogenâ[96] sowie auf die âListe des schĂ€dlichen und unerwĂŒnschten Schrifttumsâ gesetzt.[97]
Die leidenschaftliche Ablehnung des Nationalsozialismus und eines biologischen Rassismus durch Schlatter ist inzwischen durch die wissenschaftliche Schlatter-Biographie von Werner Neuer, die sich auf umfangreiche Studien zu seinem Nachlass stĂŒtzt, belegt.[98] Die These, Schlatter sei Antisemit gewesen, wird in aktueller theologischer Fachliteratur nicht gestĂŒtzt.[99]
In Stuttgart existieren ein Adolf-Schlatter-Archiv und eine Adolf-Schlatter-Stiftung. In TĂŒbingen ist das âAdolf-Schlatter-Hausâ in der ĂsterbergstraĂe nach ihm benannt und in Recke das âAdolf-Schlatter-Heimâ.
Eine nahezu vollstĂ€ndige Bibliographie seiner ĂŒber 400 Titel liegt vor in der als Manuskript gedruckten Zusammenstellung: Adolf-Schlatter-Stiftung (Hrsg.): Das Schrifttum Adolf Schlatters, Neustetten o.J. (1980).
Standardwerk fĂŒr Leben und Wirken Schlatters ist inzwischen Werner Neuer: Adolf Schlatter. Ein Leben fĂŒr Theologie und Kirche, Stuttgart 1996. Auskunft geben ferner folgende Werke:
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Dieser Artikel wurde am 28. November 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schlatter, Adolf |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer evangelischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1852 |
| GEBURTSORT | St. Gallen |
| STERBEDATUM | 19. Mai 1938 |
| STERBEORT | TĂŒbingen |