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Adolf Spieß

Spieß' Geburtshaus in Lauterbach

Adolf Spieß (* 3. Februar 1810 in Lauterbach (Hessen); † 9. Mai 1858 in Darmstadt, Hessen) war ein deutscher Sportpädagoge. Er gilt als der Begründer des deutschen Schulsports.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Spieß wurde als Sohn des Musikers und Pastors Johann Balthasar Spieß, Förderer des öffentlichen Schulsystems in Offenbach am Main, und seiner Frau Luise Werner geboren.

Sein jüngerer Bruder Hermann Spieß (1818-?) war Generalkommissar des „Mainzer Adelsvereins“.

Leben

Adolf Spieß

Während seines Studiums wurde er 1828 Mitglied der Alte Burschenschaft Germania / Waffenverbindung Gießen und 1829 Mitglied der Alten Burschenschaft Germania Halle.[1]

Spieß war u. a. Lehrer von Carl Prinz zu Solms-Braunfels, dem ersten Generalkommissar des „Mainzer Adelsvereins".

Er veröffentlichte in der Schweiz in den Jahren 1840-1846 „Die Lehre der Turnkunst" in 4 Bänden. 1847-1851 schrieb er ein „Turnbuch für die Schulen"; dies war sein wichtigstes Buch mit didaktischen Grundgedanken, Zielen, Inhalten und Methoden.

1848 kehrte er nach Deutschland zurück und organisierte in Hessen das Schulturnen.

Spieß sah Turnen als Erziehungsmittel zu Gehorsam und Disziplin und zur Bildung guter Untertanen wie auch zur körperlichen und militärischen Erziehung.

Sein Turnunterricht bestand aus Freiübungen, Ordnungsübungen und Gerätübungen.

Die Kritik an seiner Unterrichtsmethodik bezieht sich vor allem auf den Frontalunterricht mit starren Übungen, die aus Sicht der modernen Pädagogik als herdenmäßige Abrichtung und alles andere als kindgemäß gilt.

Literatur

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 467–468.
  • Michael Krüger: Einführung in die Geschichte der Leibeserziehung und des Sports: Einführung in die Geschichte der Leibeserziehung und des Sports 2: Leibeserziehung im 19. Jahrhundert. Turnen fürs Vaterland: Tl 2, Schorndorf, 2. Auflage 2005, ISBN 3-7780-7792-9

Weblinks

 Commons: Adolf Spiess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 467.
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