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Adolfo Costa du Rels (* 19. Juni 1891 in Sucre, Bolivien; † 1980) war ein bolivianischer Schriftsteller.
Inhaltsverzeichnis |
Costa du Rels war der Sohn eines französischen Ingenieurs und einer Bolivianerin. Seine Schulzeit verbrachte er auf Korsika und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Sorbonne in Paris. Zu Beginn des fünften Koalitionskrieges kehrte Costa du Rels als Vollwaise nach Bolivien zurück.
Dort verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Berufen: Bergarbeiter, Bankangestellter, Jäger, Lagerarbeiter u. a. 1919 berief ihn José Gutiérrez Geuerr in das diplomatische Corps Boliviens. Höhepunkt dieser Karriere war 1939 die Entsendung zum Völkerbund nach Genf; er hatte dieses Amt bis 1946 inne. 1928 ernannte man Costa du Rels zum Finanzminister seines Landes und 1948 zum Außenminister. 1967 repräsentierte er Bolivien bei der UNESCO in Paris.
Costa du Rels veröffentlichte sein literarisches Schaffen zeit seines Lebens wahlweise in französischer und spanischer Sprache. Als eines seiner bekanntesten Werke gilt „Tierras hechzadas“ von 1940. Erstmals hatte er diesen Roman 1931 unter dem Titel „Terres embrasées“) veröffentlicht. Darin thematisiert er einen beinahe schon archaischen Vater-Sohn-Konflikt. Melodramatisch beschreibt er das Leben und Wirken von Pedro Vidal, einen Großgrundbesitzer, der grausam über seine Ländereien herrscht. Dieser stirbt zu Tode erschreckt, als sein Sohn lebendig vor ihm erscheint, obwohl er ihn eigenhändig in eine Schlucht geschleudert hatte um ihn zu töten.
In seinem Roman „La laguna H. 3.“ thematisiert er den Chacokrieg zwischen Bolivien und Paraguay. Auch dieser Roman wurde erst in französischer Sprache veröffentlicht.
Adolfo Costa du Rels El Poder de la Palabra
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rels, Adolfo Costa du |
| KURZBESCHREIBUNG | bolivianischer Schriftsteller und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 19. Juni 1891 |
| GEBURTSORT | Sucre |
| STERBEDATUM | 1980 |