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Adolfo DĂaz Recinos (* 15. Juli 1875 in Alajuela, Costa Rica; †29. Januar 1964 San JosĂ©, Costa Rica) war von 1911 bis 1917 und von 1926 bis 1929 Präsident von Nicaragua.
DĂaz war Buchhalter des US-Bergbauunternehmens The Rosario and Light Mines Co.. Dieses hatte in Siuna die Minen der La Luz y Los Angeles Mining Company erworben. 1909 hatte Präsident JosĂ© Santos Zelaya von der Partido Democratico (Liberal) versucht von The Rosario and Light Mines Co. Steuern zu erheben. Worauf The Rosarion and Light Mines Co. den Aufstand der Partido Conservador mitfinanzierte.[1] JosĂ© Santos Zelaya trat zurĂĽck und die folgenden Präsidenten: JosĂ© Madriz und LuĂs Mena SolĂłrzano wurden von der US-Regierung von William Howard Taft nicht anerkannt. Erst mit Adolfo DĂaz Recinos nahm sie wieder Beziehungen auf. Am 31. Dezember 1910 wurden Juan JosĂ© Estrada zum Präsidenten und Adolfo DĂaz Recinos zum Vizepräsidenten, durch die von der Partido Conservador dominierten Asamblea Nacional nominiert [2]. Nach dem RĂĽcktritt von Juan JosĂ© Estrada wurde am 9. Mai 1911 aus dem Vizepräsidenten DĂaz der Präsident DĂaz und regierte während der ersten US-Intervention. Zu Beginn seiner ersten Amtszeit, 1911 schuf eine neue Währung, den nicaraguanischen Cordoba und nahm dafĂĽr bei US-Banken Kredit auf und ĂĽberlieĂź als Sicherheit der US-Regierung die direkte Kontrolle der nicaraguanischen Zolleinnahmen. 1912 schlug er die Aufstände der Generäle BenjamĂn ZeledĂłn und Luis Mena nieder. Emiliano Chamorro Vargas den Vorsitzenden der Partido Conservador schickte DĂaz Recinos zur Belohnung fĂĽr seine Dienste als Botschafter in die USA. Als Botschafter in den USA, handelte Chamorro Vargas 1914 den Bryan-Chamorro-Vertrag aus. Dieser gab den USA das unbefristete Recht durch Nicaragua einen Kanal zu bauen, welcher den Pazifischen Ozean mit der Karibik verbindet. Seine erste Amtszeit endete am 1. Januar 1913, doch auf diese folgte ununterbrochen die zweite, welche bis zum 1. Januar 1917 dauerte. Vom 11. November 1926 bis zum 31. Dezember 1928 ĂĽbernimmt er die dritte Präsidentschaftsperiode zu welcher JosĂ© Carlos SolĂłrzano GutiĂ©rrez gewählt worden war, welcher aber durch Emiliano Chamorro Vargas weggeputscht worden war. Auch in dieser Amtszeit ist Nicaragua von US-Militär besetzt. Er grĂĽndete das pädagogische Institut, lieĂź die StraĂźen von Managua pflastern und stimmte einem Vertrag zur GrĂĽndung der Guardia Nacional de Nicaragua zu. Nach seiner dritten Präsidentschaft ging er ins Exil nach New York, Miami und New Orleans. Er war nicht verheiratet und hinterlieĂź zwei Kinder: Irma DĂaz Fajardo und Henry DĂaz Rivas[3].
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Juan José Estrada Sebastián Uriza |
Präsident von Nicaragua 9. Mai 1911–1. Januar 1917 14. November 1926–1. Januar 1929 |
Emiliano Chamorro Vargas JosĂ© MarĂa Moncada Tapia |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | DĂaz, Adolfo |
| ALTERNATIVNAMEN | DĂaz Recinos, Adolfo (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | nicaraguanischer Präsident |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1875 |
| GEBURTSORT | Alajuela, Costa Rica |
| STERBEDATUM | 29. Januar 1964 |
| STERBEORT | San José, Costa Rica |