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Der Ausdruck Agrarier bezeichnet die Vertreter wirtschaftspolitischer Interessen der Landwirte in Deutschland, insbesondere für die preußischen Großgrundbesitzer im Deutschen Reich, die sich mit Unterstützung Otto von Bismarcks 1876 organisierten.[1]
Ihr Einfluss erreichte seinen Höhepunkt 1893 mit der Gründung des Bundes der Landwirte und in der Weimarer Republik im Reichslandbund von 1921.
Politisch wirkten die Agrarier auf der äußeren Rechten, gestützt auf die ostelbischen Junker und die preußischen Konservativen.
Als Interessenverband kämpften sie für Schutzzölle, hohe Agrarpreise und Subventionen für verschuldeten Großgrundbesitz. Trotz ihrer Unterstützung für Adolf Hitler 1932/33 verloren sie im „Dritten Reich“ sehr schnell ihren Einfluss, vor allem an den Reichsnährstand.