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ahoi

Ahoi (gesprochen [aˈhɔiÌŻ]) ist ein Signalwort, um ein Schiff oder Boot anzurufen, und entstammt der deutschen Seemannssprache. Der Ruf galt als veraltet, ist aber mit zunehmender Beliebtheit des Segelsports wieder gebrĂ€uchlicher geworden. In Nebenbedeutungen dient ahoi als Gruß, Warnung oder Abschiedsformel. Im deutschen Brauchtum wird ahoi als regionaler Karnevals- beziehungsweise Fastnachtsgruß verwendet.

Ursprungswort ist das englische ahoy. Die maritime Bezeichnung kommt in Ă€hnlicher Aussprache und Schreibung in mehreren Sprachen vor. Als Gruß ist ahoj in Tschechien und der Slowakei alltĂ€glich. Im Telefonverkehr in den USA setzte sich das von Erfinder Alexander Graham Bell vorgeschlagene ahoy nicht gegen Thomas Alva Edisons hello durch.

Inhaltsverzeichnis

Vorformen und Entstehung

Piers der PflĂŒger, Ochsen antreibend, in einem Psalter des 14. Jahrhunderts

„a, hoy, hoay“

Der Ausdruck ist aus den beiden Bestandteilen a und hoy zusammengewachsen.[1] Die Partikel a wurde vorangestellt, um mehr Aufmerksamkeit hervorzurufen. Sie tritt „in Ă€hnlichen Formen in verschiedenen indogermanischen Sprachen [auf], ohne dass unbedingt etymologische Verwandtschaft anzunehmen ist.“[2]

Hoy geht auf einen gleichnamigen Ruf zurĂŒck, der in England gebrĂ€uchlich war, um Vieh anzutreiben.[3] Der frĂŒheste bekannte Beleg stammt von William Langland, der um 1393 in seinem mittelenglischen Versepos Piers Plowman („Piers der PflĂŒger“) schrieb: „And holpen to erie ĂŸis half acre with ’hoy! troly! lolly!“,[4] auf Deutsch sinngemĂ€ĂŸ: „Und half, diesen halben Acre mit Juchhe, Tirili und Tirila zu pflĂŒgen.“[5]

Seeleute benutzten hoy in der Nebenform hoay. Der schottische Dichter William Falconer, Autor eines nautischen Wörterbuchs, schrieb 1769: „If the master intends to give any order to the people in the main-top, he calls, Main-top, hoay! To which they answer, Holloa!“,[6] deutsch sinngemĂ€ĂŸ: „Wenn der KapitĂ€n den Matrosen oben im Großmast Befehle zu geben beabsichtigt, ruft er: ‚Main-top, hoay!‘ Worauf sie antworten: ‚Holloa!‘“ Noch in zwei FachwörterbĂŒchern von 1805 wird wie bei Falconer als Ruf hoay, als Antwort holloa angefĂŒhrt.[7] Ahoy ist darin nicht erhalten.

FĂŒr die Ableitung des englischen Rufs ahoy vom an der Nordsee verbreiteten Schiffstyp Hoie, Heude (siehe unten) fehlen Nachweise.[8] Die einfachste Ansicht ĂŒber ahoi hat der deutsche Sprachforscher Gustav Goedel formuliert: „Man muss sich hĂŒten, tiefere Bedeutungen suchen zu wollen, wo keine sind. Das Wort ist eine einfache Interjektion, weiter nichts, gebildet und gewĂ€hlt von dem BedĂŒrfnis weithin gehört zu werden.“[9]

Funktional mit hoy verwandt ist eine Ă€hnlich lautende Gruppe von Ausrufen und GrĂŒĂŸen im germanischen Sprachraum: mittel- und neuenglisch hey, dessen Parallelform hi, deutsch und niederlĂ€ndisch hei, schwedisch hej,[10] ferner die niederlĂ€ndische Grußform hoi[11] und die gleichlautende alemannische Anrede. Die Vorformen des deutschen ahoi sind ah und hoi. Dabei verleiht ah einem Wunsch oder einer Aufforderung Nachdruck. hei und hoia haben aufmunternde Bedeutung.[12]

„ahiu, ñ hui“

Zwei Fundstellen in der mittelhochdeutschen Literatur zeigen ahoi-Ă€hnliche Interjektionen. Ihre Formen weisen keine Verbindung zum mittelenglischen hoy auf, ihre Bedeutungen bieten wenig Anschluss an einen Ruf zur Kontaktaufnahme.

Heinrich von Freiberg verwendete um 1290 in seiner Tristan-Bearbeitung zwei Mal ahiu zur BegrĂŒĂŸung: „ahiu, Parmenois Tristan!“, etwa „ahiu, Tristan von Parmenien!“, sowie „ahiu, wie schĂŽne sie het sich Ă»z gefĂȘgetieret“, neuhochdeutsch „ahiu, wie schön sie sich herausgeputzt hat“. Ahiu ist bedeutungsgleich mit den ebenfalls hier auftretenden Interjektionen ahiv, ahiw und hiu.[13] Als Teil einer Wortgruppe mit ahĂź, ay und ahei, die Schmerz, Verlangen und Bewunderung ausdrĂŒckt, steht ahiu vor Ausrufe- und WunschsĂ€tzen und in emphatischer Anrede.[14]

Zwischen 1331 und 1341[15] formulierte Nikolaus von Jeroschin in seiner Kronike von Pruzinlant, der Chronik des Preussenlandes: „ñ hui! sĂŽ wĂȘr ich hĂŽchgemĂ»t / sĂŽ ich ir stirne sĂȘhe blĂŽz“,[16] neuhochdeutsch etwa „ach, was wĂ€r’ ich frohen Muts, sĂ€h’ ich ihre Stirne nackt“. Ahui gehört mit aheia, ahi und ahu zu einer Gruppe von AusdrĂŒcken hochgemuter Freude, Hochachtung und Ă€hnlicher positiver Haltungen.[17]

Verbreitung und Verwendung

Allgemeines

Seeleute benutzten das Wort sicherlich lĂ€nger, als es gedruckt nachweisbar ist. MĂŒndliche Quellen sind nur als Liedertexte erhalten. Zu handschriftlichen Belegen etwa in Aufzeichnungen oder Briefen von Seefahrern fehlen Untersuchungen. Druckwerke haben deshalb hinsichtlich der zeitlichen und rĂ€umlichen Verbreitung der Ahoy-Wortfamilie nur begrenzte Aussagekraft.

Das englische ahoy stellt die Ursprungsform dar und ist, in maritimer Verwendung zuerst fĂŒr 1751 nachgewiesen, als Wort der Seemannssprache recht jung. Im Nord- und Ostseeraum ist die Gruppe um ahoy dicht belegt. Semantisch drĂŒckt sie eine DistanzĂ€nderung aus oder setzt sie voraus. Im ganzen Verbreitungsgebiet als Interjektion benutzt, kommen in einzelnen Sprachen außerdem Verwendungen als Verb (z. B. englisch „to ahoy“, deutsch „ahoi sagen“)[18] und als Substantiv (z. B. schwedisch „ohoj“, deutsch „das Ahoi“)[19] vor. Unklar ist, wie sich das Wort in HafenstĂ€dten und auf Schiffen mit internationaler Besatzung ausgebreitet hat, insbesondere wie Ă€hnlich lautende Interjektionen in einer Nachbarsprache die Übernahme dorthin behindert oder begĂŒnstigt haben.

Im Deutschen wird der Adressat vor- oder nachgestellt, z. B. „‚Pfeil‘ ahoi!“ oder „Ahoi ‚Pfeil‘!“ Im schriftlichen Deutsch steht zwischen Anruf und Angerufenem kein Komma.[20] In anderen Sprachen ist dies uneinheitlich.[21]

FrĂŒhe Nennungen von ahoi-Wörtern auf Deutsch (de), Schwedisch (sv) und DĂ€nisch (da), 1837–1849. Die Harpunen bezeichnen Übersetzungen ins Deutsche

Deutsch

Schifffahrt und maritime Prosa

Der Begriff war deutschen Lesern in den 1840er Jahren noch weitgehend unbekannt. 1843 lautete die deutsche Übersetzung fĂŒr das Wort Ă„-hoj in einem schwedischen Roman noch „hiaho“ (siehe unten). 1847 wurden englisch ahoy mit „holla!“ ins Deutsche ĂŒbersetzt und die Wendungen all hands ahoy!, all hands (a-)hoay! mit „Alles auf’s Verdeck! Überall! Überall!“[22]

Die frĂŒhesten Belege in deutscher Sprache stammen nicht aus seemĂ€nnischen Sachtexten, sondern aus der maritimen Prosa. Zuerst ist das Wort 1837 im Roman Das GlĂŒckskind des Schriftstellers Carl Bernhard bezeugt, einer Übersetzung aus dem DĂ€nischen durch den Autor selbst, die in Kopenhagen erschien: „‚Ahoi, ein Segler!‘ rief der Matrose vom Mers.“[23] Als in Deutschland gedruckt ist das Wort erstmals 1846 in Heinrich Smidts Roman Michael de Ruiter. Bilder aus Holland’s Marine belegt: „
 bestieg herr van W. mit dem sprachrohr die galerie und rief mit starker stimme: ‚schiff ahoi!‘ nicht lange darauf erschien auf der hĂŒtte jenes schiffes ein mann.“[24] 1847 wurde in der deutschen Übersetzung eines Romanes aus dem Schwedischen, in Emilie Flygare-CarlĂ©ns Der Einsiedler auf der Johannis-Klippe, die Textvorlage „BĂ„t, ohoj â€“ hvarifrĂ„n, hvathĂ€n?“ mit „Boot, ohoi! Woher, wohin?“ wiedergegeben.[25] In Die Flußpiraten des Mississippi, 1848 erschienen, schrieb Friedrich GerstĂ€cker: „Boot ahoi! schrie da plötzlich der gebundene Steuermann.“[26]

FĂŒr den Weltreisenden Wilhelm Heine war der Ruf 1859 â€žĂŒblich“.[27] Heine war allerdings mit amerikanischen Seeleuten unterwegs, die die bereits gebrĂ€uchliche englische Form benutzten. FĂŒr Deutsche in Livland an der Ostsee erklĂ€rte 1864 ein Wörterbuch noch den Gebrauch: „ahoi [
], zweisylbig, und die zweite betont“.[28] In Deutschland im 19. Jahrhundert „insgesamt noch selten“,[29] um 1910 eine „moderne Nachahmung“[26] des englischen ahoy, ist der Begriff dann ungebrĂ€uchlich geworden.[30] Im nichtmaritimen Bereich wird ahoi auch zur Verabschiedung gebraucht.[29] In literarischer Verwendung, meist mit maritimer Thematik, erscheint ahoi etwa bei:

  • Paul Heyse (1900): „Er sah mit ĂŒbermĂŒtig herausforderndem Blick zu den drohenden Wolken empor und ließ ein helles Ahoi! ertönen.“[31]
  • Carl Sternheim (1909) als Mitteilung an die Crew: „Eine Stimme vom Mast: Land ahoi!“[32]
  • Anna Seghers (1928): „Ein paar Burschen von vorn liefen auf eine Höhe, schrien Ahoi, winkten mit den Armen.“[33]
  • Hans Fallada (1934) als Warnruf: „Ahoi! Ahoi! Mann ĂŒber Bord!“[34]
  • Friedrich DĂŒrrenmatt (1951): „Ahoi! Die Segel gelichtet [sic!], weg, zu anderen KĂŒsten, zu anderen BrĂ€uten!“[35]
  • GĂŒnter Grass (1959): „Warum aber Matzerath winkte und solch einen Blödsinn wie ‚Schiff ahoi!‘ brĂŒllte, blieb mir schleierhaft. Denn der verstand als gebĂŒrtiger RheinlĂ€nder ĂŒberhaupt nichts von der Marine“.[36]
  • Hermann Kant (1972): „Da ging dieser Mensch aus dem Haus, sagte ahoi, Franziska, kĂŒĂŸte einen auf die Nase, alles wie immer â€Šâ€œ[37]
  • Ulrich Plenzdorf (1973): „Ahoi! Hast auch schon besser gehustet, no?“[38]

In Liedern, die nach der Großseglerzeit komponiert wurden, stellte das Wort maritime AtmosphĂ€re her, ohne noch dem traditionellen Gebrauch zu folgen. Wir lagen vor Madagaskar mit dem Refrainbeginn „Ahoi Kameraden“ entstand 1934 und kann als Fahrtenlied gelten. Der Schlager Schön ist die Liebe im Hafen mit den Ausgangszeilen im Refrain „Auch nicht mit FĂŒrsten und Grafen / Tauschen wir Jungens, ahoi!“ beruht auf einem Walzerlied, ebenfalls von 1934.[39] Bei den Edelweisspiraten wurde ahoi wohl von tschechischen Jugendlichen ĂŒbernommen[40] und auch nach ihrem Verbot 1933 als Gruß gebraucht.[41]

Wassersport

Hobbysegler haben ahoi von den Berufsschiffern ĂŒbernommen. Von 1884 bis 1887 erschien das Blatt Ahoi!, zunĂ€chst als Zeitschrift fĂŒr deutsche Segler, dann fĂŒr den Wassersport.[42] Als „Ruf der Segler“ ist ahoi in den 1920er Jahren fĂŒr den Bodensee belegt.[43] Mit zunehmender Beliebtheit des Wassersports kam er seit den 1960er Jahren wieder auf. Seither wird ahoi! auch als Formelgruß an einen FunktionstrĂ€ger an Bord benutzt, z. B. „KĂ€ptn ahoi!“, oder ganz ohne Zusatz. Die Verwendung gilt unter Professionellen als unseemĂ€nnisch, und „diesen Aufschrei [‚ahoi!‘] vermeiden Sie lieber ganz. Sein Gebrauch wird an Bord ĂŒbel vermerkt und kann die ganze SphĂ€re des mĂŒhsam geschaffenen Vertrauens zerstören. Dieses schon gestorbene Wort haben die Schlagerdichter wieder aufpoliert.“[44] Eine Schlauchbootwerft verbreitete von 1964 bis 1992 ihre Kundenzeitschrift Wiking ahoi.

Albrecht DĂŒrers Narrenschiff (1495). In KarnevalsumzĂŒgen grĂŒĂŸt die Besatzung eines Narrenschiffs das Publikum mit ahoi!

Karneval/Fastnacht

Ahoi ist wie helau und alaaf ein Narrenruf zu Karneval beziehungsweise Fastnacht. Nachdem Schiffer, Hafenarbeiter und Fischer des Binnenlandes den Ausdruck von der KĂŒste ĂŒbernommen hatten, popularisierten ihn die Karnevalsvereine.[45] In den UmzĂŒgen grĂŒĂŸt die Besatzung eines Narrenschiffs das Volk am Straßenrand mit Ahoi! und erhĂ€lt denselben Gruß zurĂŒck. Traditionell ist er in der Kurpfalz verbreitet,[46] etwa in Mannheim mit „Monnem ahoi“ oder „Mannem ahoi!“[47] und in Ludwigshafen,[48] aber auch in angrenzenden Gebieten wie dem nordbadischen Altlußheim[49] sowie im sĂŒdthĂŒringischen Wasungen, dort mit „Woesinge ahoi!“[50] Auf dem Backfischfest der Fischerzunft in Worms wird ebenfalls mit „ahoi“ gegrĂŒĂŸt.[51] Auch jĂŒngere KarnevalsaktivitĂ€ten, etwa in einem norddeutschen Verein[52] oder in einer Kölner NeugrĂŒndung,[53] verweisen auf den Ruf.

Das Wehrmachts-Krad PhÀnomen Ahoi aus Zittau

MilitÀr

In der deutschen und der österreichischen Marine wurden vor dem Ersten Weltkrieg Boote, die sich einem vor Anker liegenden Kriegsschiff nĂ€herten, mit „Boot ahoi!“ angerufen, um festzustellen, wer darin ist. Die Antworten von den Kriegsschiffbooten hingen von der höchstgestellten Person an Bord ab: „Standarte!“ beim Herannahen mit einer „FĂŒrstlichkeit“ an Bord, „Flagge!“ mit einem Admiral, „Ja, ja!“ mit Offizier und „Nein, nein!“ ohne Offizier.[54] Ähnliches galt mit „boat ahoy“ in der U.S. Navy, wo das Verfahren 1893 erstmals geregelt wurde,[55] und in der Royal Navy.[56]

Von den deutschen Kriegsschiffen zwischen 1815 und 1945 hieß nur ein Motorboot der Kriegsmarine Ahoi. Es wurde 1940 ĂŒbernommen, trug den Namen also vermutlich bereits vorher, und fuhr auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal. Im Juni 1945 erhielt es der Eigner J. Pieper & Co. zurĂŒck.[57] Das 1942 in Dienst gestellte deutsche Schleuderschiff Bussard wurde als Kriegsbeute der USA 1947 an die belgische Reederei Heygen in Gent verkauft und in Ahoy umbenannt.

In Zittau stellten die PhĂ€nomen-Werke Gustav Hiller von 1940 bis 1943 unter der Bezeichnung PhĂ€nomen Ahoi 125-Kubikzentimeter-MotorrĂ€der fĂŒr die deutsche Wehrmacht her.[58]

„Nebel – ahoi!“ ist der Ruf der ABC-Abwehrtruppe der Bundeswehr und gehört offiziell zum militĂ€rischen Brauchtum des Heeres.[59] Der Ruf geht auf die Nebeltruppe zurĂŒck, eine Kampfgruppe der Wehrmacht ab 1935, die das Gefechtsfeld chemisch einzunebeln und schlagartig mit Massenfeuer FlĂ€chenziele zu vernichten hatte,[60] und „entstand aus Freude ĂŒber einen gelungenen Nebeleinsatz, wenn also der Nebel ‚gut im Ziel lag‘.“[61]

Brausepulver

Matrosenlogo des Ahoj-Brausepulvers

Ahoj heißt ein 1925 in Stuttgart entwickeltes Brausepulver. Nach dem Ruf ahoi benannt, wird es seit 1930 mit der Abbildung eines Matrosen und einer mit „Ahoj“ beschrifteten Flagge beworben. Zu dieser Zeit waren MatrosenanzĂŒge als Kinderkleidung in Mode.[62] Auch in den USA ist die Markenbezeichnung im SĂŒĂŸwarensegment bekannt. Chips Ahoy! ist dort eine populĂ€re Keksmarke des Lebensmittelkonzerns Nabisco, deren Name mit dem Anruf „ships ahoy!“ spielt.[63]

Viehtrieb

Einen Einzelfall stellt Ă„hoi als Ruf an das Zugvieh zum Langsamgehen an. Er ist vor dem Ersten Weltkrieg fĂŒr das Erzgebirge bezeugt und wurde wie eha und oha, ooha(a) verwendet.[64] Hier kann eine Kombination aus zwei Interjektionen wie im Mittelenglischen vorliegen, jedoch stammt die erste möglicherweise von erzgebirgisch eh „ein, inne“ wie ee halten „an-, ein-, innehalten“.[65] Ein Lemma Ă„hoi, ahoi oder ohoi fehlt im neuen Standard-Wörterbuch fĂŒr diese Sprachregion.[66] In einem Tal des Triglav-Gebirges in Slowenien unterhielten sich Hirten mit Ohoi!-Rufen ĂŒber weitere Strecken, wie ein Bericht von 1838 erwĂ€hnt.[67]

FrĂŒhe Nennungen englischer ahoi-Wörter, 1751–1792

Englisch

FrĂŒhe Belege

Als frĂŒhester englischer Beleg gilt ein Ausruf in Tobias Smolletts The Adventures of Peregrine Pickle (1751): „Ho! the house a hoy!“,[68] deutsch zeitgenössisch mit „Holla, he da, Wirtshaus!“ ĂŒbersetzt.[69] Der Rufer war Seemann. Eine frĂŒhe fachsprachliche ErwĂ€hnung stammt aus William Falconers Marine-Wörterbuch von 1780: „The usual expression is, Hoa, the ship ahoay!“,[70] deutsch: „Der ĂŒbliche Ausdruck ist: „Hoa, Schiff ahoi!“ Die Erstausgabe des Wörterbuchs hatte 1769 noch die Vorform hoay genannt.[71]

In den 1780er Jahren wurde ahoy in London bereits auf der BĂŒhne als Kolorit fĂŒr maritime Themen eingesetzt und erreichte damit ein breiteres Publikum. In der Komödie The Walloons, deutsch: Die Wallonen, 1782 vom Dramatiker Richard Cumberland inszeniert, leitete der Ruf eine Anrede ein: „Ahoy! you Bumboat, bring yourself this way“,[72] deutsch etwa: „Ahoi! Du Bumboat, komm einmal her.“ Der Text wurde 1813 posthum veröffentlicht.

In einer anderen, ebenfalls spĂ€ter belegten frĂŒhen Quelle drĂŒckte ahoy ein Heranrufen aus. Im Text eines Shantys, eines Arbeitsliedes der Matrosen, war ahoy wahrscheinlich 1789 öffentlich zu hören, als der englische Komponist und Schriftsteller Charles Dibdin (1745–1814) sein VarietĂ©-Programm The Oddities in London auffĂŒhrte.[73] Es enthielt sein Lied Ben Backstay ĂŒber einen Bootsmann mit der Beschreibung: „And none as he so merrily / Could pipe all hands ahoy“,[74] deutsch sinngemĂ€ĂŸ: „Und niemand sonst konnte so fröhlich alle Matrosen an die Arbeit pfeifen.“ Gedruckt erschien der Text erst 1826.[75]

Konsolidierung

Im Wörterbuch von Samuel Johnson, Ausgabe von 1799, fehlt ahoy (gesprochen [əˈhɔi]) noch, wurde aber in der Ausgabe von 1824 als „fast so wichtig wie holla“ bezeichnet und mit dem Zitat von Cumberland 1813 belegt.[76] Der erste Eintrag in dieses weit verbreitete Nachschlagewerk kann als Aufnahme in den etablierten Wortschatz des Englischen gelten. Noch in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts begann das Wort in viele Nachbarsprachen abzustrahlen. Eine Spekulation von 1835 ĂŒber die Herkunft aus französisch oyez, deutsch „hört!“ bedeutet eine frĂŒhe philologische BeschĂ€ftigung mit dem Wort.[77]

Schon zuvor trat es in metaphorischem Zusammenhang auf. In der US-amerikanischen Handelsstadt Philadelphia begann 1819 ein Prediger, eine Seemannskirche aufzubauen. Seinen Memoiren zufolge grĂŒĂŸten ihn die Matrosen mit „Schiff ahoi“ und fragten, wohin die Fahrt gehe. Der Prediger antwortete: „Zum Hafen von Neu-Jerusalem. Wir segeln unter dem Admiral Jesus, einem guten Kommandanten. Wir brauchen MĂ€nner.“ Wie bei einem HeuergesprĂ€ch sagten die Matrosen: „Nun, wir kommen herein und hören uns Eure Bedingungen an.“[78]

Ein Romney-Schaf, dessen Erscheinungsbild 1791 den Erstabdruck von ohoy auslöste

Die Nebenform ohoy

Als Synonym fĂŒr ahoy ist die Nebenform ohoy frĂŒh bezeugt.[79] In einer Anekdote, abgedruckt 1791, lautete der ironische Gruß eines KapitĂ€ns, der seinen neu eingekleideten und nun wie ein stĂ€mmiges Romney-Schaf[80] aussehenden Bootsmann im Theater traf: „Ohoa, the boatswain, the Romney, Ohoy!“ Der antwortete „Holloa“ und verschwand.[81] Der schottische Dichter Thomas Campbell veröffentlichte 1821 ein Spottgedicht, in dem ein Reiter rief: „Murderer, stop, ohoy, oh!“[82] 1836 schrieb der schottische Romancier Allan Cunningham: „Ohoy, Johnnie Martin! Ohoy, Tom Dempster! be busy my merry lads, and take me on board“,[83] deutsch etwa: „
 eilt euch, gute Kerls, und nehmt mich an Bord.“

Die Form „ohoy“ wurde in mehrere nordische Sprachen entlehnt.

NiederlÀndisch, Friesisch

Herkunftstheorien

Wenn der Ursprung von ahoi im NiederlĂ€ndischen liegen sollte,[45] kommt hoy von hoie, dem Namen eines Seglers, der heute unter der Bezeichnung Hoie oder Heude bekannt ist.[84] Dieser verbreitete Schiffstyp beförderte Passagiere und Fracht lĂ€ngs der NordseekĂŒste und ĂŒber den Ärmelkanal. „An Hoye of Dorderyght“, aus der hollĂ€ndischen Handelsstadt Dordrecht, wird 1495 in einem Brief erwĂ€hnt; zwei Jahre spĂ€ter taucht „an hoye of Andwarpe“, in den Akten des englischen Königs Heinrich VII. auf. In einer Reisebeschreibung von 1624 kommt der allerdings zu Übertreibungen neigende KapitĂ€n John Smith fĂŒr die Region zwischen Vlissingen und dem IJsselmeer auf eine gewaltige Zahl von Segeln: „Holland and Zeeland hath twenty thousand saile of Ships and Hoies.“[85]

Direkte Belege fĂŒr eine Herkunft von ahoi aus der Partikel a und dem Substantiv hoie fehlen jedoch. Der Ruf gilt in der niederlĂ€ndischen[86] und deutschen[1] Sprachforschung als Übernahme aus dem Englischen. DafĂŒr sprechen die Dichte der Belege im Englischen und deren Fehlen im NiederlĂ€ndischen sowie Zweifel an der Vermutung, dass in der FrĂŒhneuzeit eine einzelne Schiffsbezeichnung wortbildend sein konnte, selbst wenn sie verbreitet war.

Der Zusammenhang von ahoi und hoi, einer im NiederlÀndischen verbreiteten Anredeform, ist unklar. Hoi, bereits 1552 als Jauchzer belegt, kann eine Kurzform von ahoi sein oder ahoi eine Erweiterung von hoi. Wahrscheinlich gehört hoi aber zu einer Gruppe von Rufen wie hó, hé und ist mit ahoi nicht enger verwandt.[11]

Quellenlage

Im NiederlĂ€ndischen kommen aho(o)i, ahoy und ehoi[87] eher selten vor und sind in zahlreiche FachwörterbĂŒcher nicht aufgenommen.[88] Möglicherweise liegt dies an der Verbreitung des Ă€hnlichen, schnelleren Anrufs hoi.

Die Quellenlage zur frĂŒhen Verwendung des Wortes ist mangelhaft, weil ahoi im Woordenboek der Nederlandsche Taal (WNT) kein eigenes Lemma erhielt, obwohl dieses Großwörterbuch auch Interjektionen erfasst.[89] Auch in den ErgĂ€nzungslieferungen der letzten Jahrzehnte zum WNT fehlt dieser Eintrag.[90] Innerhalb der EintrĂ€ge im WNT stammen die frĂŒhesten Belege, die Formen von ahoi enthalten, aus der Zeit um 1900. In einem 1897 erschienenen MĂ€dchenbuch schrieb die Schriftstellerin Tine van Berken: „A-hoi! A-hoi! riep Beer onvermoeid, de hand trechters gewijze aan de mond“, deutsch „
 rief Beer unermĂŒdlich, die Hand trichterförmig am Mund.“[91] 1908 ließ der Schriftsteller George Frans Haspels Sturmgewalten „met donderend ahoei“, deutsch „mit donnerndem Ahoi“, auf die KĂŒste prallen.[92] Hier ist die Bedeutung zu LĂ€rm oder BegrĂŒĂŸung erweitert.[86] Die Schreibung ahoei, [a ˈhuːi] gesprochen, enthĂ€lt zudem ein lautmalerisches Element, falls Haspels mit [huːi] auf das GerĂ€usch des Windes anspielte.

In den 1950er Jahren galt ahoi als „veraltet“.[93] Der Ausdruck ist aber noch allgemein bekannt.[86] Belege fĂŒr einen Gebrauch von ahoy im Friesischen fehlen in GroßwörterbĂŒchern fĂŒr diese Sprache.[94]

Veranstaltungskomplex Ahoy Rotterdam, Haupteingang, 2007
Die innovative Premiere des Tamboer- en Trompetterkorps Ahoy, Rotterdam 1956

Ahoy in Rotterdam

Ahoy lautet die Kurzform fĂŒr das Ahoy Rotterdam, ein großes Veranstaltungszentrum in den Niederlanden.[95] Es bestand zunĂ€chst aus einer Halle der 1950 veranstalteten Ausstellung Rotterdam Ahoy! zum Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt und hieß anfangs Ahoy'; der Akzent sollte an das Ausrufezeichen der Ausstellung erinnern.[96] 1968 siedelte es in den Stadtteil Charlois um, wo mit der Zeit ein ausgedehnter Baukomplex entstand.[97]

Aus Charlois stammte das 1955 gegrĂŒndete Tamboer- en Trompetterkorps Ahoy, deutsch Tambour- und Trompeterkorps Ahoy. Ob es so benannt wurde, weil das maritim inzwischen als veraltet geltende ahoy in Rotterdam seinerzeit Aufbaugeist ausdrĂŒckte, ist nicht erforscht. Der Spielmannszug trat erstmals am Koninginnedag 1956 auf und wurde mit seinem innovativen Figurenlaufen, zuvor unĂŒblichen WechselgesĂ€ngen und schneller Marschmusik bekannt. 1962 gewann er einen 1. Preis im Wereld Muziek Concours in Kerkrade und spielte spĂ€ter auf dem Sanremo-Festival. Aus Mangel an Nachwuchs löste sich das Korps 2003 auf.[98] In Hamburg entstand 1975 das Show-Musikkorps Ahoy-Hamburg.[99]

Nordische Sprachen

Formen

Skandinavische Sprachen haben Abkömmlinge der englischen Formen ahoy und ohoy in vielen Schreibungen aufgenommen. Im DÀnischen sind es ahoj[100] und ohoj,[101] im Norwegischen ohoi,[102] im Schwedischen ohoj und Ä-hoj.[19] Im IslÀndischen kann ohoj mit vorgestelltem englisch ship kombiniert sein;[103] als Anrufung tritt die Form Sjipp og hoj auf.[104]

FrĂŒhe Belege

Erstmals benutzte der dĂ€nische Romancier Andreas Nikolai de Saint-Aubain, der unter dem Pseudonym Carl Bernhard veröffentlichte, 1837 die Wendung: „‚Ahoi, en Sejler!‘ raabte Matrosen fra MĂŠrset“.[105] Saint-Aubins Übersetzung ins Deutsche aus demselben Jahr, „‚Ahoi, ein Segler!‘, rief der Matrose vom Mers“, ist zugleich die frĂŒheste belegte Nennung im Deutschen. Die schwedische Autorin Emilie Flygare-CarlĂ©n schrieb 1842: „Örnungen reddes till en ny fĂ€rd pĂ„ den klarnade böljan; manskabet skrek sitt muntra ‚Ä-hoj!‘“[106] Der deutsche Übersetzer von 1843 vermied Ă„-hoj und formulierte: „Der junge Adler ward zu einer neuen Fahrt durch die klaren Wellen in Bereitschaft gesetzt; die Mannschaft ließ ihr munteres Hiaho erschallen.“[107] In der englischen Übersetzung von 1844 heißt es hingegen: „The crew of the young Eagle [
] shouted their cheerful ahoys.“[108] 1846 schrieb Flygare-CarlĂ©n: „BĂ„t, ohoj â€“ hvarifrĂ„n, hvathĂ€n?“, deutsch „Boot, ohoi â€“ woher, wohin?“[109]

Noch in zwei englisch-dĂ€nischen WörterbĂŒchern von 1863 ist ahoy mit „Hey! Holla!“[110] und „holla! heida!“[111] ĂŒbersetzt.

Finnisch

Im nicht zur germanischen Sprachfamilie gehörenden Finnischen ist die Interjektion aus schwedisch ohoj zur Form ohoi entlehnt. In einem deutsch-finnischen Wörterbuch wurde deutsch ahoi mit finnisch hoi angegeben.[112] Eine Übersetzung von englisch ahoy ins verwandte Estnische nennt ahoi.[113]

Tschechisch und Slowakisch

Tschechoslowakisches Frachtschiff im Hamburg-Verkehr auf der Elbe bei Magdeburg, 1965

Herkunftstheorien

In den beiden BinnenlĂ€ndern Tschechien und Slowakei, 1918 zur Tschechoslowakei vereint und 1992 verselbstĂ€ndigt, ist ahoj (gesprochen [aɩɔj], ahoj?/i) als Gruß alltĂ€glich. Zu den vielen im Verbreitungsgebiet kursierenden ErklĂ€rungen dafĂŒr[114] gehört:

  • Tschechische Seeleute brachten den Ruf aus Hamburg mit. Die Spedition Tschechoslowakische Elbe-Schifffahrt[115] betrieb den dortigen Moldauhafen, 1929 an die Tschechoslowakei verpachtet, als Terminal fĂŒr den Frachtverkehr, komplett mit Wohnschiff Praha.
  • Wenn der Landgang tschechischer Matrosen in den IndustriehĂ€fen an Moldau und Oberelbe endete, warnten die MĂ€dchen aus den Hafenbars ihre Freier zum Abschied vor ihrer Berufskrankheit Syphilis mit dem Wortspiel hoj/(ne)hojit: „A hoj! Kdo nehojil, tomu upad“, deutsch „Und holla! Wer ihn nicht geheilt hat, dem ist er abgefallen!“
  • Seeleute der tschechoslowakischen Handelsmarine mit ihren zeitweilig 13 Hochseeschiffen brachten das Wort in den Sommerurlauben mit.
  • Über die ursprĂŒnglich aus Böhmen und MĂ€hren stammenden evangelischen Herrnhuter BrĂŒder, die im 18. Jahrhundert nach Amerika zogen, floss maritimes Wissen, auch um diese Anrufung, zurĂŒck in die alte Heimat.

Ein Fake ist die RĂŒckfĂŒhrung des internationalen Rufs auf einen böhmischen Seemann des 17. Jahrhunderts.[116]

nazdar, ahoj, čau

TatsĂ€chlich geht die Verbreitung von ahoj auf die 1920er Jahre zurĂŒck, als tschechische Jugendliche und Studenten das Kanufahren auf den sĂŒdmĂ€hrischen und -böhmischen FlĂŒssen popularisierten.[45] Die Kanuten bildeten eine Art Wandervogelbewegung; manche nannten sich trampovĂ©, Tramps, oder skauti, Scouts, Pfadfinder. Schon in den 1930er Jahren sahen tschechische Sprachforscher in diesen skauti TrĂ€ger und Verbreiter des ahoj.[117]

Die Gruppen bildeten eine romantische Opposition gegen das als nationalistisch empfundene tschechische BĂŒrgertum. Dessen Sokol-Sportvereine mit ihrer Vorliebe fĂŒr die traditionelle Gymnastik passten nicht zur Aufbruchstimmung der Jugendlichen, die deswegen einen als international und schick empfundenen Sport mit eigenem Gruß kultivierten. Sie stellten ihr aus der Seemannssprache stammendes ahoj, möglicherweise aus dem Niederdeutschen ĂŒbernommen,[118] gegen den Sokol-Ruf nazdar, deutsch etwa Heil wie in Ski Heil. Nazdar war in der tschechischen und tschechoslowakischen Gesellschaft allgemein gebrĂ€uchlich, doch innerhalb weniger Jahrzehnte legte sich das modernere ahoj ĂŒber den dadurch Ă€ltlich werdenden Ausdruck.

Graffito an einer Hauswand in Bratislava, 1997

Zur Verbreitung des ahoj hat die ironisierende tschechische und slowakische Sprachlust beigetragen. In der Slowakei kursieren ahoj-Abkömmlinge wie das verniedlichende „ahojček“, deutsch etwa „Ahoichen“, das zum Trinkergruß taugende „ahojka“, „Prösterchen“, ferner die Plural-Anrede „ahojĆ„e“, „ahoi, Ihr!“ sowie die grammatisch korrekte Wir-Form „ahojme sa“, „wir ahoien, wir sagen ahoi“.[119] Im Tschechischen wie im Slowakischen wird ahoj langsam vom wiederum als moderner empfundenen „čau“ verdrĂ€ngt, das vom italienischen Gruß ciao stammt. Dies soll bemerkbar gewesen sein, seit die tschechoslowakische Regierung in den 1960er Jahren die AuffĂŒhrung von italienischen Kinofilmen zuließ.[120]

Jugendkulturelle Benennungen

Die zum Verlag Melantrich in Prag gehörende Tageszeitung ČeskĂ© slovo (deutsch Tschechisches Wort) nannte eine von 1933 bis 1943 erschienene humoristische Beilage Ahoj na neděli (deutsch Ahoi am Sonntag). Sie wurde freitags verbreitet, „um die Tramps rechtzeitig mit ihrer WochenendlektĂŒre zu versehen.“[121] Von 1969 bis 1997 erschien im ČeskĂ© slovo-Nachfolger SvobodnĂ© slovo (deutsch: Freies Wort) die Freizeitbeilage Ahoj na sobotu, deutsch Ahoj am Samstag.[122]

Mit amtlichem Namen Ahoj heißt ein Distrikt im Stadtteil NovĂ© Mesto der slowakischen Hauptstadt Bratislava.[123] Dort trafen sich vor dem Zweiten Weltkrieg, als die Gegend noch kaum bebaut war, Jugendliche.[124]

Der Autohersteller Ć koda benannte 2001 seine Konzeptstudie fĂŒr einen Kleinwagen Ć koda Ahoj![125]

Spottwort in Theresienstadt

Im Konzentrationslager Theresienstadt nannten tschechisch sprechende Juden einen an die tschechische Gesellschaft assimilierten, nicht mehr glĂ€ubigen Insassen spöttisch Ahojista, deutsch etwa „Ahojist“. Ein jĂŒdisch-tschechischer Assimilant, der sich gegenĂŒber den jĂŒdischen Verwaltungsstellen im Lager aus Opportunismus als Zionist ausgab, hieß Ć ahojista, das aus den GrĂŒĂŸen Schalom und Ahoj zusammengesetzt war.[126]

Akronyme

Im von Deutschland besetzten Tschechien, dem Reichsprotektorat Böhmen und MĂ€hren, konnte ahoj als Akronym fĂŒr die Parole „Adolfa Hitlera oběsĂ­me jistě“, deutsch: „Klar, wir hĂ€ngen Adolf Hitler“, verstanden werden.[127] Unter kommunistischer Regierung entwickelte sich ahoj auch im slowakischen Landesteil zum Initialwort. Seit dem Kirchenkampf von 1950 galt es als AbkĂŒrzung fĂŒr die Trostformel Aj hrieĆĄnych ochraƈuje jeĆŸiĆĄ, deutsch Jesus schĂŒtzt auch die SĂŒndigen, oder fĂŒr das lateinische ad honorem jesu, deutsch Jesus zur Ehre.[128] Demonstrativ benutzten es katholische Jugendliche untereinander. Selbst Pfarrer sprachen die GlĂ€ubigen von der Kanzel herab damit an.[129]

USA, Telefonverkehr

In den USA konkurrierten die beiden Erfinder Alexander Graham Bell und Thomas Alva Edison nicht nur um die Technik der Telefonie, sondern auch um das Wort, mit dem ein Telefonat eröffnet werden sollte. Bell favorisierte ahoy, benutzte den Ruf bis an sein Lebensende[130] und gab an, niemals „hello“ gesagt zu haben.[131] Edison forderte hello und entschied diese Auseinandersetzung innerhalb weniger Jahre fĂŒr sich. Angaben ĂŒber die Dichotomie von ahoy und hello in der FrĂŒhphase der Telefongeschichte sind widersprĂŒchlich.

Alexander Graham Bell, der sein ahoy in den 1870er Jahren nicht als Telefongruß durchsetzen konnte, fĂŒr einen Werbefilm 1926 von einem Schauspieler dargestellt
Das GebĂ€ude in Cambridge, in dem Bell am 9. Oktober 1876 seinen Assistenten Watson mit ahoy anrief, der Beginn des ersten öffentlich gefĂŒhrten Telefonates

Bells ahoy

Die nach Bells Tod verbreitete Überlieferung, dass Ahoy! Ahoy! die ersten Worte gewesen seien, die durch ein Telefon gesprochen wurden,[132] trifft nicht zu. Eine Übertragung von Sprache gelang bereits frĂŒheren Erfindern von Telefonen. Zudem waren Bells erste Worte, am 10. MĂ€rz 1876 ĂŒber Draht an seinen Mechaniker Thomas A. Watson im Nebenraum gerichtet: „Mr. Watson â€“ Come here â€“ I want to see you.“[133]

Belegt ist Bells Wortgebrauch, seit das frĂŒhe Telefon Wechselsprache und nicht nur Einwegnachrichten ĂŒbertragen konnte. Beim ersten öffentlich gefĂŒhrten Telefonat in beide Richtungen, mit einer Leitung zwischen Boston und dem zwei Meilen entfernten East Cambridge am 9. Oktober 1876, benutzte er die maritime Anrufung. Watson, den ein technisches Problem aufgehalten hatte, erinnerte sich: „Lauter und vernehmlicher, als ich sie je zwischen zwei RĂ€umen vernommen hatte, vibrierte Bells Stimme [vom Relais] und rief: ‚Ahoy! Ahoy! Sind Sie da? Was ist los?‘ Ich konnte sogar hören, dass er heiser wurde, weil er die ganze Zeit gerufen hatte, wĂ€hrend ich durch das FabrikgebĂ€ude lief. Ich ahoite zurĂŒck und konnte seinen Stoßseufzer hören, als er mich fragte: ‚Wo waren Sie denn die ganze Zeit?‘“[134]

Ende Oktober 1876 eröffnete Bell regelmĂ€ĂŸig seine Telefonate mit Watson innerhalb Cambridges mit der Frage: „Ahoy, Watson, are you there?“[135] Am 3. Dezember 1876 benutzte Bell den vertrauten[136] Ausdruck wieder, als er mit Watson vor Publikum ein FerngesprĂ€ch ĂŒber 143 Meilen Telegrafendraht der Eastern Railroad nach North Conway in New Hampshire mit den Worten eröffnete: „Ahoy! Ahoy! Watson, are you there?“[136] Am 12. Februar 1877, als sich Watson in Salem aufhielt und Bell in Boston, begann Watson das öffentliche GesprĂ€ch mit „Ahoy! Ahoy!“[130] FĂŒr eine von Bell verwendete Form ahoy-hoy[137] als Verschleifung seines ĂŒblich gewordenen doppelten ahoy ahoy[138] fehlen Belege.

Ahoy-ahoy soll ferner der erste Testruf eines Telefonisten gewesen sein und datiert dann vermutlich aus dem Jahr 1878. Als Sprecher in Betracht kommen George Willard Coy, der am 28. Januar 1878 in New Haven, Connecticut eine kommerzielle Telefonvermittlung eröffnete und zum ersten hauptberuflich arbeitenden operator wurde, oder der junge Louis Herrick Frost, der erste regulÀr angestellte boy operator.[139]

Thomas Alva Edison machte das zuvor wenig bekannte hello zum Kommunikationsstandard. Aufnahme nach 1877

Edisons hello

Edison befĂŒrwortete die Verwendung des Rufs hello. Am 18. Juli 1877, als ihm die erste Tonaufzeichnung glĂŒckte, rief er noch das verbreitete[140] halloo in das MundstĂŒck seines Phonographen.[141] FrĂŒhester Beleg fĂŒr die Verwendung von hello am Telefon ist ein Brief Edisons vom 5. August 1877 an einen GeschĂ€ftsfreund: „I do not think we shall need a call bell as Hello! can be heard 10 to 20 feet away“, deutsch: „Ich glaube nicht, dass wir eine Rufglocke brauchen werden, weil Hello! 10 bis 20 Fuß weit gehört werden kann.“[141]

SpĂ€teren Erinnerungen zufolge war der Gebrauch von hello 1878 in Edisons Laboratorium ĂŒblich,[142] wenngleich Edison entgegen ersten Nachforschungen[141] hello nicht entwickelt hatte. Die Anrede ist in den USA bereits in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts nachweisbar[143] und geht mit Formen wie hullo, hallo und halloa auf das seit dem 16. Jahrhundert belegte hollo zurĂŒck.[144] Dessen im maritimen Bereich gebrĂ€uchliche Nebenform holloa wurde ab etwa 1800 teilweise von ahoy ersetzt.[145]

Unterlegenes ahoy

Wie sich Edison gegen Bell durchsetzte, ist bisher nicht untersucht. In der Literatur werden soziale und technische GrĂŒnde genannt.

Der gesellschaftliche Bedarf nach einem Kurzwort war groß, denn zunĂ€chst wurden Anreden wie „What is wanted?“[146] oder „Are you ready to talk?“, deutsch: „Was wird gewĂŒnscht?, Sind Sie gesprĂ€chsbereit?“ benutzt. Eines Tages soll Edison einfach „hello“ gerufen haben, anstatt das Telefonat mit „unamerikanischen“ UmstĂ€ndlichkeiten zu beginnen.[147] Hello, noch nicht mit Konventionen belegt, erlaubte, schnell zur Sache zu kommen.[138] Zudem verlangte ahoy traditionell die BeifĂŒgung eines Namens, was zu Beginn eines anonym eingehenden Telefonats nicht möglich war. Als Seemannsausdruck galt es zudem als zu mĂ€nnlich, seit Frauen als Telefonvermittlerinnen eingestellt wurden. Ahoy war, wie der US-Kolumnist William Safire zusammenfasste, „fĂŒr Land- und Telefonratten“ zu maritim und als Formel zu wenig auf Konversation ausgerichtet.[148]

Mark Twain popularisierte 1889 die Bezeichnung hello girls fĂŒr Telefon-Vermittlerinnen. PortrĂ€t von 1890

Technisch verfolgten Bell und Edison bei ihren Entwicklungsarbeiten verschiedene Konzepte. WĂ€hrend Bell den Kunden bei GesprĂ€chsbedarf je neue GesprĂ€chsverbindungen anzubieten plante, favorisierte Edison zunĂ€chst Standleitungen, die zwischen den Teilnehmern stĂ€ndig offen blieben. Um einen Angerufenen ans Telefon zu bekommen, hielt Edison 1877 ein lautes Rufwort, das ĂŒber lĂ€ngere Distanz gehört werden konnte, fĂŒr nötig. In Betracht kam eine durch die Telefonleitung hörbare Glocke, deren englische Bezeichnung bell Edison aber an seinen Konkurrenten erinnerte. Als sich Bells Konzept der Einzelverbindungen durchsetzte, begann Edison zwar die dafĂŒr nötigen VermittlungsschrĂ€nke zu bauen, soll in der Gebrauchsanleitung fĂŒr die Vermittlerinnen aber seine Meldung hello vorgeschrieben haben.[149]

Hello setzte sich in New York schon 1880 durch.[150] Die Teilnehmer der ersten Konferenz der Telefongesellschaften im November 1880 in Niagara Falls trugen eine Plakette mit dem Aufdruck Hello zur BegrĂŒĂŸung.[141] Hello girl als Bezeichnung fĂŒr die jungen Frauen in den Rufvermittlungen ist seit 1883 belegt[151] und vom US-amerikanischen Schriftsteller Mark Twain 1889 popularisiert.[152]

Rezeption

William Safire formulierte, auf die Zerlegung des US-Telefonmonopolisten AT&T im Jahr 1984 anspielend: „
 thus, Ahoy! became A.T.&T.’s first divestiture“, deutsch etwa: „So fĂŒhrte Ahoy! zur ersten Entflechtung bei AT&T“.[148] AT&T war aus Bells 1877 gegrĂŒndeter Telefongesellschaft hervorgegangen.

Das Spannungsfeld von ahoy und hello wurde in verschiedenen Medien genutzt und literaturtheoretisch betrachtet:

  • Der englischsprachige Schriftsteller Oswald Kendall setzte es 1916 in einem Roman ein: „,Amerikanisches Schiff ahoy!‘, kam die Stimme. [
] ‚Hello!‘ schrie Captain Hawks zurĂŒck, und aus seinem Ton konnte ich GelĂ€chter heraushören, das GelĂ€chter des VergnĂŒgens.“[153]
  • Montgomery Burns, Atomkraftwerksbesitzer in der Zeichentrick-Fernsehserie Die Simpsons, benutzt am Telefon den Gruß ahoy! hoy!,[154] der in einer Episode von seinem unfĂ€higen Angestellten Homer Simpson mit hello beantwortet wird.[155]
  • Ein Literaturwissenschaftler sah eine semantische Übereinstimmung der wasserhaften ElektrizitĂ€tsterminologie (Welle, Fluss, Strom) im Fernsprechwesen mit dem nautischen ahoy als Anrede am Telefon sowie dem zu hello entwickelten hallo, das im Gleichklang mit französisch Ă  l‘eau, deutsch „zum Wasser“ stehe.[156]

Ahoi-Wörter als AbkĂŒrzung

Ahoi, Ahoy und Ahoj werden als Akronyme verwendet. Dazu gehören

  • Acute haemorrhagic oedema of infancy (AHOI), eine Kinderkrankheit[157]
  • Committee on Atherosclerosis, Hypertension, and Obesity in the Young (AHOY), eine Arbeitsgruppe von Kardiologen[158]
  • Australian Humanist of the Year (AHOY), eine Auszeichnung[159]
  • Adolfa Hitlera oběsĂ­me jistě; Aj hrieĆĄnych ochraƈuje jeĆŸiĆĄ; Ad honorem jesu, siehe Ahoi#Akronyme

Ahoi-Wörter in Titeln

Ahoi, Ahoy und Ahoj sind populĂ€re Bestandteile in Titeln von Filmen, BĂŒchern, BĂŒhnenstĂŒcken, Kunst- und musikalischen Werken.

→ Diese Auswahl enthĂ€lt nur Beispiele, die in der deutschsprachigen Wikipedia belegt sind.

Filme

BĂŒcher

BĂŒhnenstĂŒcke

Kunstwerke

Lieder und TontrÀger

Rundfunk

  • Welt Ahoi! (österreichische Radiosendung, 2009/10)

Literatur

Außer EintrĂ€gen in WörterbĂŒchern und anderen Nachschlagewerken sind als Literatur drei AufsĂ€tze zur Wortgruppe um ahoy nachweisbar:

  • A. Cecil Hampshire: Boat ahoy. Hailing in the Navy. In: Chambers' journal. 9. Serie Bd. 4, 1950, S. 551–553
  • Dietmar Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 33–37
  • Äœubor KrĂĄlik: O pĂŽvode pozdravu ahoj a skratky SOS [deutsch: Über den Ursprung des Grußes ahoj und der AbkĂŒrzung SOS], In: SlovenskĂĄ reč. Jahrgang 70, Nummer 3, 2005, S. 191, PDF 745 KB online

Belege

Um Belegstellen schneller zu finden, WörterbĂŒcher mit verschiedenen Ausgaben heranziehen zu können oder den Kontext der Stelle zu verdeutlichen, ist bei einigen alphabetisch geordneten Werken an Stelle oder neben der Seitenzahl das Stichwort mit der AbkĂŒrzung s.v. angegeben. AbgekĂŒrzt zitiert sind hier:

KĂŒrzel Volltitel
OED John A. Simpson: Oxford English Dictionary. 20 BĂ€nde, 2. Aufl. Oxford 1989. Deren Revisionen, de facto die dritte Auflage des OED, sind auf einer gebĂŒhrenpflichtigen Webseite abzufragen und in wissenschaftlichen Bibliotheken zugĂ€nglich.
WNT Matthias de Vries: Woordenboek der Nederlandsche Taal. 40 BĂ€nde, s’Gravenhage (=Den Haag) 1882–1998. Wegen des langen Erscheinungszeitraums sind die Erscheinungsjahre angegeben. Die ErgĂ€nzungsbĂ€nde sind im Volltitel zitiert. Online-PrĂ€senz.
  1. ↑ a b Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Aufl. Berlin, New York 2002, ISBN 3-11-017473-1, s.v. ahoi. Das Lemma existiert erst seit der 23. Aufl. (1999).
  2. ↑ Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 2. Aufl. Leipzig, Stuttgart 1983ff; s.v. ah. Ernst Schwentner: Die primĂ€ren Interjektionen in den indogermanischen Sprachen. Heidelberg, 1924, S. 6 ff. (= Indogermanische Bibliothek, Abt. 3, 5)
  3. ↑ OED s.v. hoy sb.2 OED3 s.v. hoy. int. (n.2)
  4. ↑ OED s.v. hoy int. Das Epos ist in den drei Varianten A, B und C ĂŒberliefert. Die Form hoy stammt aus dem C-Text; in A heißt es hey, in B how. Die Datierung ist dem OED entnommen.
  5. ↑ Die Fassung C von Piers Plowman, aus der das hoy stammt, ist bislang nicht auf Deutsch erschienen; das how aus dem B-Text ist in der ersten deutschen Übersetzung ausgelassen (William Langland, Peter der PflĂŒger; ĂŒbersetzt von Werner Klett; Bonn 1935, S. 61). Der Zusammenhang mit Ă€hnlichen Textzeilen („hey“ statt „hoy“) in zwei Liedertexten in einer englischen Handschrift des frĂŒhen 16. Jahrhunderts ist unklar. Vgl. Ray Siemens: Revisiting the Text of the Henry VIII Manuscript (BL Add Ms 31,922): An Extended Note. In: Early Modern Literary Studies 14.3 (2009) 3.1–36. Ferner: Dietrich Helms: Heinrich VIII. und die Musik. Überlieferung, musikalische Bildung des Adels und Kompositionstechniken eines Königs. Eisenach 1998, S. 42. Ein StĂŒck wurde vom Hilliard Ensemble auf der CD Music for Tudor Kings, Henry VII & Henry VIII eingespielt.
  6. ↑ William Falconer: An universal dictionary of the Marine. London 1769, s. v. Holloa, zitiert nach OED s. v. hoy int.
  7. ↑ J. J. Moore: The Midshipman’s Or British Mariner’s Vocabulary. London 1801 und Washington 1805, s.v. hoay. Charles James: A new and enlarged military dictionary. 2. Aufl. London 1805, s.v. hoay
  8. ↑ Dietmar Bartz: Seemannssprache, 2. Aufl. Bielefeld 2008, s.v. ahoi. Anders noch in der 1. Auflage, Bielefeld 2007, s.v. ahoi, und in: ders.: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 33–37, hier S. 36f.
  9. ↑ Gustav Goedel: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache. Kiel, Leipzig 1902 s.v. ahoi!
  10. ↑ OED s.v. hey, hi
  11. ↑ a b Het Woordenboek der Nederlandsche Taal op Internet, s.v. hoi, abgerufen am 19. November 2008
  12. ↑ Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 2. Aufl. Leipzig, Stuttgart 1983ff s.v. ah. Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 1. Aufl. Leipzig, Stuttgart 1983ff s.v. hoia. Die 2. Auflage wurde nur bis zum Buchstaben F bearbeitet, die erste Auflage lemmatisierte die Interjektion hoi nicht.
  13. ↑ Alois Bernt (Hrsg.): Heinrich von Freiberg. Halle 1906, Zeilen 1986 und 4476 sowie S. 5 und 264
  14. ↑ Mittelhochdeutsches Wörterbuch online, s.v. ahĂź, abgerufen am 19. November 2008
  15. ↑ Arend Quak: NICOLAUS von Jeroschin. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 6, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 693–694., abgerufen am 19. November 2008
  16. ↑ Franz Pfeiffer: Die Deutschordenschronik des Nicolaus von Jeroschin, in: ders.: BeitrĂ€ge zur Geschichte der mitteldeutschen Sprache und Litteratur. Stuttgart 1854, S. 83. Die LĂ€ngenzeichen ĂŒber den Vokalen entstammen dieser Transkription; Digitalisat des Kodex.
  17. ↑ Robert A. Anderson u.a.: FrĂŒhneuhochdeutsches Wörterbuch. Band 1, Berlin 1989, s.v. aheia
  18. ↑ z. B. OED s.v. ahoy
  19. ↑ a b Svenska Akademien: Ordbok över svenska sprĂ„ket. Bd. 18, Lund 1949, s.v. ohoj
  20. ↑ Duden. Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in zehn BĂ€nden. Mannheim 1999, ISBN 3-411-04743-7, s.v. ahoi
  21. ↑ siehe Zitate in den jeweiligen Sprachen
  22. ↑ Johann Gottfried FlĂŒgel: VollstĂ€ndiges Englisch-Deutsches und Deutsch-Englisches Wörterbuch. Teil 1, 3. Aufl. Leipzig 1847, s.v. ahoy, s.v. hoay. Deutsch holla fĂŒr ahoy hat noch Madame Bernard: German equivalents for english thoughts. London 1858, S. 4.
  23. ↑ Carl Bernhard: Das GlĂŒckskind. Kopenhagen 1837, S. 459.
  24. ↑ Berlin 1846, zitiert nach Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 2. Aufl. Leipzig, Stuttgart 1983ff s.v. ahoi, Zitat in der Schreibweise des Wörterbuchs
  25. ↑ Emilie Flygare-CarlĂ©n: Der Einsiedler auf der Johannis-Klippe. Übersetzt von G. von Rosen, Grimma 1847, Band 2, S. 118
  26. ↑ a b Friedrich Kluge: Seemannssprache. Wortgeschichtliches Handbuch deutscher SchifferausdrĂŒcke Ă€lterer und neuerer Zeit, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. Saale 1908 (Nachdruck der Ausgabe 1911: Hain, Meisenheim 1973, ISBN 3-920307-10-0), s.v. ahoi
  27. ↑ Wilhelm Heine: Die Expedition in die Seen von China, Japan und Ochotsk. 2. Band, Leipzig 1859, S. 76
  28. ↑ Wilhelm von Gutzeit: Wörterschatz der Deutschen Sprache Livlands, Band 1; Riga 1864, s.v. ahoi
  29. ↑ a b Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 2. Aufl. Leipzig, Stuttgart 1983ff s.v. ahoi
  30. ↑ Wolfram Claviez: SeemĂ€nnisches Wörterbuch. Bielefeld 1973, ISBN 3-7688-0166-7, s.v. ahoi
  31. ↑ Paul Heyse: San Vigilio. In: Paul Heyse: Gesammelte Werke III; hrsg. von Erich Petzet. 2. Reihe, 2. Band, Stuttgart 1902, S. 603
  32. ↑ Carl Sternheim: Don Juan. Leipzig 1909, S. 175
  33. ↑ Anna Seghers: Aufstand der Fischer von Santa Barbara. Potsdam 1928, S. 51
  34. ↑ Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frisst. Berlin 1934, zitiert nach Hermann Paul: Deutsches Wörterbuch. 9. Aufl. 1992, ISBN 3-484-10679-4, s.v. ahoi
  35. ↑ Der Prozess um des Esels Schatten, zitiert nach Friedrich DĂŒrrenmatt: 4 Hörspiele. Berlin 1967, S. 28
  36. ↑ GĂŒnter Grass: Die Blechtrommel. Berlin 1986, S. 180
  37. ↑ Hermann Kant: Das Impressum. Berlin 1972, S. 103
  38. ↑ Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W. Rostock 1973, S. 81
  39. ↑ Notenvertrieb, abgerufen am 19. November 2008
  40. ↑ Paulus Buscher: Das Stigma: Edelweißpirat. Koblenz 1988, S. 241. Siehe Abschnitt Tschechisch und Slowakisch.
  41. ↑ Verhaftung von Jugendlichen 1937. Website des NS-Dokumentionszentrum der Stadt Köln zur Ausstellung Von Navajos und Edelweißpiraten. Unangepasstes Jugendverhalten in Köln 1933–1945; April 2004, aufgerufen am 20. Februar 2009. In weiteren StĂ€dten: Gerhart Werner: Aufmachen! Gestapo! Über den Widerstand in Wuppertal 1933–1945, Wuppertal 1974, S. 44. Hans-Josef Steinberg: Widerstand und Verfolgung in Essen 1933–1945. 2. Aufl. Bonn-Bad Godesberg 1973, S. 177. Siehe auch: Detlev J. Peukert: Die Edelweißpiraten. Protestbewegung jugendlicher Arbeiter im „Dritten Reich“; eine Dokumentation. Köln 1988, ISBN 3-7663-3106-X. S. 29–31.
  42. ↑ Digitalisat, abgerufen am 12. Juni 2011. Siehe auch: Wolfgang Rudolph: Segelboote der deutschen OstseekĂŒste. In: Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr deutsche Volkskunde. Band 53, 1969, S. 122 und 158. Nachdruck des 1. Jahrgangs: Bielefeld 1979
  43. ↑ Ernst Ochs: Badisches Wörterbuch. Bd. 1, Lahr 1925/1940, s.v. ahoi
  44. ↑ Arnold Rehm: Alles ĂŒber Schiff und See. Eine fröhliche Verklarung fĂŒr KĂŒstenbewohner und Landratten. Hamburg 1985, ISBN 3-8225-0026-7, S. 19
  45. ↑ a b c Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 33–37
  46. ↑ Webseite „Kurpfalz-ahoi“, aufgerufen am 19. November 2008
  47. ↑ Webseite der „Feueriogarde“ Mannheim, aufgerufen am 19. November 2008
  48. ↑ Website der „Rheinschanze“ Ludwigshafen, aufgerufen am 19. November 2008
  49. ↑ Website der „Luxe“ Altlußheim, aufgerufen am 19. November 2008
  50. ↑ Webseite der „Fachwerks- und Karnevalsstadt Wasungen“, aufgerufen am 19. November 2008
  51. ↑ Webseite fĂŒr das Backfischfest, aufgerufen am 19. November 2008
  52. ↑ Webseite des „Augustendorfer Karnevals-Vereins“, aufgerufen am 19. November 2008
  53. ↑ Webseite der „StattGarde Colonia Ahoj“, aufgerufen am 19. November 2008
  54. ↑ Georg Karl Friedrich Viktor von Alten: Handbuch fĂŒr Heer und Flotte, Bd. 1; Berlin 1909, S. 384
  55. ↑ Handbuch, pdf, 3,1 MB, abgerufen am 19. November 2008, und Handbuch, abgerufen am 19. November 2008
  56. ↑ A. Cecil Hampshire: Boat ahoy. Hailing in the Navy. In: Chambers' journal. 9. Serie Bd. 4, 1950, S. 551–553, sowie Regeln, abgerufen am 19. November 2008
  57. ↑ Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Bonn 1993, Band 8/2, S. 411
  58. ↑ Paul Simsa: Ahoi KapitĂ€n. PhĂ€nomen Ahoi 125. In: Motorrad Classic. Heft 4/1990, S. 20–25; Daten, abgerufen am 19. November 2008
  59. ↑ Bundesministerium der Verteidigung, Inspekteur des Heeres: Wegweiser fĂŒr die Traditionspflege im Heer. Bonn 1999, Kapitel 4.17
  60. ↑ Hans Rielau: Die Geschichte der Nebeltruppe. Köln 1966, S. 31, 147f., 207, ohne ErwĂ€hnung des Schlachtrufs
  61. ↑ Chronologie der Nebelwerfer-Kameradschaft, abgerufen am 19. November 2008
  62. ↑ Timo Heimerdinger: Der Seemann. Ein Berufsstand und seine kulturelle Inszenierung (1844–2003). Diss. Kiel (2004), Köln 2005, S. 270 ff. Als Beginn wird hier „seit Anfang der 1930er Jahre“ genannt (S. 270), die Website nennt 1930. Produkt-Webseite, aufgerufen am 18. November 2008
  63. ↑ Webseite, aufgerufen am 18. November 2008
  64. ↑ Karl MĂŒller-Fraureuth: Wörterbuch der obersĂ€chsischen und erzgebirgischen Mundarten. Bd. 1 Dresden 1911, s.v. Ă„hoi, Bd. 2 Dresden 1914, s.v. oha; ohne Angabe von Belegen.
  65. ↑ Karl MĂŒller-Fraureuth: Wörterbuch der obersĂ€chsischen und erzgebirgischen Mundarten, Dresden 1911, s.v. eh
  66. ↑ Dagmar Heim, Gunter Bergmann: Wörterbuch der obersĂ€chsischen Mundarten. 4 Bde., Berlin 1994–2003, besonders Band 1 (1998). Auch in der Zettelsammlung des Wörterbuchs, die sich in der UniversitĂ€tsbibliothek Leipzig befindet, sind Nachweise unter oder mit ahoi und eh nicht vorhanden; Mail vom 8. Juli 2008, Professor Detlef Döring, Leipzig, an Dietmar Bartz, Berlin
  67. ↑ Heinrich Freyer: Terglou in Oberkrain. In: BeiblĂ€tter zur allgemeinen botanischen Zeitung. Band 2, 1838, Nr. 1, S. 34
  68. ↑ OED s.v. ahoy. Zahlreiche Ausgaben des Peregrine Pickle enthalten die Variante „a-hoy“, so Ausgaben von 1831 (Cochrane, London) und 2006 (Verlag Assistedreadingbooks.com)
  69. ↑ Tobias Smollett: Peregrine Pickle. Übersetzt von Wilhelm Christhelf Siegmund, Berlin 1789, S. 20. „Holla! Heda! Wirthshaus“ lautet die Übersetzung von W. H. v. Vogt, Magdeburg 1827, Band 1 S. 13. Im 20. Jahrhundert: „Holla! Wirtshaus, ahoi!“, ĂŒbertragen von Hans Matter, MĂŒnchen 1966, S. 13, und „Ho-ahoi, das Haus!“, ĂŒbertragen von Werner Kautz, Leipzig 1972, S. 13
  70. ↑ Falconer’s Dictionary of the Marine, 3., erweiterte Aufl., s. v. Hailing, abgerufen am 19. November 2008
  71. ↑ OED s.v. hoy, siehe auch oben: Vorformen
  72. ↑ The posthumous dramatick works of the late Richard Cumberland, Esq., Band 1, London 1813, S. 148
  73. ↑ The Musical Times and Singing Class Circular, Bd. 27, Nr. 516 vom 1. Februar 1886, S. 68–72
  74. ↑ Liedtext, abgerufen am 19. November 2008
  75. ↑ George Cruikshank: The Universal Songster or Museum of Mirth. London 1826, S. 276
  76. ↑ „A sea term of much the same import as holla“; in: Samuel Johnson u. a.: A Dictionary of the English Language. London 1824, s.v. ahoy
  77. ↑ „Ahoy! or, ‚ship, Ahoy!‘ is the usual sea-call; and is obviously akin to the thrice repeated Oyes (French oyez, hear!) of the common cryer“. Deutsch: „Ahoi! oder ‚Schiff ahoi!‘ ist der ĂŒbliche Ruf zur See und offensichtlich verwandt mit dem dreimal wiederholten Oyes (französisch oyez, höre!) des Ausrufers“. In: David Booth: An analytical dictionary of the English language. London 1835, S. CL. Hintergrund zu oyez, pdf, 711 KB, abgerufen am 19. November 2008
  78. ↑ Memoirs of the Rev. Joseph Eastburn, Philadelphia 1828, S. 113. William Allen: An America Biographical and Historical Dictionary. 2. Aufl. Boston 1832, s.v. Eastburn. Joseph. R. Douglas Brackenridge: The Presbyterian Church (U.S.A.) Foundation: A Bicentennial History. Philadelphia 1999, S. 27
  79. ↑ Im OED datiert der einzige Nachweis von ohoy aus dem Jahr 1885. Im OED3 ist das Stichwort nicht mehr vorhanden.
  80. ↑ OED s.v. Romney
  81. ↑ New-York magazine, Bd. 2; 1791; S. 728
  82. ↑ The New Monthly Magazine, Band 1; London 1821; S. 344
  83. ↑ Allan Cunningham: Lord Roldan, Bd. 2; London 1836; S. 111
  84. ↑ Eelco Verwijs, Jacob Verdam: Middelnederlandsch woordenboek, Bd. 3 (1894); s.v. hoede 2, sowie WNT Band 6, 1912, s.v. heude
  85. ↑ OED s.v. hoy sb.1
  86. ↑ a b c Marlies Philippa: Etymologisch woordenboek van het Nederlands. 2. Aufl. Amsterdam 2004, s.v. ahoi
  87. ↑ Jan Hendrik van Dale, Cornelis Kruyskamp: Groot woordenboek der Nederlandse taal. 8. Aufl. ’s-Gravenhage 1961 und 11. Aufl. 1984, s.v. ahoi
  88. ↑ WNT 1882–1998; Jan de Vries: Nederlands etymologisch woordenboek. 3. Aufl., Leiden 1992; Jan de Vries, Felicien de Tollenaere: Etymologisch Woordenboek. 21. Aufl., Utrecht 2000; Johannes Franck: Etymologisch woordenboek der Nederlandsche taal. ’s-Gravenhage 1912, Nachdruck ’s-Gravenhage 1971; P. A. F. van Veen: Etymologisch Woordenboek. Utrecht 1991; Roxane Vandenberghe: Woordenboek van de Vlaamse dialecten. Reihe 1, Teil 2, Lieferung 7, De zeevisser, Gent 2000.
  89. ↑ WNT, Band 1; 1882
  90. ↑ J. A. N. Knuttel: Woordenboek der Nederlandsche taal, Supplementen. ’s-Gravenhage 1956; Alphonsus Moerdijk: Woordenboek der Nederlandsche Taal, Aanvullingen. ’s-Gravenhage 2001
  91. ↑ Tine van Berken: De dochters van de generaal, deutsch Die Töchter des Generals. Amsterdam 1897, zitiert nach WNT, Band 17, 1960, s.v. trechter
  92. ↑ George Frans Haspels: Onder den Brandaris; deutsch „Unter dem Brandaris“; Amsterdam 1908, zitiert nach WNT, Band 14, 1936, s.v. schudden
  93. ↑ A. Kolsteren: Vreemde-Woordenboek. Utrecht 1956; zitiert nach Marlies Philippa: Etymologisch woordenboek van het Nederlands. 2. Aufl. Amsterdam 2004, s.v. ahoi
  94. ↑ Wurdboek fan de fryske taal; Ljouwert (=Leeuwarden) 1984 ff.; ISBN 90-6553-024-X. Waling Dijkstra: Friesch woordenboek; Leeuwarden 1901–1911, Nachdruck Amsterdam, Niederwalluf 1971
  95. ↑ Webseite von Ahoy Rotterdam, aufgerufen am 18. November 2008
  96. ↑ Kurze Geschichte des Ahoy (englisch), aufgerufen am 20. Januar 2009
  97. ↑ Geschichte des Ahoy (niederlĂ€ndisch) pdf, 26 KB, aufgerufen am 20. Januar 2009
  98. ↑ Geschichte des Tamboer- en Trompetterkorps Ahoy (niederlĂ€ndisch), aufgerufen am 20. Januar 2009, Video aufgerufen am 20. Januar 2009
  99. ↑ Webseite von Ahoy-Hamburg, abgerufen am 30. Oktober 2009
  100. ↑ Verner Dahlerup u. a.: Ordbog over det danske sprag, Band 1; Kopenhagen 1919; s.v. ahoj; ISBN 87-00-23301-3
  101. ↑ Verner Dahlerup u. a.: Ordbog over det danske sprag, Band 15; Kopenhagen 1934; s.v. ohoj
  102. ↑ Marit Hovdenak: Nynorskordboka. 3. Aufl., Oslo 2001 s.v. ohoi. Tor Guttu: Aschehoug og Gyldendals store norske ordbok. 4. Aufl. Oslo 1994, ISBN 82-573-0312-7 s.v. ohoi. Trygve Knudsen, Alf Sommerfelt: Norsk riksmĂ„lsordbok. Bd. 3, Oslo 1947 s.v. ohoi
  103. ↑ Oddgeir KristjĂĄnsson: Ship ohoj. Liedtext, aufgerufen am 18. November 2008. Aufnahme des Sextett Ólafs Gauks (1968/2007) Nachweis im islĂ€ndischen Verbundkatalog, aufgerufen am 29. November 2008
  104. ↑ Bildunterschrift zu Roberto Cesaretti: BarĂĄttan gegn hryðjuverkum ĂĄ MiðjarðarhafssvÊðinu. In: Nato frĂ©ttir. Ausgabe 3/2005 online, aufgerufen am 29. November 2008, deutsch TerrorismusbekĂ€mpfung auf dem Mittelmeer. In: Nato-Brief. Deutsche Ausgabe, aufgerufen am 29. November 2008
  105. ↑ Carl Bernhard: Lykkens Yndling. Kopenhagen 1837, zitiert nach: ders.: Udvalgte Skrifter. Bd. 6, Kopenhagen 1896, S. 288.
  106. ↑ Emilie Flygare-CarlĂ©n: Rosen pĂ„ Tistelön. Stockholm 1842, S. 495
  107. ↑ Emilie Flygare-CarlĂ©n: Die Rose von Tistelön, ĂŒbersetzt von Gottlob Fink. 7 BĂ€ndchen in 2 BĂ€nden, Band 2; Stuttgart 1843; S. 123. Die Übersetzungen Berlin 1842 und Leipzig 1881 (Letztere unter dem Titel Die Rose von Tistelö) wurden nicht geprĂŒft, ebenso wenig die niederlĂ€ndische Fassung De roos van Tistelön, Haarlem 1843. Übersetzungen in andere Sprachen als die in diesem Absatz zitierten waren bis 1875 nicht nachweisbar.
  108. ↑ Emilie Flygare-CarlĂ©n: The Rose of Tistelön, ĂŒbersetzt von Mary Howitt. Bd. 2, London 1844, S. 77
  109. ↑ Emilie Flygare-CarlĂ©n: Enslingen pĂ„ Johannis-skĂ€ret, Bd. 2; Norrköpping 1846; S. 277, deutsch Der Einsiedler auf der Johannis-Klippe, hier aus der Übersetzung Grimma 1847. Die Übersetzungen Berlin 1846 und Stuttgart 1846 konnten nicht eingesehen werden.
  110. ↑ S. Rosing: An English and Danish Dictionary. 2. Aufl. Kopenhagen 1863 s.v. ahoy
  111. ↑ Cecil Hornbeck: Engelsk-dansk og dansk-engelsk Haand-Ordbog. Kopenhagen 1863, s.v. ahoy
  112. ↑ Lauri Hirvensalo: Saksalais-suomalainen sanakirja. Porvoo 1963, s.v. ahoi
  113. ↑ Johannes Silvet: Inglise-eesti sĂ”naraamat. Heidenheim um 1947; s.v. ahoy
  114. ↑ Dietmar Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 35. Vgl. dazu die Umfrage in der Newsgroup soc.culture.czecho-slovak ab 16. April 1998
  115. ↑ Tschechische Elbschifffahrt ohne Hamburger Standbein, Bericht von Radio Praha, aufgerufen am 18. November 2008
  116. ↑ Website des Museums der unerhörten Dinge, Berlin, aufgerufen am 21. Februar 2009. Zur Rezeption siehe Silke Hilpert u. a.: Schritte International 4. Glossar XXL. Deutsch-Slowakisch. Nemecko-slovenskĂœ slovníček (= Deutsch als Fremdsprache, Niveau A2/2). ISBN 978-3-19-421854-3. Ismaning 2008, S. 41
  117. ↑ PƙiručnĂ­ slovnĂ­k jazyka českĂ©ho (Handwörterbuch der tschechischen Sprache). Bd. 1, Prag 1935–37 s.v. ahoj; trampovĂ© bei Jiƙi Rejzek: ČeskĂœ etymologickĂœ slovnĂ­k (Tschechisches etymologisches Wörterbuch). Voznice 2001/Prag 2004, ISBN 80-85927-85-3, s.v. ahoj
  118. ↑ VĂĄclav Machek: EtymologickĂœ slovnĂ­k jazyka českĂ©ho (Etymologisches Wörterbuch der tschechischen Sprache). 2. Aufl. Prag 1968, s.v. ahoj
  119. ↑ Braƈo Hochel: SlovnĂ­k slovenskĂ©ho slangu (Wörterbuch des slowakischen Slangs). Bratislava 1993, ISBN 80-85518-05-8, s.v. ahoj
  120. ↑ Dietmar Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 36. Vgl. die Mitteilung des aus der Slowakei stammenden Ingenieurs Frank Bures, UniversitĂ€t Toronto, Newsgroup soc.culture.czecho-slovak vom 22. April 1998
  121. ↑ „to provide the Tramps with their week-end reading in time.“ Svatava Pírková-Jakobson: Prague and the purple sage. In: Harvard Slavic Studies. Bd. 3, 1957, S. 273
  122. ↑ Online-EnzyklopĂ€die, aufgerufen am 21. Januar 2009
  123. ↑ Kommunale Gliederung von Bratislava, aufgerufen am 18. November 2008
  124. ↑ Dem Denkmalpfleger Otto DoĆĄko zufolge „erhielt der Ort seinen Name dank der Skauti, die sich hier wĂ€hrend der Ersten Republik aufhielten. Sie begrĂŒĂŸten sich untereinander mit dem Gruß ahoj. Auch die Schenke, in der sich die Skauti trafen, nannte sich Ahojka.“ Bericht der Tageszeitung Sme, 13. Juni 2006, aufgerufen am 18. November 2008. Zu Ahojka siehe oben den Abschnitt nazdar, ahoj, čao.
  125. ↑ AutoRevue.cz vom 15. Februar 2002; Werksangaben, aufgerufen am 18. November 2008; Video, aufgerufen am 18. November 2008
  126. ↑ Hans-GĂŒnther Adler: Theresienstadt 1941–1945. Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft. Nachdruck (der 2. Aufl. TĂŒbingen 1960) Göttingen 2005, S. XXX (30), L (50)
  127. ↑ „‚ahoj‘ je pozdrav odboje z protektorĂĄtu a v extrĂ©mnĂ­m pƙípadě za heydrichiĂĄdy ti za tohle: â€“ adolfa hitlera oběsĂ­me jistě â€“ usekli hlavu.“ Aus: „SnaĆŸĂ­m se, aby v mĂ©m ĆŸivotě zvĂ­tězilo ordo ab chao â€Šâ€œ Rozhovor s JĂĄchymem Topolem. In: Host â€“ měsíčnĂ­k pro literaturu a čtenáƙe. Heft 2/2008, S. 8. Deutsch: „‚ahoj‘ ist der Gruß des Widerstandes im Protektorat, und im Extremfall schlagen die Heydrichleute dir dafĂŒr: Klar, wir hĂ€ngen Adolf Hitler – den Kopf ab.“ Aus: „Ich strebe an, dass in meinem Leben die Ordnung ĂŒber das Chaos siegt. Ein GesprĂ€ch mit JĂĄchym Topol. In: Host – Monatsblatt fĂŒr Literatur und Leser. Heft 2/2008, S. 8. Ein Beleg fĂŒr die Wendung auch bei Petra PfeiferovĂĄ: TakĂ© učíte lidi zdravit? In: TƙebonskĂœ svět. Heft 5/2009, online, aufgerufen am 2. November 2009
  128. ↑ Äœubor KrĂĄlik: O pĂŽvode pozdravu „ahoj“ a skratky „SOS“, deutsch: Über den Ursprung des Grußes „ahoj“ und der AbkĂŒrzung „SOS“. In: SlovenskĂĄ reč, Jahrgang 70, 2005, S. 191, online, pdf, 746 KB, aufgerufen am 18. November 2008
  129. ↑ Dietmar Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 36; mĂŒndliche Auskunft des Philologen ÄœudovĂ­t PetraĆĄko, UniversitĂ€t PreĆĄov, 1998.
  130. ↑ a b James Alexander Mackay: Sounds out of silence. A Life of Alexander Graham Bell. Edinburgh 1997, S. 154
  131. ↑ R. T. Barrett, in: American notes and queries, Bd. 3: 1943–44; S. 76. Einem Zitat bei Barrett zufolge hat Bell Telefonate mit „hoy, hoy“ eröffnet.
  132. ↑ Traueradresse von Caroline C. K. Porter, in: The Volta Review. Band 24, 1922, S. 363
  133. ↑ James Alexander Mackay, Sounds out of silence. A Life of Alexander Graham Bell; Edinburgh 1997; S. 128f.
  134. ↑ „More loudly and distinctly than I had ever heard it talk between two rooms, Bell's voice was vibrating from [the telegraph relay], shouting, ‚Ahoy! Ahoy! Are you there? Do you hear me? What is the matter?‘ I could even hear that he was getting hoarse, for hehad been shouting all the time I had been hunting over the factory building. I ahoyed back and I could hear his sigh of relief as he asked me, „Where have you been all the time?“ Catherine MacKenzie: The man who contracted space. Boston 1928, S. 146.
  135. ↑ Catherine MacKenzie: The man who contracted space. Boston 1928, S. 149
  136. ↑ a b Catherine MacKenzie: The man who contracted space. Boston 1928, S. 153
  137. ↑ „Believe it or not, you were supposed to say ‚ahoy hoy‘ when answering the phone in the early days“, deutsch etwa: „Kaum zu glauben, frĂŒher sollte man ‚ahoy hoy‘ sagen, wenn man ans Telefon ging“; Cecil Adams: More of the straight dope. New York 1988, S. 468
  138. ↑ a b Allen Koenigsberg, in: All Things Considered. Sendung des National Public Radio vom 19. MĂ€rz 1999, Exzerpt, aufgerufen am 20. Mai 2008
  139. ↑ Joseph Nathan Kane: Famous first facts. A record of first happenings, discoveries and inventions. 1. Aufl. New York 1933, zitiert nach der 3. Aufl. New York 1964, S. 600, dort unter Verweis auf den Telephone Almanac von AT&T ohne weitere Angaben
  140. ↑ OED s.v. halloo
  141. ↑ a b c d Allen Koenigsberg: The First “Hello!”. Thomas Edison, the Phonograph and the Telephone. In: Antique Phonograph Monthly. Jg. 8, 1987, Nr. 6, Teil 2; aufgerufen am 18. November 2008; zu den Datierungen: New York Times, 5. MĂ€rz 1992, online, aufgerufen am 18. November 2008
  142. ↑ „‚Hello-hello-hello‘ re-echoed from corner to corner“, deutsch: „
 widerhallte es von Ecke zu Ecke“. Francis Jehl: Menlo Park Reminiscences. Dearborn, Michigan 1937; Band 1, S. 278; zitiert nach Allen Koenigsberg: The First “Hello!”. Thomas Edison, the Phonograph and the Telephone. In: Antique Phonograph Monthly Jahrgang 8, 1987, Nr. 6, Teil 1; aufgerufen am 18. November 2008. Die beschriebene Szene lag zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung fast 60 Jahre zurĂŒck.
  143. ↑ nach den Online-Revisionen des OED auf www.oed.com, de facto seine 3. Auflage, eine gebĂŒhrenpflichtige, in Bibliotheken aufrufbare Webseite, s.v. hello, aufgerufen am 20. Mai 2008
  144. ↑ OED s.v. hollo
  145. ↑ siehe Abschnitt Vorformen
  146. ↑ Joseph A. Conlin: The American Past. A survey of American history. Fort Worth 2002, S. 522
  147. ↑ Aussage von Frederick Perry Fish, ab 1901 PrĂ€sident von AT&T, ohne Angabe des Zeitpunktes. Francis Jehl: Menlo Park Reminiscences. Dearborn, Michigan 1937, Band 1, S. 133, zitiert nach Allen Koenigsberg: The First „Hello!“ Thomas Edison, the Phonograph and the Telephone. In: Antique Phonograph Monthly. Jahrgang 8, 1987, Nr. 6, Teil 1; aufgerufen am 18. November 2008
  148. ↑ a b William Safire: You could look it up. More on language. New York 1988, S. 139
  149. ↑ Dietmar Bartz: Wie das Ahoj nach Böhmen kam. In: mare, Die Zeitschrift der Meere. Heft 21, 2000, S. 33–37
  150. ↑ The boys attending the switches become expert and rarely make mistakes, although it is difficult to see how anything could be done correctly amid the din and clamor of twenty or thirty strong voices crying ‚Hello! hello, A!‘ ‚Hello, B!‘, in: Scientific American. 10. Januar 1880, S. 21, zitiert nach den Online-Revisionen des OED auf www.oed.com, de facto seine 3. Auflage, eine gebĂŒhrenpflichtige, in Bibliotheken aufrufbare Webseite, s.v. hello, aufgerufen am 20. Mai 2008. Der beschriebene Ort war die Merchant’s Telephone Exchange in New York City, vgl. American Notes & Queries. A Journal for the Curious, Bd. 3; 1943–44; S. 44
  151. ↑ nach den Online-Revisionen des OED auf www.oed.com, de facto seine 3. Auflage, eine gebĂŒhrenpflichtige, in Bibliotheken aufrufbare Webseite, s.v. hello girl, aufgerufen am 20. Mai 2008
  152. ↑ Mark Twain: A Connecticut Yankee In King Arthur’s Court. New York/London 1889; aufgerufen am 18. November 2008
  153. ↑ „American ship ahoy!“ came the voice. [
] „Hello!“ yelled back Captain Hawks, and I could hear laughter in his tone, the laughter of pleasure.“ Oswald Kendall: The Romance of the Martin Connor. New York 1916, S. 218
  154. ↑ The Simpsons Archive, Website mit Suchmaschine, aufgerufen am 18. November 2008
  155. ↑ Exzerpt, aufgerufen am 18. November 2008. Wie Bell 1876 seinen Mitarbeiter Watson rief Burns seinen Vertrauten Smithers: „Smithers, come here, I want you.“ Exzerpt, aufgerufen am aufgerufen am 18. November 2008
  156. ↑ Charles Nicol: Buzzwords and Dorophonemes. How Words Proliferate and Things Decay in Ada. In: Gavriel Shapiro: Nabokov at Cornell. Ithaca, N.Y. 2003, S. 98, dazu ein Kommentar, aufgerufen am 18. November 2008, Annotations 83.24–84.03
  157. ↑ DOI: 10.1111/j.1365-2230.1996.tb00067.x, Abstract, aufgerufen am 14. Juni 2011
  158. ↑ DOI: 10.1161/01.CIR.0000019555.61092.9E, Statement, aufgerufen am 14. Juni 2011
  159. ↑ Vergabe 2011, aufgerufen am 14. Juni 2011

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: ahoi â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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