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Albert I. (* 8. April 1875 in Brüssel als Albert Leopold Clément Marie Meinrad; †17. Februar 1934 bei Marche-les-Dames, Belgien), aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, war von 1909 bis 1934 König der Belgier.
Inhaltsverzeichnis |
Albert, der jüngere Sohn von Philippe, Graf von Flandern, war seit dem Tod seines älteren Bruders Baudouin Léopold 1891 als Thronerbe Belgiens vorgesehen. Seine Ausbildung war militärisch und naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtet. 1909 folgte er seinem Onkel Leopold II. auf dem Thron. Außenpolitisch verfolgte Albert einen Kurs guter Beziehungen zu den großen Nachbarstaaten Frankreich und Deutschland, den er durch zahlreiche Reisen dorthin unterstrich.
Als die Kriegsgefahr immer größer wurde, erhöhte Albert 1913 durch eine Heeresreform die Stärke der belgischen Armee auf rund 350.000 Mann. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges lehnte er die Forderungen des benachbarten Deutschen Kaiserreiches nach freiem Durchmarsch der kaiserlichen Armee durch Belgien ab und ließ das belgische Territorium verteidigen. Alberts Truppen hielten den Vormarsch der deutschen Truppenverbände lange genug auf, um Großbritannien und Frankreich Zeit zur Vorbereitung der Marneschlacht (6. September - 9. September 1914) zu geben. Während der deutschen Besatzung Belgiens befehligte Albert die Reste seiner Armee weiter, die sich in alliiertes Gebiet abgesetzt hatten. Bei seiner Rückkehr nach Brüssel wurde er als Held empfangen. Danach bildete er eine Einheitsregierung aus Vertretern der drei großen belgischen Parteien und trieb den Aufbau des Landes auch mit Mitteln aus seinem persönlichen Vermögen voran.
König Albert I. starb bei einem Kletterunfall bei Marche-les-Dames in der belgischen Ardennenregion in der Nähe von Namur. Neben dieser offiziellen Version gibt es auch Vermutungen über eine andere Todesursache. In einem amtlichen Bericht wurde eine für einen Absturz untypische Auffindeposition angemerkt. Zudem war im Umkreis von einigen Metern lediglich ein einzelner blutiger Stein gefunden worden.[1] Er wurde in der königlichen Gruft in der Liebfrauenkirche (Laeken) beigesetzt.
Albert I. war ein begeisterter Bergsteiger und Kletterer, dessen Interesse am Alpinismus 1901 durch einen Vortrag des Sekretärs des Stifters der Solvayhütte am Matterhorn geweckt wurde. 1907 gelang Albert mit seiner Frau Elisabeth und den Bergführern Martin Schocher und Benedikt Supersaxo die Erstbegehung des Piz Caral (3421 m) Nordost-Grates. Im Jahr 1908 konnte er mit drei Bergführern das Matterhorn (4478 m) über den Hörnligrat besteigen. Nach seiner Krönung absolvierte er die schweren Klettertouren in den Dolomiten, beispielsweise die Südwand der Marmolata (3343 ) oder die 14. Begehung der Preußwand (V. Schwierigkeitsgrad) in der Ostwand des Campanile Basso (2883 m) zusammen mit Tita Piaz.
Nach dem Ersten Weltkrieg überschritt er 1920 sowohl die Aiguille du Grépon (3482 m) als auch die Aiguille du Dru (3754 m). 1933 kletterte er die Routen Wiessner-Rossi (VI+) an der Fleischbank-Südostwand und Dülfer (VI+) an der Totenkirchl-Westwand.[1][2]
Albert heiratete am 2. Oktober 1900 Prinzessin Elisabeth Gabriele in Bayern, die Tochter des Augenarztes Herzog Carl Theodor in Bayern. Albert hatte seine spätere Frau bei einem Familienbegräbnis kennengelernt. Die beiden hatten drei Kinder
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Leopold II. | König der Belgier 1909–1934 |
Leopold III. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albert I. |
| ALTERNATIVNAMEN | Albert Leopold Clément Marie Meinrad |
| KURZBESCHREIBUNG | König der Belgier |
| GEBURTSDATUM | 8. April 1875 |
| GEBURTSORT | Brüssel, Belgien |
| STERBEDATUM | 17. Februar 1934 |
| STERBEORT | bei Marche-les-Dames, Belgien |