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| Alcalá de Henares | ||
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| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Madrid | |
| Provinz: | Madrid | |
| Comarca: | Metropolitana de Madrid | |
| Koordinaten | 40° 29′ N, 3° 22′ W40.4805555556-3.36861111111654Koordinaten: 40° 29′ N, 3° 22′ W | |
| Höhe: | 654 msnm | |
| Fläche: | 87,700 km² | |
| Einwohner: | 203.686 (1. Jan. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 2.322,53 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 28801 - 28807 | |
| Gemeindenummer (INE): | 28005 | |
| Nächster Flughafen: | Flughafen Madrid-Torrejón | |
| Verwaltung | ||
| Amtssprache: | Kastilisch | |
| Bürgermeister: | Bartolomé González Jiménez (PP) | |
| Offizielle Webpräsenz | ||
Alcalá de Henares ist eine Stadt in der Comunidad de Madrid (Spanien). Sie hieß in der Römerzeit Complutum. Eine der ältesten Universitäten Europas - die im Jahre 1836 nach Madrid verlegt wurde[2] - Universität Alcalá, und ein historischer Stadtkern zeichnen Alcalá aus. Dies wurde 1998 durch die Aufnahme von Altstadt und alter Universität in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO bestätigt[3]. Der Name der Stadt leitete sich aus dem Arabischen ab (Al-Kala = die Festung, Burg), sowie vom Henares, dem durch die Stadt fließenden Fluss. Die Stadt zählt 204.000 Einwohner (2006) und liegt am östlichen Rand der Agglomeration Madrid (Área Metropolitana de Madrid mit 5,4 Mio. Einwohnern). Sie ist Sitz eines römisch-katholischen Bischofs.
Die Einwohner Alcalás nennen sich Complutenses oder Alcalaínos.
Alcalá ist vermutlich die Geburtsstadt des spanischen Nationaldichters Miguel de Cervantes, des Autors des Don Quijote. Seine Taufe ist hier dokumentiert.
Inhaltsverzeichnis |
Im ersten Jahrhundert nach Christus gründeten die Römer im Tal des Henares eine Siedlung, der sie den Namen Complutum gaben. Die Stadt erblühte, weil sie an der Straße zwischen Merida und Zaragossa einen wichtigen Wegpunkt darstellte und zählte über 10.000 Einwohner. 711 bei der Eroberung durch die maurischen Berbervölker wurde die jetzt christliche Stadt nicht eingenommen. Es entstand eine muslimische Festung auf der anderen Seite des Henares, die über 400 Jahre in relativ friedlicher Nachbarschaft mit der christlichen Siedlung bestand. [4])
Im Jahr 1118 eroberte der Erzbischof von Toledo Bernardo de Sedirac die muslimische Siedlung im Rahmen der Reconquista. Alcalá erhielt im Jahre 1184 Stadtrechte. Es entwickelte eine große jüdische Gemeinde. Sie zählte Mitte des 15. Jahrhunderts über hundert Familien. Im Siglo de Oro war die Gründung der Universität 1499 durch Gonzalo Jiménez de Cisneros der Startschuss für die weitere Stadtentwicklung. Die Universität nahm einen zentralen Platz in der Stadtplanung ein, wie man heute immer noch sehen kann ein. Neben der Universität Salamanca gilt die Universität in Alcalá als älteste spanische Universität. Mehrere spanische Gelehrte studierten und lehrten in Alcalá, wie Lope de Vega, Pedro Calderón de la Barca oder Francisco de Quevedo. [5])
Im 19. Jahrhundert stand die Stadt zunehmend im Schatten des prosperierenden Nachbarn Madrid. Der schwerste Schlag traf Alcalá als 1836 in Rahmen von zentralistischen Reformen die Universität nach Madrid verlegt wurde. Dazu kam, dass das benachbarte Guadalajara zur Provinzhauptstadt ernannt wurde. Alcalá de Henares wurde somit zum eher unbedeutenden Marktflecken zwischen der Hauptstadt und Zaragossa. Die Stadt verlor die Hälfte ihrer Einwohner. Nennenswerter Bevölkerungswachstum setzte erst mit dem Aufstieg des Großraum Madrids und dem Ende der Franco-Diktatur ein. 1977 wurde die Universität Alcalá wiederbelebt und der Universitätsbetrieb in den historischen Gebäuden wieder aufgenommen. Zu erwähnen ist, dass sich die Universität Complutense Madrid (abgeleitet aus dem lateinischen Namen Alcalás) als historischer Nachfolger der "alten" Universität von Alcalá de Henares sieht. [6])
1981 wurde im Ortsteil Meco ein Hochsicherheitsgefängnis errichtet, das zu den bekanntesten Gefängnissen in Spanien gehört. [7])
Mit dem 28 km entfernten Madrid ist Alcalá durch eine S-Bahn-ähnliche Nahverkehrszug-Strecke (Cercanías C-1, C-2, C-7) verbunden, die am 11. März 2004 Schauplatz der verheerenden Madrider Zuganschläge wurde. Die 13 Bomben wurden vermutlich am Bahnhof von Alcalá in den Zügen platziert.
Alternativ gibt es Buslinien, die Alcalá mit Madrid verbinden. Die Überlandbusse fahren in Madrid alle vom unterirdischen U- und Busbahnhof von der Avenida de América ab. Sie haben die Nummern 223 (Alcalá), 227 (Universidad) und 229 (V.(irgen) del Val). Auch nachts ist es möglich, von Madrid nach Alcalá und zurück zu kommen. Es gibt eine spezielle Nachtlinie (N202) mit denselben Haltestellen wie die Linie 223, die auch durch Torrejón de Ardoz fährt.
Alcalá hat sechs Partnerstädte:
Das "Geburtshaus" des Dichters Miguel de Cervantes gehört zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die vielen religiösen Gebäude, allen voran die Kathedrale an der Plaza de los Santos Niños, sowie weitere Kirchen, Kapellen, Klöster etc. Lange Zeit waren in vielen historischen Gebäuden die Kasernen der Fallschirmspringer-Brigade untergebracht. Heute sind bzw. werden diese Gebäude für die Fakultäten der Universität renoviert. Auf den Türmen der Stadt wohnen viele Störche, die seit einigen Jahren ganzjährig in Alcalá bleiben.
Complutum - La Ciudad de las Ninfas -, Madrid 2006
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