Vergleich einer Aldose (links, Beispiel
D-Glucose) mit einer Ketose (rechts, Beispiel
D-Fructose). Bei allen Aldosen ist das Kohlenstoffatom
1 Bestandteil der Carbonylfunktion eines Aldehyds.
Aldosen (Polyhydroxyaldehyde) sind Monosaccharide, also Kohlenhydrate, die im Gegensatz zu den Ketosen ihre Carbonyl-Funktion in terminaler, also endständiger, Position tragen. Die Carbonyl-Funktion ist also in einer Aldose Teil einer Aldehydgruppe.[1]
Durch den Vorsatz „Aldo-“ wird die Zugehörigkeit zu den Aldosen kenntlich gemacht: Man spricht von Aldohexosen, Aldopentosen etc.
Die Oxidation der Aldehydgruppe der Aldosen liefert Aldonsäuren, ihre Reduktion Alditole.
Die spezifische Oxidation der primären Alkohol-Gruppe liefert Uronsäuren.
Liste der Aldosen
- Triose: Glycerinaldehyd
- Tetrosen: Erythrose, Threose
- Pentosen: Ribose, Arabinose, Xylose, Lyxose
- Hexosen: Allose, Altrose, Glucose, Mannose, Gulose, Idose, Galactose, Talose
„Stammbaum“ der
D-Aldosen. Durch Anhängen von CH–OH-Gruppen verlängert man das Grundgerüst, so dass sich weitere Zucker ableiten lassen (von Triosen mit drei C- bis Hexosen mit sechs C-Atomen). Dabei ist die Drehrichtung polarisierten Lichtes mit (+) bzw. (−) angegeben. (
1)
D-(+)-
Glycerinaldehyd; (
2a)
D-(−)-
Erythrose; (
2b)
D-(−)-
Threose; (
3a)
D-(−)-
Ribose; (
3b)
D-(−)-
Arabinose; (
3c)
D-(+)-
Xylose; (
3d)
D-(−)-
Lyxose; (
4a)
D-(+)-
Allose; (
4b)
D-(+)-
Altrose; (
4c)
D-(+)-
Glucose; (
4d)
D-(+)-
Mannose; (
4e)
D-(−)-
Gulose; (
4f)
D-(−)-
Idose; (
4g)
D-(+)-
Galactose; (
4h)
D-(+)-
Talose
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Paula Yurkanis Bruice: Organische Chemie, Pearson Education Inc., 2007, 5. Auflage, S. 1118−1122, ISBN 978-3-8273-7190-4.