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Alexandre de Rhodes (vietnamesisch auch A-Lịch-SÆ¡n Äắc-Lá»™; * 15. Januar 1591 oder 1593 in Avignon; †5. November 1660 in Isfahan) war ein französischer Jesuit und Missionar.
Er trat 14. April 1612 in Rom der Gesellschaft Jesu bei und studierte dort Theologie und Naturwissenschaften u. a. bei Christoph Clavius. 1618 trat er seine erste Missionsreise mit Ziel Japan an, verbrachte jedoch zuerst drei Jahre im indischen Goa. 1623 kam er nach Macao in China. Da sich die Arbeitsbedingungen für Missionare in Japan deutlich verschlechtert hatten, ging er 1624 für drei Jahre in den Süden (Cochinchina) und dann von 1627 bis 1630 in den Norden (Tonking) des heutigen Vietnams. Er fiel jedoch beim Regenten Nguyen Phuc Lan in Ungnade und kehrte für 10 Jahre nach Macao zurück, wo er Theologie unterrichtete. 1640 konnte er nochmals für fünf Jahre nach Cochinchina reisen und missionieren, wurde dann auch dort des Landes verwiesen. Von 1645 bis 1649 reiste er über Java, Indien, Persien, Armenien und Anatolien nach Rom zurück. Dort empfahl er die Lösung der bisher über Portugal durchgeführten Kirchenverwaltung in Ostasien und Installation einer eigenständigen Ortskirche u. a. mit eigenen Bischöfen. 1655 wurde er nach Persien entsandt, wo er bis zu seinem Lebensende verblieb.
Sein bedeutendstes Werk war die Entwicklung des vietnamesischen Alphabets, welches auf dem lateinischen Alphabet basiert. Es beschreibt einen früheren Lautstand des Vietnamesischen (z. B. Konsonatenkombinationen bl-, tl-, ml- am Silbenanfang, die nicht mehr existieren), wird jedoch im Wesentlichen unverändert bis heute unter dem Namen Quốc ngữ (von chin. 國語, „Nationalsprache“) verwendet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rhodes, Alexandre de |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Jesuit und Missionar |
| GEBURTSDATUM | 15. Januar 1591 |
| GEBURTSORT | Avignon |
| STERBEDATUM | 5. November 1660 |
| STERBEORT | Isfahan, Persien |