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Alfons Maria Wachsmann (* 25. Januar 1896 in Berlin; †21. Februar 1944 im Zuchthaus in Brandenburg-Görden) war ein katholischer Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Inhaltsverzeichnis |
Wachsmann war Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg, studierte Theologie, empfing 1921 die Priesterweihe und wurde Kaplan in Görlitz. 1924 wechselte er an die Berliner Herz-Jesu-Kirche und übernahm 1929 eine Pfarrei in Greifswald. Als Studentenseelsorger veranstaltete er wöchentliche Treffen, um religiöse und kulturelle Fragen zu behandeln; gleichzeitig war er noch Seelsorger der ausländischen Arbeiter. Er war ein geachtetes Mitglied der Gemeinde, so beschrieb ihn Benedicta Maria Kempner einst mit den Worten: „Er verstand es bald, sich durch seine besonders anziehende, allseitig interessierte Persönlichkeit, voller Liebenswürdigkeit und Heiterkeit, eine anerkannte Position im Leben der kleinen Universitätsstadt zu schaffen.“
Wachsmann bezog früh Stellung gegen den Nationalsozialismus, in dem er ein Folterwerkzeug der Unfreiheit sah. Diese Meinung versuchte er auch an seine Studenten weiterzugeben. Im Rahmen der Stettiner Gestapo-Aktion gegen katholische Geistliche in Pommern wurde er am 23. Juni 1943 verhaftet, am selben Tag, an dem der Prozess gegen die sogenannten Lübecker Märtyrer begann, und nach Stettin in die Untersuchungshaft gebracht.
Am 5. Januar 1944 wurde er ins Zuchthaus Brandenburg überstellt und nach der Verurteilung durch den Volksgerichtshof am 21. Februar hingerichtet.
Am 31. Mai 1951 fand seine erneute Beisetzung auf dem Alten Friedhof in Greifswald statt. Seit 1984 erinnert ein schlichter Gedenkstein in der Rubenowstraße an den Humanisten und Theologen Dr. Alfons Maria Wachsmann.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wachsmann, Alfons Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1896 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 21. Februar 1944 |
| STERBEORT | Brandenburg an der Havel |