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AlkansĂ€uren sind CarbonsĂ€uren, die aus einem Alkylrest und einer Carboxy-Gruppe (âCOOH) aufgebaut sind. AlkansĂ€uren haben die allgemeine Summenformel CnH2n+1COOH (n = 0, 1, 2, 3, ...). DefinitionsgemÀà verfĂŒgt ein Alkylrest weder ĂŒber aliphatische noch aromatische Doppelbindungen. Verbindungen mit linearen Alkylresten werden auch als gesĂ€ttigte CarbonsĂ€uren bezeichnet. AlkansĂ€uren mit zwei Carboxyl-Gruppen bezeichnet man als AlkandisĂ€uren und zĂ€hlt sie zu den DicarbonsĂ€uren. Die einfachste AlkansĂ€ure ist die MethansĂ€ure, die unter dem Trivialnamen AmeisensĂ€ure bekannt ist. Viele AlkansĂ€uren ab der ButansĂ€ure (ButtersĂ€ure) zĂ€hlen zu den gesĂ€ttigten FettsĂ€uren.
Inhaltsverzeichnis |
AlkansÀuren bestehen aus der Carboxygruppe und dem aliphatischen Alkylrest:
| EthansÀure (= EssigsÀure) |
n-HexansÀure (= CapronsÀure) |
Die kĂŒrzerkettigen AlkansĂ€uren, insbesondere ButansĂ€ure, sind stark ĂŒbelriechende FlĂŒssigkeiten und reagieren in Wasser sauer.
LĂ€ngerkettige AlkansĂ€uren sind bei Zimmertemperatur weiĂe Feststoffe. Aufgrund des polaren Charakters der Carboxygruppe sind die AlkansĂ€uren in der Lage, WasserstoffbrĂŒckenbindungen auszubilden, weswegen sie eine erhöhte Siedetemperatur aufweisen.
All diese Eigenschaften nehmen mit ansteigender KettenlĂ€nge ab, da dann der Einfluss der Carboxygruppe auf das GesamtmolekĂŒl abnimmt.
In Wasser dissoziieren kĂŒrzerkettige AlkansĂ€uren (hier EssigsĂ€ure):
Das entstehende SĂ€urerest-Ion wird benannt nach dem am Aufbau der SĂ€ure beteiligten Alkan und â-oatâ angehĂ€ngt (teilweise findet sich auch die Endung â-atâ), also beispielsweise:
Ethan + â-oatâ : Ethanoat-Ion (auch Acetat-Ion)
Allerdings dissoziieren AlkansĂ€uren nicht vollstĂ€ndig, d. h. nur ein Teil der AlkansĂ€uremolekĂŒle geben ein Wasserstoffion ab. In der Regel sind AlkansĂ€uren also schwache SĂ€uren, was sich in der SĂ€urestĂ€rke ausdrĂŒckt.
ErwÀrmt man ein Gemisch aus einer AlkansÀure und einem Alkohol in einem Wasserbad, so findet eine Veresterung statt. Dies geschieht in Anwesenheit einer anorganischen SÀure als Katalysator, meist konzentrierte SchwefelsÀure. Dabei reagiert die OH-Gruppe des Alkohols mit der COOH-Gruppe der AlkansÀure und es wird unter Abspaltung von Wasser ein Ester gebildet:
AlkansÀuren werden bei der Verbrennung zu Kohlenstoffdioxid und Wasser oxidiert:
Ist das Sauerstoff-Angebot in der Luft nicht ausreichend, entstehen statt Kohlenstoffdioxid Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoff (in Form von RuĂ).
| Trivialname | Chemische Bezeichnung | Summenformel | Schmelz- punkt |
Siede- punkt |
|---|---|---|---|---|
| AmeisensÀure | MethansÀure | HCOOH | 8,4 °C | 101 °C |
| EssigsÀure | EthansÀure | CH3COOH | 16,7 °C | 118 °C |
| PropionsĂ€ure | PropansĂ€ure | C2H5COOH | â20,8 °C | 141 °C |
| ButtersĂ€ure | ButansĂ€ure | C3H7COOH | â5,5 °C | 163 °C |
| ValeriansĂ€ure | PentansĂ€ure | C4H9COOH | â34 °C | 184â187 °C |
| CapronsĂ€ure | HexansĂ€ure | C5H11COOH | â4 °C | 206 °C |
| ĂnanthsĂ€ure | HeptansĂ€ure | C6H13COOH | â10 °C | 222â224 °C |
| CaprylsÀure | OctansÀure | C7H15COOH | 16,3 °C | 237 °C |
| PelargonsÀure | NonansÀure | C8H17COOH | 12,5 °C | 255°C |
| CaprinsĂ€ure | DecansĂ€ure | C9H19COOH | 31,3 °C | 268â270 °C |
Weitere FettsÀuren sind die PalmitinsÀure (HexadecansÀure, C15H31COOH) und die StearinsÀure (OctadecansÀure, C17H35COOH).
AmeisensÀure |
EssigsÀure |
PropionsÀure |
ButtersÀure |
ValeriansÀure |
CapronsÀure |
ĂnanthsĂ€ure |
CaprylsÀure |
PelargonsÀure |
CaprinsÀure |
UndecansÀure |
LaurinsÀure |
TridecansÀure |
MyristinsÀure |
PentadecansÀure |
PalmitinsÀure |
MargarinsÀure |
StearinsÀure |
NonadecansÀure |
ArachinsÀure |
HeneicosansÀure |
BehensÀure |
TricosansÀure |
LignocerinsÀure |
PentacosansÀure |
CerotinsÀure |
HeptacosansÀure |
MontansÀure |
NonacosansÀure |
MelissinsÀure |
Höhere AlkansÀuren (mehr als 30 C-Atome)