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| Alouette 1 (Alouette A) | |
|---|---|
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| Typ: | Forschungssatellit |
| Land: | Kanada |
| Behörde: | CSA |
| Missionsdaten | |
| Start: | 29. September 1962 |
| Startplatz: | Vandenberg Air Force Base |
| Trägerrakete: | Thor-Agena B |
| Status: | stillgelegt |
| Bahndaten | |
| Umlaufzeit: | 105,5 min |
| Bahnneigung: | 80,5° |
| Apogäum: | 1032 km |
| Perigäum: | 996 km |
| Exzentrizität: | .002433 |
Alouette 1 war Kanadas erster Satellit. Er wurde im Jahr 1962 in den Orbit geschossen − fünf Jahre nachdem die UdSSR im Jahr 1957 ihren ersten Satelliten Sputnik 1 in den Orbit geschickt hatte und 4 Jahre nachdem die USA Explorer 1 gestartet hatten. Gelegentlich wird behauptet, dass Alouette 1 der dritte erfolgreich in den Orbit gebrachte Satellit ist, statt korrekterweise, dass Kanada die dritte Nation mit einem Satelliten im Orbit ist, denn zahlreiche Sputnik- und Explorer-Satelliten gingen ihm voraus.[1] Der Name Alouette leitet sich vom französischen Wort für Lerche und von einem Titel eines populären französisch-kanadischen Volkslieds ab.
Inhaltsverzeichnis |
Alouette 1 wurde von der National Aeronautics and Space Administration (NASA) mit Hilfe der Pacific Missile Range der Vandenberg Air Force Base, Kalifornien, um 06:05 UTC am 29. September 1962 in den Orbit um die Erde geschossen. Alouettes Aufgabe war es, die Ionosphäre zu untersuchen, ein Gebiet der oberen Atmosphäre, in dem auch viele zukünftige Satelliten platziert werden würden. Alouettes Mission dauerte 10 Jahre bevor das Gerät planmäßig abgeschaltet wurde. Der Missionsdirektor war der Kanadier John Herbert Chapman.
Mit Stand vom Juni 2010 kreist Alouette 1 noch immer im Orbit und einige der damaligen Verantwortlichen nehmen an, dass es bei Aussendung des Aktivierungssignals eine geringe Chance für seine Reaktivierung gäbe.
Zwei weitere Satelliten wurden aus Redundanzgründen für den Fall einer Fehlfunktion gebaut; falls der erste Satellit ausfiele, könnte der zweite nur wenige Monate später gestartet werden. Es dauerte 3½ Jahre vom Vorschlag für Alouette bis zu seiner Entwicklung und seinem Bau. Der mechanische Rahmen wurde in Downsview vom kanadischen Hersteller de Havilland Canada hergestellt, dieses Gebäude ist heute das Toronto Aerospace Museum. Die Satelliten S27-2 (Prototyp), S27-3 (der eingesetzte Satellit) und S27-4 (Backup) wurden vom Defense Telecommunications Establishment Electronics Lab in Ottawa montiert. Die für Alouette verwendeten Batterien wurden von einer Abteilung des Canadian Defence Research Board entwickelt und waren für die lange Lebensdauer des Satelliten verantwortlich. Die verwendeten Antennen waren laut Al Bingham, S27-3 Elektronik-Technologe, die bis dato längsten (45,7 m).[2] Nach der Fertigstellung wog Alouette 145,7 kg und wurde von einer zweistufigen Thor-Agena B Rakete gestartet. Der Backupsatellit von Alouette 1 wurde 1965 als Alouette 2 gestartet, um den älteren Alouette 1 zu ersetzen.