|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| |
DIN 31638 |
|---|---|
| Bereich | Schriftverkehr |
| Titel | Bibliographische Ordnungsregeln |
| Letzte Ausgabe | 8.1994 |
| ISO | – |
| |
DIN 5007 |
|---|---|
| Bereich | Schriftverkehr |
| Titel | Ordnung von Schriftzeichenfolgen |
| Kurzbeschreibung: | Teil 1: ABC-Regeln, Teil 2: Ansetzungsregeln |
| Letzte Ausgabe | 8.2005, 5.1996 |
| ISO | – |
Eine alphabetische Sortierung ist eine Sortierung, nach der Zeichenketten nach Reihenfolge der Buchstaben im Alphabet angeordnet werden. Die herkömmliche Sortierung wird auch als initialalphabetische Sortierung bezeichnet, da die Ordnung der einzelnen Buchstaben in Schriftrichtung ermittelt wird. Bei der alphabetischen Sortierung müssen Besonderheiten wie Sonderzeichen, Umlaute, Leerzeichen, Groß- und Kleinschreibung sowie Ziffern beachtet werden, da sie sich in unterschiedlichen Regeln und Normen niederschlagen.
Inhaltsverzeichnis |
Das deutsche Alphabet ergänzt das moderne lateinische Alphabet um die Umlaute Ä, Ö und Ü, sowie den Kleinbuchstaben ß. Diese zusätzlichen Buchstaben können auf vier Arten einsortiert werden:
Für alle sonstigen (fremdsprachigen) diakritischen Zeichen gilt im deutschsprachigen Raum, dass sie einheitlich weggelassen werden; so auch alle Akzente, Tilde, Makron: é und e, ç und c, ñ und n, Č und C, ō und o sind gleich.
Die DIN 5007-1 beschreibt unter dem Titel „Ordnen von Schriftzeichenfolgen (ABC-Regeln)“ das Sortieren.
DIN 5007 Variante 1 (für Wörter verwendet, etwa in Lexika; Abschnitt 6.1.1.4.1)
DIN 5007 Variante 2 (spezielle Sortierung für Namenslisten, etwa in Telefonbüchern; Abschnitt 6.1.1.4.2)
Dies berücksichtigt, dass bei Eigennamen unterschiedliche Schreibweisen möglich sind, während Begriffe in einem Lexikon oder Wörterbuch nur unter genau einer Schreibung einzutragen sind. Dagegen kann nicht erschlossen werden, ob jemand nun Moeller oder Möller heißt. Vor allem für deutschsprachige Einzelpersonen, Institutionen und Ortsnamen.
Österreichische Sortierung (für Telefonbücher)
Im gedruckten österreichischen Telefonbuch finden sich unterschiedliche Sortierungen: Im Ortsverzeichnis werden Umlaute und ß wie eigene Buchstaben am Ende des Alphabets einsortiert. In den Infoseiten und Gelben Seiten wird nach DIN 5007 Variante 1 sortiert. Im Namensverzeichnis wird die Österreichische Sortierung verwendet.
Schwedische Sortierung (Auszug)
Finnische Sortierung (Auszug)
Britische Sortierung (auch allgemeine Sortierung)
Andere Sortierungen
| DIN 5007 Var.1 (Lexikon) |
DIN 5007 Var.2 (Telefonbuch) |
Österreichische Sortierung |
|---|---|---|
| ... Göbel Goethe Goldmann Göthe Götz ... |
... Göbel Goethe Göthe Götz Goldmann ... |
... Goethe Goldmann Göbel Göthe Götz ... |
Die beiden Schreibungen von Goethe stehen bei Variante 2 unmittelbar benachbart, nur durch Vornamen voneinander unterschieden. Johann Wolfgang von Goethe verwendete zu Lebzeiten beide Varianten; die Familie hieß zuvor Göthé. Die heute einheitliche Schreibweise wurde erst mehr als ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod von Germanisten eingeführt.
Computersysteme codieren die gespeicherten Zeichenketten mittels eines systemweiten oder anwendungsspezifischen Standardcodes (ASCII und seine Varianten oder Ergänzungen, seltener EBCDIC, heute immer mehr Unicode) und ordnen die Zeichen (einschließlich Ziffern, Leerzeichen, Satz- und Sonderzeichen) im einfachsten Fall nach dem zugeordneten Zahlenwert dieses Codes, sodass bspw. auch alle lateinischen Großbuchstaben vor dem kleinen „a“ eingeordnet werden. Viele Programme wenden jedoch eine von den Benutzern kulturell erwartete traditionelle Sortierung an. Dabei gibt es Möglichkeiten, auf die Sortierreihenfolge durch individuelle Kodierung oder Parametrisierung Einfluss zu nehmen. Die Art der Sortierung wird festgelegt durch Angabe einer sogenannten Kollation (von engl. collation ‚Sortierfolge‘) für Betriebssystemkonfigurationen und Anwendungen wie beispielsweise Datenbanksysteme.
Die rückläufige Sortierung ist eine alphabetische Sortierung, bei der die Wörter von hinten nach vorne gelesen werden. Bei der Erstellung von Rückläufigen Wörterbüchern wird in dieser Weise sortiert, sie kann auch in Reimlexika verwendet werden.
Marcus Verrius Flaccus (* um 10 v. Chr.) ordnete als Erster ein lateinisches Wörterbuch alphabetisch an. Die Suda aus der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts ist die erste alphabetisch angeordnete byzantinische Enzyklopädie. Das Liber de proprietatibus rerum des Bartholomaeus Anglicus aus dem 13. Jahrhundert ist ebenfalls alphabetisch geordnet und wird oft als ein Vorläufer der Enzyklopädie angesehen.
Personennamen werden in Deutschland häufig (z. B. in Telefonbüchern) in der folgenden Art und Weise alphabetisch sortiert:
Diese Art der Sortierung ist in den bibliographischen Ordnungsregeln DIN 31638 geregelt.