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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Altenberg | |
| Höhe: | 750 m ü. NN | |
| Fläche: | 145,81 km² | |
| Einwohner: |
8.723 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 01773, 01778 | |
| Vorwahlen: | 035056, 035052 (Schellerhau, Waldidylle), 035054 (Bärenstein, Fürstenau, Kipsdorf, Lauenstein, Müglitz, Rehefeld-Zaunhaus, Rudolphsdorf) | |
| Kfz-Kennzeichen: | PIR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 28 010 | |
| Stadtgliederung: | 20 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Platz des Bergmanns 2 01773 Altenberg | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Kirsten (Freie Wähler) | |
| Lage der Stadt Altenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge | ||
Altenberg ist eine Stadt in Sachsen, im Osterzgebirge an der B 170 zwischen Dresden und Prag, 5 km von der Grenze zu Tschechien entfernt. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Altenberg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Altenberg befindet sich im Osterzgebirge, ihr höchster Punkt ist der Kahleberg (905 m über NN). Im Gemeindegebiet entspringt die Rote Weißeritz, einer der beiden Quellflüsse der Weißeritz. Während die Ortsteile Kipsdorf und Bärenstein im Weißeritztal beziehungsweise Müglitztal auf etwa 400 bis 500 m Höhe liegen, liegt der Ortsteil Falkenhain auf etwa 650 bis 700 m Höhe; der Ortsteil Zinnwald-Georgenfeld liegt auf über 800 m Höhe. Nördlich von Altenberg befindet sich die Wüstung Weigelswalde.
Zur Stadt Altenberg gehören die Gemeindeteile (geordnet nach dem Zeitpunkt der Eingliederung):
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Bärenstein, Geising und Lauenstein sind Stadtteile, die anderen Orte werden als Ortsteile bezeichnet.
Nachdem Bergleute am südlichen Fuß des Erzgebirges im Umfeld von Krupka (Graupen) wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert mit dem Abbau von Zinnseifen begannen, drangen sie in späteren Jahrzehnten auf der Suche nach der eigentlichen Lagerstätte immer weiter in Richtung Erzgebirgskamm vor. Dabei entdeckten sie zuerst die Vorkommen um Zinnwald (1378 urkundlich erwähnt), bevor sie um 1440 in Altenberg fündig wurden. Die hiesige Lagerstätte, der sogenannte Zwitterstock erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als bedeutendste Zinnlagerstätte Mitteleuropas. Im unmittelbaren Umfeld der zahllosen kleinen Zechen, in denen die Förderung begann, entstand Altenberg als Streusiedlung der Bergleute.
Ursprünglich gehörten die Flurstücke den Herren von Bernstein, die Besitzer der Bärensteiner Herrschaft. Am 16. Dezember 1446 verkaufte der Ritter Hans von Bernstein den vierten Teil seiner Herrschaft an den Kurfürsten, damit wurde der Kurfürst Grundherr des jetzigen Altenbergs. Aufgrund der Ergiebigkeit der Lagerstätte entwickelte sich der Ort rasch zur wichtigsten Bergstadt im Osterzgebirge. Der wirtschaftliche Aufschwung führte bereits 1451 zur Verleihung des Stadt- und Marktrechtes. In diesem Zusammenhang wurde der Ort als frymarkt erwähnt. Als Stadt wurde Altenberg 1489 als uf dem Aldenberge und 1534 als zum Aldenbergk erwähnt. Der Name wird als der (im Vergleich mit dem Berg und der Stadt Geising) alte Berg erklärt. Vom bis ins 20. Jahrhundert hinein wirtschaftlich prägend gebliebenen Bergbau zeugen heute noch die Altenberger Pinge, ein 1620 entstandener Einsturztrichter, die Zinnwäsche (technische Schauanlage), eine der ehemals 13 Wäschen mit Pochwerken und Schüttelherden im Raum Altenberg-Geising-Zinnwald sowie der Neubeschert-Glück-Stolln, in dem die alten Abbauverfahren nachgestaltet sind.
Seit dem 18./19. Jahrhundert ergänzten verschiedene Heimarbeiten (Holzspielzeug- und Strohblumenproduktion) die Erwerbsmöglichkeiten im Bergbau. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Altenberg aufgrund der schneesicheren Lage und der guten Erreichbarkeit (1923 Anschluss an das Eisenbahnnetz) zum Wintersportzentrum im Osterzgebirge.
Vom 9. bis 14. Februar 1937 fanden in Altenberg die Deutschen Ski-Meisterschaften statt.
Am 10. Mai 1945 (zwei Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs) wurden 75% des Stadtzentrums durch Tieffliegerangriffe der Roten Armee auf nach Böhmen flüchtende deutsche Truppen zerstört.
In den 1950er Jahren begann der Ausbau des Kurwesens. Nachdem der Bergbau 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde, konzentrierte sich der Ort verstärkt auf den Fremdenverkehr und das Erholungs- und Kurwesen. Im Jahr 2004 wurde das Prädikat Kneippkurort an die Stadt verliehen. Altenberg ist heute das Wintersportzentrum des Osterzgebirges.
Hirschsprung wurde 1965 eingemeindet.[2] Es folgten zwei Gemeinden 1994[3], drei Gemeinden 1996[4], zwei Gemeinden 1999[5], Bärenstein 2004[6] und Geising 2011[7].
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bärenburg | 1. April 1996 | |
| Bärenfels | 1. Januar 1999 | |
| Bärenstein | 1. Januar 2004 | |
| Falkenhain | 1. Januar 1999 | |
| Fürstenau | 1. Januar 1994 | Eingemeindung nach Geising |
| Fürstenwalde | 1. Januar 1994 | Eingemeindung nach Geising |
| Geising | 1. Januar 2011 | |
| Georgenfeld | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Zinnwald zu Zinnwald-Georgenfeld |
| Hirschsprung | 1. Januar 1965 | |
| Kipsdorf | 1. April 1996 | |
| Lauenstein | 1. März 1994 | Eingemeindung nach Bärenstein |
| Liebenau | 1. Januar 1994 | Eingemeindung nach Geising |
| Löwenhain | 1. Januar 1994 | Eingemeindung nach Geising |
| Rehefeld-Zaunhaus | 1. Januar 1994 | |
| Schellerhau | 1. April 1996 | |
| Zinnwald | 1. Juli 1950 | Zusammenschluss mit Georgenfeld zu Zinnwald-Georgenfeld |
| Zinnwald-Georgenfeld | 1. Januar 1994 |
Der Geisinger Stadtrat stimmte am 21. Dezember 2010 mehrheitlich der Eingemeindung nach Altenberg zum 1. Januar 2011 zu.[8] Durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurde die Eingemeindung am 29. Dezember 2010 genehmigt.[9] Die Eingemeindung wurde maßgeblich durch die prekäre finanzielle Situation Geisings beeinflusst. Die Stadt konnte 2010 keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen, die Schulden beliefen sich Ende 2010 auf 4,8 Mill. €, darunter allein 2,28 Mill. € Fehlbeträge.[10]
Durch die Eingemeindung wuchs Altenberg auf eine Fläche von über 146 km² und wurde damit die mit Abstand größte Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Einwohnerzahl stieg von ca. 5.700 Einwohnern auf knapp 8.900 Einwohner. Zugleich entstand eine neue regionale Touristenhochburg: 2009 zählten beide Gemeinden zusammen knapp 423.000 Übernachtungen, dies entspricht ca. 17 % der im Landkreis registrierten Übernachtungen.[11] Tourismus und Kurwesen sichern in beiden Gemeinden ca. 1.800 Arbeitsplätze.[9]
| bis 1899 | 1900 bis 1999 | seit 2000 |
|---|---|---|
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Zusammenstellung nach BLASCHKE 2003, Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1964, ZÜHLKE 1966 und Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen, ab 1998: Stand zum 31.12. des jeweiligen Jahres
(1): errechnet nach Steuerlisten, vgl. BLASCHKE 2003
(2): erwachsene Einwohner, darunter 244 Bürger, 184 Häuser und 138 wüste Wohnstellen
(3): 243 Häuser
(4): Bevölkerung am 3. Oktober 1990
(5): Einwohner mit Hauptwohnsitz: 5575, darunter 2079 in Altenberg selbst [12]
(6): Nach Eingemeindung von Geising
Seit der Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 verteilen sich die 18 Sitze des Stadtrats wie folgt auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:
| Partei / Gruppierung | Sitze |
|---|---|
| Freie Wähler Altenberg (FWA) | 8 |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 4 |
| Die Linke (Die Linke) | 3 |
| Bärensteiner Wählervereinigung | 2 |
| Freie Wählervereinigung Rehefeld-Zinnwald (FWRZ) | 1 |
Beschreibung: Das Wappen ist in Rot und Blau gespalten und in Gold geteilt. Rechts ein goldener Bischof mit Stab und links ein in Weiß und Rot geteilter doppelschwänziger Löwe. Unten ein arbeitender kniender schwarzgekleideter Bergmann.
Der Altenberger Zinnerzbergbau ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.
Die evangelische Kirche Altenberg (Adresse Marienstraße Ecke Rathausstraße) ist ein Nachfolgebau der früheren Stadtkirche, die 1878 aus Stein errichtet worden war und in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs im Bombenhagel zerstört wurde. Die heutige Kirche entstand zwischen Mai 1989 und Dezember 1991.
Kräuterliköre mit regional passenden Namen wie „Knappenfeuer“, „Kufenwärmer“, „Pyramidenöl“ und andere, die in verschiedenen Marken seit 1842 in der Altenberger Kräuterlikörfabrik hergestellt werden.
Altenberg liegt an der Bundesstraße 170, die Dresden über Zinnwald mit Nordböhmen und Prag verbindet. Diese Straße hat sich seit ihrem Bau in den 1840er Jahren zu einer der wichtigsten Verbindungen zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik entwickelt. Als Europastraße 55 war sie Teil des von Skandinavien nach Südosteuropa verlaufenden paneuropäischen Verkehrskorridors IV. Infolge der veränderten Wirtschaftsentwicklung nach der deutschen Wiedervereinigung sowie der EU-Osterweiterung hatte sich ihr Verkehrsaufkommen insbesondere im Schwerlastverkehr stark erhöht. Dies lag auch darin begründet, dass der Grenzübergang Zinnwald-Georgenfeld zwischen dem Vogtland (Bad Brambach) und der Oberlausitz (Neugersdorf) der einzige für den LKW-Verkehr uneingeschränkt nutzbare Übergang zwischen Sachsen und Böhmen ist. Er zeichnete sich nach dem Neubau der Abfertigungsanlagen (2001) durch sehr kurze LKW-Abfertigungszeiten (15 min) aus, was zusätzlichen Verkehr anzog. Dadurch wurde Altenberg im Sommer 2005 von etwa 3.900 LKW pro Tag passiert. Dieser Durchgangsverkehr (etwa alle 22 s ein LKW) stellte eine große Belastung (Lärm, Gefahrenquelle etc.) nicht nur für Altenberg selbst, sondern auch für den Ortsteil Kipsdorf dar. Ab März 2006 war deshalb die chronisch überlastete B 170 für den bergwärts fahrenden Schwerlastverkehr bis zur Inbetriebnahme der Bundesautobahn 17 Dresden – Prag (21. Dezember 2006) gesperrt.
Seit 1923 ist Altenberg Endpunkt der 38 km langen Müglitztalbahn, welche die Bergstadt durch das Müglitztal mit Heidenau und dem oberen Elbtal verbindet. Die Bahnstrecke hat einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung Altenbergs zum Wintersportzentrum im Osterzgebirge geleistet. Zunächst als Schmalspurbahn angelegt, wird sie seit 1938 als Normalspurbahn betrieben. Seit 2002 setzte DB Regio Südost auf der Regionalbahnlinie 72 anstelle lokbespannter Züge Triebwagen des Typs Siemens Desiro Classic (DBAG-Baureihe 642) im Reisezugverkehr ein. Seit dem 12. Dezember 2010 verkehrt auf der Müglitztalbahn die Städtebahn Sachsen, welche ebenfalls Siemens Desiro Classic einsetzt. Bei günstigen Wintersportbedingungen fahren zusätzlich spezielle Wintersportzüge, mit welchen Touristen direkt ab Dresden Hbf nach Altenberg gelangen können. Unmittelbar am Bahnhof „Kurort Altenberg“ besteht eine überdachte ÖPNV-Schnittstelle zum Überlandbusverkehr. Sieben Linien binden Altenberg an die Umgebung, unter anderem auch an die tschechische Grenzstadt Teplice an:[13]
In Altenberg gibt es eine Grundschule und das „Glückauf“-Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg, Außenstelle Altenberg, mit sportlicher Ausrichtung (Eliteschule des Sports). Eine Mittelschule befindet sich im Nachbarort Geising.
Altenberg | Bärenburg | Bärenfels | Bärenstein | Falkenhain | Fürstenau | Fürstenwalde | Geising | Gottgetreu | Hirschsprung | Kipsdorf | Lauenstein | Liebenau | Löwenhain | Müglitz | Neu-Rehefeld | Neuhermsdorf | Rehefeld-Zaunhaus | Rudolphsdorf | Schellerhau | Waldidylle | Zinnwald-Georgenfeld
Altenberg | Bad Gottleuba-Berggießhübel | Bad Schandau | Bahretal | Bannewitz | Dippoldiswalde | Dohma | Dohna | Dorfhain | Dürrröhrsdorf-Dittersbach | Freital | Glashütte | Gohrisch | Hartmannsdorf-Reichenau | Heidenau | Hermsdorf/Erzgeb. | Höckendorf | Hohnstein | Kirnitzschtal | Königstein/Sächs. Schw. | Kreischa | Liebstadt | Lohmen | Müglitztal | Neustadt in Sachsen | Pirna | Pretzschendorf | Rabenau | Rathen | Rathmannsdorf | Reinhardtsdorf-Schöna | Rosenthal-Bielatal | Schmiedeberg | Sebnitz | Stadt Wehlen | Stolpen | Struppen | Tharandt | Wilsdruff