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| Wappen | Deutschlandkarte |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Verwaltungssitz: | Altenburg |
| Fläche: | 569,08 km² |
| Einwohner: |
98.810 (31. Dez. 2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 174 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | ABG |
| Kreisschlüssel: | 16 0 77 |
| NUTS: | DEG0M |
| Kreisgliederung: | 39 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Lindenaustraße 9 04600 Altenburg |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Sieghardt Rydzewski (parteilos) |
| Lage des Landkreises Altenburger Land in Thüringen | |
Der Landkreis Altenburger Land ist ein Landkreis in Thüringen, einem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Er ist benannt nach der gleichnamigen Landschaft um die Stadt Altenburg. Einziger angrenzender Thüringer Kreis ist der Landkreis Greiz im Westen, im Nordwesten befindet sich der sachsen-anhaltische Burgenlandkreis, und von Norden nach Süden im Uhrzeigersinn die sächsischen Landkreise Leipzig, Mittelsachsen und Zwickau.
Inhaltsverzeichnis |
Das Altenburger Land liegt im äußersten Osten Thüringens. Es ist in weiten Teilen landwirtschaftlich geprägt, so beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche fast drei Viertel der Gesamtfläche.[2] Die Waldfläche beträgt dagegen nur etwa 10%, besonders im südlichen Teil des Landkreises finden sich nur wenige Wälder. Begründet liegt dies in der hohen Bodenfruchtbarkeit mit einer Lössschicht die bis zu 3,5 Meter mächtig ist, nur im nördlichen Teil um Meuselwitz und Kriebitzsch ist diese aufgrund des Braunkohlenbergbaus abgetragen. Von Südwesten in Richtung Nordosten durchquert der Fluss Sprotte Teile des Altenburger Landes, die dann bei Selleris in die von Süden nach Norden verlaufende Pleiße mündet. Diese wiederum fließt in Leipzig in die Weiße Elster, in die auch die nördlich fließende Schnauder bei Audigast mündet, somit gehört der Landkreis zum Einzugsgebiet der Elbe. Im östlichen Altenburger Land um das Wieratal befindet sich eine Wasserscheide, so dass die Wiera erst bei Lobstädt im Landkreis Leipzig in die Pleiße mündet. Naturräumlich gesehen wird das Altenburger Land hauptsächlich dem Altenburg-Zeitzer Lösshügelland zugeordnet, welches als Ackerhügelland zur Leipziger Tieflandsbucht gehört. Lediglich die südwestlich gelegenen Gemeinden Thonhausen, Vollmershain, Heukewalde, Jonaswalde und Posterstein werden zum Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet gezählt und bilden somit das Mittelgebirgsvorland. Das leicht hügelige Osterland bildet also die nördlichsten Vorhügel des Erzgebirges und fällt sanft bis zu den Ebenen des südöstlichen Sachsen-Anhalts ab. Die höchste natürliche Erhebung befindet sich bei Nischwitz mit 352 Metern, die niedrigste mit 150 Metern bei Haselbach.
Die Region am Fluss Pleiße war ein Teil des großen Waldes, der nach dem Zerfall des Thüringer Reiches 531 von Slawen besiedelt wurde. So entstand der Pleißengau, der im 10. Jahrhundert von Heinrich I. in das Heilige Römische Reich deutscher Nation eingegliedert wurde. Das Altenburger Schloss, hoch über der Stadt auf einem Porphyrfelsen gelegen, existierte schon im 10. Jahrhundert und wurde um 1100 als Kaiserpfalz gegründet. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Region von deutschen Siedlern bewirtschaftet. Seit 1111 gehörte sie zur neu gegründeten Landgrafschaft Thüringen. Mit dem Tod des kinderlosen Ludowingers Heinrich Raspe IV. im Jahre 1247 kam es zum Thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg. Dabei konnte sich dessen Neffe Heinrich der Erlauchte als Markgraf von Meißen im Jahre 1264 durchsetzen und er erlangte einen Großteil Thüringens mit Altenburg. Der deutsch-römische König Albrecht I. aus dem Hause Habsburg versuchte die Mark Meißen als Lehen zu gewinnen, wurde jedoch in der Schlacht bei Lucka im Jahre 1307 geschlagen, somit sicherten die Wettiner endgültig ihren Machtbereich. Im Jahre 1329 wurde mit dem Aussterben der Altenburger Burggrafen das Pleißenland um Altenburg endgültig in die Markgrafschaft Meißen integriert. Im 14. Jahrhundert wurde der Großteil des Waldes gefällt und es entstand die heutige Landschaft. Dann fiel der Landstrich an die Kurfürsten von Sachsen und später an die Herzöge von Sachsen.
Im Jahre 1445 kam es zur Altenburger Teilung, denn die beiden Brüder Friedrich II. und Wilhelm III. verstritten sich, da zuvor ihr Onkel Friedrich IV. starb. Dabei erhielt Kurfürst Friedrich II. das östliche Gebiet zudem auch Altenburg zählte, Herzog Wilhelm III. fühlte sich allerdings benachteiligt und so kam es von 1446 bis 1451 zum Sächsischen Bruderkrieg, infolgedessen wurde der Naumburger Frieden geschlossen, der die Teilung bestätigte. Weitere Folge war der Altenburger Prinzenraub, wobei der Ritter Kunz von Kauffungen die beiden Söhne des Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen aus dem Altenburger Schloss raubte. Diese beiden beschlossen 1485 in der Leipziger Teilung die endgültige Zweiteilung der wettinischen Lande, dabei ging die südliche Hälfte und Altenburg an Ernst. Mit Ende des Schmalkaldischen Krieges 1547 verlor die ernestinische Linie die Kurwürde und die Zersplitterung des Gebietes durch Erbteilungen begann.
Von 1603 bis zum Jahre 1672 unterstand das Altenburger Land dem alten Fürstenhause Sachsen-Altenburg. Danach gehörte es bis 1825 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg. Nach dem Aussterben dieser Linie erhielt Friedrich III. von Sachsen-Hildburghausen im Teilungsvertrag von Hildburghausen 1826 das Herzogtum Sachsen-Altenburg. Bis 1918 regierte die zweite Altenburger Dynastie unter den Herzögen von Sachsen-Altenburg das Gebiet, mit Abdankung das Herzogs wurde das Herzogtum zum Freistaat. Der Landkreis Altenburger Land in seiner heutigen Form bildete ungefähr den Ostkreis des aus zwei räumlich voneinander getrennten territorialen Einheiten bestehenden Herzogtums Sachsen-Altenburg, das im Jahr 1920 im neugebildeten Land Thüringen aufging. Nach einer umfassenden Gebietsreform in Thüringen im Jahr 1922 wurde der Landkreis Altenburg gebildet. Einige Gemeinden um Ronneburg wurden dabei an den neuen Landkreis Gera abgegeben.
Das Altenburger Land ist heute eine intensiv landwirtschaftlich genutzte Region und daher sehr waldarm. Zwischen den weiten Fluren liegen an Bächen, die zumeist durch das Oberflächenwasser der umliegenden Fluren gespeist werden, kleine Dörfer. Außer den Städten Altenburg und Schmölln dominieren meist Bauerndörfer, oftmals mit nicht mehr als 100 Einwohnern, die von jeweils 1-3 großen Gütern und häufig von kleinen Dorfkirchen beherrscht werden , sowie kleineren „Handgütern” – Häusern, die in früherer Zeit von Handwerkern oder den Bediensteten der Gutshöfe im Ort bewohnt wurden. Die stattlichen Gutshöfe weisen auf die frühe intensive Landwirtschaft im Altenburger Land hin. Fruchtbare Böden und das gesetzliche Verbot der Erbteilung des Grundbesitzes im Herzogtum Sachsen-Altenburg förderten das Wachstum kleiner Höfe zu großen regionaltypischen Vierseithöfen mit oft villenähnlichen Wohnhäusern. Auch heute noch besteht die Nichtteilung als ungeschriebenes Gebot fort, um die beispielsweise in Süddeutschland weithin übliche Zerstückelung der Flächen und kleine Fluren zu verhindern. Somit sind Flurgrößen über 20 Hektar normal, Besitzflächen eines größeren Gutes bis 70 ha üblich. Weiterhin ist für die Nordregion des Altenburger Landes die Braunkohleförderung prägend, die im Jahre 1867 begann. Damit verbunden war die Industrialisierung und die erhöhte Bevölkerungsdichte.
Im Jahr 1952 wurde in der DDR dieser Kreis durch eine administrative Reform in zwei kleinere Kreise – den Kreis Altenburg und den Kreis Schmölln – geteilt. Diese wurden Teil des Bezirkes Leipzig. Im Zuge der Auflösung der DDR-Bezirke und der Wiedererrichtung der Bundesländer im Jahre 1990 wurde der Kreis Altenburg entgegen den Ergebnissen einer Volksbefragung mit einer Mehrheit von 53,81% durch einen Beschluss des Kreistages nicht dem Freistaat Sachsen, sondern dem Freistaat Thüringen zugeordnet. Die Bewohner des Kreises Schmölln sprachen sich zu 82% für Thüringen aus. Vier Jahre später wurden als Ergebnis einer Kreisgebietsreform der Kreis Altenburg und der Kreis Schmölln wieder zum heutigen Landkreis Altenburger Land vereinigt, der vom 1. Juli bis zum 10. August 1994 nur Landkreis Altenburg hieß. Eine weitere Namensoption war Osterlandkreis, allerdings entschied man sich dagegen, da die Skatstadt Altenburg bekannter ist als die Landschaftsbezeichnung.
Entwicklung der Einwohnerzahl :
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Landrat des Kreises Altenburger Land ist der parteilose Sieghardt Rydzewski, der bis 2006 zur SPD gehörte und kurz nach seiner Wiederwahl austrat. Vormals bis zum Jahr 2000 war der CDU-Politiker und ehemalige Landrat des Kreises Altenburg Christian Gumprecht Amtsinhaber.
Die 46 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:
| Partei |
Sitze |
Prozent |
Stimmengewinn
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| CDU | 15 |
31,9 |
-11,8
|
| SPD | 11 |
24,2 |
4,0
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| Die Linke | 10 |
21,2 |
-7,5
|
| FDP | 5 |
10,5 |
3,1
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| Die Regionalen | 4 |
9,1 |
9,1
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| Grüne | 1 |
2,9 |
2,9
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Die Wahlbeteiligung lag bei 48,1%, also 1,9 Prozentpunkte höher, gegenüber der Kreistagswahl 2004.
Blasonierung: „Geviert. Feld 1: in Silber eine rote Rose mit goldenem Butzen und grünen Kelchblättern; Feld 2: in Blau einen aufrechten, von Gold über Silber geteilten Löwen; Feld 3: neunmal von Schwarz und Gold geteilt und mit einem grünen Rautenkranz belegt; Feld 4: in Silber eine rote Eichel mit grünem Kelch.“
Die einzelnen Wappen der Städte und Gemeinden im Landkreis findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Altenburger Land.
(Einwohner am 31. Dezember 2010[3])
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Städte
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Gemeinden
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Verwaltungsgemeinschaften mit ihren Mitgliedsgemeinden
* Sitz der Verwaltungsgemeinschaft
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Zu den Begriffen „Verwaltungsgemeinschaft“ bzw. „erfüllende Gemeinde“ siehe Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen.
Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Altenburger Land
Im Kreisgebiet des Altenburger Landes existieren 21 Grundschulen, wobei eine davon eine freie integrative Grundschule in Ehrenberg ist. Weiterhin gibt es 13 Regelschulen, 5 Gymnasien, wobei sich jeweils eins in Schmölln und Meuselwitz befindet. Die drei befinden sich in Altenburg, wobei eines davon das freie christliche Spalatin-Gymnasium ist. Zudem gibt es zwei berufsbildende Schulen und eine Volkshochschule, sowie vier regionale Förderzentren mit verschiedenen Förderschwerpunkten. Des Weiteren gibt es die Musikschule Altenburger Land in Schmölln und Altenburg mit verschiedenen Zweigstellen.
Im Umkreis von 50 Kilometern gibt es vier Universitäten und vier Fachschulen.
Die Klinikum Altenburger Land GmbH versorgt mit rund 800 Mitarbeitern und knapp 600 Betten jährlich 18000 stationäre und 26000 ambulante Patienten hauptsächlich in Altenburg, aber auch in Schmölln (Innere Medizin). Das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und der Universität Leipzig. Das überregionale Schlaganfallzentrum ist Kooperationspartner für mehrere Krankenhäuser, auch in Sachsen. Weiterhin gibt es ein Darmzentrum. Die Geschäftsführerin des Klinikums, Frau Dr. Gundula Werner, ist zur Vorsitzenden der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen gewählt worden. Laut Krankenhausplan des Freistaates soll Schmölln geschlossen werden. Private Klinikkonzerne mit Kliniken im Umkreis (Borna bzw. Gera) eröffneten in Altenburg Medizinische Versorgungszentren.
Des Weiteren findet man in Altenburg die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Evangelischen Lukas-Stiftung mit ca. 100 Betten.
Im Landkreis wird bei einigen Indikationen auffällig häufig operiert, wie eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung zutage förderte.[4]
Das offizielle Begleitprogramm des Landkreises Altenburger Land zur Bundesgartenschau 2007 trug den Namen Resurrektion Aurora. Die Ausstellungsfläche umfasst den Förderturm Löbichau des ehemaligen Schachtes Drosen bei Löbichau mit einer Lindenallee für Fußgänger und Radfahrer zur sanierten Halde Beerwalde, die bis zur Bergkuppe begangen werden kann.
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