|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Analytik Jena AG | |
|---|---|
| Gebäude der Analytik Jena AG in Göschwitz | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005213508 |
| Gründung | 1990 |
| Sitz | Jena |
| Leitung | Klaus Berka (CEO) |
| Mitarbeiter | 803 (30.06.2011) |
| Umsatz | 80,218 Mio. Euro (2009/2010) |
| Branche | Analysemesstechnik, Biotechnologie und Optik |
| Website | www.analytik-jena.de |
Die Analytik Jena AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Jena. Die Aktie des Unternehmens werden auf der XETRA-Plattform gehandelt.[1] Das Unternehmen ist Spezialist für die Herstellung von analytischen und bioanalytischen, vor allem optischen, Geräten. Gegründet wurde das Unternehmen 1990. Der Umsatz des Unternehmens betrug 80 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2009/2010. Vorstandsvorsitzender ist Klaus Berka.
Analytik Jena ist ein global agierender Konzern, der in mehr als 120 Ländern vertreten ist und zwei Drittel der Umsätze im Ausland erwirtschaftet. Produkte des Unternehmens werden in über 70 Ländern verkauft. Analytik Jena beschäftigte 2010 weltweit etwa 800 Mitarbeiter, davon sind rund 140 in der Forschung tätig.
Folgende Tochterfirmen und Marken gehören zum Konzern: AJ Blomesystem, AJ Cybertron, AJ eBiochip, AJ Innuscreen, AJ Roboscreen, AJZ Engineering, Biometra GmbH, CyBio AG, DOCTER.
Inhaltsverzeichnis |
Analytik Jena wurde 1990 kurz nach der friedlichen Revolution von den ehemaligen Carl Zeiss-Mitarbeitern und heutigen Vorständen Klaus Berka und Jens Adomat sowie dem 1990 wieder ausgeschiedenen Walter Maul gegründet. [2] Die beiden Unternehmer steuerten zunächst den Vertrieb von Analysenmessgeräten einer Vielzahl von Herstellern vorrangig in den Regionen Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt. In wenigen Jahren wuchs das Thüringer Unternehmen an nationalen und internationalen Märkten. 1994 kaufte Analytik Jena Anteile an der IDC Geräteentwicklungsgesellschaft mbH in Langewiesen (Südthüringen). Von nun an wurden erste eigene Geräte zur Umwelt- und Wasseranalyse in Zusammenarbeit mit IDC entwickelt. Ein Jahr später erwarbt Analytik Jena den Geschäftsbereich Laboranalysentechnik der Carl Zeiss Jena GmbH. Damit verfügte der Konzern über einen kompletten Bereich Produktion, Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb für Atomabsorptionsspektroskopie und UV VIS Spektroskopie. Somit wurde der Weg des als „Vertriebsgesellschaft für Analysegeräte“ gegründeten Unternehmens in Richtung eigener Produkte eingeleitet.
1997 kam mit der Docter-Optic Eisfeld GmbH – einst aus den traditionsreichen Werken der Carl Zeiss Jena GmbH in Eisfeld hervorgegangen – ein weiterer Produktionsstandort hinzu. Das Produktportfolio wurde um klassische Optikgeräte für den Freizeit- und Jagdbereich, wie beispielsweise Ferngläser, Visiereinrichtungen und Taschenlampen, erweitert. Die Business Unit „Optics“ entstand.
Nachdem sich 1999 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vollzogen hatte, ging Analytik Jena am 3. Juli 2000 an die Börse. Damit wurde die Grundlage für den Ausbau des Produktportfolios und die Umsetzung der Internationalisierungsstrategie geschaffen. In den darauffolgenden Jahren hat der Konzern den Wachstumskurs durch strategische Zukäufe, den weltweiten Vertriebsausbau und die Gründung von Tochtergesellschaften im In- und Ausland weiter vorangetrieben. Bereits 2002 war Analytik Jena in über 30 Ländern vertreten. Nach Expansionen in Ost- und Westeuropa und in den USA, ist Analytik Jena in den letzten Jahren besonders stark in Asien gewachsen. Sowohl China als auch Japan sind wichtige Märkte des Unternehmens.
Der zunehmend wachsenden Nachfrage auf dem Biotechnologie-Markt folgte Analytik Jena mit der Gründung des Unternehmensbereichs „Life Science“. Durch die Übernahme der Biometra GmbH und der CyBio AG im Jahr 2009 wurde das Produktportfolio weiter ausgebaut.[3]
In den drei Geschäftsfeldern für spezialisierte Instrumente „Analytical Instrumentation“, „Life Science“ und „Optics“ bietet Analytik Jena analytische, bioanalytische und optische Produkte in den Bereichen Medizin, Biotechnologie, Pharmazie, Umwelt, Industrie und Wissenschaft an.[4]
Die Analytik Jena AG stellt Analysesysteme für qualitative und quantitative Untersuchungen von Flüssigkeiten, Feststoffen und Gasen, z. B. in der Umwelt-, Lebensmittel-, Pharma-, Medizin- oder Agrar-Analytik, her.
Analytik Jena ist ein Systemanbieter für die Bioanalytik – von der DNA-Aufreinigung über die Robotik, PCR, Detektion bis hin zu komplexen Kits für die molekulare Diagnostik in den Bereichen Life Science und Biotechnologie.
Unter der Marke DOCTER® entwickelt, produziert und vertreibt Analytik Jena optische Geräte für Jagd-, Sport- und Profi-Anwendungen. Damit führt der Geschäftsbereich „Optics“ die über 150jährige Tradition des Baus von Ferngläsern in den Produktionsstätten von Carl Zeiss in Jena und später in Eisfeld fort.
AJ IDC Geräteentwicklungsgesellschaft mbH, Langewiesen (100,0 %), seit 1. Januar 2002
AJ Blomesystem GmbH, Jena und Wiehl (100,0 %), seit 30. März 2006
AJ Cybertron Gesellschaft für Laborautomatisierungssysteme mbH, Berlin (100,0 %), seit 5. Oktober 2005
AJ eBiochip GmbH, Itzehoe (100,0 %), seit 15. Dezember 2009
AJ Innuscreen GmbH, Berlin (100,0 %), seit 24. April 2008
AJ Roboscreen GmbH, Leipzig (50,3 %), seit 1. April 2005
AJ Vorratsgesellschaft mbH, Jena (100,0 %), seit 30. März 2006
Biometra GmbH, Göttingen (100,0 %), seit 11. Mai 2009
CyBio AG, Jena (73,2 %), seit 18. November 2009
50.884838888911.5988055556Koordinaten: 50° 53′ 5″ N, 11° 35′ 56″ O