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| Andrian | |||
|---|---|---|---|
| (ital.: Andriano) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Überetsch-Unterland | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2001/31.12.2010): | 794/1.042 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
97,32 % deutsch 2,55 % italienisch 0,13 % ladinisch | ||
| Koordinaten | 46° 31′ N, 11° 14′ O46.516666666711.2333333333274Koordinaten: 46° 31′ N, 11° 14′ O | ||
| Meereshöhe: | 244 - 1.019 m s.l.m. (Zentrum: 274 m s.l.m.) | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
4,89/ km² | ||
| Nachbargemeinden: | Eppan, Nals, Terlan | ||
| Postleitzahl: | 39010 | ||
| Vorwahl: | 0471 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021002 | ||
| Steuernummer: | |||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Roland Danay (SVP) | ||
Andrian (ital. Andriano) ist mit 1042 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) eine der kleinsten selbstständigen Gemeinden in Südtirol. Sie liegt 19 km südlich der Kurstadt Meran und 11 km nordwestlich von Bozen. Das Dorf liegt auf der westlichen Seite des Etschtales auf einem Schuttkegel, den der Gaidnerbach im Laufe der Zeit aufgehäuft hat. Der Hausberg der Andrianer ist der Gantkofel.
Inhaltsverzeichnis |
Durch archäologische Funde ist gesichert, dass der Ort bereits zur Römerzeit besiedelt war. Da die Etsch ab Andrian schiffbar ist, befand sich an dieser geographischen Lage ein wirtschaftlich und strategisch bedeutender Punkt.
Die Ortschaft Andrian wird erstmals in einem Originalpergament des Stiftarchivs Gries im Jahr 1186 erwähnt. In weiteren Urkunden aus dieser Zeit wird auch die Existenz einer Fähre über die Etsch belegt.[1]
Über den Ursprung des Namens „Andrian“ gibt es verschiedene Erklärungen:
Die Gemeinde Andrian wurde mit Dekret des Königs von Italien Viktor Emanuel III. vom 18. November 1928 in die Gemeinde Nals eingemeindet; vorher war die Gemeinde Andrian mehr als 100 Jahre eine eigene Gemeinde. Seit 1953 ist Andrian wieder eine selbständige Gemeinde.
Andrians Wirtschaft stützt sich auf den Tourismus in der Hauptsaison von Frühling bis zum Herbst und auf die Landwirtschaft.[2]
Der Ort besitzt zehn gastgewerbliche Betriebe und mehrere Privatzimmervermieter, unter anderem auch auf Bauernhöfen. Insgesamt werden etwa 500 Betten für Touristen zur Verfügung gestellt.[3]
Die Landwirtschaft konzentriert sich auf den Anbau von Obst und Wein. Auf dem Gebiet Andrians befinden sich 50 ha Weinberge.[4]
Andrian hat die kleinste selbstständige Raiffeisenkasse Südtirols. Ihr Einzugsgebiet beschränkt sich fast nur auf das Gemeindegebiet Andrian.
Im Jahr 1893 wurde in Andrian die erste und dadurch heute älteste Kellereigenossenschaft Südtirols gegründet.[4]
Das Gipfelkreuz des Gantkofel wurde so aufgestellt, dass es aus der Perspektive vom Dorfzentrum aus gesehen an der höchsten Stelle steht, auch wenn es de facto nicht die höchste Stelle des Berges ist. Jedes Jahr wird von den Andrianern in der Steilwand des Gantkofels zur traditionellen Tiroler Herz-Jesu-Feier im Juni ein Feuer im Form des Tiroler Landesadlers entzündet.
Andrian pflegt freundschaftliche Kontakte zur Großen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg, Deutschland. Diese gehen auf den früheren Bissinger Gemeinderat Reinhold Mahl zurück, der während seiner Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg in Andrian neue Freunde gewann.[5]