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Anekdotische Evidenz

Anekdotische Evidenz (anekdotische Aussage, anekdotischer Beweis, Fallbericht) ist ein informeller Bericht über Evidenz in Form eines Einzelberichts oder vom Hörensagen. Der Ausdruck wird oft als Gegensatz zur empirischen Evidenz (klinischen Studien, Laborstudien, Feldstudien) und zum Analogieschluss verwendet.

Anekdotische Evidenz ist in der Regel keine wissenschaftliche Evidenz, da sie sich aus ihrer Natur heraus der wissenschaftlichen Methodik verschließt, zum Beispiel nicht reproduzierbar ist.

Missbrauch von anekdotischer Evidenz ist ein logischer Fehlschluss und wird manchmal informell als "jemand der"-Fehlschluss bezeichnet ("ich kenne jemanden, der ..." "ich weiß von einem Fall, wo"), vergleichbar mit der vorschnellen Generalisierung. Anekdotische Evidenz ist nicht notwendigerweise typisch. Statistische Evidenz kann genauer bestimmen, wie typisch etwas ist.

Bei allen Formen der anekdotischen Evidenz kann es Zweifel darüber geben, ob ihre Zuverlässigkeit durch objektive, unabhängige Untersuchung getestet werden kann. Das ist eine Folge der informellen Art, wie diese Information gesammelt, dokumentiert und/oder präsentiert wird. Der Ausdruck wird oft verwendet für Evidenz, für die es keine Dokumentation gibt. Damit hängt die Verifikation ab von der Glaubwürdigkeit der Partei, die die Evidenz präsentiert.

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