|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Als Antiquitäten oder Antiken (von lateinisch antiquus, deutsch: alt, altertümlich) bezeichnet man sammelnswerte Gegenstände, meist künstlerischer oder kunsthandwerklicher Art, die je nach Stilrichtung regelmäßig mindestens 100 Jahre oder älter sind, zuweilen aber auch schon mehr als 50 Jahre alt sind [1]
Sie umfassen alle Bereiche menschlichen Lebens von der Antike bis zur Neuzeit. Alte Bücher, Schriften, Noten, Zeitungen und Zeitschriften werden als antiquarisch bezeichnet. Bei Kunstwerken (Gemälde, Bildhauerei usw.) gibt es einen fließenden Übergang zwischen Kunst- und Antiquitätenhandel. Antiquitäten erzielen auf Auktionen einen hohen Verkaufspreis, der mit dem Alter, dem Erhaltungszustand und Seltenheitswert steigt. Hinzu kommt, dass die Objekte oft qualitativ sehr hochwertig hergestellt wurden (meist durch Handarbeit). Je nach Herkunft sind einige Antiquitäten nicht für den freien Handel zugelassen, wenn sie aufgrund geltender Gesetze besonders geschützt sind; dies gilt vor allem für Gegenstände der Antike und von Ausgrabungen (siehe Archäologie). In Deutschland ist zum Beispiel durch das Kulturgutschutzgesetz der Export von eingetragenen Kunstwerken und anderem Kulturgut (einschließlich Bücher) mit nationaler Bedeutung verboten.
Inhaltsverzeichnis |
Siehe auch: Epochen der Kunstgeschichte
| 11.-13. Jahrhundert | Romanik |
| 12.-16. Jahrhundert | Gotik |
| 15.-16. Jahrhundert | Renaissance |
| 16. Jahrhundert | Manierismus |
| 1600-1770 | Barock |
| 1720-1770 | Rokoko |
| 1760-1830 | Klassizismus |
| 1790-1840 | Romantik |
| 1850-1900 | Historismus |
| 1830-1870 | Realismus |
| 1860-Beginn des 20. Jahrhunderts | Impressionismus |
| 1870-1890 Gründerzeit | Symbolismus |
| 1890-1920 | Jugendstil |
Die Einteilung der Epochen bezieht sich zunächst auf den deutschen Sprachraum und kann daher in anderen europäischen Ländern abweichen. In anderen Kulturkreisen (Afrika, Amerika, Asien) gelten ebenfalls andere Epochen. Nun sollte man aber nicht vergessen, dass sich die Stile z. B. bei Möbeln und Beiwerk nicht immer gleichlaufend entwickelt haben mit den „offiziellen“ Stilen der Architektur, sondern oftmals später und zum Teil auch unter anderen Bezeichnungen.
Für den Zeitraum der Moderne (ca. 1900 bis 1950) sind folgende Stilrichtungen einschlägig:
Man kann Antiquitäten durch die Betrachtung der handwerklichen Details unterscheiden, wobei sich Beginn und Ende einzelner Stilperioden nicht eindeutig auf bestimmte Jahre festlegen lassen.
Man übernahm Details der vorigen Epoche, man entwickelte Neues – oft als Gegensatz zum Vorherigen – und es kam zu einer Hochblüte eines Stiles. So sind Zeitangaben eine Art Rahmen. Auf dem Lande wurde etwas, was sich bewährt hatte, noch lange weitergeführt, in der Stadt jedoch suchte man schon wieder nach Neuem (was sehr gut an Bauernmöbeln zu beobachten ist). Im 19. Jahrhundert war es legitim, Bauteile aus vorherigen Perioden neu zu verwenden. Als neuzeitlich bezeichnete Antiquitäten kann man zum Beispiel Design-Gegenstände des 20. Jahrhunderts nennen.