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Anton Ritthaler

Anton Ritthaler (* 22. April 1904[1] in München; † 1982) war ein deutscher Historiker und Publizist.

Ritthaler gehörte der DNVP an und bereitete sich 1933 auf eine Zukunft als Abgeordneter dieser Partei vor. Er war Mitarbeiter bei den Eisernen Blättern Pfarrer Gottfried Traubs, arbeitete bei den Gelben Heften Professor Max Buchners mit, zuletzt als deren Herausgeber, und publizierte im Historischen Jahrbuch.

Bei den Weißen Blättern gehörte er von Anfang an zu den ständigen Mitarbeitern. Dort veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Buchrezensionen und verteidigte im Frühjahr 1935 Hermann Oncken vor den Angriffen Walter Franks.[2][3] Am 19. September 1939 wurde er als Angehöriger des bayrisch-monarchistischen Widerstandskreies um Freiherrn Adolf von Harnier verhaftet. Er wurde jedoch tags darauf schon wieder freigelassen.[1]

Nach dem Krieg schrieb er u.a. in der Zeitung Erbe und Auftrag von Tradition und Leben und arbeitete für die Neue Deutsche Biographie. Zuletzt hatte er das Hausarchiv von Louis Ferdinand Prinz von Preußen auf der Burg Hohenzollern betreut.[4]

Werke

  • Vorgeschichte und Begründung des deutschen Zollvereins 1815-1834, Berlin 1934
  • Weltpolitische Spannungen seit Bismarck, Schaffstein Verlag, Köln 1939
  • Weltpolitische Spannungen seit Bismarck bis zum Kriegsausbruch 1939, Schaffstein Verlag, Köln 1939. in der Reihe Schriften zur völkischen Bildung. Mindestens eine weitere Auflage 1940
  • Starkmut: Wesen, Wert u. Wege, München 1946
  • Die Verantwortung Kaiser Wilhelms II, für den Ausgang des deutschen Kaisertums, München 1948
  • Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg, 1955
  • Kaiser Wilhelm II. Herrscher in einer Zeitenwende, Köln 1958
  • Eine Etappe auf Hitlers Weg zur ungeteilten Macht. Hugenbergs Rücktritt als Reichsminister, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 2. Heft/April 1960
  • Die Hohenzollern; ein Bildwerk, Frankfurt 1961
  • Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg: ein politisches Lebensbild, Würzburg 1970

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ a b James Donoe: Hitler's conservative Opponents in Bavaria 1930-1945 : A Study of catholic, monarchist and separatist anti-Natzi activities, Leiden 1961, S. 276
  2. ↑ Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg: Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg, Lukas Verlag, Berlin 2003
  3. ↑ Zur Verteidigung Hermann Onckens siehe den Artikel Grenzen und Befugnisse der Geschichtswissenschaft in der Ausgabe April 1935.
  4. ↑ John C. G. Röhl: Band 1 von Wilhelm II.: Die Jugend des Kaisers, 1859–1888, München 1993, ISBN 3-406-37668-1, S. 18.
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