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52.446944444413.2780555556Koordinaten: 52° 26′ 49″ N, 13° 16′ 41″ O
| Archiv der Max-Planck-Gesellschaft | |
|---|---|
| Ort | Berlin (Außenstelle in München) |
| Besucheradresse | Berlin: Boltzmannstraße 14 |
| Gründung | 1975 |
| Umfang | ca. 4 km |
| Träger | Max-Planck-Gesellschaft |
| Website | www.archiv-berlin.mpg.de |
Das Archiv der Max-Planck-Gesellschaft (Name bis 2006: Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft) ist ein 1975 gegründetes Archiv im Berliner Ortsteil Dahlem. Es hat die Aufgabe, die Akten zweier Forschungsorganisationen zentral zu sichern, zu sammeln und zu erschließen: die der 1948 gegründeten Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sowie ihrer Vorgängereinrichtung, der 1911 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG).
Inhaltsverzeichnis |
Eine zentrale Aufgabe des Archivs ist die Übernahme und Sicherung der Materialien von wissenschaftlichen Instituten, Abteilungen, Forschungsstellen oder Arbeitsgruppen, die nicht mehr fortgeführt werden. Neben den Materialien der beiden Forschungsorganisationen liegt ferner ein Sammlungsschwerpunkt bei den Nachlässen hervorragender Persönlichkeiten, die in einer der beiden Einrichtungen tätig waren. Dazu zählen Nobelpreisträger wie Carl Bosch, Walther Bothe, Adolf Butenandt, Peter Debye, Otto Hahn, Richard Kuhn, Max von Laue, Feodor Lynen, Ernst Ruska und Otto Warburg. Ergänzt wird dieser Bestand durch Sammlungen zu Albert Einstein, Fritz Haber und Max Planck. Ebenfalls im Archiv befinden sich wissenschaftshistorische Materialien und Nachlässe aus der Zeit des Nationalsozialismus, so etwa der Nachlass von Otmar Freiherr von Verschuer. Die Bibliothek des Archivs sammelt darüber hinaus Literatur zur allgemeinen Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Das Archiv der Max-Planck-Gesellschaft gliedert sich in folgende Abteilungen:
Das Archiv veröffentlicht mehrere Schriftenreihen, darunter seit 1988 die "Veröffentlichungen aus dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft", die bis 2011 21 Bände umfassen. Zwischen 1996 und 2007 erschienen in 13 Bänden die "Dahlemer Archivgespräche", die Dokumentation eines jedes Jahr im Archiv organisierten Symposiums zu Themen aus der Wissenschaftsgeschichte.[1]
Am Archiv erarbeitet wurden unter anderem drei umfangreiche Dokumentationen zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft:
Das Archiv befindet sich am Gründungsort der KWG in Berlin, dem heutigen Wissenschaftsstandort Dahlem. Dort ist es im Otto-Warburg-Haus direkt gegenüber dem Henry-Ford-Bau und der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin untergebracht. Hier beherbergt es über 3.500 Regalmeter Archivalien und den Bibliotheksbestand von 30.000 Bänden sowie 200 laufend gehaltenen Zeitschriften.
Eine kleinere Außenstelle des Archivs befindet sich in München. Das Historische Archiv des Max-Planck-Institut für Psychiatrie sammelt dort zu psychiatriegeschichtlichen Fragen.