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Arnold Matz (* 10. April 1904 in Halle an der Saale; † 25. April 1991 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kompositionslehrer und langjähriger Solobratscher im Gewandhaus zu Leipzig.
Matz wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf und erhielt schon in frühen Jahren ersten Geigenunterricht. Nach Abschluss der Schulausbildung studierte er in den 1920er Jahren am Leipziger Konservatorium Violine bei Walther Davisson und wurde Mitglied des Leipziger Gewandhausorchesters. 1925 übernahm er die Stellung des ersten Geigers des Gewandhausorchesters. In den Jahren 1936 - 1940 vervollständigte Matz seine Ausbildung im Fach Komposition mit einem privatStudium bei Johann Nepomuk David. 1941 zur Wehrmacht einberufen geriet er 1945 zum Kriegsende in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Eine Berufung an die Musikhochschule Leipzig als Lehrer für Tonsatz/Kontrapunkt und Viola erfolgte 1947.
Seine Ernennung zum Professor an gleicher Wirkungsstätte in Leipzig datiert aus dem Jahr 1954. Im laufe der Jahre studierten Kurt Masur und Fritz Geißler Komposition bei Matz und viele seiner Schüler wurden in das Gewandhausorchester übernommen. Mit Renteneintritt und 44 Dienstjahren schied er 1969 aus Gewandhausorchester aus, blieb aber weiterhin für die Lehre im Hochschuldienst. Ab dieser Zeit verstärkte er seine Kompositionstätigkeit. Nach ca. 10 weiteren Arbeitsjahren beendete Matz seine Lehrtätigkeit an der Leipziger Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy. In seinen letzten Jahren gab er noch Privatstunden und komponierte weitere Werke, bis zu seinem Tod.
Arnold Matz war ein Enkel des Architekten Martin Gropius.
Das kompositorische Schaffen von Arnold Matz kreiste um die Kammermusik, verständlicherweise mit der Viola im Zentrum. Aber auch Orchesterwerke und Orgelmusik stehen auf der Werkliste. Als Komponist hatte er einen besonderen Ruf als Meister des Kontrapunkt. In seinen zahlreichen Kompositionen verbinden sich ursprüngliches Musikertum und streng geschultes kontrapunktisches Denken auf originelle Weise. Sonaten und andere Stücke waren nicht zuletzt den selten bedachten Instrumenten und verschiedenartigen Kombinationen gewidmet. Sie gewannen mit neuen kompositions- und spieltechnischen Anforderungen große Bedeutung für die Ausbildung der Musikstudenten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Matz, Arnold |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1904 |
| GEBURTSORT | Halle (Saale) |
| STERBEDATUM | 25. April 1991 |
| STERBEORT | Leipzig |