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Arthur Graefe (* 12. Januar 1890 in Leipzig; † ?) war ein deutscher Kulturpolitiker im Freistaat Sachsen.
Nach einem Universitätsstudium war er als Schriftleiter tätig und wurde ehrenamtlicher Leiter des Landesverbandes der sächsischen Presse. Er stieg zum Leiter der Nachrichtenstelle in der sächsischen Staatskanzlei auf und wurde zum Oberregierungsrat befördert.
Im April 1937 erfolgte die Ernennung von Arthur Graefe zum Regierungsdirektor im Sächsischen Ministerium für Volksbildung. Er war Leiter des Referates Kunst, Musik, Museen, Burgen und Schlösser. In dieser Funktion war Graefe einer der Hauptverantwortlichen für die nationalsozialistische Kunst- und Kulturpolitik in Sachsen. Gleichzeitig war er der geschäftsführende Vorsitzende des von Martin Mutschmann protegierten „Heimatwerkes Sachsen“, dessen Leitung Friedrich Emil Krauß innehatte.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges leitete Arthur Graefe die Ver- und Umlagerungen zahlreicher Kunst- und Kulturgüter. Er verhandelte auch über die Verlagerung des Bernsteinzimmers nach Sachsen.
Nach dem Kriegsende 1945 wurde er zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Zu Todesdatum und -ort fanden sich bisher keine Angaben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Graefe, Arthur |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kulturpolitiker im Freistaat Sachsen |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1890 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | nach 1945 |