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Arthur Stanley Eddington

Arthur Stanley Eddington (1882–1944)
Plakette in Sundy auf São Tomé und Príncipe
Eine von Eddingtons Fotografien der Sonnenfinsternis von 1919 (abgebildet in seiner Publikation von 1920).

Sir Arthur Stanley Eddington (* 28. Dezember 1882 in Kendal; † 22. November 1944 in Cambridge) war ein britischer Astrophysiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Eddington gehörte zu den ersten Physikern, die die Bedeutung von Einsteins Relativitätstheorie erkannten. 1914 wurde er Direktor des Cambridge Observatory. Er leitete die Sonnenfinsternis-Expedition auf die Vulkaninsel Príncipe im Golf von Guinea in Westafrika (siehe Abbildung) am 29. Mai 1919.

Die allgemeine Relativitätstheorie postuliert, dass eine Masse von der Größe der Sonne in der Lage sein müsse, den sie umgebenden Raum deutlich zu krümmen. Demnach müssten Sterne bei Tag (also in Anwesenheit der Sonne) ein wenig verschoben erscheinen, weil ihr Licht durch das Gravitationsfeld der Sonne gekrümmt würde. Zur Beobachtung dieses Effekts braucht man allerdings eine totale Sonnenfinsternis, da das Sonnenlicht normalerweise eine Beobachtung von Sternen unmöglich macht. Deshalb war Eddington in Afrika und postulierte danach, dass er mithilfe der dortigen Beobachtungen und Fotos Einsteins Voraussage belegen könne. Neuere Untersuchungen gehen aber davon aus, dass mit Eddingtons Versuchsanordnung dieser Effekt von der Erde aus nicht beobachtbar ist.[1] [2]

Eddington entwickelte auch das erste echte Modell der in Sternen ablaufenden Prozesse. Anfang des 20. Jahrhunderts waren sich Astronomen zwar ziemlich sicher, dass Sterne aus Gas bestehen. Man konnte sich jedoch nicht erklären, weshalb der durch ihre Masse entstehende große Druck von außen nach innen den Stern nicht kollabieren lässt. Eddington stellte die heute anerkannte Theorie auf, dass sich mit zunehmender Tiefe Druck und Temperatur im Stern erhöhen. Er demonstrierte, dass das Wechselspiel von Gravitations- und Strahlungsdruck einen Kollaps des Sterns verhindern kann.

Die Eddington-Grenze, welche die maximale Leuchtkraft beschreibt, die ein Stern im hydrostatischen Gleichgewicht haben kann, ist nach ihm benannt.

Neben seinen astrophysikalischen Werken schrieb der bekennende Quäker auch eine Reihe von philosophischen Abhandlungen.

Werke

  • Science and the Unseen World, 1929
  • Philosophy of Physical Science, 1939

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Arthur Stanley Eddington – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ian McCausland: Anomalies in the History of Relativity. In: Journal of Scientific Exploration, Bd. 13, No. 2, 1999 ISSN 0892-3310/99, S. 271–290, (PDF; 188 kB)
  2. Peter Coles: Einstein, Eddington and the 1919 Eclipse. In: Proceedings of International School on "The Historical Development of Modern Cosmology", Valencia 2000 (PDF; 279 kB)
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