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Ashoka ist die erste und größte internationale Non-Profit-Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurship.
Als sozialer Investor sucht und fördert Ashoka seit 1980 in fast 70 Ländern Social Entrepreneurs – Frauen und Männer, die mit innovativen, nachahmbaren Konzepten gesellschaftliche Probleme lösen. Diese sogenannten Ashoka Fellows (Stipendiaten) erhalten von Ashoka finanzielle Unterstützung, Beratung und Anschluss an Netzwerke im sozialem Sektor, in Wirtschaft und Wissenschaft, damit sie ihre Projekte verbreiten können.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Ashoka wurde 1980 von Bill Drayton in Indien gegründet. Das Wort kommt aus dem Sanskrit und bedeutet: „das aktive Überwinden von Missständen“. Der Name geht auch zurück auf den indischen Fürsten Ashoka, der sich im 3 Jhd. vor Christus nach Jahren kriegerischer Herrschaft auf dem indischen Subkontinent für Versöhnung, Toleranz, Freiheit und ökonomischen Wohlstand einsetzte.[2]
Ashoka Fellows sind Social Entrepreneurs, die innovative Ideen und das Potenzial haben, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Sie teilen folgende Eigenschaften: Sie haben ein innovatives Konzept zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems. Sie sind unternehmerisch und kreativ in Bezug auf Zielsetzung und Zielerreichung. Sie wollen ihr Vorhaben verbreiten. Ihr Ansatz hat das Potenzial, viele Menschen zu erreichen, direkt (z. B. durch Bildungsreform) oder indirekt (z. B. durch Umweltschutzmaßnahmen).
Seit 1980 hat Ashoka rund 2000 Social Entrepreneurs in mehr als 70 Ländern als ‚Fellows‘ ausgewählt und gefördert. Manche von ihnen entwickeln ihre Projekte im Laufe der Zeit zu profitablen Unternehmungen, re-investieren ihre Gewinne aber wieder, um das gesellschaftliche Ziel weiter zu verfolgen. Andere bleiben von Spenden und Zuwendungen abhängig, weil sie in Feldern arbeiten, in denen ihr Werk auf dem freien Markt kein finanzielles Einkommen generiert – z. B. beim Kampf gegen Kinderprostitution oder Ausländerfeindlichkeit.[3]
Der bekannteste Ashoka Fellow – zugleich Gründungsmitglied der Global Academy von Ashoka – ist Muhammad Yunus. Er und die von ihm gegründete Grameen Bank wurden 2006 für ihr Mikrokredit-Programm mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.[4]
Im Jahr 2007 verteilen sich die Unterstützungen auf folgende Kontinente[6]:
| Kontinent | Fellows |
|---|---|
| Asien | 638 |
| Südamerika | 571 |
| Afrika | 293 |
| Europa | 192 |
| Nordamerika | 167 |
| Weltweit | 1,861 |
| Arbeitsgebiet | Fellows |
|---|---|
| Human Rights | 422 |
| Economic Development | 411 |
| Civic Engagement | 375 |
| Learning/Education | 334 |
| Health | 311 |
| Environment | 258 |
| Worldwide | 2,111 |
Mit ihrem Programm "Youth Venture" verfolgt Ashoka das Ziel der gesellschaftlichen Aktivierung Jugendlicher in den Bereichen Partizipation, Unternehmertum und Persönlichkeits-Entwicklung. Das Konzept von Youth Venture basiert auf der langjährigen Erfahrung Ashokas bei der Suche und Förderung weltweit führender Social Entrepreneurs in den Bereichen Jugend und Bildung. Diese erkannten, dass der effektivste Weg der Verbesserung der Lebensbedingungen Jugendlicher es ist, sie dazu zu befähigen, selbst Agent sozialen Wandels zu werden und die Welt zumindest im Kleinen zu verändern. Die Jugendlichen erleben, dass sie ihr Umfeld positiv beeinflussen und zum Motor ihrer eigenen Entwicklung werden können. So erlernen sie spielerisch auch für ihren weiteren Lebensweg wichtige Fähigkeiten (z.B. Kommunikation, Führung, Teaming, Projektmanagement etc.. Diese Erfahrungen helfen ihnen zukünftig, schwierige Situationen nicht als ausweglose Probleme, sondern als Herausforderungen zu begreifen und aktiv zu agieren statt passiv zu reagieren. [7]
Vor Ort unterstützt Ashoka so inzwischen 3.000 kleine, soziale Unternehmungen von Jugendlichen in bereits 17 Ländern. Die jungen Changemaker vernetzt sie mit Peers rund um die Welt über ihre internationale Online Community (www.genv.net.) [8]
In Deutschland arbeitet das internationale Programm Youth Venture als Ashoka Jugendinitiative auf zwei Ebenen:
1. Förderung Jugendlicher beim Start eigener sozialer Projekte, z.B. in Stuttgart, Friedrichshafen und Berlin
Startfinanzierungen bei der Gründung sozialer Projekte
2. Veränderung der Rahmenbedingungen für sozialen Wandel mit und durch Jugendliche mit dem Leading Changemaker-Projekt [10]