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Ein Assimilado ist ein Schwarzafrikaner oder Mestiço (port. für „Mischling“) in den afrikanischen portugiesischen Überseeprovinzen, der durch die Annahme der portugiesischen Sprache und Kultur und das Erfüllen weiterer Kriterien von den portugiesischen Kolonialbehörden als erfolgreich assimiliert angesehen wurde. Der Status eines Assimilado beinhaltete einige Privilegien gegenüber den Status eines nicht-assimilierten Afrikaners.
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Folgende Kriterien mussten erfüllt werden, um den Status eines Assimilado zuerkannt zu bekommen:
Personen, denen dieser Status rechtskräftig zuerkannt wurde, waren prinzipiell in ihren Rechten und Pflichten portugiesischen Staatsbürgern gleichgestellt. Sie waren von den Bürden der anderen Afrikaner (port. indÃgenas), wie beispielsweise der Zwangsarbeit, freigestellt. Der Status des Assimilado und seine rechtlichen Folgen wurden formell im Jahr 1961 abgeschafft.
Durch die schlechte wirtschaftliche Lage in den portugiesischen Kolonien und den fehlenden Bildungseinrichtungen für Schwarzafrikaner[1], waren im Jahr 1960 von 6 Mio. Mosambikanern bloß ca. 5.000 assimilados, von den 5 Mio. Angolanern nur ca. 30.000 assimilados und in Portugiesisch-Guinea erreichten lediglich 1.478 Afrikaner diesen Status. In der Praxis hatten die Gleichberechtigung der Assimilados mit den Portugiesen in Hinblick auf die Bürgerrechte wenig Bedeutung, da sowohl das Mutterland als auch die portugiesischen Überseegebiete gleichermaßen autoritär von der Diktatur Salazars regiert wurden und politische Aktivitäten durch die Polizeiorganisation PIDE weitgehend unterbunden wurden.
Wenn ein Schwarzafrikaner die oben genannten Bedingungen erfüllen konnte, wurde er - auf Antrag - zu einem Assimilado. Erst dann war er eine „zivilisierte Person“, ein Mitglied der „zivilisierten Bevölkerung“ (port. „populaçao civilizada“). Personen mit weißer Abstammung gehörten automatisch zu dieser Kategorie.