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Atlantik-Brücke e.V. wurde 1952 als private, überparteiliche und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, eine Brücke zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Siegermacht USA zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus dem Bank- und Finanzwesen, der Wirtschaft, Politik, den Medien und der Wissenschaft. Das Netzwerk wurde von den Bankiers Eric(h) Moritz Warburg und Freiherr Gotthard von Falkenhausen, dem Unternehmer und Politiker Erik Blumenfeld, sowie den beiden Journalisten, Publizisten und Herausgebern der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff und Ernst Friedlaender, auf Initiative des ehemaligen Präsidenten der Weltbank und als Hoher Kommissar der höchste Vertreter der westlichen alliierten Siegermächte, sowie Direktor (1953–1972)[1] des amerikanischen Think Tank Council on Foreign Relations, John Jay McCloy, gegründet.[2] Derzeitiger Sitz des Vereins ist das Magnus-Haus in Berlin. [3]
Inhaltsverzeichnis |
Das Hauptaugenmerk der Atlantik-Brücke liegt seit ihrer Gründung auf der Förderung persönlicher Begegnungen zwischen deutschen und amerikanischen Führungskräften. Hochrangigen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft von beiden Seiten des Atlantiks bietet die Atlantik-Brücke eine Plattform für Begegnung und Vernetzung mit ihresgleichen. Besonders hervorheben konnten sich einige Mitglieder des 1973 erstmalig initiierten Young-Leaders-Programms, mit dem die Atlantik-Brücke Begegnungen deutscher und amerikanischer Nachwuchsführungskräfte fördert. Z.B. Hans-Gert Pöttering, Young Leader 1973, war von 2007 bis 2009 der 23. Präsident des Europäischen Parlaments. Joshua Bolten, Young Leader 1985, wechselte von Goldman Sachs in die Politik und diente unter US-Präsident George W. Bush vom 14. April 2006 bis zum 20. Januar 2009 als Stabschef des Weißen Hauses, und war damit der zweitmächtigste Mann der USA. Die Young Leader Christian Wulff (16. Jahrgang des Young Leader-Programmes), Karl-Theodor zu Guttenberg (25. Jahrgang), Thomas de Maiziere (11. Jahrgang), Cem Özdemir (23. Jahrgang), Edelgard Bulmahn (10. Jahrgang) und Silvana Koch-Mehrin, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, (25. Jahrgang) haben es ebenfalls bis zu höchsten politischen Ehren geschafft. Die Industriekapitäne Jürgen Großmann (6. Jahrgang; RWE AG, Ruhrkohle AG, Volkswagen AG, Deutsche Bahn AG) und Thomas Enders (11. Jahrgang; EADS, Dornier, BP) sind in der Atlantik-Brücke auch heute noch sehr aktiv. [4]
Die Mitgliederzahl in der Atlantik-Brücke ist von jeher beschränkt, um die Exklusivität des Vereins zu wahren; allerdings wurde die Anzahl der Mitglieder über die Jahre von 60 auf 500 angehoben, was nicht zuletzt auch das Wachsen der deutschen Elite seit dem Ende des Krieges reflektiert. Bei Veranstaltungen in kleinem Rahmen fanden die Mitglieder und Gäste der Atlantik-Brücke stets einen geschützten Raum für vertrauliche Gespräche zu transatlantischen Themen. Ein Beispiel für diese Art von Zusammenkünften waren die Deutsch-Amerikanischen Konferenzen, die 1959 ins Leben gerufen wurden und in enger Zusammenarbeit mit dem American Council on Germany abwechselnd in Deutschland und den USA durchgeführt wurden. Die Atlantik-Brücke hatte in frühen Jahren auch den Anspruch, als eine Art Think Tank zu fungieren und mit Lösungvorschlägen meinungsbildend zu wirken. Auch die Kooperation mit den amerikanischen Streitkräften in Deutschland war der Atlantik-Brücke stets ein großes Anliegen: Von 1957 bis 1970 gab der Verein ein englischsprachiges Informationsblatt für in Deutschland stationierte amerikanische Soldaten heraus; 1963 wurde dies durch Seminare für amerikanische Offiziere ergänzt, die bis heute fortgesetzt werden. Seit 1990 finden im Magnus-Haus außerdem jährliche Expertengespräche mit dem United States European Command statt, bei denen deutsche und amerikanische Generäle mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den Medien zusammenkommen. Weitere Seminare, Konferenzen, Young-Leader-Treffen und Ehrungen werden regelmäßig in den Räumlichkeiten von mit der Atlantik-Brücke freundschaftlich verbunden Institutionen und Konzernen abgehalten. Über die einflußreichen Gäste freut man sich u.a. bei der Deutschen Bank AG in München, der Rothschild Bank in London, der Deutschen Bundesbank in Frankfurt, der KPMG Deutsche Treuhand Gesellschaft in Berlin, dem Rüstungskonzern EADS in München, der Hapag-Lloyd AG in Hamburg, dem German House des deutschen Generalkonsuls in New York City, der Library of Congress des Weißen Hauses in Washington D.C., der Villa Aurora in L.A., dem Bayerischer Hof|Bayerischen Hof in München und dem Watergate Hotel in Washington D.C. [5]
Der Verein strebt Vertraulichkeit mit allen ihm geeignet erscheinenden Mitteln an. Insbesondere vermittelt er persönliche Begegnungen zwischen Deutschen und Angehörigen anderer Staaten, vor allem Amerikanern, Kanadiern und Europäern, in den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentren Deutschlands und fördert den wissenschaftlichen Austausch.
Die Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke ist nur durch Nominierung und Kooptation durch den Vorstand möglich. Am 1. Juni 2010 hatte die Atlantik-Brücke 493 Mitglieder, davon 252 aus der Wirtschaft, 82 aus der Politik, 40 aus den Medien, 27 aus der Wissenschaft, 14 aus Verbänden, Gewerkschaften und Stiftungen und 78 aus freien Berufsgruppen. [6]
Die Geschäftsstelle der Atlantik-Brücke befand sich anfangs in Hamburg, zog 1983 nach Bonn, um den unmittelbaren Kontakt zur Politik zu suchen, und sitzt seit 1999 im Magnus-Haus in Berlin.[7]
Besonders hervorheben möchte die Atlantik-Brücke die Förderung durch die Deutsche Bank, die M. M. Warburg & Co Bank, die Nomura Holdings Investment-Bank, die Deutsche Bundesbank, die DZ Bank, den Rüstungkonzern IABG, die Volkswagen AG, das Auswärtige Amt, den 2004 wegen Falschaussage in der CDU-Spendenaffäre rechtskräftig verurteilten Walther Leisler Kiep [8] , sowie Jürgen Großmann (RWE, Ruhrkohle AG, Deutsche Bahn AG, Young Leader 1982) und Udo van Meeteren (HSBC Trinkaus, Ruhrkohle AG). Ebenso dankt man ebenfalls den Partnerinstitutionen in Deutschland und Amerika sowie den zahlreichen deutschen Gastgebern und Gesprächspartnern der vielen amerikanischen Gäste.[9]
Untrennbar ist die Atlantik Brücke e.V. von ihrer Partnerinstitution American Council on Germany. Zeitgleich im Jahre 1952 wurde u.a. von denselben Hauptinitiatoren John Jay McCloy und Eric M. Warburg der American Council on Germany als private Non-profit-Organisation und Partnerinstitution gegründet. Bis heute findet ein reger Austausch zwischen den befreundeten Institutionen statt. Im Board of Directors finden sich, ebenso wie bei der Atlantik-Brücke, herausragende Persönlichkeiten des politischen, militärischen und industriellen Geschehens. Mit Paul Adolph Volcker jr., (ehemaliger Vorsitzender der Federal Reserve, Trilaterale Kommission [10]) und des legendären Netzwerkers (Aspen Institute, Council on Foreign Relations[11], Bilderberg Meetings,[12] , Trilaterale Kommission [13]) Politstrategen, Diplomaten und Geschäftsmannes Henry Kissinger kann man auf die Ratschläge und Vorstellungen von zwei äußerst erfahrenen Freunden zählen. Ebenfalls konnten verantwortliche Führungspersönlichkeiten von JPMorgan Chase & Co., Morgan Stanley, Americas Deutsche Bank AG und der Bayer AG für Vorstandsposten gewonnen werden.[14]
Das „Young Leaders“-Programm gehört zu den erfolgreichsten Aktivitäten der Atlantik-Brücke. Seit der ersten deutsch-amerikanischen „Young Leaders“-Konferenz im Jahre 1973 in Hamburg ist die Zahl der Alumni auf über 1.700 gestiegen. Daß es sich hier um ein hochkarätiges Netzwerk handelt, ist auch den Medien nicht verborgen geblieben. So lobte das Manager Magazin „ein offensichtlich gutes Auge“ bei der Auswahl der Teilnehmer, und der Focus hatte bereits früher darüber berichtet, dass die „Young Leaders“-Alumni der Atlantik-Brücke über die „besten Beziehungen“ verfügen. Die Alumni gehören heute zur Elite unseres Landes, und auch in den Vereinigten Staaten und in europäischen Ländern sind sie immer häufiger in wichtigen Positionen zu finden: in Vorständen von Wirtschaftsunternehmen, in nationalen Parlamenten ebenso wie im Europäischen Parlament, in Regierungen, im Militär, in Verbänden und Gewerkschaften, in Think Tanks und NGOs, in Redaktionen, Anwaltskanzleien, als selbstständige Unternehmer oder als Chefärzte und Architekten.
Das „Young Leaders“-Programm der Atlantik-Brücke richtet sich an junge, aufstrebende Führungskräfte, die zu den jährlich stattfindenden deutsch-amerikanischen und europäischen Konferenzen eingeladen werden. Ein Steering Committee, bestehend aus „Young Leaders“-Alumni, wählt in jedem Jahr aus Hunderten von Bewerbungen jeweils 30 deutsche und amerikanische und rund 40 europäische „Young Leaders“ aus. Während der Konferenzen diskutieren die Teilnehmer in Plenarsitzungen und Arbeitsgruppen über aktuelle sicherheits- und außenpolitische, wirtschaftspolitische und soziale Themen und erarbeiten praktische Lösungsvorschläge und Empfehlungen für transatlantische Entscheidungsträger. Die Ergebnisse in Form von Resolutionen werden über das Netzwerk der Atlantik-Brücke in alle Welt verbreitet.[15]
Das Netzwerk, nach eigenem Bekunden der „Klassiker“ unter den Netzwerken, verzeichnet einen großen Andrang zur Teilnahme an den beiden jährlichen Konferenzen, der Deutsch-Amerikanischen (seit 1973) und der Europäischen (seit 2001) „Young Leaders“-Konferenz. Die monatlich in Berlin stattfindenden „Atlantik-Gespräche“ und die zwei- bis dreimal pro Jahr in Hamburg, Frankfurt am Main, München, im Rheinland, in London, New York und Washington von den Young Leaders selbst organisierten Treffen, sowie die alle zwei Jahre veranstaltete Europäisch- Amerikanische „Young Leaders“-Alumni-Konferenz der Atlantik-Brücke mit über 150 Teilnehmern aus mehr als 20 europäischen Staaten und den USA haben ein dichtes Netz an beruflichen Kontakten und persönlichen Freundschaften entstehen lassen, wie es wohl einmalig in Deutschland ist.[16]
Nach der Bundestagswahl am 27. September 2009 saßen gleich eine ganze Reihe von „Young Leaders“-Alumni in der Bundesregierung, darunter der Bundesminister des Innern, Thomas de Maizière, der Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden, sowie die Staatssekretärinnen Katherina Reiche, Julia Klöckner und Ursula Heinen-Esser. Vom 30. Juni 2010 bis 17. Februar 2012 war sogar das höchste Amt im Staat, nämlich das des Bundespräsidenten, mit dem Young-Leaders-Alumnus Christian Wulff besetzt. [17] Letztlich „fiel“ er infolge der sogenannten „Wulff-Affäre“. Als Chefredakteur der Bild maßgeblich beteiligt war Kai Diekmann, ein weiterer Young Leader der Atlantik-Brücke.
Am 23. Juni 2010 gründeten sieben Young-Leaders-Alumni das selbständige Atlantik Forum e. V. – die Young-Leaders-Alumni der Atlantik-Brücke. Beate Lindemann wurde zur Geschäftsführenden Stellvertretenden Vorsitzenden und Alexander Graf Kalckreuth zum Schatzmeister des Vereins gewählt. Mitglieder im Atlantik Forum können nur Young Leaders-Alumni der Atlantik-Brücke werden. Die Alumni-Organisation ist eng an die Atlantik-Brücke angegliedert. Die freundschaftlichen und beruflichen Verbindungen, die während der Konferenzen entstehen, sollten intensiviert und besser strukturiert werden. Seit 30 Jahren hatte Lindemann die Young Leaders-Konferenzen organisiert und die Teilnehmer dafür mit einem kleinen Steering Committee ausgewählt. Dass das Atlantik Forum keine Konkurrenz zur Atlantik-Brücke werden soll, sondern in enger Abstimmung mit dieser operiert, ist die Grundlage der Arbeit des Forums.
Ehrenamtlich tätige Young Leaders-Alumni helfen bei der Erstellung eines Konzepts, bei der Schaffung einer internetbasierten Administrations- und Kommunikationsplattform etc.. Monatlich werden weitere Atlantik-Gespräche durchgeführt. So z. B. mit dem Bundesvorsitzenden der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, mit Botschafter James A. Dobbins, RAND Corporation und dem deutschen Botschafter in London Georg Boomgaarden.[18]
Mit Konferenzen und Expertengesprächen bietet die Atlantik-Brücke deutschen und amerikanischen Experten und Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und den Streitkräften eine Plattform für intensiven und vertraulichen Dialog.[19]
Die Atlantik-Brücke lud am 1. Februar 2011 bereits zum neunzehnten Mal zum Treffen des Kommandeurs des United States European Command und der U. S. Component Commanders mit der militärischen Führung der Bundeswehr sowie hochrangigen Vertretern aus Politik, Medien und Wissenschaft ins Berliner Magnus-Haus. Bei den eintägigen Treffen werden u.a. die Zukunft der Bundeswehr und die NATO-Strategie erörtert. Diese jährlichen Treffen zwischen der militärischen Führung der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland und Europa und der Bundeswehr wurden nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ins Leben gerufen. Aufgrund ihres vertraulichen Rahmens werden sie als wichtige Gelegenheit für einen offenen und konstruktiven Austausch geschätzt. Traditionell eröffnet der amerikanische Botschafter mit einem gemeinsamen Abendessen in seiner Residenz am Vorabend das Treffen.[20] , [21]
Lobende Worte für die Expertengespräche hat James G. Stavridis, Admiral der US Navy und seit dem 30. Juni 2009 16. Kommandierender General des US European Command (EUCOM) sowie zusätzlich seit dem 2. Juli 2009 der 16. Supreme Allied Commander Europe der NATO: "These meetings, with the mix of military, politicians, business leaders, think tanks and media that Atlantik-Brücke brings, continue to create important venues for honest dialogue required to keep our Atlantik-Bridge strong. We are in fact stronger together." [22]
Wie unterscheiden sich die deutschen und amerikanischen Vorstellungen von Marktwirtschaft? Vor welchen Herausforderungen stehen die Vereinigten Staaten und Europa in der Einwanderungspolitik? Welche Rolle kann die NATO im 21. Jahrhundert spielen? Die Begegnungsseminare im Haus Rissen Hamburg sollen deutschen und amerikanischen Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angestellten der Streitkräfte Antworten auf diese und ähnliche Fragen vermitteln. Die Seminare werden bereits seit den 1960er Jahren mehrmals jährlich durchgeführt und von der Atlantik-Brücke e. V. und der Bundeszentrale für Politische Bildung gefördert.
Im Jahr 2010 fanden insgesamt drei Seminare für Offiziere und zwei für Unteroffiziere statt. Die einwöchigen Veranstaltungen gliedern sich jeweils in zwei Abschnitte. Im ersten Teil des Seminars werden grundlegende Aspekte der deutschen Geschichte, Wirtschaft und Politik vermittelt. Im zweiten Teil diskutieren die Teilnehmer aktuelle politische Probleme, sowie deren Auswirkungen auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Im Vordergrund der Seminardiskussionen: die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise und das strategische Konzept der NATO. Vertreter aus Politik und Think Tanks präsentieren hierzu Analysen, die sie mit den Teilnehmern intensiv diskutieren.
Durch die Begegnungsseminare bekommen amerikanische Teilnehmer einen besseren Einblick in das Land, in dem sie stationiert sind. Der Meinungsaustausch und die Netzwerkbildung führen zudem auf deutscher und amerikanischer Seite zu einem besseren Verständnis der Chancen und Grenzen transatlantischer Zusammenarbeit. So tragen die Seminare seit Jahrzehnten zur Verbesserung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses bei. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der durchweg positiven Bewertung des Seminars durch die Teilnehmer wider. [23]
Mitglieder der Atlantik-Brücke treffen sich dreimal jährlich mit externen Experten aus Think Tanks und Medien zu einer intensiven Round Table Diskussion zu transatlantischen Themen, dem Arbeitskreis USA. Dabei geht es jeweils einmal im Jahr um den Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzen, einmal um Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik und einmal um ein tagesaktuelles Thema. Traditionell geben zwei Gastredner Impulse, die dann unter der Leitung von Ulrich Steger gemeinsam diskutiert werden.[24] Das 1. Treffen im Jahr findet traditionell in Frankfurt am Main in den Räumen der zweitgrößten Anwaltskanzlei der Welt Freshfields Bruckhaus Deringer LLP statt.[25]
Die Atlantik-Brücke möchte die inhaltliche Auseinandersetzung mit transatlantischen Themen stärker in den Mittelpunkt ihrer Arbeit rücken. Um dabei die Erfahrung und Expertise ihrer Mitglieder einzubinden und deren Austausch zu fördern, wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen Themen identifiziert und konkrete Problemlösungen entwickelt werden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen die Ausrichtung der Atlantik-Brücke und deren Wirkung nach außen zukünftig stärker prägen. Die Arbeitsgruppen werden jeweils von Vorständen der Atlantik-Brücke geleitet und stehen allen Mitgliedern offen.
Die Arbeitsgruppen und ihre Leiter sind:
Das Auftakttreffen der Arbeitsgruppe Außen- und Sicherheitspolitik mit einem Vortrag von Ulrich Grillo, Vizepräsident des BDI, zum Thema „Rohstoffsicherheit und Ressourcenknappheit“ fand am 23. März 2011 im Magnus-Haus in Berlin statt. Das Auftakttreffen der AG Wirtschaft, Finanzen und Märkte mit einem Vortrag von Michael C. Camuñez, Assistant Secretary of Commerce for Market Access and Compliance, United States Department of Commerce, Washington, D. C., fand am 5. April 2011 ebenfalls im Magnus-Haus in Berlin statt. Themen des Treffens waren die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA und die „National Export Initiative (NEI)“ von Präsident Barack Obama.[26]
Ziel der Regionalgruppen ist die intensivere Einbindung jedes Einzelnen in die Aktivitäten und Entwicklung der Atlantik-Brücke und die bessere Vernetzung untereinander. Mit den Regionalgruppen soll den Mitgliedern eine Plattform gegeben werden, um sich auszutauschen und miteinander in Verbindung zu treten. Vorstandsmitglieder aus den Regionen haben jeweils die Leitung der Regionalgruppen übernommen und bringen sie – unterstützt von Mitgliedern – auf den Weg. Alle Mitglieder, aber auch die Young Leaders Alumni, sind eingeladen, an den Treffen der Regionalgruppen teilzunehmen und sich einzubringen. Bei den Treffen der Regionalgruppen steht sowohl der Austausch über die Atlantik-Brücke, ihre Aktivitäten und Entwicklung auf dem Programm, als auch der Dialog zu transatlantischen Themen. Die Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung liegen bei den Mitgliedern und variieren von Region zu Region.[27]
Die Regionalgruppen und ihre Leiter sind:
(Stand: 1. März 2011)
(Stand: 1. Dezember 2010)
Die Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke ist nur durch Nominierung und Kooptation durch den Vorstand möglich. Am 1. Juni 2010 hatte die Atlantik-Brücke 493 Mitglieder, davon 252 aus der Wirtschaft, 82 aus der Politik, 40 aus den Medien, 27 aus der Wissenschaft, 14 aus Verbänden, Gewerkschaften und Stiftungen und 78 aus freien Berufsgruppen. [36]
FAZ[50], der WELT-Gruppe[51], der New York Times[52] , der Axel Springer AG[53], dem ZDF[54] ,WDR[55], BR[56], sowie dem Meinungsforschungsinstitut dimap[57]
Stand: Januar 2008
Der Namensgeber des Preises, Vernon A. Walters (1917–2002), war von 1989 bis 1991 US-Botschafter in Deutschland und von 1985 bis 1989 Ständiger Vertreter der USA bei den Vereinten Nationen.
Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, erhielt den Vernon A. Walters-Award am 13. Juni 2008. Mit der Auszeichnung würdigte die Atlantik-Brücke e. V. das große Engagement von Liz Mohn zur Förderung des transatlantischen Verhältnisses und ihre Verdienste um die deutsch-israelischen Beziehungen. Der Preis wurde im Rahmen einer Gala-Benefizveranstaltung auf Einladung des ehemaligen Vorsitzenden der Atlantik-Brücke, Airbus-Chef Thomas Enders, in New York verliehen. Die Laudatio hielt der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan.
2007 wurde der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Jürgen Großmann, mit dem Vernon A. Walters Award ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind u. a. Dieter Zetsche (Daimler AG, 2006), Michael Otto (Otto Group, 2005), Wolfgang Mayrhuber (Lufthansa AG, 2004), Bernd Pischetsrieder (Volkswagen AG, 2002) und Manfred Schneider (Bayer AG, 2000).[58]
Den Eric-M.-Warburg-Preis erhielt im Jahre 2009 Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die feierliche Verleihung und Zeremonie des Preises fand in der amerikanischen Hauptstadt Washington D.C., in der Library of Congress auf dem Capitol Hill statt, am Abend des 25. Juni 2009, bevor US-Präsident Barack Obama Angela Merkel erstmals im Weißen Haus empfing.
Bisherige Preisträger des Eric-M.-Warburg-Preises waren u. a. Condoleezza Rice (2007), George H. W. Bush. (2002), Otto Graf Lambsdorff (2000), Helmut Kohl (1996) , sowie Henry A. Kissinger (1992).[59]
2010 waren mehrere Vorstandsmitglieder, darunter der Vorsitzende Friedrich Merz, von ihren Ämtern zurückgetreten, nachdem der Ehrenvorsitzende Walther Leisler Kiep heftige Kritik an Merz wegen dessen Buches „Was jetzt zu tun ist: Deutschland 2.0“ geübt hatte. Kiep bemängelte, dass durch dieses Buch Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert werde und damit die parteipolitische Neutralität der Atlantik-Brücke verletzt werde. Merz hatte sich demgegenüber während seiner Zeit als Vorsitzender darum bemüht, der Atlantik-Brücke das Image einer der CDU sehr nahestehenden Organisation zu nehmen. Merz wurde wiedergewählt.[60]