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Atomspionage

Julius und Ethel Rosenberg

Unter Atomspionage versteht man das illegale Sammeln und Weiterleiten von Informationen über die Technologie zur Herstellung einer Atombombe an die politische oder militärische Gegenseite. Die Atomspionage hatte ihren Höhepunkt im Kalten Krieg in den 1950er und 1960er Jahren und fand vor allem zwischen den USA und der Sowjetunion statt. Da die USA einigen Vorsprung hatten, versuchte die SU, den Rückstand in ihrem Atomprogramm durch Atomspionage aufzuholen, was ihr auch recht erfolgreich gelang. (Namen von Spionen unter 'siehe auch').

In jüngerer Zeit hat die Atomspionage wieder an Bedeutung gewonnen. Der Öffentlichkeit wurde vor allem die Weiterleitung von sensibler Atomtechnologie an sogenannte Schurkenstaaten durch den pakistanischen Ingenieur Abdul Kadir Khan bekannt, den „Vater der pakistanischen Atombombe“. Khan hat sein Wissen ebenfalls teilweise durch Spionage erworben, während er in einem niederländischen Nuklearlabor arbeitete. Im Jahr 1975 bat der US-Geheimdienst CIA die Regierung der Niederlande, gegen Khan nicht weiter wegen des Verdachts des Nukleardiebstahls zu ermitteln. Vermutlich sollte die nukleare Aufrüstung des mit den USA eng verbundenen Pakistan nicht behindert werden.

Möglicherweise haben auch andere heutige Atommächte ihre Atomprogramme durch Atomspionage ermöglicht oder beschleunigt. (siehe auch Iranisches Atomprogramm)

Der Atomwaffensperrvertrag (englisch 'Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons' = Nichtverbreitungsvertrag) ist ein internationaler Vertrag, der das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen (sowie das Recht auf die „friedliche Nutzung“ der Kernenergie) zum Gegenstand hat.

Siehe auch

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