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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Freising | |
| Höhe: | 452 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,99 km² | |
| Einwohner: |
5.615 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 102 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84072 | |
| Vorwahl: | 08752 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 78 116 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Untere Hauptstraße 2 84072 Au i.d.Hallertau | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl Ecker (FW) | |
| Lage des Marktes Au i.d.Hallertau im Landkreis Freising | ||
Der Markt Au in der Hallertau (amtlich: Au i.d.Hallertau) liegt im Norden des oberbayerischen Landkreises Freising im südlichen Bereich der Hallertau. Da in den Auer Gemeindefluren der Hopfenbau seit Jahrhunderten eine bedeutende Stellung einnimmt und speziell der Auer Hopfen in Deutschland und darüber hinaus sich einen Weltruf erworben hat, wird häufig die Ortsbezeichnung von Au noch mit der Bezeichnung das Herz im Hopfengau ergänzt. Damit soll die zentrale Bedeutung des Marktes Au innerhalb der Hallertau herausgehoben werden. Der Markt Au i.d.Hallertau ist in einer langgezogenen Talmulde zu beiden Seiten des Flüsschens Abens ausgebreitet. Das Ortsbild ist von stattlichen Bürgerhäusern und die Umgebung von Hopfenanlagen und Wäldern geprägt.
Inhaltsverzeichnis |
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Der Ortsteil Kranzberg sollte nicht mit dem gleichnamigen Ort Kranzberg östlich von Allershausen verwechselt werden.
Au in der Hallertau grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Rudelzhausen, Nandlstadt, Attenkirchen, Wolfersdorf, Schweitenkirchen, und Wolnzach.
Au in der Hallertau, an der Abens gelegen, wurde vermutlich ums Jahr 500 n. Chr. gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte um 1000. Die enge Verbundenheit mit den Geschlechtern, die das Schloss begründet hatten, blieb bis zum heutigen Tag bestehen.
Das erste bekannte Geschlecht waren die Grafen von Moosburg (der letzte starb 1281). Es folgen die Grafen von Abensberg, Preysing, Thurn, Toerring-Seefeld und seit 1846 die Freiherren Beck von Peccoz, die das Schloss großenteils neu erbauten und noch heute bewohnen.
Graf Ulrich III. von Abensberg hat für Au vom niederbayerischen Herzog die Marktrechte erwirkt, die Kaiser Karl IV. 1349 bestätigte. Erst 1448 erhielt der Markt von Kaiser Friedrich III. ein Wappen: Ein grüner Schild, auf dem drei weiße Rosen platziert sind.
Die Kämpfe des Landshuter Erbfolgekrieges zu Beginn des 16. Jahrhunderts führten zu einer Brandkatastrophe, die Markt und Schloss verwüstete. Dasselbe Schicksal erlitt der Markt im Dreißigjährigen Krieg, in dem jedoch Schloss und Kirche verschont blieben.
Auch die Kriege des 18. Jahrhunderts und die Feldzüge Napoleons gingen nicht spurlos an Au vorüber. Das damals noch niederbayerische Au beherbergte vor dem Ersten Weltkrieg 1.214 Einwohner, von denen 71 ihr Leben im Krieg lassen mussten. Die Jahre nach dem Krieg, die Inflation mit ihren wirtschaftlichen Sorgen lasteten schwer auf Au, dem jedoch ein kaum geahnter Aufschwung folgte. Der Zweite Weltkrieg hat tiefe Wunden ins wirtschaftliche Leben des Marktes geschlagen, die erst allmählich überwunden werden konnten. Der Hopfen wurde in steigendem Maße die Hauptarbeits- und Einnahmequelle von Au. Lebhafte Bautätigkeit durch Siedlungsbauten und Bauten des Marktes (Schulen, Straßenbauten, Kanalisation und Kläranlage, Hopfenhallen) schafften rege Betätigung.
Von großer Bedeutung war die Gemeindegebietsreform von 1978. Die ehemals selbständigen Gemeinden Abens (bis zum 31. Dezember 1970 Hemhausen[2]), Günzenhausen, Haslach, Osseltshausen, Osterwaal, Rudertshausen, Reichertshausen und Sillertshausen wurden in den Markt Au i.d.Hallertau nach Auflösung des Landkreises Mainburg dem Landkreis Freising im Regierungsbezirk Oberbayern angegliedert. Im Landesentwicklungsprogramm ist der Markt Au i.d.Hallertau als Kleinzentrum ausgewiesen.
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Die sprunghaften Anstiege der Einwohnerzahlen sind durch die Eingliederung anderer Gemeinden zu erklären. Im Jahr 1972 wurden die Gemeinden Reichertshausen (Reichertshausen, Sindorf, Mösbuch, Holzmair, Dobl) und Rudertshausen (Rudertshausen) eingegliedert, 1976 folgte Osseltshausen (Osseltshausen, Reith, Neuhub) und 1978 die Gemeinden Günzenhausen (Günzenhausen, Halsberg, Seysdorf, Holzschmud, Rohregg), Haslach (Haslach, Leitersdorf, Wolfersdorf, Kürzling, Königsgütler), Osterwaal (Osterwaal, Haarbach, Hofen, Kreiden, Schausgrub), Sillertshausen (Sillertshausen, Held) und Abens (Abens, Hemhausen, Hirnkirchen, Herbersdorf, Trillhof, Grubanger, Holzhof, Piedendorf, Harham, Kranzberg, Mooshof, Neuhub).
Das Wappen zeigt ein grünes Schild mit drei weißen Rosen, zwei oben und eine unten in der Mitte. Die drei Rosen sind aus dem Wappen der Grafen von Moosburg entnommen. Das Wappen wurde im Jahr 1448 dem Markt Au durch Kaiser Friedrich III. verliehen.
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Au in der Hallertau
Der Markt Au hat die zwei Industriegebiete „Au-West“ und „Galgenberg“. Im Markt sind neben einer Brauerei (Schlossbrauerei Au-Hallertau) vor allem Unternehmen angesiedelt, die mit der Verarbeitung (HHV mbH), der Vermarktung (Lupex GmbH) und dem Transport (Spornraft Spedition GmbH, Angermeier Simon Spedition) von Hopfen beschäftigt sind. Das mitarbeiter- und umsatzstärkste Unternehmen ist die Firma CCV Deutschland GmbH (vormals EL-ME AG).
Die Bundesstraße 301 führt direkt durch den Ort. Seit den 1980er Jahren strebte der Markt Au eine Ortsumfahrung an. Für das Jahr 2008 schien der Baubeginn dann gesichert. Im Spätsommer 2008 wurde bekannt, dass das Geld für den Bau nicht mehr zur Verfügung gestellt wird. Um doch noch einen zeitnahen Baubeginn zu erreichen, "kämpfte" der Markt Au für die versprochene Finanzierung und konnte hierfür auch die überregionale Presse interessieren. Durch einen Zuschuss des Landes Bayern konnte Mitte 2009 mit dem Bau begonnen werden. [3]Seit Mitte Dezember 2011 ist die Umfahrung für den Verkehr freigegeben.[4]
Au war über die Hallertauer Lokalbahn an den Schienenverkehr angeschlossen. Die Strecke wurde inzwischen stillgelegt und steht jetzt als Radweg zur Verfügung.
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