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| Augustinus-Gymnasium | |
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| Schulform | Gymnasium |
| Ort | Weiden |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 49° 40′ 47,8″ N, 12° 10′ 6,2″ O49.679930555612.1683888889Koordinaten: 49° 40′ 47,8″ N, 12° 10′ 6,2″ O |
| Schüler | ca. 800 |
| Lehrer | ca. 60 |
| Leitung | OStD Dr. Michael Mahr |
| Website | www.augustinus-gymnasium.de |
Das Augustinus-Gymnasium Weiden (AGW) ist das älteste Gymnasium der Stadt Weiden in der Oberpfalz. Es wurde 1903 unter dem Namen königliche Lateinschule erbaut. In den letzten Jahren erfreut sich das Gymnasium eines großen Zuwachses, was vor allem auf den Wirtschaftszweig zurückzuführen ist. So gab es im Jahre 2004/2005 das erste Mal 4 Klassen einer Jahrgangsstufe, im Jahre 2006/2007 das erste Mal 5 Klassen, und im Jahre 2007/2008 das erste Mal 6 Klassen. Allerdings wird dieser Zuwachs nicht lange anhalten, da das ebenfalls in Weiden liegende Kepler-Gymnasium auch einen Wirtschaftszweig bekommen wird.
Inhaltsverzeichnis |
Von 1530 bis 1627 gab es in Weiden eine königliche Lateinschule mit sechs Klassen, deren Besuch den Eintritt in eine Universität erlaubte. Daran schlossen sich durch Einflüsse von Reformation und Gegenreformation mehrere Lateinschulen verschiedener Konfessionen an. Dies waren von 1627 bis 1648 eine jesuitische Lateinschule, 1648 zur Zeit der Besetzung durch die Schweden eine protestantische Schule und 1653 wiederum die Einrichtung einer katholischen Deutsch- und einer Lateinschule.
Bereits Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es Bemühungen der größeren Oberpfälzer Städte um den Sitz eines dritten Gymnasiums in der Region. Nach mehreren Rückschlägen und Entwicklungen, die das Ziel für Weiden in weite Ferne rücken ließen gab es 1889 sogar einen Stadtratsbeschluss für das Gymnasium. Allerdings ebbten die Bemühungen durch den Bau der Zentralwerkstätten der bayerischen Eisenbahnen wieder ab.
Erst 1898 durch einen Landtagsbeschluss kam es zu konkreteren Planungen und den Bau des Schulgebäudes.
1903 wurde das Gebäude fertiggestellt und der Schulbetrieb aufgenommen. Allerdings kam es zu Problemen mit dem Namen, eine etwas voreilig angebrachte goldene Inschrift LUITPOLD-GYMNASIUM (Prinzregent-Luitpold-Gymnasium) musste mangels Genehmigung nachträglich durch ein schlichtes Humanistisches Gymnasium ersetzt werden.
1907 wurden die ersten Reifeprüfungen abgelegt.
Während der beiden Weltkriege erging es dem Gymnasium nicht anders als anderen auch, ein geordneter Schulbetrieb wurde durch Lehrermangel, mangelnde Lehrmittel, Unterernährung und eingerückte Schüler immer schwieriger. 1915 konnte lediglich ein Schüler zur Reifeprüfung antreten, weitere legten Notprüfungen ab.
In der Nazizeit kam es besonders durch die Zielsetzung humanistischer Bildung zu Anfeindungen mit dem System. Allerdings konnte im Gegensatz zu anderen Gymnasien, die überwiegend in Oberschulen umgewandelt wurden eine Art Sonderform eingenommen werden, was aber nichts an den Einschränkungen und dem Verlust der eigentlichen Aufgabe änderte. 1938 kam es zur Verkürzung der Schulzeit auf acht Klassen, 1944 Kriegsdienst für 15- und 16-Jährige und letztlich wurde im April 1944 der Schulbetrieb eingestellt.
Das AGW ist für sein musikalisches Angebot bekannt, hierzu gehören die Chöre, ein Orchester, der Unterricht im Sologesang, Instrumentalunterricht sowie Jazz-Combo, ein Latin-Ensemble und eine Rockband.
Für die Unterstufe (Klasse 5-7) gibt es einen gleichstimmigen Chor, für die Mittel- und Oberstufe ist ein gemischter Chor vorhanden. Jährlich werden regelmäßig mindestens zwei Konzerte veranstaltet.
Außerdem gibt es seit 1995 ein Projekt zum Schüleraustausch mit verschiedenen Gymnasien aus Pilsen, Tschechien, und seit 2006 ein Programm Gastschuljahr für Gymnasiasten aus EU-Ländern.