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Aurobindo Ghose (Bengalisch: অরবিন্দ ঘোষ, Arabinda Ghoṣ, Arabinda Ghosh; * 15. August 1872 in Kolkata; † 5. Dezember 1950 in Puducherry) war ein indischer Politiker, Philosoph, Hindu-Mystiker, Yogi und Guru. Seine Briefe, Gedichte und philosophischen Schriften sind mit Sri Aurobindo unterschrieben und unter diesem Namen veröffentlicht. Er verbindet in seiner Person die humanistische Bildung und das Wissen des Westens mit den Weisheitslehren und spirituellen Traditionen Indiens.
Inhaltsverzeichnis |
Aurobindo Ghose wurde am 15. August 1872 in Kolkata geboren. Seine frühe Kindheit verlebte er in Kulna in Bengalen. Sein Vater Dr. Krishna Dhan Ghose war 1864 mit neunzehn Jahren mit der damals zwölfjährigen Swarnalata Bose verheiratet worden. Seine Eltern wurden nach den Riten des Brahmo Samaj, einer Reformbewegung des Hinduismus, getraut. Nach Aussage von Aurobindo war sein Vater aber Atheist. Er war durch seine anglisierte Geisteshaltung, gefördert durch einen zweijährigen Aufenthalt in England (1869–1871) zur Weiterbildung in Medizin, der bengalischen und indischen Kultur entfremdet. Folgerichtig versuchte er, seine Kinder von indischen Einflüssen fernzuhalten und ihnen eine ausschließlich europäische Ausbildung zu geben. So besuchten Aurobindo und seine Geschwister in den Jahren 1877–1879 zunächst die Loreto-Klosterschule in Darjiling. Aurobindo hatte vier Geschwister: zwei ältere Brüder, Benoy Bhushan und Mono Mohan, und eine jüngere Schwester mit Namen Sarojini; ein dritter Bruder, Barindra, wird 1879 in Croydon in England geboren.
Laut Aurobindo hatte sein Vater, der sich wünschte, dass alle seine Söhne bedeutende Persönlichkeiten werden sollten, ihm in einer plötzlichen Inspiration den Namen Aurobindo gegeben, den bis dahin noch niemand in Indien oder der ganzen Welt erhalten hatte, damit er später unter den Großen der Welt einzigartig mit seinem Namen dastünde. Doch die Ironie der Welt wollte es, dass der Vater starb, bevor Aurobindo nach Indien zurückkehrte und die Bekanntheit seines Namens im Umfeld der indischen Freiheitsbemühungen zu einer häufigen Verwendung dieses Vornamens führte.[1]
Im Alter von sieben Jahren wurde Aurobindo 1879 mit seinen Brüdern nach England geschickt. Sie wohnten in Manchester bei dem Geistlichen William H. Drewett. Während seine Brüder zur Schule gingen, wurde er von Reverend Drewett in Englisch, Latein und Griechisch und von dessen Mutter, Mrs. Drewett, in Geschichte, Geographie, Arithmetik und Französisch unterrichtet.
1884 siedelten die Brüder unter der Obhut von Frau Drewett nach London um. Aurobindo besuchte dort fünf Jahre lang die St. Paul’s School in West Kensington. Die alte Frau Drewett war eine glühende Missionarin und versuchte die drei Jungen zum christlichen Glauben zu bekehren. Als dies nicht gelang, mussten sie ihr Haus verlassen. Es folgte nun eine Zeit bitterer Armut. Die Geldsendungen des Vaters, die nicht hoch waren und nur unregelmäßig eintrafen, reichten oft zum Leben kaum aus. Obwohl sie sparsam lebten, hatten sie oft nichts zu essen, ihre Kleidung war nicht warm genug für den Winter und die Wohnungen, in denen sie lebten, waren feucht und kalt. Trotz dieser äußeren Bedingungen entwickelte sich Aurobindo zu einem guten Schüler. Wenn er seine Hausaufgaben erledigt hatte, las er englische und französische Literatur, Werke über die Geschichte Europas und lernte Italienisch, etwas Deutsch und ein wenig Spanisch. Viel Zeit verwendete er auf seine eigenen Dichtungen. Er gewann Preise in Geschichte und Literatur.
Aurobindo erhielt von der St. Paul's School ein Stipendium von 80 Pfund jährlich, das ihm den Besuch des King's College in Cambridge ermöglichte. Wegen der oft fehlenden Geldzuwendungen von Seiten seines Vater war auch diese Zeit äußerlich von großer Armut geprägt. Wie seine Zeugnisse bestätigten, betrieb Aurobindo dennoch seine akademischen Studien mit regem Interesse und großen Erfolgen. So erhielt er zahlreiche Preise und einer seiner Professoren bezeichnete ihn als „einen brillanten jungen Altphilologen“.
Nach Abschluss seiner Studien sollte er auf Wunsch seines Vaters die Beamtenlaufbahn einschlagen. Durch Kontakte mit der Familie des Gouverneurs von Bengalen hatte der Vater bereits eine gute Stelle für seinen Sohn im Arrah-Distrikt ausfindig gemacht.
Der Sohn legte dem Vater zuliebe die Aufnahmeprüfung für die Beamtenlaufbahn ab. Später jedoch verabscheute er eine entsprechende Tätigkeit. So kam es, dass er, trotz guter Noten in den schriftlichen Prüfungen, dem Test im Reiten immer wieder auswich, bis Lord Kimberley ihn schließlich als Kandidat für den indischen Staatsdienst disqualifizierte.
Zu dieser Entscheidung trug sicher auch die Tatsache bei, dass Aurobindo keineswegs wie sein Vater von England begeistert war. Er war tief berührt worden von englischer und westlicher Literatur, von Philosophie und Geschichtsschreibung, aber nicht von den Menschen, denen er begegnete. Als Mitglied und zeitweilig als Sekretär der „Indischen Majlis“, eines nationalen Studentenverbandes, hielt er revolutionäre Reden, die mit dazu beitrugen, dass er vom Staatsdienst ausgeschlossen wurde.
1893 kehrte er nach Indien zurück. Vierzehn seiner einundzwanzig Jahre hatte der junge Aurobindo in England verbracht. Sein Vater verstarb kurz vor der Ankunft des Schiffes an Herzversagen.
Da Aurobindo nicht zum englischen Staatsdienst in Indien zugelassen war, vermittelte ein wohlgesinnter Verwandter des Gouverneurs von Bengalen ihm einen Posten in der Verwaltung des Fürstenstaats Baroda. Hier war er zunächst in der Abteilung für Briefmarken, Steuern und Post zuständig, bevor er auf eigenen Wunsch 1900 zum Professor für Englisch und Englische Literatur am Baroda College ernannt wurde. Er wurde schließlich Vice-Principal (stellvertretender Rektor) dieser Einrichtung. Daneben war Aurobindo Sekretär und Redenschreiber des Maharajas. In Baroda lernte er Sanskrit und verschiedene andere indische Sprachen, besonders Marathi, Gujarati und seine Muttersprache Bengalisch. Während der Baroda-Zeit, im April 1901, heiratete Aurobindo Ghose Mrinalini Bose, die 1918 einen frühen Tod starb.
1906 verließ Aurobindo Baroda und ging als Vorstand des neu gegründeten „Nationalen Bengalischen College“ nach Kolkata. Ebenfalls 1906 begann Aurobindo mit der Herausgabe des Journals „Bande Mataram“, das zum Sprachrohr der „Nationalist Party“ wurde. Er wollte die Idee der Unabhängigkeit im Denken seiner Landsleute festigen und gleichzeitig eine Partei und schließlich die ganze Nation zu intensiver und organisierter politischer Aktivität bewegen, die zur Verwirklichung dieses Ideals führen sollte. Aurobindos erstes Anliegen in dem Journal war, die vollständige Unabhängigkeit Indiens als politisches Ziel offen und nachhaltig zu propagieren; er war der erste Politiker in Indien, der den Mut aufbrachte, dies öffentlich zu tun. Diese Tätigkeit als Herausgeber von Bande Mataram brachte ihn ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Von da an war er, was er faktisch schon eine Zeit lang gewesen war, der prominenteste Führer der Partei.
Während dieser Zeit politischer Aktivität wandte sich Aurobindo verstärkt der Ausübung und dem Studium der indischen Yoga-Lehren und Yoga-Übungen zu. Eine entscheidende Entwicklung nahmen diese Bemühungen, als er im Dezember 1907 mit dem Guru Vishnu Bhaskar Lele aus Maharashtra zusammentraf. Durch dessen Hilfe vertieften sich seine Kenntnisse und Erfahrungen der Yoga-Inhalte so sehr, dass er fortan seiner eigenen Idee der Yoga-Entwicklung folgte.
Nachdem Aurobindo 1908 unter der Anklage der Aufwiegelung ins Gefängnis kam, schrieb Rabindranath Tagore ein Gedicht, in dem er Aurobindo als einen vom Himmel entsandten Befreier pries:
Seine endgültige Konversion vom aktiven Nationalisten zum Hindu-Weisen und Seher geschah während des einen Jahres, in dem er im Gefängnis in Alipur bei Kolkata inhaftiert war. Dort las und meditierte er über die Bhagavad Gita, was ihn zu folgender Aussage über das Wesen der Hindu-Religion brachte: „Das ist die Religion, die zum Heil der Menschheit in der Abgeschlossenheit dieses Landes seit alters wertgehalten worden ist. Diese Religion zu vermitteln, dazu erhebt sich Indien. Indien erhebt sich nicht, wie andere Länder es tun, um seiner selbst willen oder um die Schwachen niederzutreten, wenn es stark geworden ist. Indien erhebt sich, um das ewige Licht, das ihm anvertraut ist, über die Welt auszubreiten.“
Der seiner Untersuchungshaft in einer Einzelzelle folgende Prozess war eines der bedeutendsten Verfahren für die indische nationale Bewegung. 49 Personen waren angeklagt und 206 Zeugen geladen, 400 Dokumente wurden zu den Akten genommen und 5.000 Beweisstücke vorgelegt, einschließlich Bomben und Revolver. Der englische Richter C. B. Beechcroft war wie Aurobindo Student in Cambridge gewesen. Die Strafverteidigung Aurobindos wurde von Chittaranjan Das übernommen. Der Prozess dauerte ein volles Jahr. Aurobindo wurde als einziger Angeklagter am 6. Mai 1909 freigesprochen.
1910 fuhr Aurobindo nach Pondicherry in Südindien, wo er für den Rest seines Lebens blieb. Hier entwickelte er den „Integralen Yoga“ (Integral = umfassend; Yoga = Bewusstseinsentwicklung) im Sinne einer modernen, zukunftsweisenden, umfassenden Bewusstseinsentwicklung.
Im Jahr 1914 lernte Aurobindo Mira Alfassa und ihren Ehemann Paul Richard kennen. Auf dessen Idee hin brachte er dann die philosophische Zeitschrift Arya heraus, in der bis 1920 die meisten seiner Hauptwerke zum ersten Mal veröffentlicht wurden[2]. In dieser Zeit begann er, seine Briefe und Artikel mit „Sri Aurobindo“ zu unterzeichnen.
1920 – nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Japan – kam Mira Alfassa zu Aurobindo nach Puducherry zurück und blieb für den Rest ihres Lebens dort. Sie leitete den Haushalt, der sich um Sri Aurobindo gebildet hatte und ab 24. November 1926 Sri Aurobindo Ashram genannt wurde. An diesem Tag hatte sich für Sri Aurobindo – nach seiner eigenen Aussage – die Bewusstseinsebene des Overmind (Übermentals) verwirklicht. Der Tag wurde fortan „Siddhi Day“ genannt. Der Ashram zählte zu dieser Zeit nicht mehr als 24 Schüler. Aurobindo entschied im Dezember des gleichen Jahres, sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Er übertrug die volle Verantwortung für den Ashram auf Mira Alfassa, die er mit der Göttlichen Mutter identifizierte.
1927 zogen Sri Aurobindo und „Die Mutter“ in die Rue Francois Martin, wo sie für die restliche Zeit ihres Lebens blieben. Im Jahr 1928 zählte der Ashram rund 80 Mitglieder, davon nur wenige Kinder. Erst ab 1940 stieg die Zahl der Einwohner weiter merklich an und es wurden auch immer mehr Eltern mit Kindern aufgenommen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs wandten sich Aurobindo und Mira Alfassa entschieden gegen Hitler und den Nationalsozialismus, hinter denen sie zutiefst unmenschliche Kräfte und die Mächte des Bösen sahen, „deren Sieg die Versklavung der Menschheit an die Tyrannei des Bösen bedeutet hätte und einen Rückschritt auf dem Weg der Evolution, und besonders der spirituellen Evolution der Menschheit, der nicht nur zur Versklavung Europas, sondern auch von Asien und damit von Indien führen würde ...“ (Aurobindo). Da es nach Aurobindos Ansicht um eine Verteidigung der Zivilisation ging, trat er für die Alliierten ein, obschon Indien damals von England beherrscht wurde. Er erhoffte sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine Ära von Frieden und Eintracht unter den Nationen.
Sri Aurobindo sah es als seine Aufgabe an, das „Supramentale“[3] in das Erdbewusstsein herabzubringen oder diese Herabkunft zumindest zu ermöglichen.
Nach 1945 entwickelten Aurobindo und Mira Alfassa Pläne für eine internationale Sri-Aurobindo-Universität und konzipierten das Modell einer zukunftsorientierten Stadt geistiger Freiheit, die eine Heimat für Menschen aus aller Welt sein sollte, die ein Leben des Friedens und der bewussten Selbstentwicklung führen wollen.
Aurobindo verstarb im Dezember 1950 nach kurzer Krankheit in dem zu Französisch-Indien gehörenden Pondichéry. Zu dieser Zeit lebten im Ashram ca. 800 Menschen.
Am 29. Februar 1956, dem "Goldenen Tag", hatte Mira Alfassa nach eigenen Berichten während einer Meditation auf dem Ashram-Sportplatz eine innere Erfahrung, welche für sie das Ereignis der "Supramentalen Manifestation auf Erden" symbolisierte. In dieser Vision sah sie, wie sie einem massiven goldenen Tor gegenüberstand, das die Welt vom Göttlichen trennte. Dann zertrümmerte sie das Tor mit einem einzigen Schlag, woraufhin das supramentale Licht und die supramentale Kraft in einem beständigen Fluss auf die Erde herabströmten.[4] Mira Alfassa stellte jedoch klar, dass es weiterhin große Widerstände in der Welt gebe und dass daher künftig keine plötzlichen Wunder zu erwarten seien, aber doch ein beschleunigter und stabilisierter evolutionärer Prozess möglich sei.
Auf Anregung von Paul Richard begann Sri Aurobindo 1914 die philosophische Zeitschrift Arya herauszugeben. In dieser 64 Seiten starken Monatszeitschrift veröffentlichte er die nächsten sechs Jahre die meisten seiner bedeutenden Werke in Folgen. Diese Werke sind : The Life Divine ( Das Göttliche Leben), The Synthesis of Yoga ( Synthese des Yoga), Essays on the Gita (Essays über die Gita), The Secret of The Veda (Das Geheimnis des Veda), Hymns to the Mystic Fire, The Upanishads, The Foundations of Indian Culture (Die Grundlagen der Indischen Kultur), War and Self-determination (Heraklit; Krieg und Selbstbestimmung), The Human Cycle (Zyklus der menschlichen Entwicklung), The Ideal of Human Unity (Das Ideal einer geeinten Menschheit) und The Future Poetry (Die Dichtung der Zukunft). Bevor sie in Buchform erschienen, wurden einige dieser Titel von Sri Aurobindo überarbeitet.
Nach dieser intensiven Arbeitsphase gab es außer einigen Gedichten und Aufsätzen nur noch ein literarisches Werk, sein rund 24.000 Verse beziehungsweise Zeilen umfassendes, episches Gedicht Savitri, an dem er bis zu seinem Lebensende arbeitete und das weltweit als umfangreichstes episches Werk in englischer Sprache gilt. Viele Äußerungen Sri Aurobindos machen deutlich, dass er "Savitri" für sein wichtigstes Werk hielt. Nirodbaran hat in seinem Buch "Zwölf Jahre mit Sri Aurobindo" ausführlich die Entstehungsgeschichte des Epos beschrieben und dargelegt, wie Sri Aurobindo den Text mit viel Zeitaufwand immer neu redigiert und verbessert hat.
Auch die Mutter sah "Savitri" als seine bedeutendste literarische Schöpfung an. Sie sagte:„Lies ein paar Zeilen, und das genügt, um einen Kontakt mit deinem innersten Wesen herzustellen... Sri Aurobindo hat das ganze Weltall in ein einziges Buch gepackt. Alles ist darin, Mystik, Okkultismus, Philosophie, die Geschichte der Evolution, die des Menschen, der Götter, der Schöpfung, der Natur, wie die Welt geschaffen wurde, warum, zu welcher Bestimmung. Alle Geheimnisse, die der Mensch besitzt, und auch alle, die in der Zukunft auf ihn warten, sind in den Tiefen von Savitri zu finden....“[5]
Das zugrundeliegende Motiv des Epos ist eine gleichnamige Legende aus dem Mahabharata: Die Prinzessin Savitri heiratet den Prinzen Satyavan, obwohl der Götterbote Narada ihr sagt, dass ihr Gemahl in genau einem Jahr sterben werde. Als der Zeitpunkt gekommen ist und der Todesgott Yama erscheint, fordert Savitri ihn in einem mutigen Dialog heraus und erreicht schließlich, dass Yama Satyavans Seele wieder freigibt.
Sri Aurobindo greift diese Legende auf und unterlegt sie als Grundmotiv seinem Epos, welches in großen Teilen eine Beschreibung seiner eigenen spirituellen Erfahrungen darstellt und in dichterischer Form sein Anliegen einer Transformation des Lebens behandelt. Im Verlaufe dieser Transformation sollen, nach seiner Vision, die Kräfte der Unwissenheit und des Todes überwunden und in Kräfte des Lichts und des Lebens verwandelt werden. Aber Sri Aurobindo spricht in dem Epos auch viele weitere Themen an aus dem Bereich von Religion, Mythologie, Geschichte, Philosophie und traditionellen Yoga-Wegen.
"Savitri" wurde in Blankvers geschrieben, d.h. ohne Reim, aber mit einem bestimmten "mantrischen" Rhythmus, wie Sri Aurobindo es nannte. Es liegen zwei vollständige deutsche Übersetzungen (von Peter Steiger und Heinz Kappes) des teils sehr schwierigen englischen Originaltextes vor.
Nach seinem vollkommenen Rückzug aus der Öffentlichkeit ab 1926 unterhielt er eine umfangreiche Korrespondenz mit seinen Schülern. Ein Teil seiner mehr als tausend Briefe wurde später in drei Bänden, genannt Letters on Yoga (Briefe über Yoga), veröffentlicht.
Sri Aurobindo hat fast all seine Werke in englischer Sprache verfasst. Während der Zeit seiner politischen Tätigkeit schrieb er auch eine Reihe von Artikeln in Bengali, hinzu kommen einige wenige Texte auf Sanskrit. Seine englischen Werke enthalten zahlreiche Sanskrit-Begriffe und Sanskrit-Zitate (insbesondere aus der Bhagavad Gita), zu deren Erklärung der Sri Aurobindo Ashram 1978 ein Glossar ("Glossary of Terms in Sri Aurobindo's Writings") herausgab.
Seine Hauptwerke wurden später in viele Sprachen übersetzt, in indische Sprachen wie Hindi, Bengali, Oriya, Gujarati, Marathi, Sanskrit, Tamil, Telugu, Kannada und Malayalam, aber auch in Französisch, Deutsch, Italienisch, Holländisch, Spanisch, Chinesisch, Portugiesisch, Slowenisch und Russisch. Viele seiner Arbeiten sind auch online in russischer Übersetzung erhältlich. Für den deutschsprachigen Raum sind seit 1972 die englischen Hauptschriften Sri Aurobindos nach und nach (beginnend mit "Die Synthese des Yoga") durch den 1988 verstorbenen früheren Leiter des deutschsprachigen Zweigs der Internationalen Sri-Aurobindo-Gesellschaft, den Pfarrer i.R. Heinz Kappes, Karlsruhe, ins deutsche übersetzt und in Zusammenarbeit mit dem Verlag Hinder + Deelmann, Bellnhausen über Gladenbach (Hessen), in Buchform publiziert worden.
Aurobindos Lehre geht – nach seiner eigenen Aussage – über das Wissen der Vergangenheit hinaus. In seinen Anfängen war Aurobindo vor allem durch die Bhagavad Gita beeinflusst.[6] Zu einem späteren Zeitpunkt analysierte und kommentierte er die Bhagavadgita, die Upanishaden und den Veda. So sehr er auch die spirituelle Vergangenheit von Indien schätzte, erkannte er doch, dass spirituelles Wissen niemals für alle Zeiten festgelegt sein kann. Die geistige Entwicklung der Menschheit sah er als einen fortdauernden Prozess an. Er begründete diese Aussage mit der Bemerkung, dass die Entdeckung der Wahrheit ein unendlicher Vorgang sei, der es notwendig mache, dass Personen zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Erkenntnisse haben. Sri Aurobindo verstand es als seine Aufgabe, der Menschheit einen neuen Weg aufzuzeigen, der bis dahin blockiert war. Ziel seiner eigenen Entwicklung war es demnach, das Supramentale Bewusstsein für den Menschen erreichbar zu machen (siehe: Bewusstseinsebenen). Er selbst sagte, dass er das Wesentliche der alten Yoga-Wege in seine Lehre aufgenommen habe, sein Standpunkt, seine Ziele und die Ganzheit seiner Methode aber neu seien. Christliche Gottesvorstellungen nehmen in der Lehre Aurobindos nur einen geringen Platz ein. </br> Er selbst bezeichnete seine Lehre als reinen Monismus.
Die phänomenale Welt, die der Mensch täglich erlebt, sei eine Selbstmanifestation des Ewigen; sie sei nicht so sehr Maya, eine Scheinwelt oder ein Trugbild, dem der Mensch in ein Nirvana entfliehen müsse, sondern sie sei real, wiewohl sie jedoch nicht die gesamte Realität umfasse. Das göttliche Wesen wohne im tiefsten Wesen des Menschen. Das Verhältnis von Absolutem und Relativem wird also nicht als Gegensatz angesehen, sondern als Identität in der Verschiedenheit. Die Antwort auf die Frage, weshalb das Eine die Vielheit wurde, warum das in Brahman integrierte Universum transformiert wurde, sucht Aurobindo im Göttlichen Spiel, das auch als lila bezeichnet wird. Desintegration und Umwandlung sieht er als den notwendigen Ausdruck von Brahmans wesentlicher Macht.
Das Ziel des integralen Yoga ist eine schrittweise Vereinigung mit dem Göttlichen und, verbunden damit, dessen wachsende Offenbarung in allen Bereichen des menschlichen Lebens.
"In die Wahrheit und die Macht des Geistes hineinzuwachsen und durch das direkte Handeln jener Macht ein rechtes Strombett zu werden, durch das jener sich selbst ausdrücken kann, ein Leben des Menschen in Gott und ein göttliches Leben des Geistes in der Menschheit, - das ist darum das Prinzip und das ganze Ziel eines integralen Yoga der Selbstvollendung."[7]
Laut Aurobindo genügt es nicht, wenn die Seele aufsteigt und sich mit dem Göttlichen vereint, oder der Geist im Nirvana aufgeht. Ein Aufstieg zum Göttlichen allein kann nicht das Ziel sein; eine Herabkunft des Göttlichen in die Welt muss folgen. Damit aber die Welt transformiert werden könne, dürfen keine Stufen des Weges übersprungen werden. Nur wer die Stufen der gesamten Leiter gehe, also alle Persönlichkeitsanteile bewusst dem Göttlichen zuwende, könne auch wieder den Weg zurückkehren und das Göttliche in die Welt bringen.
Eine wesentliche Rolle bei der Erlangung dieses Ziels spielt das "psychische Wesen", der Funken des Göttlichen im Menschen, die individuelle Seele, die seine Evolution von Leben zu Leben unterstützt.[8]
→ Hauptartikel mit zugehöriger, weiterführender Literatur: Integraler Yoga
Der integrale Yoga ist die praktische Anwendung von Aurobindos Philosophie. Es handelt sich jedoch nicht um eine Form des Yoga mit fest definierten Übungen wie z.B im Hatha Yoga. Wesentlicher als Asanas ist nach Aurobindo die vollkommene Hingabe, in der der Übende oder Sadhak alle seine Handlungen, Worte und Gedanken dem Göttlichen widmet. Dieser Yoga heißt integral, weil die traditionellen Disziplinen Jnana Yoga, Karma-Yoga und Bhakti Yoga miteinander verknüpft werden [9]. Integral sei er aber auch deshalb, weil er die Welt nicht ablehnt oder überwinden will, sondern sie mit dem Göttlichen zu durchdringen sucht. Dazu müssen alle Wesensteile des Menschen umgewandelt und von der göttlichen Shakti erfüllt werden. </br>
Über und hinter diesen Ebenen steht nach Aurobindo das "Zentrale Wesen", der Antaratman. In seinem Aspekt als ewiges Selbst, über den drei Ebenen stehend, wird er Jivatman genannt. Hinter Mental, Leben und Körper stehend und deren Evolution fördernd, wird er als psychisches Wesen bezeichnet.
Letztlich kann nur das Göttliche selbst diese Umwandlung bewirken, was ein Zurücktreten des Individuums voraussetzt.
Nur mit letzterer könne die vollständige Transformation von Körper, Leben und Geist beginnen.
Die Bewusstseinsebenen: in Aurobindos Stufenmodell gibt es verschiedene geistige Ebenen:
Chakren oder Zentren: die zentralen Begriffe in Aurobindos yogischer Psychologie lassen sich zum traditionellen Chakra-System des Tantra in Beziehung setzen. Aurobindos Yoga unterscheidet sich jedoch dadurch, dass sein Weg - etwas verallgemeinert - von oben nach unten die Chakren langsam entwickelt, und nicht von unten nach oben wie im klassischen Kundalini-Yoga.
Die Psychische Transformation: nach Aurobindo steht die Seele (das Psychische Wesen) hinter der Persönlichkeit des Menschen. Sie ist der Träger von Körper, Leben und Mental. Es ist deshalb die Aufgabe des Sadhaks, die Kräfte des Körpers, des Vitalen und Mentalen unter den seelischen Einfluss zu bringen und nach und nach sich immer mehr dem Psychischen Wesen zu überantworten.
Die Bedeutung der Tat: Sri Aurobindo fordert in seinem Yoga ein Tätigsein für den Ishvara, den Herrn der Schöpfung, in der Welt. Die Tat soll ohne Anhaften an den Erfolg und in vollkommener Gelassenheit erfolgen. In einer letzten Stufe sollen die Handlungen des Sadhak ganz und gar den göttlichen Willen ausdrücken.
Nach Aurobindo soll das jetzige, mentale Bewusstsein der Menschheit nicht die letzte Stufe der Evolution sein. Ähnlich wie in der Vergangenheit über das vitale Bewusstsein des Tieres hinaus das mentale Bewusstsein durch den Menschen in der Evolution auftauchte, soll in der Zukunft ein nunmehr das mentale Bewusstsein des Menschen überschreitendes, neues Bewusstsein möglich sein, das er als Wahrheitsbewusstsein oder Supramentales Bewusstsein bezeichnete. Er sah es als seine eigentliche Lebensaufgabe an, dieses Supramentale Bewusstsein zur Erde herabzubringen oder wenigstens für die Zukunft zu ermöglichen.[11]
Das Supramental stellt laut Aurobindo einen Bereich zwischen der höheren Triade, Sat – Chit – Ananda (‚Sein‘ – ‚Bewusstsein‘ – ‚Seligkeit‘), die Kennzeichen des Brahman sind, und der niederen Triade, Mental – Vital – Physis (‚Geist‘ – ‚Leben, Emotionen‘ – ‚Körper‘) dar.
Das Supramental soll alle Gegensätze in sich vereinen und ein inneres Wissen um alle Dinge besitzen. Aurobindo postuliert eine Supramentalisierung allen Lebens auf der Erde, die die nächste Stufe der Evolution darstelle. Das Supramental würde sich seine eigenen Instrumente im Menschen und auf der Welt schaffen, doch dafür sei ein Streben des Menschen zum Göttlichen hin notwendig. Die Konzeption eines geeigneten Instrumentes auf der Ebene des Menschen bezeichnete Aurobindo als Übermensch.
Zukünftiger Träger und Instrument eines dem Supramental geöffneten Bewusstseins nach Aurobindo soll der »Übermensch« sein, der mittels des Superminds als individualisiertes supramentales Bewusstsein der über dem Mental liegenden supramentalen Bewusstseinssphäre Ausdruck verleiht. In seiner Zeitschrift Arya veröffentlichte Aurobindo 1920 einen Artikel mit dem Titel Der Übermensch: dort stellte er dem Übermensch Nietzsches seine Darstellung und Konzeption eines Übermenschen (engl. superman) der »integralen Selbsttranszendenz« gegenüber, der »in Einheit mit aller Welt lebt und alle Dinge akzeptiert, um sie zu verwandeln.« Wichtig dabei sei es, die eigenen egoistischen Instinkte zu überwinden. Gelinge das, würde der transzendente Mensch Wissen nicht durch mühsame, mit Irrtum verbundene Forschung ausschließlich durch den Verstand erwerben, sondern durch Identität erlangen; er würde somit die Gesetzmäßigkeit im Handeln der anderen Lebewesen unmittelbar erlebend erkennen und sie von innen heraus verstehen. Aus diesem Verständnis wachse dann Mitgefühl, weil er in ihnen auch einen Teil von sich selbst erkenne.
Aurobindo verurteilt eindeutig die im III. Reich propagierte Vorstellung eines 'Herrenmenschentums' über 'Untermenschen'. Die Frage, wie das Zusammenleben zwischen »Übermenschen« und anderen Menschen funktionieren und gestaltet werden soll, beantwortet er allerdings nicht.
1952 gründete Mira Alfassa in Puducherry das Sri Aurobinhdo International University Centre, das 1959 umbenannt wurde in Sri Aurobindo International Centre of Education.
1956 gründete Mira Alfassa gemeinsam mit dem Inder Surendranath Jauhar den Sri Aurobindo Ashram in Delhi.
1968 gründete Mira Alfassa das Stadtprojekt Auroville als Ausweitung des Sri Aurobindo Ashrams in Puducherry. Der renommierte Pariser Architekt Roger Anger leitete die Stadtplanung.
2008 Abschluss der Arbeiten am Matrimandir, dem spirituellen Zentrum Aurovilles.
In einigen Ländern bestehen Zweigorganisationen der in Puducherry beheimateten Sri Aurobindo Society. Die Praxis des Integralen Yogas ist auch Thema des weltweiten Auroville International Netzwerkes. In Europa sind derzeit AVI Center in Spanien, Italien, Großbritannien, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Deutschland, Schweden, Norwegen und Russland.
Der Musiker und Künstler Michel Montecrossa (früher Michel Klostermann) gründete am 15. August 1978 Mirapuri als "europäische Friedensstadt" in Norditalien und einige Jahre später Miravillage in Gauting bei München als erste Zweigstelle von Mirapuri. Beide Orte werden rechtlich durch den eingetragenen Verein der Mirapuri Freunde vertreten. Mirapuri gründet sich auf das Werk von Sri Aurobindo und Mira Alfassa und ist ein Lebensgemeinschafts- und Stadtprojekt in Norditalien.</br> Mirapuri ist eine sich demokratisch und freiheitlich-ökologisch selbstgestaltende Gemeinschaft mit dem Anliegen einen konkreten Beitrag zur Verwirklichung des humanistisch-spirituellen Ideals des menschlichen Geeintseins zu leisten. In Mirapuri gibt es keine autoritär-hierarchischen Strukturen. Entscheidungen werden mehrheitlich getroffen. Es gibt sowohl Privat- als auch Gemeinschaftsbesitz. Unternehmen und Arbeitsbereiche werden von sowohl rechtlich als auch finanziell unabhängigen Personengesellschaften geführt. Der Zusammenhalt der Gemeinschaft ist rein ideell. Es gibt keine rechtlichen Verpflichtungen außer denen, die im jeweiligen Land (Italien und Deutschland) allgemein gültig sind.</br> Mirapuri und Miravillage sind heute die beiden größten Zentren in Europa für das Studium und die Anwendung des Integralen Yoga. Beide Plätze kann man jederzeit besuchen. Das Gesamtwerk von Sri Aurobindo und Mira Alfassa steht der Öffentlichkeit in Form von Büchern, Filmen, Tondokumenten uneingeschränkt zur Verfügung. Mirapuri und Miravillage organisieren auf dieser Basis während dem ganzen Jahr eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen, die im Geiste der Völkerverständigung und der Friedensförderung Plattformen für Kunst, Wissenschaft, Philosophie und moderne Bewusstseinsforschung sind. Im praktischen Leben von Mirapuri und Miravillage werden diese Ziele durch selbstständig geführte Betriebe unterstützt, die in den Bereichen Multimedia, Druck, Verlag, Film- und Videoproduktion, erneuerbare Energien, ökologisches Bauen, angewandte Umwelttechnologien, Landwirtschaft, Wellness, Gastronomie, Erholung und Fortbildung tätig sind.
Neben Gruppen, die sich im engeren Sinne auf Sri Aurobindo beziehen, werden Aurobindos Impulse und Erkenntnisse zunehmend auch von anderen Denkern und Schulen aufgenommen und auch in akademische Bereiche integriert. Sie spielten u.a. eine inspirierende Rolle für die Entwicklung der integrierten Sozialökologie durch Rudolf Bahro und Maik Hosang.
Aurobindo war ein (anfangs revolutionärer) Kämpfer für die indische Unabhängigkeit und als solcher indischer Nationalist. In seinen Veröffentlichungen trat er unter anderem für den Boykott ausländischer Waren, für passiven Widerstand und Nicht-Zusammenarbeit ein. Auch als Philosoph und Guru war er Nationalist: er forderte eine »nationale Erziehung«, sah die Nationen als natürliche Organisationsformen der Menschen an und sprach jeder Nation eine Seele zu. Dass sich Konflikte in den Menschen als Kriege zwischen Nationen manifestieren, fand er in der Natur des Menschen liegend und unabdingbar – solange nicht alle Menschen Erleuchtung erlangt haben.
Er hegte bereits damals eine große Verehrung für Deutschland als Kulturnation und las einige der deutschen Klassiker im deutschen Original. Dieses Interesse veranlasste ihn, sich in seinem während des Ersten Weltkriegs begonnenen und nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeiteten Buch The Human Cycle (dt. 1952 als Der Menschliche Zyklus) nunmehr sehr eingehend und kritisch mit dem deutschen Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, dessen Entwicklung er sehr genau verfolgt und dessen Gefahrenpotential er ebenso genau beschrieben hatte. Dieser habe zwar auch die Subjektivierung zum Ziel gehabt – ein zentraler Begriff in Aurobindos Philosophie –, sei aber beim Streben danach vom rechten Weg abgekommen und habe ihn in sein Gegenteil verkehrt. Außer Aufrufen an die indische Bevölkerung und Politiker für finanzielle Unterstützung der Engländer bei ihren Verteidigungs- und Kriegskosten unternahm er alle in seinen Kräften stehenden Anstrengungen, die Alliierten in ihrem Kampf gegen den Hitler-Faschismus zu unterstützen [12].
Die Nobelpreisträgerinnen Gabriela Mistral und Pearl S. Buck schlugen Sri Aurobindo 1950 für den Literatur-Nobelpreis vor und erklärten, Sri Aurobindo sei einer, „der zu der Familie der Seher und Weisen der Welt gehört“.
Rabindranath Tagore schrieb nach einer Begegnung, Aurobindo habe „die Seele gesucht und gefunden“. Er nannte ihn ferner einen „Hindu-Seher“, und man warte darauf, das „Wort“ von ihm zu empfangen.
Der französische Dichter Romain Rolland erklärte, Sri Aurobindo sei „der größte Interpret Indiens“, der die vollkommenste Synthese realisiert habe, welche das Genie des Westens und des Ostens wohl überhaupt erreichen könne.
Die Philosophen Jean Gebser und Ken Wilber sind von Aurobindo inspiriert worden.
In einem Interview mit der Zeitschrift Auroville Today erklärte der Dalai Lama im Dezember 1994, bei einer Begegnung mit der Mutter im Jahr 1973 habe eine bedeutungsvolle Atmosphäre geherrscht, er habe mit ihr über die Zukunft seines Landes gesprochen. Über Auroville sagte er, die umfassenden Erfahrungen, die dort mit der Aufforstung gewonnen worden seien, könnten vielleicht eines Tages auch für eine Hochgebirgsregion wie Ladakh oder Tibet genutzt werden. Er würdigte den Gemeinschaftssinn und die Vision der Aurovillaner ebenso wie deren „klare Akzeptanz des Wertes spiritueller Dinge“. Man habe dort eine gute Synthese von praktischem Fortschritt und Spiritualität gefunden. Das Schulsystem in Auroville sei ein „wunderbares Experiment“.[13]
Hauptwerke
Anthologien
Aphorismen
Übersetzungen
Autobiographische Aufzeichnungen
Titel Deutsch-Sanskrit
Biografische Darstellungen
Entwicklung des Menschen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ghose, Aurobindo |
| ALTERNATIVNAMEN | অরবিন্দ ঘোষ (bengalisch); Sri Aurobindo; Arabinda Ghoṣ (Transliteration); Arabinda Ghosh (Transkription) |
| KURZBESCHREIBUNG | indischer Politiker, Philosoph, Yoga-Meister und Guru |
| GEBURTSDATUM | 15. August 1872 |
| GEBURTSORT | Kolkata |
| STERBEDATUM | 5. Dezember 1950 |
| STERBEORT | Puducherry |