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Der Böhmische Löwe ist in der Heraldik als gemeine Figur ein Wappentier mit eigenem Namen. Er ist nach seinem Hauptverbreitungsgebiet Böhmen im heutigen Tschechien benannt.
Inhaltsverzeichnis |
Der besondere Unterschied zu den anderen Löwen in der Heraldik ist seine Doppelschwänzigkeit, die sonst nicht häufig ist. In einigen Wappen ist er gegengewendet, das heißt seine Blickrichtung ist nach heraldisch links. Auch ist er als verkappter Löwe aus dem Wappen von Aussig bekannt.
In Böhmen nahm er seinen Anfang in den Wappen verschiedener Herrscher und verbreitete sich in vielen Wappen mit der Erweiterung des böhmischen Einflussgebietes. Beispiele sind Görlitz, Löbau, Plech und Spremberg. Löbau kann den Löwen bereits auf einem Siegel von 1254 nachweisen, dennoch war er schon 1249 im Wappen vom König Ottokar II. Im Wappensaal vom Wenzelschloss in Lauf an der Pegnitz befindet sich ein Wappen mit diesem Löwen, was die ehemalige Größe des Herrschaftsbereiches demonstriert. Die Zweischwänzigkeit ist ab 1248 dokumentiert[1].
Im Staatswappen von Tschechien nimmt er einen gebührenden Platz ein, da er, wie auch z. B. der Mährische Adler zu den nationalen Symbolen zählt. Auch im Wappen der Tschechoslowakei fand er sich.
ehemaliges Königreich Böhmen
České Budějovice (Budweis)
Dvůr Králové (Königinhof)
Jihlava (Iglau)
Hostomice (Hostomitz)
Hradec Králové (Königgrätz)
Karlovy Vary (Karlsbad)
KolÃn (Kolin)
Kostelec nad Orlicà (Adlerkosteletz)
Kutná Hora (Kuttenberg)
Litoměřice (Leitmeritz)
MÄ›lnÃk (Melnik)
Slaný (Schlan)
Slavkov (Austerlitz)
Ústà nad Labem (Aussig)
Bystrzyca Kłodzka (Habelschwerdt)
Legnica (Liegnitz)
Kłodzko (Glatz)
Wrocław (Breslau)