Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen

Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
Vorsitzende Logo
Monika Düker und Sven Lehmann[1]
 
Logo Bündnis 90 Die Grünen grün.svg
Basisdaten
Gründungsdatum: 16. Dezember 1979[2]
Gründungsort: Hersel
Vorsitzende: Monika Düker und Sven Lehmann[1]
Stellvertreter: Irene Mihalic
Clara Deilmann
Janosch Dahmen
Harald Grünau[1]
Schatzmeister: Jo Schroers
Landesgeschäftsführerin: Sabine Brauer
Mitglieder: 12.524 (Stand: Juli 2011)[3]
Website: www.gruene-nrw.de/

Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen ist ein Landesverband der Bundespartei Bündnis 90/Die Grünen. Vorsitzende sind Monika Düker und Sven Lehmann.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Die Grünen sind in Nordrhein-Westfalen in 53 Kreisverbänden organisiert. Sie haben rund 300 Ortsverbände.

Geschichte

Anfänge

Am 16. Dezember 1979 um 17.10 Uhr gründete sich in Hersel bei Bonn der Landesverband der nordrhein-westfälischen Grünen. Sie entstanden in Nordrhein-Westfalen aus der Ökologie-, der Friedens- und der Frauenbewegung. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten unter anderem Frank Asbeck, Petra Kelly, Gert Bastian, Wilhelm Knabe sowie auch der spätere NRW-Bauminister Michael Vesper.

Mit der Gründung der Landespartei war es möglich zu der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 1980 anzutreten. Für den Einzug in den NRW-Landtag reichte es mit den 3,0 % der abgegebenen Stimmen aber nicht.

Vier Jahre später erhielten sie bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen 1984 landesweit 9,1 % der Stimmen. Etwa 1.300 Mandate in Stadt- und Gemeinderäten, Bezirksvertretungen und Kreistagen wurden nun von Grünen wahrgenommen. Damals hatte die Partei 8.000 Mitglieder.

1990er und Regierungsbeteiligung

Im Jahr 1990 zogen die NRW-Grünen – mit 5,0 % denkbar knapp – in den Düsseldorfer Landtag ein. Die ersten fünf Jahre betrieben die 12 Abgeordneten der GRÜNEN Oppositionspolitik gegen die SPD-Alleinregierung im Land. Fünf Jahre später konnten sie mit 10 % der Stimmen und einer doppelt so großen Fraktion die absolute SPD-Mehrheit brechen und damit den Weg für eine rot-grüne Koalition freimachen. Bis zu den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen 2005 gab es dann in Düsseldorf zwei aufeinanderfolgende Rot-Grüne Koalitionen. Vertreten wurde die rot-grüne Landesregierung auf Grüner Seite durch die ehemaligen Vorstandsmitglieder der ersten Landtagsfraktion Bärbel Höhn (Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) und Michael Vesper (Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport). Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 erhielt die Partei 6,2 % der Stimmen. 2000 hatten sie noch 7,1 % erhalten.

Abermalige Opposition

Sylvia Löhrmann stellt sich in einer Straßenbahn der Presse

Seit dem Verlust der rot-grünen Mehrheit bei den Landtagswahlen 2005 sind die Grüne Partei und die Fraktion (11 Abgeordnete) erneut in die Oppositionsrolle zurückgekehrt. Seit 2008 ist ein Mitgliederzuwachs zu beobachten.

Erneute Regierungsbeteiligung

Bei der Landtagswahl 2010 erreichte die Partei mit Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann 12,1 % der Zweitstimmen und konnte 23 Mandate erringen. Nach der Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung unter der SPD-Spitzenfrau Hannelore Kraft wurde Löhrmann zur stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung ernannt. Daneben wurden Barbara Steffens als Gesundheitsministerin und Johannes Remmel als Umweltminister vereidigt.

Während der Regierungszeit erreichte der Landesverband einen Mitgliederrekord.

Wahlen

Landtagswahlergebnisse
Landtag Nordrhein-Westfalen 11. Mai 1980 3,0 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 12. Mai 1985 4,6 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 13. Mai 1990 5,0 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 14. Mai 1995 10,0 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 14. Mai 2000 7,1 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 22. Mai 2005 6,2 %
Landtag Nordrhein-Westfalen 9. Mai 2010 12,1 %[4]
Kommunalwahlergebnisse
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1984 8,2 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1989 8,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1994 10,2 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 1999 7,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2004 10,3 %
Gemeinderäte Nordrhein-Westfalen 2009 12,0 %
Bundestagswahlergebnisse
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1980 1,2 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1983 5,2 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1987 7,5 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1990 4,3 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1994 7,4 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 1998 6,9 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2002 8,9 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2005 7,6 %
Bundestagswahl Nordrhein-Westfalen 2009 10,1 %
Landesergebnisse bei Europawahlen
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1979 3,0 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1984 8,0 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1989 7,9 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1994 11,2 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 1999 7,1 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2005 12,6 %
Europawahl Nordrhein-Westfalen 2009 12,5 %

Einzelnachweise

  1. a b Der neue Landesvorstand - Neuss 2010. Neuss2010.gruene-ldk.de (26. März 2010). Abgerufen am 20. Juni 2010.
  2. www.gruene-nrw.de: Archiv, abgerufen am 18. Mai 2010
  3. Vor Ort - Die Grünen NRW. Gruene-nrw.de. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  4. vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2010, Innenministerium NRW
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.