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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Höhe: | 233 m ü. NN | |
| Fläche: | 35,66 km² | |
| Einwohner: |
17.063 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 478 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79189 | |
| Vorwahl: | 07633 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 006 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Basler Straße 30 79189 Bad Krozingen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ekkehart Meroth | |
| Lage der Stadt Bad Krozingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
Bad Krozingen ist eine Stadt und ein Kurort im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Krozingen liegt im Breisgau, etwa 15 km von Freiburg im Breisgau und 45 km von Basel entfernt. Die Stadt bildet gemeinsam mit Staufen im Breisgau ein Mittelzentrum. Im Markgräflerland gelegen, ist Bad Krozingen von Maisfeldern umgeben. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Neumagen, der auf dem Stadtgebiet in die Möhlin mündet, die bei Breisach den Rhein erreicht.
Nachbargemeinden Bad Krozingens sind, von Norden aus im Uhrzeigersinn: Breisach am Rhein, der Freiburger Stadtteil Munzingen, Schallstadt, Ehrenkirchen, Staufen im Breisgau, Heitersheim, Eschbach und Hartheim.
Zu Bad Krozingen gehören die vor der baden-württembergischen Gemeindereform der 1970er Jahre selbstständigen Gemeinden Biengen, Hausen an der Möhlin, Schlatt und Tunsel. Die ehemaligen Gemeinden sind identisch mit den Ortsteilen der Stadt. Die vier Ortsteile Biengen, Hausen an der Möhlin, Schlatt und Tunsel sind Ortschaften mit Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender.[2]
Zu den Ortsteilen:[3]
Es gibt einige Funde (Vorratsgefäß und trapezförmiges Steinbeil), die darauf hinweisen, dass die Region schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. In der vorchristlichen Zeit und weit darüber hinaus war die Region von Kelten und Merowinger besiedelt. Gewann-, Fluss- und Ortsnamen wie zum Beispiel Neumagen, Möhlin, Kems, Tunsel, Belchen oder Rhein bezeugen dies bis auf den heutigen Tag. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. eroberten die Römer den heutigen Südwesten. Aus der folgenden Zeit fand man auf der Gemarkung Bad Krozingens u. a. die Überreste einer römischen Straßenstation, Teile von Töpfereien mit Brennöfen, einen röm. Brunnen und Fundamente mehrerer Gutshöfe. Ab dem 4. Jahrhundert waren die Alemannen hier sesshaft. Erstmals wurde Krozingen als „Scrozzinga“ im Jahr 808 n. Chr. in den Urkundenbüchern des Klosters St. Gallen erwähnt, vermutlich nach dem Geschlecht des alemannischen Adligen Crozzo genannt. Der Ort entstand aus dem alten Siedlungskern Oberkrozingen, Kems und Unterkrozingen als alemannische Siedlung am Übergang der Römerstraße Basel-Offenburg über den Neumagen.
Bis 1805 gehörte Krozingen zum vorderösterreichischen Breisgau und hatte wechselnde Ortsherren. Dann kam der Ort zu Baden.
Bei der Suche nach Erdöl, das im Oberrheingraben vermutet wurde, stieß man 1911 statt auf das erwartete Öl auf Thermalwasser, das für die Zukunft Krozingens als Kurort entscheidend sein sollte. Nach weiteren Bohrungen und dem Beginn eines Kurbetriebs wurde Krozingen im Jahre 1933 das Prädikat „Bad" verliehen. Ein modernes Kurhaus wurde 1959 fertig gestellt.
Im Zuge einer Verwaltungsreform in den 1970er Jahren wurden die damals selbständigen Gemeinden Biengen (am 1. Dezember 1972), Hausen an der Möhlin (am 1. September 1973), Schlatt (am 1. Januar 1973) und Tunsel (am 1. Januar 1974) nach Bad Krozingen eingemeindet. Vom aufgelösten Landkreis Müllheim kam die Gemeinde zum neu geschaffenen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Am 1. September 2005 wurde Bad Krozingen zur Stadt ernannt[4] – die Gemeinde war mit etwa 16.000 Einwohnern zur zweitgrößten Gemeinde des Landkreises geworden.
Siehe auch: Burg Dottighofen, Burg Tunsel
Der Gemeinderat besteht aus 26 gewählten Vertretern und dem Bürgermeister, der stimmberechtigter Vorsitzender ist.
Nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 ergab sich in Bad Krozingen bei einer Wahlbeteiligung von 46, 4 % (- 3,9) folgende Sitzverteilung:[5]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | + / - | Sitze | + / - |
| CDU | 44,0 % | - 5,0 | 12 | - 2 |
| SPD | 16,4 % | - 3,9 | 4 | - 1 |
| FDP / Freie Bürgerliste (FDP) | 18,8 % | + 3,0 | 5 | + 1 |
| Bad Krozinger Bürgerforum (KBF) | 20,8 % | + 5,9 | 5 | + 1 |
Mit der Gemeinde Hartheim besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.
In Blau über einer goldenen Weltkugel ein von Strahlen umgebenes goldenes Gottesauge. Das merkwürdige Wappenbild beruht auf einer allmählichen Umgestaltung und Umdeutung des alten Siegelbildes und Ortszeichens der Gemeinde. Das älteste bekannte Siegel, an einer Urkunde aus dem Jahre 1686 überliefert, zeigt innerhalb der Umschrift "Gemeinde Crotzingen" ein geometrisches Gebilde. Es stellt möglicherweise in vereinfachter Form einen Sester (Getreidemaß) dar. Dieses Zeichen begegnet einem in verschiedenen Varianten nicht selten als Dorfmarke und ist wohl auch hier als solche anzusehen. Eine Herleitung aus dem Rad im Wappen des Ortsadels ist ebenso unwahrscheinlich wie die Deutung als Armbrustebene mit einem aufgesetzten gestürzten Pfeil (Stadler) oder gar die Erklärung als über der Weltkugel schwebendes Gottesauge. Im 19. Jahrhundert kam die Deutung des Siegelbildes als Weltkugel und Gottesauge auf. Die Gemeinde beharrte auf diesen Symbolen und ihrer Deutung, als das Generallandesarchiv 1901 einen historisch begründeten Entwurf für ein neues Wassern vorlegte. 1921 wurde die bisher gebräuchliche Wappenzeichnung, in der das "Gottesauge" mit den üblichen Strahlen versehen ist, festgelegt.
Das Museum hat zwei Säle: im ersten ist ein geschichtliches Museum eingerichtet. Neben der Darstellung der Geschichte ab der Altsteinzeit ist ein Schwerpunkt der historische Hausbau, der anhand von Modellen dargestellt ist. Im zweiten Saal werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Das an der Bundesstraße 3 gelegene Museum ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Schloss befindet sich seit 1974 eine Sammlung von rund 50 historischen Tasteninstrumente, die der Cembalist Professor Fritz Neumeyer (1900 bis 1983) zusammengetragen hatte. Einige dieser Instrumente sind regelmäßig bei den Bad Krozinger Schlosskonzerten zu hören. Die Sammlung kann im Rahmen der Konzerte besichtigt werden.
Das Museum im Rathaus Biengen wurde nach zweijähriger Vorbereitung und viel ehrenamtlicher Arbeit im Juli 2005 eröffnet. Viele Bürgerinnen und Bürger arbeiten – unter dem Dach des Dorfvereins Biengen e. V. – ehrenamtlich und in ihrer Freizeit bei der Besucherbetreuung, der Zusammenstellung von Sonderausstellungen und bei den notwendigen Renovierungsarbeiten und Umbauten mit. Das Museum will einen Einblick geben in die Alltagsgeschichte der Menschen, die hier vor Generationen gelebt haben.
Gegenüber dem Rathaus befindet sich eine öffentliche Bibliothek (Mediathek). Der Medienbestand der Bibliothek umfasst etwa 25 000 Medien zu allgemeinen, gesellschaftlichen, kulturellen und naturwissenschaftlichen Themen.
Im Litschgihaus werden kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett, Theater oder Circus, Stand Up-Comedy, politisches Kabarett, Musik oder satirisches Theater, aber auch kulturelle Veranstaltungen allgemeiner Art angeboten. Zusätzlich gibt es dort eine kammermusikalische Reihe „Piano & Mehr“. Hier steht ein Bechsteinflügel im Mittelpunkt, der in unterschiedlichsten Kombinationen mit anderen Instrumenten, aber auch mit Gesang zur Geltung kommt.
Das JOKI wurde im Oktober 2002 gegründet. Erstmals steht seither im Kurort ein 35 mm-Projektor sowie eine große Leinwand zur Verfügung, die es ermöglichen, freitags und samstags aktuelle Kinofilme im Kinoformat zu zeigen.
Bad Krozingen liegt an der Rheintalbahn und hat einen Bahnhof, der im Taktverkehr von den Regionalzügen der Strecke Offenburg–Basel Badischer Bahnhof bedient wird. Außerdem zweigt hier die Münstertalbahn der SWEG nach Staufen und Münstertal von der Hauptstrecke der Deutschen Bahn ab.
Durch die Kernstadt führte die Bundesstraße 3, die den Kurort sehr belastete; sie ist seit dem Sommer 2009 als Umgehungsstraße angelegt. Beim Ortsteil Hausen befindet sich ein Anschluss an die Bundesautobahn 5, über den die benachbarten Großstädte Basel, Mülhausen und Freiburg sowie der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg gut erreicht werden können.
Am 31. Oktober 2003 wurde der Verein Bürgerbus Bad Krozingen unter Beteiligung vieler Bürger gegründet. Zunächst einmal ist ein Bürgerbus ein ganz normales öffentliches Verkehrsmittel, das nach Fahrplan auf einer konzessionierten Linie fährt. Das Besondere daran ist, dass nach dem Motto Bürger fahren für Bürger der Bürgerbus von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern gesteuert wird. Der Bürgerbus, ein Kleinbus mit acht Fahrgastplätzen, kann dort eingesetzt werden, wo gewerblicher Linienverkehr wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist. Dadurch kann er auch in nachfrageschwachen Bereichen oder - Zeiten die Mobilität der Bürger gewährleisten ohne übermäßige Kosten zu verursachen. Der eigentliche Betrieb wurde am 1. Juli 2004 aufgenommen. Im Augenblick sind drei Linien in Betrieb.
Mit der Erbohrung der ersten Thermalquelle 1911 begann die Entwicklung zum Kur- und Badeort. 1933 erhielt der Ort das Kurortprädikat „Bad“ und weitere Bohrungen folgten.[7] Im Laufe der Jahre entstand ein Gesundheitszentrum aus Vita Classica-Therme, Kur-Park, Reha-Kliniken, und Herzzentrum. Das Mineral-Thermalwasser ist je nach Becken zwischen 29 und 36 Grad Celsius warm und hat einen Mineraliengehalt von über 4.000 Milligramm pro Liter. Mit 2180 Milligramm Kohlensäure pro Liter besitzt das Wasser außerdem eine der höchsten Kohlensäurekonzentrationen weltweit.[8]
Bad Krozingen war Sitz des Dekanats Neuenburg des Erzbistums Freiburg. Seit 2008 ist dieses Bestandteil des Dekanats Breisach-Neuenburg, dessen Sitz ebenfalls in Bad Krozingen ist.
In Bad Krozingen existieren die folgenden Pfarrgemeinden:
Im Ort sind folgende evangelische Einrichtungen ansässig:
Über das Lokalgeschehen in Bad Krozingen berichtet die Wochenzeitung ReblandKurier. Außerdem gibt es noch eine Reihe weiterer Zeitungen, die in Bad Krozingen gelesen werden, etwa die in Freiburg im Breisgau täglich erscheinende Badische Zeitung. Das kostenlose Amtsblatt der Gemeinde, der „Stadtanzeiger“, wird wöchentlich an alle Haushalte verteilt.
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Schlosskonzerte (übers Jahr verteilt)
Seit 1950 wurde folgenden bereits verstorbenen Personen die Ehrenbürgerwürde verliehen:[10]
Au | Auggen | Bad Krozingen | Badenweiler | Ballrechten-Dottingen | Bötzingen | Bollschweil | Breisach am Rhein | Breitnau | Buchenbach | Buggingen | Ebringen | Ehrenkirchen | Eichstetten am Kaiserstuhl | Eisenbach (Hochschwarzwald) | Eschbach | Feldberg (Schwarzwald) | Friedenweiler | Glottertal | Gottenheim | Gundelfingen | Hartheim am Rhein | Heitersheim | Heuweiler | Hinterzarten | Horben | Ihringen | Kirchzarten | Lenzkirch | Löffingen | March | Merdingen | Merzhausen | Müllheim | Münstertal/Schwarzwald | Neuenburg am Rhein | Oberried | Pfaffenweiler | Schallstadt | Schluchsee | Sölden | Staufen im Breisgau | Stegen | St. Märgen | St. Peter | Sulzburg | Titisee-Neustadt | Umkirch | Vogtsburg im Kaiserstuhl | Wittnau