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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Euskirchen | |
| Höhe: | 434 m ü. NN | |
| Fläche: | 150,84 km² | |
| Einwohner: |
18.449 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53902 | |
| Vorwahlen: | 02253, 02257 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 66 004 | |
| LOCODE: | DE BML | |
| NUTS: | DEA28 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktstr. 11 53902 Bad Münstereifel | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alexander Büttner (CDU) | |
| Lage der Stadt Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen | ||
Bad Münstereifel ist eine Stadt im Kreis Euskirchen im Süden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Bad Münstereifel gilt als mittelalterliches Kleinod mit nahezu vollständig erhaltener restaurierter Stadtmauer. Neben den rund 6.000 Einwohnern im Kernort leben weitere rund 13.000 Einwohner in den dazugehörigen 51 Ortsteilen und Weilern. Bad Münstereifel ist Erholungsort, insbesondere für die Bewohner der Ballungsräume Köln, Bonn, Düsseldorf und Ruhrgebiet. Seit 1974 ist Bad Münstereifel „staatlich anerkanntes Kneippheilbad“.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Münstereifel liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Bonn und rund zehn (jeweils Luftlinie) südlich von Euskirchen im Münstereifeler Wald, einem Teil der Eifel, und wird von einem Abschnitt der Erft durchflossen. Es erstreckt sich auf rund 151 km² Fläche über Höhenlagen von 200 bis 586,1 m ü. NN. Letzteres ist die Höhe des Michelsbergs, der sich als höchste Erhebung des Stadtgebiets im Nordwestteil des Ahrgebirges (weiterer Teil der Eifel) erhebt.
Das Stadtgebiet ist zu rund 60 Prozent bewaldet, etliche Waldparzellen sind als sogenannte Urwaldparzellen ausgewiesen. Über 200 Kilometer ausgebaute Wanderwege erschließen die Mittelgebirgslandschaft, die in etwa 25 Kilometer Entfernung zum Nationalpark Eifel liegt.
Bad Münstereifel gehört zum Regenschattengebiet der Osteifel (im Lee der westlichen Hocheifel und Schneifel) und weist deswegen nur durchschnittliche Jahresniederschläge von 700–750 mm auf. Im Ort selbst herrscht eine jahresdurchschnittliche Lufttemperatur von 7,5–8,0 °C und eine Julitemperatur von ca. 15–16 °C. Die Länge der Vegetationszeit liegt bei 130–140 Tage. Der mittlere Beginn der Apfelblüte ist am 10. bis 20. Mai. Die Winterroggenernte beginnt am 29. Juli bis 8. August.
Arloff, Bergrath, Berresheim, Effelsberg, Eichen, Eicherscheid, Ellesheim, Esch, Eschweiler, Gilsdorf, Hilterscheid, Hohn, Holzem, Honerath, Houverath, Hummerzheim, Hünkhoven, Iversheim, Kalkar, Kernstadt Bad Münstereifel, Kirspenich, Kolvenbach, Kop Nück, Langscheid, Lanzerath, Lethert, Limbach, Lingscheiderhof, Mahlberg, Maulbach, Mutscheid, Neichen, Nitterscheid, Nöthen, Odesheim, Ohlerath, Reckerscheid, Rodert, Rupperath, Sasserath, Scheuerheck, Scheuren, Schönau, Soller,Vollmert, Wald, Willerscheid, Witscheiderhof (Verlinkungen siehe unten in der Navigationsleiste)
Folgende Gemeinden grenzen an das Stadtgebiet Bad Münstereifel; sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten, genannt: Nettersheim, Mechernich, Euskirchen, Rheinbach (alle Nordrhein-Westfalen) sowie Altenahr und Adenau (beide Rheinland-Pfalz)
Um 830 gründete der dritte Abt von Prüm, Markward, ein Tochterkloster, das er „Novum Monasterium“ nannte. 844 schenkte Papst Sergius II. dem Abt die Gebeine des römischen Märtyrerehepaars Chrysanthus und Daria. Danach gewann das Kloster durch rege Wallfahrtstätigkeit an Bedeutung und wurde kirchlicher Mittelpunkt des Eifeldekanates. König Zwentibold von Lothringen verlieh 898 dem Kloster das Markt-, Münz- und Zollrecht. Um die Klostermauern herum entstand eine Siedlung, vor dem Kloster entstand ein Markt. Im 12. Jahrhundert setzte sich ein neuer Name für die Siedlung durch, Monasterium in Eiflia. Das Kloster wurde in ein Stift umgewandelt. Um 1300 baute der Graf von Jülich die Burg und errichtete die Stadtbefestigung. 1356 wurde Münstereifel Sitz eines Gerichts und der städtischen Selbstverwaltung. Es entstanden Wollwebereien, Gerbereien und Brauereien. 1454 gab der Herzog von Jülich der Stadt eine Ratsverfassung. Dem Rat gehörten sieben Schöffen und sieben Ratsverwandte an, aus deren Mitte jährlich der Bürgermeister gewählt wurde. Nach 1600 wurde Münstereifel zu einer Stadt der Gegenreformation umgebaut. 1618 kamen die Kapuziner nach Münstereifel, die auf ihrem Klosterbezirk auch eine Tuchmanufaktur errichteten und damit neue Arbeitsplätze für die in Schwierigkeiten geratenen Wollweber schufen. 1625 nahmen die Jesuiten den Unterricht des St. Michael-Gymnasiums auf. Ihre Niederlassung wurde 1649 zum Kolleg erhoben; die Errichtung der Klostergebäude erfolgte zwischen 1652 und 1674, die der Jesuitenkirche von 1659 bis 1668; das Gymnasialgebäude wurde zwischen 1724 und 1727 errichtet. Ab 1657 ließen sich die Karmelitinnen in Münstereifel nieder. Ihr Klosterkomplex wurde 1769/70 erbaut. Das von den Jesuiten erbaute St. Michael-Gymnasium war die einzige höhere Schule zwischen Köln und Trier. Die Säkularisierung der Klöster und des Stifts um 1802 durch Napoleon bedeutete einen schweren Rückschlag für das wirtschaftliche Leben der Stadt, das durch zuletzt sieben Klöster und Kirchen mit insgesamt etwa 100 Priestern, Schwestern und Laienbrüdern geprägt wurde. 1815 fiel die Rheinprovinz an Preußen, Münstereifel verlor politisch und wirtschaftlich an Bedeutung. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte der Fremdenverkehr eine erneute Belebung der Wirtschaft. 1926 wurde Münstereifel Kneippkurort, seit 1967 heißt es „Bad“ Münstereifel. Als letzter Katholischer Orden ließen sich 2008 die Legionäre Christi (LC) in Bad Münstereifel nieder und übernahmen das ehemalige Ursulinen-Gymnasium als Apostolische Schule und Noviziat.
Von 1901 bis 1965 bestand an der Straße nach Iversheim die Firma Hettner, die Industriebohrmaschinen fertigte. Eine solche Maschine ist als Denkmal mittig im Kreisel der B51 aufgestellt.
Während des Zweiten Weltkrieges nutzte Adolf Hitler vom 10. Mai bis zum 6. Juni 1940 das zuvor ausgebaute Führerhauptquartier „Felsennest“ in Münstereifel-Rodert. Das Oberkommando des Heeres (OKH) hatte sein Quartier in einem Bunker- und Barackenlager um das Forsthaus Hülloch.
Am 1. Juli 1969 wurden die folgenden ehemaligen Gemeinden eingegliedert:
Arloff, Effelsberg, Eschweiler, Hohn, Houverath, Iversheim, Kalkar, Mahlberg, Mutscheid, Nöthen, Rupperath und Schönau. Die Gemeinden Hohn und Nöthen gehörten vorher dem Landkreis Schleiden an.
Gebietsteile der ehemaligen Gemeinden Holzmülheim (ebenfalls vorher im Landkreis Schleiden) und Kirchheim kamen ebenfalls hinzu.[2]
Die 38 Sitze des Stadtrats verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Wappenbeschreibung: „Geteilt von Gold und Rot, oben ein wachsender, rot bewehrter und bezungter schwarzer Löwe, unten ein goldener fünfstrahliger Stern.“
Wappenbedeutung: Münstereifel war eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Jülich, worauf der Jülicher Löwe im Wappen heute noch verweist. Der Stern ist ein Symbol für die Gerichtsbarkeit. Seit 1171 ist ein Schöffengericht urkundlich belegt, dem 1197 die Marktgerichtsbarkeit übertragen wurde. Aus diesem Schöffengericht entwickelte sich der Rat der Stadt. Erstmals bezeugt ist das Münstereifeler Wappen im Siegel der Münstereifeler Schöffen aus dem 14. Jahrhundert.
Siehe auch: Liste der Museen in Nordrhein-Westfalen, Liste deutscher Museen nach Themen
Die klassischen „Konzerte am Wallgraben“ sind weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Das „Kulturhaus theater 1“ steht als Kulturraum zur Verfügung. Dort finden Theateraufführungen für Kinder und Erwachsene statt. Der international bekannte Jazzmusiker und Professor für Musik Hans Peter Salentin konzertiert dort regelmäßig.
In nächster Umgebung der Stadt gibt es rund 200 km gut gekennzeichnete Wanderwege für Läufer und Spaziergänger. Der Erft-Radweg führt über 110 km von der Quelle der Erft bis zu ihrer Mündung in den Rhein.[6] Das Eifelbad verfügt über Schwimm- und Sportbecken, Spiel- und Spaßbecken, Kinder-Spiel- und Spaßbecken, Außenbecken (auch im Winter), Whirlpool (außen und innen), Suhle, eine 66 m-Riesenrutsche, eine Saunalandschaft, Solarien und eine große Liegewiese.[7]
Die Jugendherberge DJH in Bad Münstereifel-Rodert stellt 164 Betten in Schlafräumen für vier, sechs und acht Personen, außerdem zehn Gruppenleiterzimmer sowie sieben Aufenthaltsräume.
Es werden mehrere Führungen im Stadtgebiet und der Umgebung angeboten, u. a.:
Seit Oktober 2007 gibt es in Bad Münstereifel das Kulturhaus theater 1, das ein ständig wechselndes Kulturprogramm in den Bereichen Theater, Figurentheater, Konzert, Tanz und Literatur bietet.
Bad Münstereifel ist Sitz der SIGNO-Innovations-Gesellschaft Eifel e.V., der größten Erfindervereinigung in Deutschland. SIGNO ist ein Projekt des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Dem Verein angeschlossen ist eine Jugend- und Kinderabteilung, in der Kinder und Jugendliche in einer vereinseigenen Werkstatt das Grundwissen in Technik erwerben können.[8]
In Bad Münstereifel gibt es neben vier Grundschulen in den Ortsteilen Arloff, Mutscheid und Houverath eine Haupt- und eine Realschule sowie zwei Gymnasien: das städtische St. Michael-Gymnasium und das Erzbischöfliche St.-Angela-Gymnasium.
Die Stadt ist Standort der 1976 gegründeten Fachhochschule für Rechtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen und verfügt zudem über eine eigene Stadt-Volkshochschule. Mit u. a. der Kurt-Schumacher-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Haus der Arbeitssicherheit der Berufsgenossenschaft für Elektro und Feinmechanik beherbergt die Stadt mehrere private Schulungsstätten.[9] Daneben gibt es das Haus des Jugendrotkreuzes als Bildungsstätte für den Landesverband Nordrhein.
Bad Münstereifel besitzt eine Stadtbücherei mit einem Bestand von 16.000 Medien.[10]
Der Haltepunkt Bad Münstereifel ist Endpunkt der Erfttalbahn (KBS 475) Euskirchen–Bad Münstereifel, auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die RegionalBahn 23 täglich im Stundentakt verkehrt.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Auf der Erfttalbahn kann jedoch nur eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gefahren werden, da es sich um eine eingleisige Nebenstrecke mit vielen schlecht einsehbaren, unbeschrankten Bahnübergängen handelt.
Des Weiteren wird Bad Münstereifel von den Buslinien der RVK angefahren. Es existieren mehrere Buslinien in verschiedene Richtungen. Aufgrund der relativ schwachen Nachfrage werden jedoch nur auf der Buslinie 801 (Euskirchen - Bad Münstereifel) alle Fahrten mit normalen Linienbussen durchgeführt, da hier auch die Auslastung entsprechend hoch ist. Auf den anderen Linien werden die Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeit meist nur mit Taxibussen (TaxiBusPlus, geringer Zuschlag) durchgeführt.
Für den SPNV sowie den Linienbusverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Bad Münstereifel | Blankenheim | Dahlem | Euskirchen | Hellenthal | Kall | Mechernich | Nettersheim | Schleiden | Weilerswist | Zülpich
Arloff | Bad Münstereifel | Bergrath | Berresheim | Bliesthal | Buchholzbacher Mühle | Effelsberg | Eichen | Eicherscheid | Ellesheim | Esch | Escher Heide | Eschweiler | Forsthaus Hülloch | Gilsdorf | Gut Hospelt | Gut Unterdickt | Hardtbrücke | Hilterscheid | Hohn | Holzem | Honerath | Houverath | Hünkhoven | Hummerzheim | Iversheim | Kalkar | Kirspenich | Kolvenbach | Kop Nück | Langscheid | Lanzerath | Lethert | Limbach | Lingscheiderhof | Mahlberg | Maulbach | Mutscheid | Neichen | Nitterscheid | Nöthen | Odesheim | Ohlerath | Reckerscheid | Rodert | Rupperath | Sasserath | Scheuren | Scheuerheck | Schönau | Soller | Vollmert | Wald | Wasserscheide | Weißenstein | Willerscheid | Witscheiderhof