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Das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai (Baháʼà World Centre) befindet sich in Haifa, Israel. Neben dem Schrein des Bab befindet sich auf dem Berg Karmel das Haus der Gerechtigkeit, das Internationale Lehrzentrum, das Internationale Archiv sowie das Zentrum für das Studium der Heiligen Texte.
Am Bahai-Weltzentrum befinden sich eine Vielzahl von heiligen Stätten der Bahai. Zu ihnen zählen die Schreine, in denen die sterblichen Überreste des Bab, Baha’u’llahs, Abdul-Bahas und ihrer nächsten Familienangehörigen verwahrt werden. Außerdem gehören hierzu die Häuser, in denen die Familie Baha’u’llahs während ihrer Verbannung gelebt hat oder die in besonderem Zusammenhang mit den Glaubensereignissen stehen. Viele dieser Gebäude, Monumente und Schreine befinden sich in einer aufwendig angelegten Gartenanlage am Berg Karmel und stehen neben den Bahai-Pilgern Besuchern aus aller Welt offen.
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Der Berg Karmel ist in der Religionsgeschichte in verschiedenen Quellen aufzufinden. Zum Beispiel wird im Buch Jesaja des Alten Testaments prophezeit, dass es der „Berg des Herren“ sei, zu dem „alle Völker herbeiströmen werden“. Baha’u’llah hat viermal Haifa besucht und auf dem Berg Karmel sein Zelt aufgeschlagen. Bei einem dieser Aufenthalte zeigte er Abdul-Baha die Stelle, an der das Grabmal des Bab gebaut werden soll. Ein anderes Mal schrieb er die sogenannte „Tafel vom Karmel“, in der die Bedeutung dieses Berges für die zukünftige Bahai-Gemeinschaft erläutert wird.
Dieses Mausoleum birgt die Gebeine des Bab und befindet sich an dem Ort, den Baha’u’llah selbst bei einem Aufenthalt in Haifa wählte. Abdul-Baha kam die Aufgabe zu, dieses Bauwerk zu errichten, die sterblichen Überreste des Bab nach 60 Jahren Wanderschaft von Teheran/Iran zum heiligen Berg Karmel/Israel zu bringen und sie beizusetzen. Hier befindet sich außerdem das Grabmal Abdul-Bahas, das zu gegebener Zeit umgesiedelt werden soll, wenn ein entsprechender Schrein für ihn errichtet wurde.
Hier befinden sich die sterblichen Überreste Baha’u’llahs. Im Selbstverständnis der Bahai ist dieser Ort dadurch ausgezeichnet, dass hier laut Shoghi Effendi „der heiligste Staub, den je die Erde in ihrem Schoß empfing“, bestattet ist. Baha’u’llah wurde im nördlichsten Zimmer im Haus seines Schwiegersohnes Siyyid ’Ali Afnan am Tag seines Hinscheidens am 29. Mai 1892 kurz nach Sonnenuntergang beigesetzt. Zu diesem Zimmer wurde später ein separater überdachter Zugang gebaut. Täglich kommen etliche Bahai, die meist im Rahmen ihrer Pilgerreise die Heiligen Stätte besuchen, zu stillen Gebeten und Meditationen hierher. Dieser Ort ist aber auch von großer Bedeutung für alle Bahai der Welt, weil er als „Qiblih“ die Richtung für die Pflichtgebete, die Bahai angehalten sind täglich zu sprechen, und das Totengebet vorgibt.
Diese kleine Grüninsel inmitten eines Flusses wurde von Baha’u’llah als Garten Ridvan (arabisch: „Paradies“) bezeichnet und ist nicht mit dem Garten Ridvan in Bagdad zu verwechseln, in dem Baha’u’llah 1863 seine Sendung verkündete. Hier konnte Baha’u’llah nach fast einem Jahrzehnt Haft in Akko erstmals die Gefängnisumfriedungen verlassen und die Natur erleben. Bis dahin hatten seine körperlichen Bewegungen einzig darin bestanden, fortwährend in seinem Schlafzimmer auf- und abzugehen.
Das Landhaus Bahji befindet sich auf einer Anhöhe, das in einer Gegend liegt, die früher als Al-Bahja (arabisch: „Ort der Freude“) bekannt war. Aus diesem ehemaligen Sommerpalast eines reichen Kaufmanns namens Udi Khammar, der ursprünglich die Osthälfte des Hauses Abbud besaß, flohen nach einer Epidemie die Eigentümer. 1879 erwarb Abdul-Baha dieses Landhaus und es wurde zum Wohnsitz eines Großteils seiner Familie. Verschiedene Räume dieses Hauses sind für die Bahai von besonderer historischer Bedeutung.
In dem in zwei Bereiche eingeteilten Gebäude, das als „Haus Abud“ bekannt war, lebte Baha’u’llah insgesamt fast sieben Jahre. Es war ein für die Anzahl der Familienangehörigen Baha’u’llahs viel zu kleines Gebäude, da stellenweise 13 Personen in einem Zimmer leben mussten. Trotz der widrigen Verhältnisse wurde hier 1873 das Heiligste Buch der Bahai, der Kitab-i-Aqdas, offenbart.
Im Juli 2008 hat die UNESCO die heiligen Stätten wegen ihrer Funktion als Pilgerstätten der Bahai zum Weltkulturerbe ernannt.[1][2]
Masada | Altstadt von Akkon | Weiße Stadt in Tel Aviv | Megiddo | Hazor | Be'er Scheva | Altstadt von Jerusalem | Heilige Stätten der Bahai
32.8145634.987059Koordinaten: 32° 48′ 52,4″ N, 34° 59′ 13,4″ O