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| Bahnhof Liège-Guillemins | |
|---|---|
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| Daten | |
| Betriebsart | Durchgangsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 9 |
| Reisende | ca. 13.000[1] |
| Eröffnung | 1842 |
| Architektonische Daten | |
| Architekt | Santiago Calatrava |
| Lage | |
| Stadt | LĂĽttich |
| Provinz | LĂĽttich |
| Region | Wallonie |
| Staat | Belgien |
| Koordinaten | 50° 37′ 24,9″ N, 5° 34′ 2,9″ O50.62358333335.56747222222Koordinaten: 50° 37′ 24,9″ N, 5° 34′ 2,9″ O |
| Liste der Bahnhöfe in Belgien | |
Der Bahnhof Liège-Guillemins ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Lüttich in Wallonien, das zu Belgien gehört. Der im September 2009 in seiner modernen Gestalt in Betrieb genommene Bahnhof befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt, im Stadtteil Guillemins.
Der Bahnhof ist Haltepunkt von Thalys- und Intercity-Express-Zügen und damit Knotenpunkt im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Außerdem ist er von großer Bedeutung im Regionalverkehr der SNCB/NMBS.
Pro Tag verkehren rund 500 ZĂĽge.
Inhaltsverzeichnis |
Das nach den Entwürfen des Architekten Santiago Calatrava vollständig neu errichtete Bahnhofsgebäude ist am 19. September 2009 feierlich eröffnet worden.[2]
Seit 1996 wurde an dem Bauwerk geplant; 312 Millionen Euro wurden investiert, 10.000 t Stahl verschraubt und ein 200 m langer Bogen, gleichsam eine auf- und abführende Schanze, errichtet, der sich an seiner Spitze bis zu 40 m über dem modernisierten Gleisbett erhebt. Inspiration für den Entwurf soll eine sich auf dem Rücken räkelnde Frau geliefert haben.[3] Das Projekt hat keine Außenfassade im herkömmlichen Sinn; stattdessen ist der Übergang von Innen nach Außen nahtlos gelungen.[4]
Die Streckengleise (Aachen–)Welkenraedt–Lüttich–Brüssel wurden im Zuge des Umbaus auf die Nordseite des Bahnhofs verlegt und drei Bahnsteige mit 450 m Nutzlänge geschaffen. Die Einfahrgeschwindigkeit in den Bahnhof wurde von 40 auf 100 km/h erhöht.[5]
Der neue Lütticher Bahnhof wird von der SNCB als Teilstück der Modernisierung der belgischen Eisenbahnverbindungen gesehen, und zwar in der Anbindung Belgiens an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz zwischen London, Paris, Brüssel, Amsterdam und Köln/Frankfurt.[6] Seit dem Jahr 2009 beträgt die Fahrtzeit zwischen Köln und Lüttich nur noch eine knappe Stunde.
Praktisch noch ungelöst ist die Anbindung des neuen Bahnhofs an das städtische Umfeld bzw. die regionale Infrastruktur. Einer wirtschaftlichen und städtebaulichen Aufwertung des nach einer Niederlassung des strengen Ordens der Wilhelmiten benannten Stadtteils stehen voraussehbar die Interessen der jetzigen Bewohner an bezahlbarem Wohnraum und der Wahrung des bisherigen sozialen Umfelds gegenüber.[3]
Calatrava soll auch den neuen Bahnhof von Mons bauen.[3]
Auf dem Bahnhofsvorplatz befinden sich Haltestellen des innerstädtischen und regionalen Busverkehrs der Verkehrsgesellschaft Transport en Commun.
GroĂźe Fotoreportage vom Bahnhof
Fachartikel von Vallourec & Mannesmann Tubes ĂĽber den Bahnhof