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| Most–Moldava v KrušnĂ˝ch horách[1] <tr><td valign="top" colspan="2"></td></tr><tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (SĹ˝DC):</td><td>135</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>40 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>Most–Louka u LitvĂnova: 3 kV =</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 36 ‰</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>250 m</td></tr> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Most–Moldava ist eine Nebenbahn in Tschechien, welche ursprünglich von der Prag-Duxer Eisenbahn errichtet und betrieben wurde. Die früher als Teplitzer Semmeringbahn bekannt gewesene Strecke verläuft von Most (Brüx) über den Erzgebirgskamm nach Moldava (Moldau) und hatte dort bis 1945 Anschluss an die Bahnstrecke Nossen-Moldau in Sachsen. In Tschechien ist die Strecke heute als Moldavská horská dráha (Moldauer Bergbahn) bzw. Krušnohorská železnice (Erzgebirgs-Eisenbahn) bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Erste Projekte fĂĽr eine grenzĂĽberschreitende Linie nach Freiberg oder Klingenberg entstanden schon in den 1860er Jahren, um die Kohleversorgung fĂĽr die Bergbauregion um Freiberg zu sichern. Wegen finanzieller Probleme der Prag-Duxer Eisenbahn, die den Bau auf böhmischer Seite ausfĂĽhren sollte, verzögerte sich der Baubeginn um etliche Jahre. Unter Bewältigung enormer technischer Schwierigkeiten entstand dann bis 1884 eine Linie, die von BrĂĽx (Most) ausgehend ĂĽber Ossegg (Osek) [Anm. 1] am Hang des Erzgebirges ansteigend die Landesgrenze bei Moldau erreicht. Dabei entstand oberhalb von Eichwald (DubĂ) ein Kopfbahnhof, was dazu fĂĽhrte, dass bei allen ZĂĽgen die Lokomotiven ans andere Zugende wechseln mussten. Am 6. Dezember 1884 verkehrten die ersten GĂĽterzĂĽge ĂĽber die Strecke ins benachbarte Sachsen. Offiziell wurde die Bahnlinie am 18. Mai 1885 in Betrieb genommen.
Im Güterverkehr erfüllte die Linie die in sie gesetzten Erwartungen, vor dem Ersten Weltkrieg verkehrten die Kohlezüge teilweise im 10-Minuten-Takt. Später erlangte die Strecke auch im Wintersportverkehr eine größere Bedeutung. Direkte Züge verbanden die Hauptstadt Prag mit Moldau.
Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 bildete die Strecke mit der nach Freiberg eine Einheit und es verkehrten nun durchgängige Züge zwischen Freiberg und Brüx. Im Zusammenhang mit dem Aufbau des Hydrierwerkes bei Brüx („Hermann-Göring-Werke“, heute Chemopetrol) entstand ein neuer, moderner Rangierbahnhof und Teile der Strecke wurden neu trassiert.
Am 8. Mai 1945 nutzten sowjetische Panzerverbände die Trasse, um in Richtung Prag vorzudringen, dabei wurden die Gleisanlagen auf dem Kamm des Erzgebirges so beschädigt, dass ein Bahnverkehr vorerst nicht mehr möglich war.
Nach Kriegsende wurde der Reisezugverkehr zunächst bis zu einem provisorischen Haltepunkt vor dem beschädigten Viadukt von Mikulov wieder aufgenommen, ab Oktober 1946 verkehrten die Züge wieder bis Moldau (ab 1945: Moldava). Ein grenzüberschreitender Verkehr fand nach 1945 nicht mehr statt. Auf sächsischer Seite wurden die Gleise zwischen Moldava und dem Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld schon bald nach Kriegsende abgebaut.
Enorme Verkehrsleistungen wurden dann noch einmal ab 1952 erbracht, als Baumaterial fĂĽr die Talsperre Fláje transportiert werden musste. Wegen des vorrĂĽckenden Braunkohletagebaues bei Most (BrĂĽx) musste ab 1954 die Strecke zwischen Most und LitvĂnov (Oberleutensdorf) neu trassiert werden. FĂĽr den GĂĽterverkehr wurde zunächst eine provisorische Verbindung erstellt, der Reiseverkehr wurde zunächst im Schienenersatzverkehr mit Bussen abgewickelt. 1964 wurde die bis heute bestehende StreckenfĂĽhrung eröffnet. FĂĽr den GĂĽterverkehr wurde die Strecke 1964 zwischen Most, Louka u LitvĂnova und weiter nach OldĹ™ichov u Duchcova mit 3 kV Gleichstrom elektrifiziert.
Mitte der 1990er Jahre drohte erstmals die Einstellung des Betriebes. Auf Initiative der Anliegergemeinden wurden jedoch erste dringend notwendige Instandsetzungen an der Strecke durchgefĂĽhrt. Im Jahre 1998 gelang es, die Strecke als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz zu stellen.
Der Anschluss auf sächsischer Seite (Bahnstrecke Nossen-Moldau) endet seit 1972 in Holzhau, ein Wiederaufbau der grenzüberschreitenden Trasse wird derzeit untersucht.
In jüngerer Zeit wird der Weiterbetrieb der Strecke wieder zunehmend in Frage gestellt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wurde der Fahrplan am touristischen Bedarf ausgerichtet. Werktags verkehrten fortan nur noch drei Zugpaare, während an den Wochenenden ein angenäherter Zweistundentakt erhalten blieb. Weitere Einschränkungen gab es ab 9. Dezember 2007. Seitdem verkehrten werktags nur noch zwei Zugpaare.
Ab 11. Dezember 2011 wird der Fahrplan im oberen Streckenabschnitt endgĂĽltig am touristischen Bedarf ausgerichtet. AuĂźerhalb der Winter- und Sommersaison verkehren dann zwischen Osek mÄ›sto und Moldava keine ZĂĽge mehr. Damit wird ein Betriebskonzept eingefĂĽhrt, wie es schon auf der ebenfalls im ĂšsteckĂ˝ kraj gelegenen Strecke Chomutov–Vejprty seit 2007 umgesetzt wird. Auf dem Abschnitt Most–Osek mÄ›sto besteht dagegen werktags ein angenäherter Stundentakt, wobei ein Teil der ZĂĽge von und nach RakovnĂk durchgebunden wird.[2] Im Liniensystem „Regiotakt ĂšsteckĂ˝ kraj“ wird die Strecke als Linie U25 gefĂĽhrt.