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Bahnstrecke Most–Moldava

Most–Moldava v Krušných horách[1] <tr><td valign="top" colspan="2">
Strecke der Bahnstrecke Most–Moldava
</td></tr><tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (SĹ˝DC):</td><td>135</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>40 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>Most–Louka u LitvĂ­nova: 3 kV =</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 36 â€°</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>250 m</td></tr>
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von Praha-SmĂ­chov (vorm. Prag-Duxer Eisenbahn)
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von ĂšstĂ­ nad Labem hl. n. (seit 1968)
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0,000 Most 225 m
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nach Chomutov
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Most frĂĽher BrĂĽx PDE
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Verbindungsbahn nach Most hl. n. (BrĂĽx ATE)
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Ústí nad Labem–Chomutov (bis 1968)
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Verbindungsbahn von Most hl. n. (BrĂĽx ATE)
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Most-Kopisty 245 m
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Most seřazovací nádraží (Rangierbahnhof Most)
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Anschlussbahn Chemopetrol
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Kopisty frĂĽher Kopist
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Most-Minerva 245 m
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6,14 Most-Minerva nákladní nádraží (Gbf.)
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Anschlussbahn dĹŻl Hlubina
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Lipětín früher Lindau
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~10,6 Litvínov město
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Anschlussbahn dĹŻl Kohinoor II
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von (Chomutov–) Litvínov (vorm. DBE)
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11,890
132,297
Louka u LitvĂ­nova frĂĽher Wiesa-Oberleutensdorf 305 m
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nach Děčín (vorm. DBE)
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133,81 Lom u Mostu zastávka früher Bruch 320 m
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138,01 Osek město früher Ossegg-Riesenburg 345 m
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~140,1 Horní Háj 355 m
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kleiner Viadukt Hrob
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142,80 Hrob frĂĽher Klostergrab 395 m
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groĂźer Viadukt Hrob
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~144,6 Střelná v Krušných horách 440 m
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148,639 Dubí v Krušných horách früher Eichwald/Dubí 570 m
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~153,3 Mikulov v Krušných horách früher Niklasberg 720 m
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Tunnel MikulovskĂ˝ (Hirschbergtunnel; 334 m)
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Viadukt Mikulov
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Tunnel Novoměstský (Wasserscheidentunnel; 210 m)
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~155,3 Mikulov-Nové Město früher Neustadt 775 m
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157,776 Moldava v Krušných horách früher Moldau 780 m
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~158,1 Staatsgrenze Tschechien/Deutschland
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nach Freiberg

Die Bahnstrecke Most–Moldava ist eine Nebenbahn in Tschechien, welche ursprünglich von der Prag-Duxer Eisenbahn errichtet und betrieben wurde. Die früher als Teplitzer Semmeringbahn bekannt gewesene Strecke verläuft von Most (Brüx) über den Erzgebirgskamm nach Moldava (Moldau) und hatte dort bis 1945 Anschluss an die Bahnstrecke Nossen-Moldau in Sachsen. In Tschechien ist die Strecke heute als Moldavská horská dráha (Moldauer Bergbahn) bzw. Krušnohorská železnice (Erzgebirgs-Eisenbahn) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte und Bau

Bahnhof Moldava im Winter

Erste Projekte für eine grenzüberschreitende Linie nach Freiberg oder Klingenberg entstanden schon in den 1860er Jahren, um die Kohleversorgung für die Bergbauregion um Freiberg zu sichern. Wegen finanzieller Probleme der Prag-Duxer Eisenbahn, die den Bau auf böhmischer Seite ausführen sollte, verzögerte sich der Baubeginn um etliche Jahre. Unter Bewältigung enormer technischer Schwierigkeiten entstand dann bis 1884 eine Linie, die von Brüx (Most) ausgehend über Ossegg (Osek[Anm. 1] am Hang des Erzgebirges ansteigend die Landesgrenze bei Moldau erreicht. Dabei entstand oberhalb von Eichwald (Dubí) ein Kopfbahnhof, was dazu führte, dass bei allen Zügen die Lokomotiven ans andere Zugende wechseln mussten. Am 6. Dezember 1884 verkehrten die ersten Güterzüge über die Strecke ins benachbarte Sachsen. Offiziell wurde die Bahnlinie am 18. Mai 1885 in Betrieb genommen.

Betrieb

Im Güterverkehr erfüllte die Linie die in sie gesetzten Erwartungen, vor dem Ersten Weltkrieg verkehrten die Kohlezüge teilweise im 10-Minuten-Takt. Später erlangte die Strecke auch im Wintersportverkehr eine größere Bedeutung. Direkte Züge verbanden die Hauptstadt Prag mit Moldau.

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 bildete die Strecke mit der nach Freiberg eine Einheit und es verkehrten nun durchgängige Züge zwischen Freiberg und Brüx. Im Zusammenhang mit dem Aufbau des Hydrierwerkes bei Brüx („Hermann-Göring-Werke“, heute Chemopetrol) entstand ein neuer, moderner Rangierbahnhof und Teile der Strecke wurden neu trassiert.

Am 8. Mai 1945 nutzten sowjetische Panzerverbände die Trasse, um in Richtung Prag vorzudringen, dabei wurden die Gleisanlagen auf dem Kamm des Erzgebirges so beschädigt, dass ein Bahnverkehr vorerst nicht mehr möglich war.

Nach Kriegsende wurde der Reisezugverkehr zunächst bis zu einem provisorischen Haltepunkt vor dem beschädigten Viadukt von Mikulov wieder aufgenommen, ab Oktober 1946 verkehrten die Züge wieder bis Moldau (ab 1945: Moldava). Ein grenzüberschreitender Verkehr fand nach 1945 nicht mehr statt. Auf sächsischer Seite wurden die Gleise zwischen Moldava und dem Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld schon bald nach Kriegsende abgebaut.

Enorme Verkehrsleistungen wurden dann noch einmal ab 1952 erbracht, als Baumaterial für die Talsperre Fláje transportiert werden musste. Wegen des vorrückenden Braunkohletagebaues bei Most (Brüx) musste ab 1954 die Strecke zwischen Most und Litvínov (Oberleutensdorf) neu trassiert werden. Für den Güterverkehr wurde zunächst eine provisorische Verbindung erstellt, der Reiseverkehr wurde zunächst im Schienenersatzverkehr mit Bussen abgewickelt. 1964 wurde die bis heute bestehende Streckenführung eröffnet. Für den Güterverkehr wurde die Strecke 1964 zwischen Most, Louka u Litvínova und weiter nach Oldřichov u Duchcova mit 3 kV Gleichstrom elektrifiziert.

Mitte der 1990er Jahre drohte erstmals die Einstellung des Betriebes. Auf Initiative der Anliegergemeinden wurden jedoch erste dringend notwendige Instandsetzungen an der Strecke durchgefĂĽhrt. Im Jahre 1998 gelang es, die Strecke als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz zu stellen.

vereinfachtes Höhenprofil der Strecke

Der Anschluss auf sächsischer Seite (Bahnstrecke Nossen-Moldau) endet seit 1972 in Holzhau, ein Wiederaufbau der grenzüberschreitenden Trasse wird derzeit untersucht.

In jüngerer Zeit wird der Weiterbetrieb der Strecke wieder zunehmend in Frage gestellt. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 wurde der Fahrplan am touristischen Bedarf ausgerichtet. Werktags verkehrten fortan nur noch drei Zugpaare, während an den Wochenenden ein angenäherter Zweistundentakt erhalten blieb. Weitere Einschränkungen gab es ab 9. Dezember 2007. Seitdem verkehrten werktags nur noch zwei Zugpaare.

Ab 11. Dezember 2011 wird der Fahrplan im oberen Streckenabschnitt endgültig am touristischen Bedarf ausgerichtet. Außerhalb der Winter- und Sommersaison verkehren dann zwischen Osek město und Moldava keine Züge mehr. Damit wird ein Betriebskonzept eingeführt, wie es schon auf der ebenfalls im Ústecký kraj gelegenen Strecke Chomutov–Vejprty seit 2007 umgesetzt wird. Auf dem Abschnitt Most–Osek město besteht dagegen werktags ein angenäherter Stundentakt, wobei ein Teil der Züge von und nach Rakovník durchgebunden wird.[2] Im Liniensystem „Regiotakt Ústecký kraj“ wird die Strecke als Linie U25 geführt.

Literatur

  • ZdenÄ›k Hudec (u.a.): Atlas drah ÄŚeskĂ© republiky 2006–2007. 2. Auflage. Verlag Pavel Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1.

Anmerkungen

  1. ↑ Eröffnung der 13,7 km langen Teilstrecke BrĂĽx–Ossegg (Most–Osek) am 17. Dezember 1876. â€“ Siehe: Handel, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft. (…) Eisenbahnbauten im Jahre 1876. In: Wiener Zeitung, 5. Oktober 1877, S. 7, oben links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz

Weblinks

 Commons: Bahnstrecke Most–Moldava â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Zdeněk Hudec u.a.: Atlas drah České republiky 2006-2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1
  2. ↑ Jahresfahrplan 2012 der ČD - gültig ab 11. Dezember 2011
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